Konrad Ernst Otto Zuse

Konrad Ernst Otto Zuse (* 22. Juni 1910 in Deutsch-Wilmersdorf, heute zu Berlin; † 18. Dezember 1995 in Hünfeld) war ein deutscher BauingenieurErfinder und Unternehmer (Zuse KG). Mit seiner Entwicklung der Z3 im Jahre 1941 baute Zuse den ersten funktionstüchtigen, vollautomatischen, programmgesteuerten und frei programmierbaren, in binärerGleitkommarechnung arbeitenden Rechner und somit den ersten funktionsfähigen Computer der Welt.

Familie Zuse

1945 heiratete Zuse eine seiner Mitarbeiterinnen, Gisela Ruth Brandes. Sie hatten fünf Kinder: Horst, Klaus Peter, Monika, Hannelore Birgit und Friedrich Zuse.

Horst Konrad Zuse

Vitae

Prof. Dr. Ing. Horst Konrad Zuse (* 17. November 1945 in Hindelang) ist ein deutscher Informatiker.

Werdegang und Tätigkeiten

Zuse ist Sohn des Erfinders des ersten binären Digitalrechners, Konrad Zuse. Er studierte von April 1967 bis Dezember 1973 an der Technischen Universität Berlin Elektrotechnik. Dies schloss er im Dezember 1973 mit Diplom ab. Im März 1983 promovierte er zum Dr.-Ing. auf dem Gebiet der Softwarekomplexitätsmaße und im Dezember 1998 schloss er erfolgreich seine Habilitation an der TU Berlin (Lehrbefugnis für praktische Informatik) ab. 2006 hat ihn die Hochschule Lausitz (FH) zum Honorarprofessor und 2009 zum Professor ernannt. Er ist spezialisiert im Bereich Softwaretechnik und entwickelte von 1996 bis 2000 die Konrad Zuse Multimedia Show, welche sich mit der Historie der Computerentwicklung beschäftigt. Ab Juni 1998 bis September 2008 war er Privatdozent an der TU Berlin. Von Februar 1998 bis Mai 1998 war er als Gastprofessor an der Southwestern Louisiana Universität in Lafayette (Vereinigte Staaten) tätig; von November 2003 bis November 2006 war er Gastprofessor an der Hochschule Lausitz (FH). Seit Dezember 2008 ist er hauptsächlich an der Hochschule Lausitz tätig und hat weiterhin eine geringfügige Lehrtätigkeit an der TU Berlin. 2010 stellte Zuse den von ihm in Kooperation mit dem Elektrotechnik-Konzern Finder durchgeführten, originalgetreuen Nachbau des von seinem Vater Konrad Zuse konstruierten Z3 fertig. Dieser ist seither im Heinz Nixdorf MuseumsForum ausgestellt. Gemeinsam mit Wilhelm Mons veröffentlichte Horst Zuse zwei Bücher über seinen Vater. Seit März 2015 ist Horst Zuse Mitglied im Senat der nach seinem Vater benannten Deutschen Industrieforschungsgemeinschaft Konrad Zuse. Horst Zuse ist mit einer Informatikerin verheiratet.

Konrad Ernst Otto Zuse als Künstler

Schon während seiner Jugendzeit hatte Zuse ein Talent, seine Visionen auch in künstlerischer Form auf Papier zu bringen. „Ich habe zwar kein Kunststudium, aber ein Informatikstudium habe ich auch nicht,“ sagte er über sich selbst. Seine Ölgemälde, Kreidezeichnungen und Linolschnitte signierte er zeitweise mit dem Pseudonym Kuno See. In seinem gesamten Leben malte er über 500 Bilder. Ein Großteil des künstlerischen Nachlasses befindet sich in der Staatlichen Graphischen Sammlung München. Einige Werke sind im Hünfelder Konrad-Zuse-Museum und im Astronomisch-Physikalischen Kabinett in Kassel ausgestellt. Anlässlich des einhundertsten Geburtstages Zuses zeigte das Weiterbildungsinstitut (WbI) in Oberhausen eine Ausstellung von mehr als 130 Werken von Zuse. 2012 wurden im Rahmen der documenta 13 in Kassel Bilder von Konrad Zuse ausgestellt. Eines seiner letzten Bilder malte er von Bill Gates und übergab ihm das Porträt auf der Cebit 1995. Gates hängte es in seinem Büro auf.

Firma Zuse Ingenieurbüro und Apparatebau

Konrad Zuse gründete 1941 die Firma Zuse Ingenieurbüro und Apparatebau. Die Vermittlung zwischen Zuses Firma und dem auftraggebenden Reichsluftfahrtministerium lief über Joseph Jennissen (1905–1977), und über Herbert Wagner. Im Jahr 1944 wandelte Zuse sein Ingenieurbüro in eine Kommanditgesellschaft um und plante den Bau von Serien mit über 300 Maschinen. In den Jahren 1936 bis 1938 konstruierte er – aus rein privaten Mitteln finanziert – mit der Z1 die erste programmgesteuerte Rechenmaschine, basierend auf der binären Schaltungslogik und dem binären Gleitkommasystem. In den Jahren 1938 bis 1941 folgte die Weiterentwicklung mit der Z2 und der Z3, teilweise gefördert durch die Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt. Der Bau der Z4 – eine Erweiterung der Z3 – wurde 1942 begonnen, konnte aber bis 1945 nicht mehr fertiggestellt werden und wurde in der Nachkriegszeit restauriert.

Sperry Corporation

Die Sperry Corporation war ein 1910 gegründetes US-amerikanisches Unternehmen, in dem unter anderem ElektronikartikelComputerLandmaschinen und Hydraulikausrüstungen hergestellt wurden. Im Jahr 1986 fusionierte Sperry mit der Burroughs Corporation. Die Geschäftsbereiche beider Unternehmen wurden unter dem Namen Unisys vereint.

Mithra AG

Die Mithra AG war eine in Zürich ansässige Schweizer Tochtergesellschaft des Remington Rand Konzerns. Laut dem Zürcher Staatsarchiv firmierte die Mithra AG von 1946 bis 1957 unter diesem Namen. Die Mithra AG spielte eine entscheidende Rolle bei den frühen Entwicklungen im Bereich Computertechnik in der Schweiz, insbesondere durch ihre Zusammenarbeit mit dem deutschen Computerpionier Konrad Zuse. Diese Zusammenarbeit war für Konrad Zuse von entscheidender finanzieller Bedeutung, da sie die Einnahmen und die akademische Anerkennung lieferte, die für den Fortbestand der Zuse KG nach seinem bahnbrechenden Pachtvertrag des Z4 mit der ETH Zürich im Jahr 1950 notwendig waren. Der Name Mithra AG wurde von Remington Rand für seine Schweizer Tochtergesellschaft verwendet, um die Computer von Zuse zu vermarkten und gleichzeitig potenzielle Patentstreitigkeiten zu vermeiden. Die Sperry AG existierte von 1925 bis 1958 auch als eigenständiges Unternehmen in der Schweiz. Bis 1958 wurden die Aktivitäten von Remington Rand in der Schweiz unter dem Namen Remington Rand AG zusammengeführt. Das Unternehmen besaß mehrere Patente für Lochkartenmaschinen und Lesemechanismen, wobei Ulysse Bald aus Zürich häufig als Erfinder genannt wurde. Mit der Fusion der Sperry Corporation mit Remington Rand im Jahr 1955 zur Sperry Rand wurde die Mithra AG faktisch Teil des größeren Sperry Rand Konzerns.

