Der sowjetische möchtegern Porsche ‘Saporoshez’
Saporoshez (Automarke)
Der Saporoshez (ukrainisch Запорожець, russisch Запорожец Saporoschez, „der aus Saporischschja“) war eine Automobilbaureihe des sowjetischen bzw. ukrainischen Herstellers Saporisky Awtomobilebudiwny Sawod (SAS) in der Stadt Saporischschja. Unter Stalin wurde um 1950 die Entwicklung eines einfachen, billigen Fahrzeugs für Kriegsversehrte angeordnet. Gebaut wurde es jedoch erst ab 1960 unter Chruschtschow und in verschiedenen Modellreihen bis 1994 hergestellt. Umgangssprachlich wurden diese zweitürigen Fahrzeuge in Deutschland – vor allem in der DDR – meist Saporosch oder einfach Sapo genannt. In den westeuropäischen Ländern wurde Saporoshez unter den Exportnamen Yalta/Jalta, Eliette und ZAZ verkauft. Insgesamt liefen in den Jahren 1960–1994 3.422.444 Autos vom Band.
Der Ruf des Saporoshez wird an den damaligen Kosenamen erkennbar: „Stalins letzte Rache“ (siehe Literatur), „Zappelfrosch“, „Kremlwanze“, „Russenpanzer“, „Conterganwolga“. Andere Namen waren „Sabberfrosch“, „Soljankaschüssel“, „Chruschtschows Rache“, „T-34 Sport“, „Kolchosentraktor“ oder „Taigatrommel“, wobei einige dieser Namen auch für andere Gefährte aus der UdSSR verwendet wurden. So war die Lokomotive LTS M62 auch als „Taigatrommel“ bekannt. Bekannt war zudem in der DDR der Spruch: „Wer früher einen Ochsen (einen Esel, eine Ziege …) drosch, fährt heute einen Saporosch“. Gemeint waren damit LPG-Bauern, die, verglichen mit Stadtbewohnern, deutlich häufiger einen recht geländetauglichen Saporoshez kauften. Im russischen Sprachraum wurde das Auto unter anderem kurz „Запор“ (Sapor) genannt, was bezeichnenderweise gleichbedeutend mit „Verriegelung“, aber auch „Verstopfung“ ist.
SAS-965
Der SAS-965 „Saporoshez“ (ukrainisch ЗАЗ-965 „Запорожець“, russisch ЗАЗ-965 „Запорожец“) und sein Nachfolger SAS-965A „Saporoshez“ sind Kleinwagen des sowjetischen, heute ukrainischen, Herstellers Saporisky Awtomobilebudiwny Sawod (SAS) aus Saporischschja, die von 1960 bis 1969 hergestellt wurden. Die Karosserie ist selbsttragend. Der vordere Teil bis zur B-Säule ähnelt stark dem ab 1955 gebauten Fiat 600 und hat – wie dieser – auch hinten angeschlagene Türen (Selbstmördertüren). Heckgestaltung, Antrieb und Fahrwerk unterscheiden sich aber deutlich vom italienischen Vorbild.


Der sowjetische Porsche-Versuch, mit Porsche zu konkurrieren
Der „sowjetische Porsche“: In den 1960er Jahren baute eine visionäre Gruppe russischer Ingenieure und Designer Prototypen eines eleganten Sportwagens mit Fiberglaskarosserie, der den Namen KD Sport 900 erhielt. Obwohl er einen Motor aus Saporoshez verwendete, brachten ihm sein markantes Aussehen und seine Leistung den Spitznamen „russischer Porsche“ ein.
KD/Sport 900 ‘Der sowjetische Porsche‘

