Es ist völlig verständlich, dass man die Ähnlichkeit zwischen dem VW Scirocco und dem DeLorean erkennt – schließlich stammen beide vom legendären Designer Giorgetto Giugiaro. Der ursprüngliche Scirocco verkörperte auf wunderbare Weise Giugiaros charakteristisches, kantiges und keilförmiges Design der 1970er-Jahre und war damit ein eleganter, erschwinglicher „Alltagsbub“ seines berühmteren Exoten. Der VW Scirocco Mk1 (Premiere 1974) und der DMC DeLorean (1976 als Prototyp vorgestellt) sind beide Meisterwerke von Giorgetto Giugiaro, dem Designer von Italdesign. Während der DeLorean für seinen gebürsteten Edelstahl und die Flügeltüren bekannt ist, teilen beide Fahrzeuge eine markante DNA. Obwohl der Scirocco von Autofans oft scherzhaft als „deutscher DeLorean“ bezeichnet wird, sind die beiden technisch völlig unterschiedliche Fahrzeuge. Neben dem DeLorean umfasst Giugiaros umfangreiches Portfolio auch die Gestaltung von Verkaufsschlagern wie dem ersten Volkswagen Golf, dem BMW M1, dem Lotus Esprit sowie mehreren legendären Maseratis und Alfa Romeos.
Giorgetto Giugiaro
Giorgetto Giugiaro (* 7. August 1938 in Garessio) ist ein italienischer Industriedesigner. Zu seinen wichtigsten Schöpfungen zählen die stilbildenden Designklassiker Lotus Esprit, Fiat Panda, Fiat Uno, Fiat Punto, Lancia Delta, VW Golf I und Audi 80 sowie im Kamera-Bereich die Nikon F4.
Der Golf und der DeLorean
Der Golf MK1 und der DeLorean wurden vom selben Designer entworfen. Der VW Scirocco I, die Sportwagen Version vom Golf MK1, sieht aus wie ein DeLorean mit gestutzten Flügeln…ohne Flügeltüren.
DeLorean DMC-12

Der DeLorean DMC-12 ist das einzig gebaute Modell der DeLorean Motor Company (DMC). Das Coupé wurde von Januar 1981 bis Dezember 1982 in Nordirland gefertigt. Bekannt wurde der Wagen insbesondere durch die Film-Trilogie Zurück in die Zukunft ab 1985, in der er zu einer Zeitmaschine umgebaut wurde. Durch diese Filmreihe erlangte das Fahrzeug Kultstatus bei Autosammlern und in der Popkultur, allerdings alles erst einige Jahre nach dem Bankrott des Herstellers.

DeLorean DMC-12 Gold. Aus den bis dahin gefertigten Fahrzeugteilen wurden Ende 1982 noch einige Exemplare des DMC-12 montiert. Diese Fahrzeuge werden auch als 1983er Modelle bezeichnet. Ironischerweise erfuhr der DMC-12 kurz nach der Verhaftung des Firmengründers plötzlich enormen Zuspruch. Ein Ansturm auf die verbliebenen Fahrzeuge setzte ein, was die Verkaufspreise kurzfristig auf über 50.000 Dollar hochtrieb. Für Weihnachten 1981 wurden zwei Fahrzeuge im Auftrag des Kreditkartenunternehmens American Express hergestellt, die galvanisch mit Gold beschichtet wurden. An Heiligabend 1982 wurde aus den verbliebenen vergoldeten Teilen das letzte Fahrzeug montiert. Eine Tür musste jedoch nachträglich vergoldet werden und ist heute noch an dem anderen Farbton erkennbar. Alle drei Fahrzeuge befinden sich in den USA: Eins steht im National Automobile Museum in Reno (VIN 4300, braune Innenausstattung, 5-Gang-Getriebe), das zweite im Petersen Automotive Museum in Los Angeles (VIN 4301, schwarze Ausstattung, Automatikgetriebe, auch bekannt als der Wagen aus der Bank in Snyder, Texas) und das letzte gebaute ist im Privatbesitz in Maryland (VIN 20105, braune Innenausstattung, Automatikgetriebe). Es gibt Gerüchte über ein viertes Exemplar, das von einem Privatmann vergoldet worden sein soll. Die DMC-12 wurden nicht lackiert, da die Außenhaut aus unlackiertem, rostfreiem Edelstahl besteht. Von den ca. 9000 gebauten Exemplaren gab es 2015 weltweit noch rund 6500.