Zuse KG

Die Zuse KG war das 1949 gegründete Unternehmen des Computerpioniers Konrad Zuse, das Ende der 1960er Jahre im Siemens-Konzern aufging.

Sperry Rand

Remington Rand (1927–1955) war ein amerikanischer Hersteller von Büromaschinen, ursprünglich Schreibmaschinen, und späterer Computerhersteller, dessen bekanntester Computer der UNIVAC I war. Remington Rand entstand 1927 aus der Remington Typewriter Company, der Rand Kardex Company, und der Powers Accounting Machine Company. 1950 kaufte Remington Rand die Eckert-Mauchly Computer Corporation, die die beiden Entwickler des ENIAC 1946 gegründet hatten. 1951 wurde der erste UNIVAC I an das Statistische Bundesamt der Vereinigten Staaten ausgeliefert. Remington Rand verschmolz 1955 mit der Sperry Corporation zu Sperry Rand (später nur Sperry). Sperry und Burroughs Corporation bildeten 1986 Unisys. Remington Rand produzierte auch Tabelliermaschinen, elektrische RasierapparateSchreibmaschinen (Remington) und Aktenschränke (Kardex).

Sperry Rand. 1955 erwarb Sperry das Unternehmen Remington Rand und nannte sich fortan Sperry Rand. Zu Remington gehörte seit 1950 eine von den ENIAC-Entwicklern J. Presper Eckert und John William Mauchly aufgebaute Computerabteilung, die nach der Zugehörigkeit zu Remington den UNIVAC I entwickelte. Sie wurde durch den Zukauf von Engineering Research Associates (ERA) verstärkt um das Know-how für Trommelspeicher, einem Vorläufer von Festplattenspeichern. Auf dieser Basis entwickelte Sperry Rand die UNIVAC-Computerserie weiter. Sperry Rands Univac gehörte zu Gruppe jener Hersteller, die unter dem Kürzel BUNCH (für Burroughs, Univac, NCRCDCHoneywell) in den 1960er- und 1970er-Jahren mit Großrechnern in Konkurrenz zu IBM standen. Besonders erfolgreich waren Univac-Rechner bei Luftfahrtunternehmen, die darauf ihre Buchungssysteme betrieben. 1978 beschloss Sperry Rand, sich auf das Geschäftsfeld Computer zu konzentrieren, und verkaufte Remington Rand Systems, Remington Rand Machines, die Ford Instrument Company, Sperry Aerospace und Sperry Vickers. Das Wort „Rand“ wurde aus dem Namen gestrichen; fortan hieß das Unternehmen wieder Sperry Corporation. Der Geschäftsbereich UNIVAC nannte sich fortan Sperry Univac und einige Zeit später einfach Sperry. 1984 verkaufte Sperry die Hydraulik-Sparte Sperry Vickers an Libbey-Owens-Ford.

Erste Prozesssteuerung

Für die Henschel-Flugzeug-Werke entwickelte Konrad Zuse die fest programmierten Spezialrechner S1 (1942) und S2 (1943) zur Flügelvermessung der Henschel-Gleitbombe Hs 293. Dabei kam ihm die Idee, das Ablesen der Messuhren zu mechanisieren. Die dafür gebauten Messgeräte waren die ersten Analog-Digital-Wandler. 1944 verwirklichte Zuse in einem ausgelagerten Werk der Henschel-Flugzeug-Werke in Warnsdorf im Sudetenland die erste Prozesssteuerung per Computer.

Lambda-Kalkül

Der Lambda-Kalkül ist eine formale Sprache zur Untersuchung von Funktionen. Er beschreibt die Definition von Funktionen und gebundenen Parametern und wurde in den 1930er Jahren von Alonzo Church und Stephen Cole Kleene eingeführt. Heute ist er ein wichtiges Konstrukt für die Theoretische InformatikLogik höherer Stufe und Linguistik.

Plankalkül

Der Plankalkül ist eine von Konrad Zuse in den Jahren 1942 bis 1945 entwickelte Programmiersprache und war die erste höhere Programmiersprache der Welt. 1937 entdeckte Zuse während der Arbeiten an seinem ersten Computer den Aussagenkalkül neu. Während der Arbeit an der Z4 erkannte er, dass die Programmierung in Maschinensprache zu aufwändig war und deswegen eine höhere Programmiersprache nötig wäre. Zunächst dachte er, dass Esperanto dies leisten könnte. In den Jahren 1942/46, als Zuse durch die Kriegsereignisse nicht praktisch arbeiten konnte, entwarf er den „Plankalkül“, konnte ihn aber nicht veröffentlichen. An der Ludwig-Maximilians-Universität München konnte Zuse im Wintersemester 1948/49 in den Logik-Kolloquien von Wilhelm Britzelmayr über seine angewandte Logik vortragen. Die Idee zu höheren Programmiersprachen wurde erst zehn Jahre später wieder aufgegriffen, als Sprachen wie FortranAlgol und Cobol entworfen wurden. Der „Plankalkül“ wäre universeller als diese Sprachen gewesen, ist aber erst im Jahr 1975 im Rahmen einer Dissertation von Joachim Hohmann implementiert worden. Zuse hatte schon vor dem Krieg mehrere Patente angemeldet. Am wichtigsten war jedoch eine Patentanmeldung von 1941, in der er die Z3 beschrieb. Die deutschen Prüfer hatten gegen Zuses Ansprüche keine Einwände, und das Patent wurde 1952 bekanntgemacht. Dagegen erhoben Triumph, später auch IBM Einspruch. Der Prozess zog sich durch sämtliche Instanzen, bis das Bundespatentgericht 1967 zur endgültigen Entscheidung kam, dass dem Erfinder des Computers „mangels Erfindungshöhe“ kein Patent erteilt werden könne. Auf die Idee, die Prozesssteuerung zu patentieren, kam Zuse nicht. Zuse tätigte insgesamt 58 Patentanmeldungen, aber nur acht Patente wurden erteilt.