Der KD/Sport 900 ist ein sowjetischer Sportwagen, der zwischen 1963 und 1969 in geringen Stückzahlen von Mitarbeitern der NAMI (National Automotive Industries) gefertigt wurde. Der Sport-900 ist ein zweisitziges Coupé mit einer Karosserie aus Fiberglas und einem 0,9-Liter-Vierzylindermotor, der vom ZAZ-965A abgeleitet wurde und dem Wagen eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h verlieh.
SAS-966W ‘Saporoshez‘
Saporoshez ‘Der aus Saporischschja’ eigentlich ‘Die Menschen hinter den Stromschnellen’
Das Wort leitet sich von der geografischen Lage „Saporischschja“ ab, was frei übersetzt „Die Menschen hinter den Stromschnellen“ bedeutet (bezogen auf die Stromschnellen des Flusses Dnipro). Als Saporoschez (in Deutschland auch „Saporosch“ oder „Sapo“ genannt) ist es eine legendäre sowjetische Kleinwagen-Baureihe, die von dem Hersteller ZAZ in der ukrainischen Stadt Saporischschja gebaut wurde. Das Auto wurde ab 1960 produziert. Bekannte Modelle waren der SAS-965, der wegen seiner Form liebevoll „Buckel-Sapo“ genannt wurde, und die späteren Modelle SAS-968 mit eckiger Karosserie. Die Fahrzeuge hatten einen luftgekühlten Heckmotor (bekannt für ein lautes, markantes Motorengeräusch des Boxermotors) und wurden in den 1960er und 70er Jahren auch in die DDR exportiert, wo man sie teilweise ohne lange Wartezeiten kaufen konnte.

SAS-966 „Saporoshez“ (1968–1972)
Der SAS-966W „Saporoshez“ (ukrainisch ЗАЗ-966В „Запорожець“, russisch ЗАЗ-966В „Запорожец“) und sein Nachfolger SAS-966 „Saporoshez“ sind Kleinwagen des sowjetischen und heutigen ukrainischen Herstellers Saporisky Awtomobilebudiwny Sawod (SAS), die von 1966/67 bis 1972 gebaut wurden.
SAS-968

SAS-968A in Berlin (2009)
Der SAS-968 „Saporoshez“ (ukrainisch ЗАЗ-968 «Запорожець», russisch ЗАЗ-968 «Запорожец») sowie die überarbeiteten Varianten SAS-968A und SAS-968M sind Kleinwagen des sowjetischen, heute ukrainischen, Herstellers Saporisky Awtomobilebudiwny Sawod (SAS), die von 1971 bis 1994 hergestellt wurden.

Auch Putin besitzt so einen Schrotthaufen. Unverständlich, wie jemand auf diesen Schrott stolz sein kann, wie deutlich ersichtlich ist.
“Sehr Einfallsreich, vorne eine NSU Prinz 4 und hinten ein BMW 1600, korrekt, wäre dann wohl eher: ‘Saporoshez, die Menschen hinter den Stromschnellen, die Ideen stehlen.’ (Запорожец, люди, стоящие за бурными порогами и ворующие идеи!)” Zitat: Spencer X
VAZ-Porsche 2103 ‘Lada-Porsche Nova‘

VAZ-Porsche 2103
Schiguli
Schiguli (Automobil) (russisch Жигули [ʐigʊli], Transkription in der DDR Shiguli) ist der anfänglich verwendete Name einer Fahrzeugreihe des Automobilherstellers AwtoWAS. Sie ist benannt nach den gleichnamigen Bergen auf dem rechten Wolgaufer, gegenüber der Stadt Toljatti. Die eigentliche Mehrzahlform Schiguli wurde jedoch auch als Bezeichnung eines einzelnen Fahrzeugs dieser Fahrzeugreihe gebraucht. Konzipiert war der Schiguli als Mittelklassewagen, der das Dreieinhalbfache des Jahreseinkommens eines durchschnittlichen sowjetischen Arbeiters kosten sollte. Technisch sind die Schiguli vom Motor abgesehen Lizenznachbauten des Fiat 124. Zwischen 1970 und 2014 wurden sieben Typen des Schigulis gebaut. Es entstanden ca. 17,3 Millionen Exemplare. 1976 waren die Schiguli mit jährlich 682.000 Einheiten weltweit die Automodellreihe mit dem größten Produktionsausstoß noch vor dem VW Golf und dem Oldsmobile Cutlass. Anstatt der Bezeichnung Schiguli wurde in einigen Exportländern der Name Lada verwendet, ab 1976 auch in der DDR. Später wurde die Bezeichnung als Lada generell und auch im Inland übernommen. 1975 machte die Schiguli-Produktion ca. 50 % der Automobilproduktion in der UdSSR aus. Neben AwtoWAS bauten auch Auftragshersteller den Schiguli, darunter Ischmasch und LuAS.