Goldener DeLorean DMC-12

Ein vergoldeter DeLorean in Reno, Nevada
Golf I
VW Golf ist eine Pkw-Modellreihe der Kompaktklasse von Volkswagen. Sie wird seit 1974 produziert, seit Dezember 2019 in der achten Generation. Mit über 37 Millionen Exemplaren ist der Golf eines der meistgebauten Autos der Welt. Der Golf I ist ein Automodell der Marke Volkswagen der Volkswagenwerk AG und kam im Frühjahr 1974 auf den Markt. Zusammen mit dem Mitte 1973 präsentierten Passat führte der Golf den Volkswagenkonzern aus der ab Anfang der 1970er Jahre bestehenden Absatzkrise. Nachdem andere Pkw-Hersteller bereits verschiedene Modelle mit Kompaktkarosserie und großer Heckklappe herausgebracht hatten, verhalf der Golf dieser Bauweise in Deutschland zum Durchbruch. Im VW-Programm sollte der Golf den konstruktiv noch aus den 1930er Jahren stammenden VW Käfer ersetzen, der jedoch noch bis 1985 parallel im deutschen VW-Angebot blieb. Von Mai 1974 bis August 1983 wurden sechs Millionen Golf-Limousinen gebaut, davon eine Million mit Dieselmotor. Zusätzlich produzierte Karmann von März 1979 bis August 1993 knapp 389.000 Cabriolets. Der vom Golf I abgeleitete Pick-up VW Caddy wurde 200.000-mal hergestellt. Der Werkscode des Golf I lautet Typ 17, der Werkscode des Golf I Cabriolet Typ 155. Das Design stammte von Giorgetto Giugiaros Italdesign.
VW Jetta
Der VW Jetta ist ein Pkw der unteren Mittelklasse des deutschen Herstellers Volkswagen. In der ersten, Mitte 1979 vorgestellten, Generation stellte er nur eine leicht veränderte Karosserievariante des Golf mit einem Stufenheck dar. Im Laufe der Zeit grenzte er sich immer weiter vom Golf ab. Er war damit Teil einer Modellpolitik von Volkswagen, von den bisherigen Schrägheckmodellen Stufenheckmodelle abzuleiten und diese durch ein leicht verändertes Design und eine andere Bezeichnung von den Basismodellen abzugrenzen. Sie waren für eine konservativere, ältere und solventere Kundschaft gedacht, deshalb etwas teurer und besser ausgestattet. Diese Vorgehensweise war zuvor bereits Anfang 1977 beim Derby, der auf dem Polo basierte, praktiziert worden und wurde im Herbst 1981 beim Santana auf Passat-Basis fortgesetzt. Der Name Jetta leitet sich vom Begriff Jetstream ab, einem starken Luftstrom in der Tropo- oder Stratosphäre. In Europa fanden für die dritte und vierte Generation die Namen VW Vento (Basis: Golf III) und VW Bora (Basis: Golf IV) Verwendung. Diese Modellreihe konnte sich jedoch, verglichen mit dem VW Golf, bis dahin nicht durchsetzen. Beide Bezeichnungen finden zudem in verschiedenen Märkten Verwendung, wenn mehrere Generationen des Jetta parallel angeboten werden. Global wurde der Jetta unter den Bezeichnungen Atlantic, Bora, City Jetta, Jetta City, Fox, GLI, Jetta, Sagitar und Vento angeboten.
VW Vento (Typ 1H2)
Der VW Vento (Typ 1H2) wurde im Januar 1992 in Brüssel als Nachfolger des Jetta II vorgestellt. Mit dem neuen Namen erhoffte sich der Hersteller besonders für den deutschen Markt einen Imagewechsel des Fahrzeugs und einen Anstieg der Verkäufe. In den außereuropäischen Ländern (vor allem in den USA) wurde das neue Modell weiterhin unter der Bezeichnung VW Jetta angeboten, da sich der Name dort bewährt hatte. In den USA hießen Golf und Jetta intern gleichermaßen 1HM, wobei das M für Mexiko, den Produktionsstandort für den US-Markt, stand.
VW Bora
Der VW Bora (werksintern 1J2) ist ein im Herbst 1998 vorgestelltes Fahrzeug der unteren Mittelklasse des Herstellers Volkswagen. Es basiert auf dem VW Golf IV und nutzt dessen technische Basis. Die Optik des VW Bora unterscheidet sich allerdings deutlich von der des Golf. Das Modell wurde einzig in Nordamerika und Südafrika weiterhin als „Jetta“ verkauft und war dort als VW Jetta IV (Typ 1J5/1JM USA) bekannt. Namensgeber für den VW Bora ist der stürmische Fallwind Bora.
VW Passat
VW Passat ist die Bezeichnung für ein Pkw–Modell der Mittelklasse der Marke Volkswagen des gleichnamigen Fahrzeugkonzerns. Bis April 2019 wurden von den ersten acht Modellgenerationen 30 Millionen Passat-Fahrzeuge gefertigt. Der Volkswagen Passat B1 ist die von Frühjahr 1973 bis Herbst 1980 gebaute erste Generation des VW Passat, eines Modells der Mittelklasse. Er war weitgehend baugleich mit dem im Herbst 1972 eingeführten Audi 80 B1, den es jedoch nur mit Stufenheck gab. Der Passat hat ein Schrägheck und war auch als Kombi lieferbar. Im Mai 1973 begann die Fertigung des Passat. Zunächst wurde das Modell im Stammwerk Wolfsburg produziert. In den USA wurde der Wagen ab 1974 unter dem Namen Volkswagen Dasher angeboten, während der Kombi auch als Audi Fox Station Wagon verkauft wurde. Bis Ende 1977 wurde der Passat in Wolfsburg gefertigt, seit August 1977 in Emden. Zum Jahresende lief die Produktion in Clayton, Victoria, Australien (Bauzeit 1974–1977) aus. Im Oktober 1980 wurde die Baureihe durch das Nachfolgemodell Passat B2 abgelöst. In Brasilien blieb sie parallel zum B2 bis Dezember 1988 in Produktion. Der Volkswagen Passat B2 ist die zweite Generation des Mittelklasse-Pkw Passat des Herstellers Volkswagen. Er löste im Oktober 1980 den Passat B1 ab. Im Februar 1981 kamen die besonders in Deutschland populäre Kombivariante, der Passat Variant, sowie die dreitürige Schräghecklimousine auf den Markt. Im September 1981 stellte VW dem Passat die besser ausgestattete Stufenheckvariante Santana zur Seite. Im Frühjahr 1988 wurde der Passat B2 in Deutschland vom Passat B3 abgelöst.
VW Santana
Der VW Santana ist ein Pkw-Modell des deutschen Automobilherstellers Volkswagen. Bei der ersten Generation handelt es sich technisch um einen Passat der zweiten Generation, jedoch als viertürige Stufenhecklimousine mit verbesserter Ausstattung. Die Frontpartie (Blinker, Scheinwerfer, Stoßstange) ist abgewandelt. Der Heckbereich ab Dachende/hintere Türen zeigt keine optische Verwandtschaft (z. B. breite quer liegende Rückleuchten, Kofferraumklappe nicht bis zur Stoßstange gezogen). Anders als beim Passat läuft ein Band aus Stoßstangen und Seitenschutzleisten auf einheitlicher Höhe rund um das Fahrzeug und erzeugt ein insgesamt straff strukturiertes Erscheinungsbild aus überwiegend gerade gezeichneten Elementen. Mit der Modellpflege vom Januar 1985 verschwand das Modell Santana aus dem Katalog und wurde als Passat-Stufenheck mit dessen aktueller Front gebaut. In China wurde mindestens bis Dezember 2014 der Santana als Stufen- und – hier auch unter diesem Namen – als Kombiversion gebaut. Nachfolgend auf die erste Generation des Santanas wurden die Modelle Santana 2000 und Santana 3000 bei Volkswagen do Brasil (Brasilien) und Shanghai Volkswagen (China) hergestellt. 2013 wurde ein komplett neu entwickelter Santana für den chinesischen Markt vorgestellt.
Golf I Sportcoupe ‘Scirocco‘
VW Scirocco