Kurt Friedrich Gödel – Zuse und AI

Kurt Friedrich Gödel (* 28. April 1906 in BrünnÖsterreich-Ungarn, heute Tschechien; † 14. Januar 1978 in PrincetonNew JerseyVereinigte Staaten) war ein österreichischer und später US-amerikanischer MathematikerPhilosoph und einer der bedeutendsten Logiker des 20. Jahrhunderts. Er leistete maßgebliche Beiträge zur Prädikatenlogik (Vollständigkeit und Entscheidungsproblem in der Arithmetik und der axiomatischen Mengenlehre), zu den Beziehungen der intuitionistischen Logik sowohl zur klassischen Logik als auch zur Modallogik sowie zur Relativitätstheorie in der Physik. Auch seine philosophischen Erörterungen zu den Grundlagen der Mathematik fanden weite Beachtung. Im Jahr 2021 feiern wir nicht nur den 80. Jahrestag von Zuses Rechner, sondern auch den 90. Jahrestag von Kurt Gödel’s bahnbrechender Arbeit von 1931, die die Grundlagen der theoretischen Informatik und der KI-Theorie legte. Gödel identifizierte die fundamentalen Grenzen des Theorembeweisens, des Rechnens, der KI, der Logik und der Mathematik selbst. Dies hatte enormen Einfluss auf Wissenschaft und Philosophie des 20. Jahrhunderts. Es scheint kaum glaubhaft, dass binnen nicht mal eines Jahrhunderts etwas, das einst nur in den Köpfen solcher Titanen lebte, zu einem unverzichtbaren Teil der modernen Gesellschaft geworden ist. Die Welt schuldet diesen Wissenschaftlern viel. Noch 10 Jahre bis zur Gödel-Hundertjahrfeier 2031, 20 bis zur Zuse-Hundertjahrfeier 2041, und 1/4 Jahrhundert bis zur 4. Leibniz-Hundertjahrfeier 2046! Genug Zeit, um entsprechende Paraden zu planen.

Im Jahre 2021 feiern wir den 90. Jahrestag von Kurt Gödels bahnbrechender Arbeit, die 1931 den Grundstein für die moderne theoretische Informatik und die Theorie der künstlichen Intelligenz (KI) legte. Gödel sandte Schockwellen durch die akademische Gemeinschaft, als er die fundamentalen Grenzen des Theorembeweisens, des Rechnens, der KI, der Logik und der Mathematik selbst aufzeigte. Dies hatte enorme Auswirkungen auf Wissenschaft und Philosophie des 20. Jahrhunderts. Noch ein Jahrzehnt bis zur Gödel-Jahrhundertfeier 2031!

Der Erfinder des modernen Computers hat noch mehr vollbracht: Dazu zählen eine Programmiersprache – und Pionierleistungen auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz. Konrad Zuse (1910–1995), der Schöpfer des ersten funktionsfähigen Computers (Z3), wird heute oft als Pionier betrachtet, dessen Arbeit die Grundlagen für die moderne Datenverarbeitung und indirekt für künstliche Intelligenz (KI) legte. Zwar entwickelte Zuse keine KI im modernen Sinne, jedoch prägte er wesentliche Voraussetzungen.

Die Konrad-Zuse-Exzellenzschulen für Künstliche Intelligenz sind führende deutsche Graduiertenschulen, die vom DAAD gefördert werden, um internationale KI-Talente auf Master- und Doktorandenebene auszubilden. Mit Fokus auf zuverlässige, eingebettete und lernbasierte KI vernetzen sie führende Universitäten mit Industriepartnern und bieten forschungsorientierte Lehre und Stipendien.

Rechnender Raum

Konrad Zuses 1969 erschienenes Buch „Rechnender Raum“ (Originaltitel: „Calculating Space“) befasst sich mit der Automatentheorie. Zuse postulierte darin, dass alle Prozesse im Universum Berechnungen sind. Diese Ansicht ist heute als Simulationshypothese, digitale Philosophie, digitale Physik oder Pancomputationalismus bekannt. Er ging davon aus, dass das Universum durch eine Art zellulären Automaten oder andere diskrete Rechenmaschinen berechnet wird und stellte damit die lange Zeit vorherrschende Meinung in Frage, dass einige physikalische Gesetze von Natur aus kontinuierlich sind. Zuse konzentrierte sich auf zelluläre Automaten als mögliche Grundlage dieser Berechnungen und wies darauf hin, dass die klassischen Konzepte der Entropie und ihres Wachstums in deterministisch berechneten Universen keine Gültigkeit besitzen.

Rechnender Raum. Während seines Aufenthalts in Hinterstein 1945/1946 war Zuse zum ersten Mal der Gedanke gekommen, dass der Kosmos selbst als gigantische Rechenmaschine aufgefasst werden könnte. Er baute ihn zur Idee des „Rechnenden Raums“ aus. 1969 schrieb Zuse unter diesem Titel ein Buch, in dem er eine Theorie der zellulären Automaten entwickelte und sie, ähnlich wie später Stephen Wolfram, auch auf die Kosmologie anwandte. Er legte damit einen der Grundsteine der digitalen Physik.

Konrad Zuse Internet Archive

Dieses Online-Archiv bietet Zugang zu den digitalisierten Originaldokumenten aus dem Privatarchiv von Konrad Zuse.

http://zuse.zib.de/


V ‘Versuchsmodell‘ alias Z ‘Zuse

Z1

1936

Bau der Z1 in der Wohnung von Zuses Eltern.

Die Z1 war ein mechanischer Rechner von Konrad Zuse aus dem Jahre 1937. Sie arbeitete als erstes frei programmierbares Rechenwerk mit binären Zahlen und verfügte über viele Rechner-Architekturelemente des späteren Modells Z2, war jedoch wegen mechanischer Probleme unzuverlässig. Ihre Nachfolger, die Zuse Z3, 1941 und Zuse Z4, 1945, waren die ersten universell programmierbaren Computer. 1936 stellte Zuse den logischen Plan für seinen ersten Computer, den V1 (V für Versuchsmodell), fertig. Tatsächlich trugen alle ersten Computer von Zuse die Bezeichnung V (V1 bis V4), aber nach dem Zweiten Weltkrieg änderte er ihre Namen in Z1 bis Z4, um die unangenehme Assoziation mit den Militärraketen V1-V4 zu vermeiden. Die Produktion begann im selben Jahr und der Prototyp war 1938 fertig (siehe Foto daneben). Damit war der Z1 der erste Relaiscomputer der Welt.

Z2

1939

Die Zuse Z2 war ein Prototyp eines Rechners von Konrad Zuse zum Test der Relaistechnik. Die mechanischen Schaltglieder der Z1, Zuses erster Rechenmaschine, verhakten sich im Betrieb oft. Mit der Z2 wollte er prüfen, ob Relais zuverlässigere Bauelemente seien. Der Bau der Z2 war privat finanziert. Zuse kaufte von Telefonfirmen ca. 200 gebrauchte Relais, mit denen er sowohl das Rechenwerk, als auch die Programmsteuerungseinheit der Z2 baute. Die Z2 wurde 1939 fertiggestellt. Sie besaß eine Taktfrequenz von ca. 10 Hertz, ein binäres Festkommarechenwerk, welches die vier Grundrechenarten beherrschte, einen 16-Bit-Speicher und wog 300 Kilogramm. Die Pläne und jegliche Fotos der Z2 wurden durch Bombenangriffe auf Berlin 1943/1944 im Zweiten Weltkrieg zerstört. Die Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt hatte sich die Z2 angeschaut und gab Zuse 25.000 RM (entspricht heute etwa 120.000 EUR), damit er die Z3 bauen konnte. Wegen der Zuverlässigkeit elektrischer Relais setzte Zuse beim Bau seiner nächsten Rechenmaschine, der Zuse Z3, ausschließlich Relais ein.