WAS-2103
Der WAS-2103 „Schiguli“ (russisch ВАЗ-2103 Жигули, englische Transkription VAZ-2103) ist eine Limousine von AwtoWAS, die von 1973 bis 1984 in 1.304.866 Exemplaren produziert wurde. Im Export hieß das Modell Lada 1500. Er ist das dritte Modell der Schiguli-Modellreihe nach dem WAS-2101 und WAS-2102 und wurde im Januar 1973 als erster AwtoWAS-Wagen auf dem Auto-Salon von New York vorgestellt.
Der ВАЗ-2107, deutsche Transkription WAS-2107, internationale Transkription VAZ-2107, ist eine Limousine der Schiguli-Reihe des Herstellers AwtoWAS aus Toljatti. Zwischen 1982 und 2014 wurden an verschiedenen Produktionsstandorten insgesamt rund 3,1 Millionen Exemplare produziert. Hauptproduktionsstandort war lange Zeit Toljatti; am 16. April 2012 verkündete der Hersteller AwtoWAS ohne nähere Terminangabe den endgültigen Produktionsstopp – begründet wurde dies mit einem Einbruch der Nachfrage um 76 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der letzte Produktionsstandort war „Lada Egypt“ in Ägypten; dieser brannte im August 2014 ab. Damit endete die Produktion des WAS-2107 endgültig. Der WAS-2107 war als luxuriöse Variante des Schigulis in der Modellpalette über dem WAS-2105 positioniert und bei seiner Markteinführung der leistungsstärkste Schiguli. Außerhalb der Sowjetunion wurde der Wagen meist unter dem Markennamen Lada verkauft.
WAS-2107 ‘Lada Nova Konela Oy Turbo‘

Der WAS-2107 „Lada Nova Konela Turbo“ war eine seltene, vom Händler modifizierte Performance-Version der sowjetischen Standard-Luxuslimousine (Lada 2107, weltweit als Lada Riva oder Nova vermarktet). Er wurde in Finnland vom offiziellen Lada-Importeur Konela Oy zwischen 1984 und 1986 entwickelt und verkauft.

VAZ-2108 ‘Lada Sputnik‘ alias ‘Lada Samara‘
Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges benötigten die Sowjets eine Modernisierung ihrer Automobilindustrie und beauftragten 1979 Porsche mit der Weiterentwicklung ihres geplanten frontgetriebenen Schrägheckmodells. Die Porsche-Ingenieure überarbeiteten Motor, Fahrgestell und Karosserie und testeten die Prototypen im eisigen Sibirien, den Lada Samara (VAZ-2108).


Lada Samara
Der WAS 2108-2115 (Exportbezeichnung Lada Samara / Forma) war ein PKW in der Kompaktklasse von AwtoWas. Er wurde in Toljatti gebaut und ist nach dem Wolga-Nebenfluss Samara benannt. Es handelte sich um das erste Lada-Modell mit Frontantrieb und Vollheck-Karosserie. Lada gelang damit 1984 wieder der Anschluss zum internationalen Stand der Technik. Nach einigen Modifikationen endete die Produktion im Jahr 2013. Die Entwicklung des Lada Samara begann im Jahr 1978. Für die Konstruktion des quer eingebauten Frontmotors, des Fahrwerks und zur Lösung technologischer Probleme erfolgte 1980 bis 1984 eine Zusammenarbeit mit Porsche, das Auftragsvolumen dafür soll über 50 Mio DM betragen haben. Das Fahrzeug wurde vollständig neu konstruiert und hatte mit den bisherigen Lada-Typen von wenigen Teilen abgesehen nichts mehr gemeinsam. Es war das erste Modell des sowjetischen Autoherstellers mit Frontantrieb, Vollheck-Karosserie und Fünfganggetriebe. Möglich wurde die Entwicklung des Lada Samaras auch durch Wirtschaftsreformen bei AwtoWas, darunter eine zugelassene selbstständige Planung auf Basis selbstständig erarbeiteter Normative und die eigenverantwortliche Fondsverwaltung. Die Straßenerprobung der ersten 100 Testwagen erfolgte 1983. Erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde die Modellreihe 1984 als Dreitürer WAS-2108. Im ersten Jahr wurden 2000 Stück gefertigt. Ab 1986 wurde er in westlichen Export-Ländern angeboten, ab 1988 wurde er auch in die Ostblock-Staaten exportiert. Trotz seines Erfolgs, wurden die älteren Typen der Schiguli-Baureihe mit Hinterradantrieb parallel zum Samara weitergebaut. Im Jahr 1986 wurden 85.050 WAS-2108 und eine Nullserie des WAS-2109 gebaut, was 12 Prozent des Pkw-Ausstoßes bei AwtoWas entsprach.