Der VW Scirocco ist ein dreitüriges, 2+2-sitziges Sportcoupé von Volkswagen, das von Frühjahr 1974 bis Spätsommer 1992 in zwei Generationen (beide auf Plattform des VW Golf I) gebaut wurde. Die dritte Generation war seit Sommer 2008 auf dem Markt und wurde mit dem Modelljahr 2017 eingestellt. Im Oktober 1988 stellte VW den Corrado vor, der den Scirocco der zweiten Generation schon 1986 hätte ablösen sollen. Tatsächlich wurde der Corrado mit der Typbezeichnung 53i von VW jedoch als Technologieträger und hochwertiges Sportcoupé positioniert und bis zum Produktionsende des Scirocco II im September 1992 parallel zu diesem und noch darüber hinaus produziert. Nach langer Pause kam im August 2008 die dritte Generation des Scirocco auf den Markt. Sie basiert technisch wie auch der VW Golf V und der Golf VI auf der VW-Quermotor-Plattform PQ35. Die VW-internen Bezeichnungen sind Typ 53 für den Scirocco I, Typ 53B für den Scirocco II und Typ 13 für den Scirocco III.
VW Scirocco I

Der VW Scirocco I ist ein auf der Plattform des Golf I gebautes Sportcoupé. Er löste im Februar 1974 den Karmann-Ghia ab. Der Scirocco kam noch vor dem Golf auf den Markt. Gemeinsam mit Golf, Passat und Polo führte der Scirocco VW im Rahmen der Modelloffensive mit wassergekühlten Frontantriebsmodellen aus der bedrohlichen Absatzkrise. Im April 1981 wurde er durch den Scirocco II abgelöst.
VW Scirocco II