Z3

1941

Die Z3 war einer der ersten funktionsfähigen Digitalrechner weltweit und wurde am 12. Mai 1941 von Konrad Zuse in seiner Werkstatt in der Methfesselstraße 7 in Berlin-Kreuzberg vorgestellt. Zuse hatte ihn ab 1938 in Zusammenarbeit mit Helmut Schreyer in Berlin konstruiert. Die Z3 wurde in elektromagnetischer Relaistechnik mit 600 Relais für das Rechenwerk und 1400 Relais für das Speicherwerk ausgeführt. Die Z3 verwendete (wie auch bereits die Z1) die von Konrad Zuse in die Rechnertechnik eingeführte binäre Gleitkommaarithmetik. Im Gegensatz zum Entwurf und der Benutzung des ENIAC genügte der Entwurf der Z3 nicht der späteren Definition eines turingmächtigen Computers und sie wurde auch nie so genutzt. Erst nach dem Tod des Erfinders Konrad Zuse am 18. Dezember 1995 fand man 1998 heraus, dass sie rein theoretisch gesehen durch trickreiche Nutzung aufwendiger Umwege dennoch diese Eigenschaft hatte. Die Z3 gilt als erster funktionsfähiger Universalrechner der WeltSie ist auch der erste Rechner, der umgekehrte polnische Notation (UPN) nutzte (allerdings noch nicht so benannt). Die Maschine wurde am 21. Dezember 1943 bei einem Bombenangriff zerstört.

HS-1 ‘Spezialmodell S1

1942 bis 1943

‘Die bessere Z3’

Das Spezialmodell S1, oft kurz S1, ursprünglich HS-1, war eine von Konrad Zuse im Jahr 1942 für die Henschel Flugzeug-Werke konstruierte Rechenmaschine zur Berechnung von Flügelpositionen der Gleitbombe Henschel Hs 293. Sie war damit wahrscheinlich die erste digitale zur Fertigungssteuerung eingesetzte Rechenmaschine. Die S1 war bis zur Zerstörung durch Bomben 1944 im Dauereinsatz. Zuse griff bei der Konstruktion der S1 auf seine zuvor entwickelte Z3 zurück, von der er einen Teil der Schaltkreise wiederverwendete. Teile des Schaltungsaufbaus verwendete er später für die Z11. Die S1 war im Unterschied zur Z3 nicht programmierbar und nutzte ausschließlich fest verdrahtete Logik. Die Programmierung war mit Schrittschaltrelais umgesetzt. Zum Einsatz kamen zudem etwa 800 herkömmliche Relais. Es standen zwei Speicherzellen mit 10 Bits und sieben mit 15 Bits zur Verfügung. Zahlen wurden binär als Festkommazahlen repräsentiert. Der Rechner ließ sich nicht programmieren und konnte nur dem vorgesehenen Einsatzzweck entsprechend verwendet werden. Selbst eine Addition von zwei Zahlen war nicht möglich. Die Maschine S1 war 1942 fertig und enthielt rund 600 Relais und vorprogrammierte Programme. Das Unternehmen bestellte eine weitere Maschine, die 1944 fertig war. Der S2 war der Nachfolger des S1 und bestand aus rund 800 Relais und etwa 100 Messuhren zur Messung der Tragflächenoberfläche. Der S2 gilt als der erste Prozessrechner der Welt.

HS-2 ‘Spezialmodell S2

1943 bis 1944

‘Die bessere Z3’

Das Spezialmodell S2, kurz S2, ursprünglich HS-2, war eine von Konrad Zuse ab dem Jahr 1943 im nach Warnsdorf ausgelagerten Henschel-Werk konstruierte verbesserte Version der elektronischen Rechenmaschine S1. Der Aufbau der S2 war nahezu identisch zur S1. Auch die S2 war nicht programmierbar und nutzte ausschließlich fest verdrahtete Logik und Schrittschaltrelais.  Sie automatisierte das Ausmessen von Fertigungsabweichungen bei der Gleitbombe Henschel Hs 293. Hierzu verwendete die S2 den wahrscheinlich ersten Analog-Digital-Umsetzer. Sie wurde 1944 fertiggestellt, wurde nie praktisch eingesetzt und ist kurz darauf verschollen. 

Z4

1942 bis 1945

Die Zuse Z4 ist ein zwischen 1942 und 1945 von dem Zuse Ingenieurbüro und Apparatebau entwickelter Digitalrechner, der aus 2200 Relais gebaut ist. Er verfügt über einen elektromechanischen Speicher, der 64 Zahlen je 22 Bit aufnehmen kann.

Auch die Weiterentwicklung der Z3 wurde von der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt gefördert. Es handelte sich auch bei dieser Entwicklung um einen aus Relais aufgebauten elektromechanischen Rechner. Bis dahin waren sämtliche Rechner aus der Zuse-Produktion mit dem Anfangsbuchstaben Z wie „Zuse“ benannt worden. Ein Mitarbeiter kam auf die Idee, die Z4 fortan als V4 zu bezeichnen, um damit zu suggerieren, es handele sich wie die V1 und V2 um Vergeltungswaffen. Unter dieser Tarnung war es möglich, den Rechner gegen Kriegsende, im März 1945, von Berlin nach Göttingen zu transportieren. Dort wurde er in der Aerodynamischen Versuchsanstalt des KWI für Strömungsforschung fertiggestellt. Während dieser Arbeiten bekam Zuse auch das Konzentrationslager Mittelbau-Dora und die Arbeitsbedingungen der Zwangsarbeiter zu sehen. Kurz vor Kriegsende gelang ihm und seinem Team, sich der Gruppe Wernher von Brauns anzuschließen, die nach Bayern flüchtete. Dabei wurde auch die Z4 mitgenommen, die für den Transport auseinandergenommen werden musste. Nach mehreren Zwischenstationen Richtung Bayern setzte sich Zuse mit seinen Wissenschaftlern in Hinterstein im Allgäu nieder. Nach Kriegsende baute Zuse die Z4, die zuvor in einem Mehllager einer Bäckerei in Hopferau bei Füssen gelagert wurde, wieder auf. In den nächsten Monaten verdiente sich Zuse zunächst Geld mit dem Malen von Gämsen in Öl, welche er an US-amerikanische Touristen verkaufte. Auch unterstützte er ortsansässige Bauern bei der Abrechnung ihrer Milcherträge, was als erste digitale Dienstleistung in Deutschland bezeichnet wird.