Auf den Dreitürer WAS-2108 (internationale Transkription: VAZ-2108) folgte der 1986 präsentierte Fünftürer WAS-2109, der gemeinsam mit IzhAvto und AZLK entwickelt wurde und auf dem gleichen Konzept wie der IZH-2126 basierte. Nach einer Nullserie 1986 begann die Serienproduktion 1987. 1990 erschien das Stufenheckmodell 21099, das als Lada Forma den Lada 1600 im Export ablöste. Die ersten Varianten unterschieden sich je nach Vertriebsland zum Teil durch die Gestaltung des Frontgrills. Mit der Einführung des 21099 gab es erste Modifizierungen für den Samara. So hatte der 21099 ursprünglich ein anderes Cockpit. Das 1500er-Modell erhielt die Kotflügel und Motorhaube des 21099. Zunächst waren Scheinwerfer und Grill in einem Block untergebracht, die Kotflügel und Motorhaube begannen erst dahinter. Durch die Umbrüche in Russland und bei AwtoWAS (internationale Transkription: AvtoVAZ) kann man aber keine klare Trennung vornehmen, d. h. es gab auch 1100er und 1300er mit langer Haube, aber auch 1500er und 21099er mit kurzer Haube oder 21099er mit altem Armaturenbrett oder 1100er-Motor. Die Produktion der 1100er-Variante wurde Mitte der 1990er Jahre eingestellt. Nächste Entwicklungsstufe war 1997 der Lada Baltic auf der Basis des 2109, welcher bei Valmet Automotive in Uusikaupunki (Finnland) parallel zum Opel Calibra und Saab 900 Cabrio gebaut wurde. Den Baltic gab es in zwei Varianten: Baltic und Baltic GL. Beide Varianten waren mit Fahrerairbag ausgestattet und besaßen einen Armaturenbrettaufsatz über dem (alten) Cockpit. Der Baltic GL trug die Karosseriemodernisierungen der zweiten Generation des WAS-2115 mit geänderter Front- und Heckschürze und wirkte deshalb moderner. Den Dreitürer 2108 und die Limousine 21099 gab es ab Werk nicht als Baltic, da beide die Einstiegsmodelle im damaligen Exportprogramm waren und dem neuen Lada 110 zusätzliche Konkurrenz verschafft hätten. Jedoch wurden vom deutschen Importeur einige Fahrzeuge auf Wunsch mit Fahrerairbag und Baltic-Armaturenbrett versehen. Der Baltic besaß den 1500er-Motor, nun mit Singlepoint-Einspritzung, 57 kW (77 PS) und EURO-2-Abgasnorm. Dieser Motor war im Export seit 1996 Standardmotor für alle Samaras. Die nächste Überarbeitung kam 1998, ab diesem Zeitpunkt begann man in den Samara Getriebe und Abgasanlage des 2110 einzubauen, der den gleichen Motor besaß. Ebenfalls Standard wurde nun das überarbeitete Cockpit des 2115 mit Drehzahlmesser und obenliegendem Radioschacht. Die Produktion des 1300er-Modells (seit 1996 nur noch für den Binnenmarkt) wurde eingestellt. Auch hier wurden die älteren Teile entsprechend ihrer Verfügbarkeit bis Anfang 1999 eingebaut. 1999 wurde die Produktion des Baltic eingestellt, da sie für AwtoWAS zu teuer war. In diese Zeit fällt auch der Konkurs der europäischen Vertriebsgesellschaft Eurolada. AwtoWAS straffte die Produktion und hatte nun nur noch zwei Motoren für alle drei Modelle im Angebot. Beide besaßen den 1500er-Block, für den Inlandsmarkt gab es ihn mit Vergaser ohne Kat, alle anderen besaßen Singlepoint-Einspritzung. 2002 wurde die Singlepoint-Einspritzung von der Multipoint-Einspritzung abgelöst, diese ermöglichte für den Export eine Euro-3-Einstufung. Es blieb bei 57 kW (77 PS). Auch wurden ab diesem Zeitpunkt alle Samaras mit schwarzem Grill ausgerüstet. In den Jahren 2003 und 2004 wurden die Modelle 2109 und 21099 noch einmal nach Deutschland exportiert. Die Produktion des Dreitürers wurde mangels Nachfrage im Oktober 2003 eingestellt. 2004 endete die Produktion der Modelle 2109 und 21099 in Togliatti, der letzte gebaute Wagen war ein 21099.
Lada Samara T3, angetrieben von Porsche