Der VW Scirocco II ist ein auf der Plattform des VW Golf I gebautes Sportcoupé. Er löste am 15. Mai 1981 den Scirocco I ab. Auch der neue Scirocco II (VW-interne Bezeichnung Typ 53B) basierte auf dem Golf I.
VW Scirocco III ‘Corrado‘

Der VW Corrado (Typ 53i) ist ein Sportcoupé der Marke Volkswagen, das von Herbst 1988 bis Mitte 1995 hergestellt wurde. Das Kraftfahrt-Bundesamt ordnet den Corrado in das Segment Mittelklasse ein. Im Mai 1981 begann VW unter dem Entwicklungsauftrag (EA) 494 mit den Arbeiten an einem Nachfolgemodell für den gerade eingeführten Scirocco II. Die technische Basis für den als Nachfolger des Scirocco geplanten Wagen bildete der VW Golf II, während der Scirocco II noch auf dem Golf I basierte. Der Scirocco III (später Corrado genannt) sollte als technologischer Imageträger 1986 beziehungsweise im Modelljahr 1987 zu einem günstigeren Preis als der aktuelle Scirocco II in Serie gehen. Allerdings geriet der Wagen zu teuer für die direkte Nachfolge. Außerdem war die Motorenauswahl nicht mit der der Scirocco-Palette zu vergleichen. Diese Quadratur des Kreises wurde im Dezember 1984 durch die Formel: „Scirocco 3 plus Scirocco 2 Weiterlauf“ aufgelöst. Der Scirocco III bzw. Corrado sollte als Technologieträger und als hochwertiges Sportcoupé am Markt positioniert werden. Geplant war ferner, neben dem neuen Modell den Scirocco II mindestens bis 1988 weiter zu produzieren und auf Basis der Polo-Plattform einen Nachfolger für das preisgünstige Sportcoupé zu finden. Da sich jedoch kein günstiges Coupé unterhalb des Corrado zur Marktreife entwickeln ließ, blieb der Scirocco vier Jahre länger als vorgesehen im Angebot. Mit der Höherpositionierung des Corrado zum Sportwagen und nach den bis September 1991 rückläufigen Absatzzahlen des Scirocco II wurde dessen Produktion im September 1992 eingestellt. Ab März 1986 wurde der EA 494 in der Tradition der Namen von Winden bei VW (Passat, Scirocco usw.) unter dem Projektnamen „Taifun“ geführt. Da jedoch ein Taifun vor allem mit Zerstörung in Zusammenhang gebracht wird, entschied man sich zugunsten von „Corrado“ um. Die Bezeichnung Corrado stammt vom spanischen Wort correr (deutsch „laufen“). Bei der Präsentation des Corrado im Oktober 1988 waren die Besonderheiten der Heckflügel, der beim europäischen Modell ab 120 km/h (75 km/h beim US-Modell) automatisch aus- und ab 20 km/h wieder einfährt (in ähnlicher Form wenige Monate später auch am Porsche 911 (Typ 964) zu finden), der den Auftrieb an der Hinterachse um bis zu 64 % reduzieren soll, sowie der G-Lader, mit dem als einziges Modell der Corrado G60 versehen war, und die für damalige Verhältnisse umfangreiche Serienausstattung: ABS, Servolenkung, höhenverstellbare Sportsitze, Nebelscheinwerfer, grüne Color-Wärmeschutzverglasung und (in Wagenfarbe lackierte) elektrisch einstellbare und beheizte Außenspiegel. Insgesamt war der Corrado in seinen knapp sieben Jahren Bauzeit ein technisches Gemisch aus Golf II sowie III und Passat B3 bzw. B4. Im Juni 1995 lief seine Produktion aus.
VW Scirocco IV ‘VW Scirocco III‘
Der VW Scirocco III ist ein 2+2-sitziges Kombicoupé mit Frontantrieb, das erstmals im Frühjahr 2008 auf dem Automobilsalon Genf der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, seit August 2008 erhältlich war und auf der Plattform des VW Golf VI basierte. Die VW-interne Bezeichnung ist „Typ 13“. Er wurde – wie auch der VW Eos – von Volkswagen Autoeuropa in Palmela in Portugal produziert, wo der VW Sharan, der Seat Alhambra und der VW T-Roc gebaut werden. Während die Produktion der Scirocco-Baureihen I und II nahtlos ineinander überging, kam die Baureihe III erst 16 Jahre nach Auslaufen des Typs II (1992) auf den Markt. Der Scirocco III wurde von der Zeitschrift Top Gear Magazine zum „Car of the Year 2008“ (Auto des Jahres 2008) gewählt. Die Produktion endete mit dem Modelljahr 2017.
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