Dass Zuse immer noch im Besitz der Z4 war, war in der weltweiten Forschung bekannt. So interessierte sich die IBM für einen Erwerb der Schutzrechte, um ihre eigenen Produkte weiterzuentwickeln. 1949 reiste Professor Eduard Stiefel von der ETH Zürich in das Allgäu, um Zuse zu treffen und sich die Eignung der Z4 für Forschungen an der Universität demonstrieren zu lassen. Stiefel zeigte sich begeistert und einigte sich mit Zuse über einen Mietvertrag zur Nutzung der Z4. Mit diesen finanziellen Mitteln war Zuse noch im selben Jahr im Stande, die Zuse KG zu gründen. Als 1950 die Z4 nach Zürich gebracht und an der ETH eingesetzt wurde, war sie zu diesem Zeitpunkt der einzige funktionierende Computer in Mitteleuropa und der erste kommerzielle Computer weltweit. Sie wurde einige Monate früher als die amerikanische UNIVAC installiert. In Schweden gab es mit der Bark 1950 eine ähnliche stecktafelgesteuerte Maschine. Die Z4 war von 1950 bis 1955 an der ETH Zürich in Betrieb. Aus Anlass des 100. Geburtstages von Konrad Zuse veröffentlichte die ETH Zürich eine Festschrift, die die Nutzung des Relaisrechners Z4 in Zürich ausführlich beschreibt, u. a. mit einem eingehenden Zeitzeugenbericht von Prof. Urs Hochstrasser, einer Liste des damaligen Institutspersonals und der noch lebenden Zeitzeugen sowie einer Übersicht über die 55 Aufträge und mathematischen Untersuchungen, die in den fünf Jahren mit der Z4 an der ETH Zürich durchgeführt wurden. Beschrieben wird auch der Rechenlocher M9 (= Z9), dessen Rechenwerk die Zuse KG im Auftrag für die Schweizer Remington Rand entwickelte und in Serie von ca. 30 Geräten baute. Die M9 wurde in der ETH für Verwaltung, Industrie und Forschung verwendet. Die Erfahrungen mit der Z4 erleichterten Stiefel auch den Eigenbau des Röhrenrechners ERMETH (elektronische Rechenmaschine der ETH). 1955 verkaufte Zuse den Rechner an das französische Rüstungsforschungsinstitut ISL, wo er bis 1959 überwiegend in der Forschung für ballistische Zwecke eingesetzt wurde. 1960 erwarb die Zuse KG den Rechner zurück.

Z5

1950

Die Z5 war eine programmgesteuerte Rechenanlage, welche in elektromagnetischer Relaistechnik ausgeführt wurde. Weil die Maschine rund zwei Tonnen wog, könnte sie rückwirkend auch als erster Großrechner Deutschlands bezeichnet werden.

Rechenlocher M9 ‘Z7

1953

Der Rechenlocher M9, auch als Z9 und Programmgesteuerte Rechenmaschine M9, vereinzelt auch Z7, bezeichnet, wurde ab 1953 von der Zuse KG für die schweizerische Mithra AG, einer Tochterfirma des amerikanischen Computerherstellers Remington Rand, produziert und von dieser weiter verkauft. Es wurde eine Serie von ca. 30 Geräten angefertigt. Die Entwicklung begann 1951 unter Konrad Zuse. Zunächst wurden in mechanischer Bauweise zwei Rechenlocher Z7 und Z8 für die Remington Rand gefertigt und 1952 ausgeliefert, diese wurden aber nicht praktisch eingesetzt. Stattdessen produzierte die Zuse KG in der Folge das Rechenwerk für einen Rechenlocher der Schweizer Remington Rand. Hierbei musste die Zuse KG die eigenen an einen anderen Zweig der Remington Rand übertragenen Patente umgehen, aus diesem Grund wurde auch anstelle der Bezeichnung Z9 die Abkürzung M9 abgeleitet von der Mithra AG verwendet. Die Zuse KG übergab das in das Gehäuse eingebaute Rechenwerk der Mithra, die in dieses nun lediglich die Ein- und Ausgabegeräte einbauen musste und den Vertrieb übernahm. Eingesetzt wurde die M9 unter anderem in einem Elektrizitätswerk, einem Textilunternehmen und der Stadtverwaltung Winterthur. Letztere war Einsatzort des einzig bekannten erhaltenen Exemplars einer M9. Der Auftrag ermöglichte zusammen mit dem Verleih der Z4 an die ETH Zürich finanziell den Aufbau der Zuse KG. 

Rechenlocher M10 ‘Z8

1956 bis 1957

Die schweizer Mithra AG, einer Tochterfirma des amerikanischen Computerherstellers Remington Rand, entwickelte 1956/1957 unter großer Geheimhaltung einen eigenen Prototypen für eine M10. Dieser verwendete zusätzlich Röhren als Speicher. Die Entwicklung wurde aufgrund der Verfügbarkeit der UNIVAC 120 eingestellt. Zwei Exemplare hätten an die ETH Zürich geliefert werden sollen.

Z11

1957

Der Zuse Z11 war der erste serienmäßig produzierte Computer der Zuse KG, er war die Serienausführung des SM 1. Sie wurde 1955 entwickelt und wog 800 kg. Die Z11 basierte auf Relais- und Schrittschaltungen. Ab 1957 konnte er über Lochstreifen programmiert werden. Sein Energieverbrauch betrug 2 kW, und er arbeitete mechanisch mit einer Frequenz von 10 bis 20 Hz.

Z22

1955

Die Zuse Z22 oder kurz Z22 war eine ab 1955 von dem Physiker Lorenz Hanewinkel konstruierte und für die Zuse KG gebaute Elektronische Rechenanlage und der erste Röhrenrechner aus Westdeutschland. In der DDR wurde der vergleichbare D1 von 1950 bis 1956 entwickelt. Als einer der ersten in Serie produzierten Rechner weltweit ermöglichte die Z22 deutschen Hochschulen, Universitäten und anderen wissenschaftlichen Instituten nach dem Zweiten Weltkrieg erstmals eine elektronische Datenverarbeitung.
Die Wiesenbauschule Suderburg, gegründet 1853, war eine der ältesten landwirtschaftlichen Bildungseinrichtungen in Norddeutschland. Durch die Entwicklung des „Suderburger Rückenbaus“, eines damals neuartigen Bewässerungssystems, wurde sie auch überregional bekannt. Die Schule wurde später zur staatlichen Ingenieurschule aufgewertet und ging 1971 in der Fachhochschule Nordostniedersachsen auf. Seit 2009 gehört der Standort Suderburg, der bis heute einen Schwerpunkt im Wasserbau hat, zur Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften. Der Standort Suderburg besitzt als Besonderheit einen voll funktionstüchtigen Zuse Z22R.

https://www.suderburg-damals.de/html/zuse.html

Ex-Mitarbeiter ehren Computerpionier Zuse

Ex-Mitarbeiter Lehmann mit dem Computer aus den 60er Jahren.

Ex-Mitarbeiter Lehmann mit dem Computer aus den 60er Jahren.