Die Rallye Dakar (früherer Name Rallye Paris–Dakar) ist ein Rallye-Raid-Wettbewerb, der als die bedeutendste Langstrecken- und Wüstenrallye der Welt gilt. Die Rallye Dakar ist seit 2022 Teil der World Rally-Raid Championship (W2RC). Sie wurde von 1979 bis 2007 einmal jährlich hauptsächlich auf dem afrikanischen Kontinent ausgetragen. Im Jahr 2008 wurde die Rallye Dakar aufgrund einer Terrordrohung abgesagt. Seit 2009 wird auf derselben Strecke das Africa Eco Race durchgeführt, das von Hubert Auriol, René Metge und Jean-Louis Schlesser als Nachfolgeveranstaltung auf dem afrikanischen Kontinent begründet wurde. Von 2009 bis 2019 wurde die Rallye Dakar aus Sicherheitsgründen nach Südamerika verlegt und seit 2020 findet sie in Saudi-Arabien statt.
Der Lada Samara T3, der Lada Dakar T3, der VFTS ‘Lada EVA‘. In den späten 1970er und 1980er Jahren lieferte Porsche Sechszylinder-Boxermotoren und Allradtechnik (Siehe Quattro) vom Typ 959 für sowjetische Lada-Rallyeautos, die an der anstrengenden Rallye Dakar teilnahmen.
Lada VFTS

Der LADA VFTS ist ein Rallyeauto auf Basis des Lada 2105. Lada ist eine Marke des russischen Herstellers AvtoVAZ. VFTS steht für Vilniusskaja Fabrika Transportnych Sredstv (kyrillisch: Вильнюсская фабрика транспортных средств) und bedeutet „Fahrzeugfabrik Vilnius“. VFTS entstand als Werkstatt der Autoreparaturwerkstatt Vilnius und entwickelte sich später zur Fahrzeugfabrik Vilnius, einem Unternehmen, das sich auf die Produktion von Rallye-/Rennversionen von Lada-Fahrzeugen und -Motoren spezialisierte. VFTS ist vor allem für eine Rallyeversion des Lada 2105 bekannt, die nach dem Reglement der Gruppe B aufgebaut wurde. Das Unternehmen wurde vom litauischen Rallyefahrer Stasys Brundza gegründet und wird von ihm geleitet.
Lada-2108 EVA
WAS 2108 ‘Lada EVA‘. Es wurde auch versucht, eine extremere Version zu bauen, den Lada Samara S-Proto, der für die Gruppe S vorgesehen war. Äußerlich ähnelte das neue Modell dem VAZ-2108, teilte aber nur wenige Karosserieteile, Baugruppen und Komponenten mit dem Samara. Der 1,8-Liter-16-Ventil-Turbomotor mit Benzineinspritzung war hinter den Fahrersitzen im Chassis montiert.



Er basierte auf einem stark modifizierten VAZ-2106-Motor und leistete ca. 300 PS. Der Antrieb erfolgte über die Hinterachse. Der Großteil der Karosserie wurde von Spezialisten des Versuchswerks Prenai der DOSAAF Sports Aviation Society gefertigt.
Lediglich die Beleuchtung, die Windschutzscheibe und das Mittelteil der Karosserie blieben vom „Achter“ erhalten. Vorder- und Hinterwagen basierten auf einem Gitterrohrrahmen, an dem die Baugruppen und Komponenten des Fahrzeugs, das in der UdSSR die Bezeichnung „Lada-2108 EVA“ erhielt, befestigt wurden.
![#820. Lada 2108 Eva [RUSSIAN SUPER AUTO]](https://i.ytimg.com/vi/6fTKqUj1jFY/maxresdefault.jpg)
Die ersten fahrbereiten Exemplare wurden jedoch erst Ende 1986 gefertigt, zu einem Zeitpunkt, als bereits bekannt war, dass die Gruppe B 1987 verboten und die Einführung der Gruppe S abgesagt werden würde. Daher konnte das Fahrzeug nicht an offiziellen Wettbewerben teilnehmen; es wurde lediglich bei Tests eingesetzt und diente bei Rallyes als Ersatzwagen.



