Theorien alias ‘Wissenschaft‘
Eine Theorie ist im umgangssprachlichen Gebrauch eine durch spekulatives Denken oder eine durch Interpretation von Sachverhalten oder von Aussagen gewonnene Erkenntnis. Häufig bildet sie im Ergebnis ein geordnetes System von Grundsätzen bzw. Hypothesen, aus denen sich weitere Erkenntnisse ableiten lassen. Dies entspricht auch dem traditionellen Aristotelischen Verständnis von Theorie als einer dem Geist wesentlich zukommenden Tätigkeit des Anschauens einzelner Bereiche der Wirklichkeit um ihrer selbst willen, als Betrachtung ohne Zweckdienlichkeit. Oft meint Theorie auch das Ergebnis dieser Tätigkeit. Während jede Theorie zunächst als subjektive Theorie hervortritt, erlangen etablierte (objektive) Theorien das Stadium einer Lehre oder Doktrin. In diesem umgangssprachlichen Gebrauch bildet der Begriff den Gegensatz zur Praxis. Die Frage, in welcher Abhängigkeit Theorie und Praxis zueinander stehen, bleibt davon unberührt und ist eigener Gegenstand philosophischer Reflexion. Im wissenschaftlichen Sprachgebrauch ist Theorie ein System begründeter Aussagen und Gesetze, das geeignet ist, eine große Zahl an sinnlich wahrnehmbaren Phänomenen nach (objektiv erkannten) Regelmäßigkeiten zu klassifizieren, im Idealfall diese Regelmäßigkeit auch zu erklären und Prognosen über zukünftige Ereignisse zu erstellen. Die Frage nach dem Geltungsbereich und der Bestätigung, Falsifikation oder Verifikation von Theorien und die Frage, wie eine wissenschaftliche Theorie allgemein beschaffen sein muss, um für derartige Klassifizierungen bzw. für derartige Erklärungsleistungen dienlich zu sein, werden in der Wissenschaftstheorie behandelt. Die Antworten dazu bieten vielfältigste Gestaltungen und Positionen. Viele bekannte Beispiele für Theorien stammen aus den sogenannten exakten oder mathematischen Wissenschaften, etwa die Relativitätstheorie, die Wahrscheinlichkeitstheorie oder die Komplexitätstheorie. Mathematische Fachdisziplinen führen auch seit dem 19. Jahrhundert eigene Theoriedebatten, etwa beim Theoriengebäude der Physik oder über die Frage des mathematischen Konstruktivismus. Aus nichtmathematischen Gebieten kommen vielfach Theorien, die noch größere Beachtung gefunden haben: die Evolutionstheorie, die Psychoanalyse, Lerntheorien, oder Theorien der empirischen Sozialforschung.
Das Wort Wissenschaft (mittelhochdeutsch wizzen[t]schaft beinhaltet Wissen, Vorwissen, Genehmigung; lateinisch scientia) bezeichnet die Gesamtheit des menschlichen Wissens, der Erkenntnisse und der Erfahrungen einer Zeitepoche, die systematisch erweitert, gesammelt, aufbewahrt, gelehrt und tradiert wird. Wissenschaft ist die Methodik des überprüfbaren Erkenntnisgewinns. Sie nutzt dazu die Arbeitsmittel Beobachtung, Experiment, Analyse, Theorie, Veröffentlichung, Kritik, Überprüfung, Überarbeitung und Weiterentwicklung. Alte obsolete Wissensstände können ihrerseits Untersuchungsgegenstand im Rahmen der Wissenschaftsgeschichte werden.
Die Wissenschaftstheorie (auch Wissenschaftsphilosophie, Wissenschaftslehre) ist ein Teilgebiet der Philosophie, das sich mit den Voraussetzungen, Methoden und Zielen von Wissenschaft und ihrer Form der Erkenntnisgewinnung beschäftigt. In Abgrenzung zur Logik und Erkenntnistheorie wird Wissenschaftstheorie gelegentlich zu derjenigen philosophischen Disziplin erklärt, die sich mit den Erkenntnissen der empirischen Wissenschaften beschäftigt. Seit dem 20. Jahrhundert umfasst sie vor allem die einheitliche Strömung der so genannten Wissenschaftslogik, die versucht, wissenschaftlich genannte Ansichten als formallogische Theorien oder Begriffssysteme zu rekonstruieren, und sie umfasst die Auflösung und Kritik an diesem Unternehmen. Anders gesagt, reflektiert Wissenschaftstheorie den Prozess der Theoriebildung (der ein sachlicher, ein logischer und ein historischer Prozess sein kann) wie auch den strukturellen Aufbau von wissenschaftlichen Theorien selbst.