Konrad Zuse’s Computer aus den 60er Jahren funktioniert noch heute. In seinem früheren Wohnort Hünfeld gibt es ihm zu Ehren an diesem Tag ein großes Fest. Bad Salzschlirf. Eine riesige Maschine füllt die ganze Wand in der Garage des Rentners Hubert Lehmann. Der zwei Tonnen schwere Apparat lagert zwischen Werkzeugen, alten Radios und Fotoapparaten seit fünf Jahrzehnten im hessischen Bad Salzschlirf, doch er funktioniert noch: der Z22, ein Relikt aus den Anfängen des Computerzeitalters. Er stammt aus der Firma des Bauingenieurs und Erfinders Konrad Zuse, der 1941 den ersten funktionstüchtigen Computer der Welt gebaut und nach dem Krieg in Haunetal-Neukirchen die erste kommerzielle Computerproduktion aufgebaut hat. Obwohl Zuse seine Firma wegen finanzieller Probleme schon Ende der 60er Jahre an Siemens verlor, begeistert die Erinnerung an ihn noch heute seine ehemaligen Angestellten. Am Dienstag wäre Zuse 100 Jahre alt geworden. In seinem früheren Wohnort Hünfeld gibt es ihm zu Ehren an diesem Tag ein großes Fest. Nach der Konstruktion des Z3 verhinderte zunächst der Zweite Weltkrieg seine Weiterentwicklung. Nach seinem Ende gründete Zuse in Haunetal-Neukirchen die Zuse KG. 1949 baute er den Z4, den damals einzigen funktionstüchtigen Computer Europas. Als Hubert Lehmann als 19-Jähriger als Feinmechaniker zu der Firma kam, war es 1957, und Zuse war bereits beim Modell Z22 angekommen, das Lehmann später von einem Kunden kaufte und in seiner Garage lagerte. Was genau Zuse da herstellte, verstand auf dem Land niemand so richtig. Nur dass es etwas Besonderes war, sei irgendwie klar gewesen, erzählt Lehmann. Lehmann drückt auf einen Knopf und mit einem lauten Brummen erwacht der Z22 zum Leben. “Ich hätte nicht gedacht, dass jemand irgendwann mal danach fragen würde”, sagt der 72-Jährige. Der Z22 ist ein Computer mit Röhrentechnik, eines von 56 Exemplaren, die zwischen 1957 und 1961 von der Zuse KG hergestellt wurden. Um mit der Z22 rechnen zu können, muss Lehmann einen Lochstreifen in ein Lesegerät einlegen. Auf den Streifen ist ein Programm geschrieben. Das Verfahren sei im Grunde heutzutage nicht viel anders, sagt der Rentner: “Man muss den Computern immer noch sagen, was sie tun sollen.” Viele der ehemaligen Zuse-Mitarbeiter verehren ihren Chef noch immer, sie nennen sich “Zuseaner” und treffen sich jedes Jahr. Zu Ehren seines 100. Geburtstages haben sie eine Gedenktafel an dem ersten Sitz der Zuse KG angebracht. Die alten Kollegen kennen sich untereinander, pflegen den Kontakt. Zu ihnen gehört auch Dieter Ostermeier, der noch in Neukirchen wohnt. Von seinem Haus hat er es nicht weit zu der ehemaligen Postrelaisstation, in der die ersten Rechenmaschinen gebaut wurden. Zwischen dem Kopfsteinpflaster im Innenhof wuchert Unkraut, in der ehemaligen Zuse-Werkstatt werden heute Autos repariert. “Dort oben im Gibelzimmer saß Konrad Zuse”, erzählt Ostermeier und deutet mit dem Finger auf das Dach des Fachwerkhauses. “Ihm schwirrte immer der Kopf. Manchmal ging er ganz in Gedanken versunken hier die Straße entlang. Ein echter Erfinder.” Doch nicht nur wegen seines Erfindergeistes schätzen ihn die ehemaligen Mitarbeiter noch heute, sondern auch wegen seines fairen Umgangs mit den Angestellten. “Das Geld war immer knapp, aber es ist nie vorgekommen, dass wir Mitarbeiter nicht bezahlt worden sind”, sagt Ostermeier. “Im Gegenteil, es gab sogar Kleinkredite für in Not geratene Mitarbeiter.” Ostermeier erinnert sich besonders gerne an die sozialen Leistungen, die die Firma ihren Mitarbeitern bot. “Sowas gibt es heute gar nicht mehr”, sagt er etwas wehmütig. Die Zuse KG sei ein echtes Familienunternehmen gewesen, schwärmt auch Lehmann. Zu ihren Kunden zählten überwiegend Universitäten und wissenschaftliche Institute. “Wenn es kurz vor Feierabend hieß, es sei noch ein Fehler zu beheben, dann ist man halt abends noch zum Kunden gefahren.” Doch die Firma konnte dem finanziellen Druck nicht standhalten. Zuse, der bereits 1957 mit dem Unternehmen nach Bad Hersfeld umgezogen war, musste die Firma 1964 wegen mangelnden Kapitals verkaufen. “Für ihn war der Verlust der Firma 1964 ein Schock”, erinnert sich sein Sohn Horst Zuse heute. Ab 1967 begann Siemens, die Zuse KG zu übernehmen. Zu diesem Zeitpunkt sei die Atmosphäre im Unternehmen nicht mehr so persönlich gewesen, erzählt Lehmann. “Das Leben ist halt so”, sagt Zuses Sohn Horst ein bisschen traurig. “Er hat es nicht geschafft. Es gab viele Hindernisse und Konkurrenz.” Für die Computerentwicklung habe seine Vater dennoch “Meilensteine” gesetzt.

Z22R Programmieranleitung

Auch die Original-Programmieranleitung der Konrad Zuse KG ist noch vorhanden.

Herr Hubert Lehmann die große Hilfe!

Seit den 1980er-Jahren hatte Hubert Lehmann die Z22R in Suderburg am Laufen gehalten. Leider verstarb der frühere Mitarbeiter der Konrad Zuse KG vor kurzem.

Und die Z22R läuft wieder

Januar 2001: Hubert Lehmann führt einen Testlauf der Z22R durch.

Doch derzeit ist die Röhrenmaschine defekt. Und schlimmer noch: Hubert Lehmann, ein früherer Mitarbeiter der Konrad Zuse KG, der bislang dafür gesorgt hatte, die aus dem Jahr 1960 stammende Zuse-Anlage in Suderburg am Leben zu erhalten, ist im vergangenen Monat verstorben. “Herr Lehmann war eine große Hilfe für uns und wir haben ihm viel zu verdanken”, erklärt Diplom-Ingenieur Detlef Krischak. Alle paar Jahre reiste der Rentner aus Osthessen an, blieb ein paar Tage in der Samtgemeinde, wartete die Anlage und beseitigte die eine oder andere Fehlfunktion. Der Kontakt entstand schon Anfang der 1980er-Jahre – doch seither wird der Kreis der Personen, die sich auf Röhrentechnik bei Computern verstehen, immer kleiner. “Hinzu kommt, dass die Anlage sehr empfindlich ist”, verdeutlicht Krischak, “um die Z22R betreiben zu können, brauchen wir beispielsweise acht verschiedene Spannungen.” Aktuell gibt es große Probleme mit dem optischen Lochstreifenleser, über den die Maschine mit Programmen und Daten gefüttert wird. Der Campus Suderburg sucht deshalb Personen, die eine Instandsetzung durchführen können. “Einen Basisbetrag für die Reparatur haben wir bereits zusammen”, schildert Systemadministrator Krischak im Gespräch mit heise online, “aber natürlich würden wir uns auch über Spenden oder sonstige Hilfen freuen.” Die Z22R in Suderburg wurde übrigens 1972 dem Landeskulturamt Hannover abgekauft, das damit in den 1960er-Jahren unter anderem Flächenberechnungen durchführte.

Wer den Campus Suderburg beim Weiterbetrieb einer der wenigen noch funktionstüchtigen Zuse-Rechner unterstützen möchte, kann sich direkt an Diplom-Ingenieur Detlef Krischak (d.krischak@ostfalia.de) wenden. 