Der LADA Samara Rally wurde im VAZ Advanced Testing Bureau (UGK) auf Basis des VAZ-2108 entwickelt. Zu den wichtigsten Änderungen gehören ein zentral angeordneter Antriebsstrang (der Motor befindet sich hinter den Sitzen von Fahrer und Beifahrer) und ein klassischer Hinterradantrieb.

Lada Dakar T3
Der Nachfolger von Samara
WAS 2110 ‘Lada 110‘
Der Lada 2110 ist eine vom russischen Automobilhersteller AwtoWAS (russ. АвтоВАЗ) in der Stadt Togliatti von 1995 bis 2008 gebaute Stufenheck-Limousine. Er trat als Standardmodell für den Export im Erscheinungsjahr die Nachfolge des Lada Forma an. Der Lada 2110 wurde zuletzt in zwei Motorvarianten (Li 8V mit 60 kW, GLi 16V mit 67 kW, beide gleicher Hubraum 1,6 l) ausgeliefert, die die Euro-4-Norm erfüllten. Bei dem Unternehmen Suzuki Egypt S.A.E. mit Firmensitz in der Stadt des 6. Oktober dagegen wird der Lada 2110 noch weiterhin gebaut. Der aus dem 2110 abgeleitete Lada 112 wurde parallel zum Lada Samara angeboten. Beliebt sind die Ladas der 211-er Reihe bei westlichen Fahrern vor allem wegen des vergleichsweise günstigen Anschaffungspreises. Verglichen mit Autos aus westeuropäischer, japanischer oder südkoreanischer Produktion war das Fahrzeug günstig. Die 211er-Reihe wurde in allen Varianten (siehe unten) auch mit Autogas-Motor angeboten. Negativ bewertet (zuletzt bei einem Test der Zeitschrift Auto Bild) wurde unter anderem die große prozentuale Wertminderung infolge des niedrigen Wiederverkaufspreises. Wegen der geringen Anschaffungskosten ist die absolute Wertminderung jedoch relativ gering. Die Fahrzeuge sind robust und langlebig; in den ersten Betriebsmonaten sind jedoch gelegentliche Verarbeitungsmängel zu beheben. Ab Herbst 2008 wurde der 2110 durch den neuen Lada Priora (Typ 2170) ersetzt und dadurch auch nicht mehr auf dem russischen Neuwagenmarkt angeboten. Die Kombi-(2111), Schrägheck-(2112) und die Coupé-Version (2112 Coupé) wurden bis zur Ablösung 2008 bzw. 2009 auch in Russland weiterhin angeboten.
WAS 2112 ‘Lada 112‘
Der Lada 112, auch VAZ-2112 genannt, ist ein Auto der Kompaktklasse in Form eines Fließhecks, als Stufenheck Lada 110 (VAZ-2110) und darauf basierenden Kombi Lada 111 (VAZ-2111) und als Lada 112 Coupé (VAZ-21123) (Basis Lada 112), das vom russischen Autohersteller AwtoWAS produziert und gebaut wurde. Der Lada 112 wurde Anfang 2000 eingeführt und ist, besonders im Innenraum, moderner eingerichtet als die traditionellen Automodelle von Lada. Der 112 konnte als fünftürige Schräghecklimousine oder als dreitüriges Coupé geliefert werden. Er verfügt über einen 1,6 GTI-Motor mit knapp 90 PS (67 kW). Das Gewicht beträgt rund 1050 Kilogramm, der Gepäckraum hat ein Volumen von 344 l. Der Lada 112 hat einen Tankinhalt von 43 Litern. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 170 bzw. 180 km/h, der Kraftstoffverbrauch liegt bei 7,5 Litern pro 100 Kilometern. Der Lada 112 wurde bis 2008 gebaut und vom Lada Priora abgelöst.
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