Z23

1961

Die Zuse Z23 war ein erstmals 1961 ausgelieferter Transistorcomputer, konstruiert von der Zuse KG in Bad Hersfeld. Bis 1967 wurden insgesamt 98 Einheiten an gewerbliche Kunden (Reaktorphysik, Ballistik, Vermessungstechnik, Energieversorgung, Verkehrstechnik, Bergbau) sowie an Behörden und an Hoch- und Fachhochschulen verkauft.

Z25

1963

Die Z25, auch Zuse Z25, war ein programmgesteuerter elektronischer Rechner der Zuse KG in Bad Hersfeld auf der Basis von Transistoren, der ab 1963 in Serie gebaut wurde. Die bei ihrer Auslieferung aufgetretenen Probleme trugen zum Niedergang und schließlich der Übernahme der Zuse KG bei. Mit der Z25 war es auch möglich, „on-line“ direkt Daten an den Graphomat zu übertragen. Der Graphomat arbeitete mit Transistoren.

Z31

1968

Heutzutage verfügt jedes größere Unternehmen, das seine führende Marktposition behaupten möchte, standardmäßig über elektronische Datenverarbeitungsanlagen. Um den Einsatz solcher Anlagen auch in kleinen und mittleren Unternehmen zu ermöglichen, hat die ZUSE KG den ZUSE Z 31 entwickelt. Diese preisgünstige Maschine ist programmgesteuert und zeichnet sich durch einen sehr hohen Wirkungsgrad aus. Sie ist in Transistortechnik aufgebaut. Sie besteht aus einer sorgfältig ausgewählten Baugruppe, die die kostengünstige Realisierung zahlreicher Spezialanwendungen ermöglicht.

Der ZUSE Z 31 passt sich der Art und Bedeutung jeder Tätigkeit an, und seine Erweiterungsmöglichkeiten lassen keine Angst vor Unter- oder Überdimensionierung aufkommen. Die einfache Wartung und Instandhaltung verleihen diesem Computer einen ganz besonderen Wert. Durch die interne Verwendung des Dezimalsystems, das sehr hohe Ein- und Ausgabegeschwindigkeiten ermöglicht, kann diese Allzweckmaschine ein breites Spektrum an Problemen bewältigen. Ein großer Vorteil für den Benutzer des ZUSE Z 31 besteht darin, dass er vorhandene Lochstreifengeräte unabhängig vom verwendeten Code weiterverwenden kann.

Die moderaten Kosten dieses Computers ermöglichen großen Organisationen eine Dezentralisierung der Tätigkeitsbereiche, was die Organisation und den Transfer von Daten erheblich vereinfacht.

Anlagen zur kommerziellen Datenverarbeitung zeichnen sich dadurch aus, dass ihre Programme im Allgemeinen relativ wenige Anweisungen enthalten. Selbst wenn diese Anweisungen ein großes Datenvolumen erfordern, werden diese nach der gleichen Methode blockweise verarbeitet, sodass die Maschine nur relativ kleine Programme speichern muss. Meistens ist jedoch ein Speicher mit sehr großer Kapazität erforderlich (z. B. zur Speicherung der verschiedenen Artikel eines großen Geschäfts, der Konten einer Bank usw.).

Von den Ein- und Ausgabegeräten, die bei Computern für gewerbliche Zwecke von zentraler Bedeutung sind, wird höchste Flexibilität verlangt. Das bei der Konstruktion verwendete System von Layouteinheiten bietet die ideale Lösung, die höchsten Ansprüchen gerecht wird. Als Dezimalrechner ist die Anlage besonders für die Verarbeitung großer Mengen von Ein- und Ausgabedaten ausgelegt und eignet sich somit zur Lösung gewerblicher Probleme. Die Speicherkapazität lässt sich durch Anschluss zusätzlicher Speicher beliebig erweitern und die Ein- und Ausgabegeschwindigkeit durch Hinzufügen entsprechender Geräte auf bis zu 1.000 Zeichen/s steigern. Ein einfacher Befehlscode erleichtert die Bedienung. Ein Vergleichsgerät bietet große Vorteile für Rechercheprozesse oder Übersetzungsprogramme.

Ausgestattet mit zwei Akkumulatoren kann er beispielsweise arithmetische und logische Operationen gleichzeitig im Rechenwerk verarbeiten. Mit einem Befehl kann der Inhalt der Akkumulatoren in jede Zelle des Schnellspeichers addiert werden. Jeder Befehl kann abhängig vom Inhalt der speziellen Bedingungsspeicher oder denen der Akkumulatoren bedingt sein. Beim Programmieren können Befehle und Speicher durch Adresssubstitution und Adressmodifikation eingespart werden. Rückkonvertierungsprogramme ermöglichen bei Bedarf die Verwendung eines praktischen externen Codes.

Graphomat Z60

Die Z60 war eine Maschine, die mittels einer Nadel an zuvor berechneten Koordinaten Punkte in ein Zeichenpapier stechen konnte. Hiermit wurde die weiterhin händische Zeichenarbeit erleichtert. Sie blieb ein Einzelstück und wurde ausschließlich bei der Flurbereinigungsbehörde Wiesbaden eingesetzt. Der Graphomat gilt als die letzte Erfindung von Konrad Zuse, an der er maßgeblich mitgearbeitet hat. Die zuvor entwickelten Rechner ab der Zuse Z22 waren vorrangig in Teamarbeit innerhalb der Zuse KG entstanden. Der Öffentlichkeit vorgestellt wurde der Graphomat auf der Hannover Messe 1961.

Graphomat Z64

1961

Der Graphomat Z64 war eine maßgeblich von Konrad Zuse entwickelte automatische Zeichenmaschine der Zuse KG. Produziert wurde sie 1961–1964. Mit ihr war es möglich, zuvor von einem Rechner berechnete Zeichnungen großformatig und genau umzusetzen. Sie galt zu ihrer Zeit als die genaueste Maschine dieser Art. Es wurden 98 Geräte verkauft.

Der Graphomat Z64 ist ein lochstreifen- oder lochkartengesteuerter Plotter. Diese Maschine wurde 1961 auf der Hannover Messe vorgestellt. Es handelt sich um einen Plotter mit zwei Zahnrädern. Die digitalen Anweisungen auf einem Lochstreifen, die von einem Zuse Z22, Z23, Z25 oder Z31-Rechner erzeugt wurden, wurden von den beiden Zahnrädern in eine x- und y-Bewegung umgesetzt. Die Genauigkeit war sehr hoch: 1/16 mm und 16 verschiedene Geschwindigkeiten in beide Richtungen waren möglich. Es war der letzte große Beitrag von Konrad Zuse für Rechenmaschinen. Alle mechanischen Teile wurden von ihm entworfen. Vollautomatisches Plotten diskreter Punkte, beliebiger Kurven und erklärender Symbole, beispielsweise für die Geodäsie, Meteorologie und den Straßenbau. Auf der DVD von Konrad Zuse ist ein Video über die Funktionsweise des Z64 zu sehen.

Graphomat Z90 und Z92

Die Z90/Z92, die ab 1970 ebenfalls unter dem Namen Graphomat vertrieben wurden, waren ohne Beteiligung von Konrad Zuse entwickelte Zeichenmaschinen der Zuse KG. 


Hatte Lehmann das Wissen von Zuse?

Ja, Nikolaus Joachim Lehmann und Konrad Zuse kannten sich gut und trafen sich erstmals Ende 1949 in der neugegründeten Zuse KG. Lehmann verfügte daher über ein tiefgehendes Verständnis der Arbeiten von Zuse, verfolgte jedoch technologisch einen anderen Weg. Lehmann baute also nicht einfach auf Zuses Wissen auf, sondern war ein ebenbürtiger Fachmann, der die Computerentwicklung im Osten Deutschlands maßgeblich prägte, während er gleichzeitig die technologischen Entwicklungen Zuses genau beobachtete und teilweise sogar einen Schritt weiter in Richtung Elektronik ging. Während Zuse als Pionier der modernen Computertechnik gilt, war Lehmann der führende Kopf hinter der frühen Rechentechnik in der DDR. 

Nikolaus Joachim Lehmann

Nikolaus Joachim Lehmann (obersorbisch Mikławš Joachim Wićaz; * 15. März 1921 in Camina; † 27. Juni 1998 in Dresden), meist nur kurz N. J. Lehmann genannt, war einer der bedeutendsten Informatiker der DDR und Pionier der Computerentwicklung. Außerdem ist er für Leistungen in der numerischen Mathematik bekannt. Sein wissenschaftliches Wirken war wesentlich vielfältiger. Lehmann wurde 1921 als Sohn eines Bautechnikers und Sägewerksbesitzers und einer Schneiderin in Camina geboren. Von 1927 bis 1931 besuchte er die Volksschule in Radibor. Der Vater verstarb bereits 1933. Nach dem bestandenen Abitur 1939 leistete Lehmann den Reichsarbeitsdienst in Seifhennersdorf ab. Von 1940 bis 1945 absolvierte er ein Mathematik‑ und Physikstudium an der TH Dresden, unter anderem unter Friedrich Adolf Willers und Heinrich Barkhausen. Nach Kriegsende schloss Lehmann 1946 seine inzwischen zweite Diplomarbeit ab, da die Unterlagen zu seiner ersten Arbeit bei den Bombenangriffen auf Dresden vernichtet worden waren. Im Herbst desselben Jahres übernahm er Lehraufträge am Institut für Angewandte Mathematik. Der Leiter des Instituts Friedrich Adolf Willers förderte ihn besonders auf dem Gebiet der Rechenautomatenentwicklung. Zwei Jahre später, 1948, promovierte er zum Dr.-Ing. mit Auszeichnung. Im Jahr 1952 wurde Lehmann zum Dozenten an der TH Dresden ernannt, ein Jahr später zum Professor für angewandte Mathematik. Vom Diplom zur Professur brauchte er nur sieben Jahre. Zwischen 1956 und 1968 war Lehmann Direktor des neuen Instituts für Maschinelle Rechentechnik in Dresden, anschließend bis zu seiner Emeritierung 1986 Leiter des Bereichs Mathematische Kybernetik und Rechentechnik. 1954 lernte er die Sprachwissenschaftlerin Dolly Margareth Waso kennen. Die Estin war für das Akademie-Institut der Akademie der Wissenschaften der UdSSR tätig und betreute Lehmann während seines Aufenthaltes in Moskau. Die beiden heiraten vier Jahre später in der Sowjetunion und bezogen anschließend zusammen in eine Wohnung in Dresden. Lehmann verstarb 1998 und wurde auf dem Striesener Friedhof beigesetzt.

Programmierbarer Rechenautomat D1 alias ‘Dresden 1

Der D1 – eigentlich Programmierbarer Rechenautomat D1 (Dresden 1) – war ein früher, in Eigenentwicklung entstandener Computer der DDR. Im Gegensatz zum Relaisrechner OPREMA von Zeiss, der 1955 in Betrieb genommen wurde, basierte der D1 bereits auf Vakuumröhren. Er wurde zwischen 1950 und 1956 an der TH Dresden zusammen mit dem VEB Robotron-Meßelektronik „Otto Schön“ Dresden entworfen und gebaut. Sein Konstrukteur war Nikolaus Joachim Lehmann, Vater vieler Computer aus Dresden. Der D1 war ein Röhrencomputer. Mit seinen etwa 760 Elektronenröhren konnte er 100 bis 200 Rechenoperationen pro Sekunde ausführen. Zur Datenhaltung diente ein Magnettrommelspeicher, welcher 2100 Wörter speicherte. Ein Wort entsprach dabei 72 Bit oder drei Befehlen. Außerdem verfügte der D1 bereits über eine assemblerähnliche Programmierung.

D2 alias ‘Dresden 2

Der programmierbare Rechenautomat D2 (Dresden 2) war ein Computertyp aus der DDR. Der intern mit Dualzahlen arbeitende Digitalrechner wurde zwischen 1956 und 1959 an der TH Dresden entworfen und gebaut. Sein Konstrukteur war Nikolaus Joachim Lehmann, Vater vieler historischer Computer aus Dresden. Der D2 war, wie sein Vorgänger D1, ein Röhrencomputer. Er verfügte über 1400 Elektronenröhren, erreichte eine Verarbeitungsgeschwindigkeit von 1000 FLOPS. Sein Trommelspeicher hatte 256 Spuren („Bahnen“), auf jeder Bahn Platz für 16 56-Bit-Wörter (2 Befehle je Wort) und konnte somit 4096 Wörter zu je 56 Bit speichern. Es gab 11 Register. Die Trommel hatte außerdem einen Schnellspeicher-Teil mit mittlerer Wartezeit von nur 0,34 ms (320 Plätze); Transporte vom Haupt- zum Schnellspeicher und zurück konnten parallel zur Rechnung erfolgen. Nachfolger des D2 waren die Digitalrechner D3 und D4.

Programmierbarer Rechenautomat D4 abgerüstet D4a

Der Kleinrechner D4a (a für „abgerüstet“) war ein Computertyp aus der DDR. Er wurde, wie seine Vorgänger D1D2 und D3, an der TU Dresden unter der Leitung von Nikolaus Joachim Lehmann entwickelt und hergestellt. Der D4 basierte vollständig auf Transistoren. Er verfügte über ca. 200 Stück, mit denen er 2000 Operationen/Sekunde ausführen konnte. Sein Trommelspeicher hatte 4096 Speicherzellen mit je 33 Bit. Als Eingabe-Geräte verfügte der D4a über integrierte Tastatur und Lochstreifenleser, zur Ausgabe diente ein Streifendrucker. In der Bauausführung als D4a war der Rechner einer der ersten Auftischcomputer Europas. Die gestalterische Ausformung erfolgte durch den Designer Karl Clauss Dietel. Es wurden nur etwa 10 Exemplare hergestellt, von denen sich heute je eines in den Technischen Sammlungen Dresden und im Heinz Nixdorf MuseumsForum befindet. Funktionell und kompatibel zum D4a wurden ab 1966 etwa 3000 Stück des Cellatron C8201/C8205 vom VEB Büromaschinenwerke Zella-Mehlis in Serie gefertigt.


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