Einheitliche Feldtheorien sind Feldtheorien, die das Ziel verfolgen, alle Materie– und Kraftfelder des Universums in einer Formel, dem „vereinheitlichten“ oder „einheitlichen Feld“, zusammenzufassen. Eine einheitliche Feldtheorie, manchmal auch Weltformel genannt, sollte die Eigenschaften aller Wechselwirkungen sowie die Eigenschaften (Spin, Masse, Ladung) aller Elementarteilchen erklären.
Eine Weltformel oder eine Theorie von Allem (englisch theory of everything, ToE oder TOE) ist eine hypothetische Theorie, gebildet aus theoretischer Physik und Mathematik, die alle physikalischen Phänomene im bekannten Universum präzise beschreiben und verknüpfen soll. Mit der Zeit ist der Begriff in die Popularisierungen der Elementarteilchenphysik eingeflossen. In diesem Forschungsgebiet würde eine Weltformel, also ein einziges, allumfassendes Modell, die Theorien aller grundlegenden Wechselwirkungen der Natur erklären und zusammenführen.
Raumfahrt und Raumfahrer
Als Raumfahrt (auch Weltraumfahrt genannt) werden Reisen oder Transporte in oder durch den Weltraum bezeichnet. Der Übergang zwischen Erde und Weltraum ist fließend, er wurde von der US Air Force auf eine Grenzhöhe von 50 Meilen (~80 km) und von der Fédération Aéronautique Internationale (FAI) auf eine Grenzhöhe von 100 Kilometern festgelegt (für letzteres siehe Kármán-Linie). Beide definierten Höhen liegen in der Hochatmosphäre und wurden zuerst von den deutschen „V2-Raketen“ 1944 während des Zweiten Weltkriegs erreicht.
Die Rakete zu den Planetenräumen
Die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt – Lilienthal–Oberth e. V. (DGLR) wurde 1912 unter dem Namen Wissenschaftliche Gesellschaft für Flugtechnik (WGF) gegründet. Sie ist die weltweit zweitälteste technisch-wissenschaftliche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt. Ihre rund 3000 Mitglieder sind Wissenschaftler, Ingenieure, Politiker, Industrielle, Studenten und an der Luft- und Raumfahrt interessierte Bürger aus dem In- und Ausland. Der Verein für Raumschiffahrt (VfR) war die erste deutsche Organisation, die sich der Erkundung des Weltraums widmete. Der Verein wurde 1927 in Breslau gegründet. Aus ihm gingen zahlreiche bekannte Raketenpioniere hervor. Das Großgermanisches Reich der Deutschen Nation ‘GDdDN‘ (NS-Zeit 1933–1945) war militärisch und technisch sehr stark in der Raketentechnik engagiert, was eine Art geheime oder militärisch streng überwachte geheime Raumfahrt (SSP) darstellte. Der Raketenflugplatz Berlin war der Startplatz des Vereins für Raumschiffahrt in Berlin-Tegel. Er wurde am 27. September 1930 auf dem Areal eines einstigen Artillerie-Schießplatzes eingerichtet und zur Entwicklung und Erprobung von Flüssigkeitsraketen genutzt. Auf dem Gelände entstand der sich ab 1960 entwickelnde Flughafen Tegel. Gebaut und erprobt wurden hauptsächlich Raketen der Typen Mirak und Repulsor, wobei es häufig Explosionen gab. Die erreichten Gipfelhöhen der Raketen betrugen anfangs nur unter 100 Meter, später wurden Gipfelhöhen von bis zu 4000 Meter erreicht. Das Magdeburger Startgerät (10-L), auch als Magdeburger Pilotenrakete und 10-L (für die enthaltenen 10 Liter Flüssigtreibstoff) bezeichnete Rakete sollte den ersten bemannten Raketenflug in der Geschichte sicherstellen. Trotz erfolgreicher Tests fand der ursprünglich für März 1933 geplante Flug mit dem Piloten Hans Hüter letztlich niemals statt. Nach mehreren Verzögerungen wurde das Projekt 1934 endgültig gestoppt, als die Nationalsozialisten sämtliche privaten Raketenversuche untersagten, unter die auch das Magdeburger Experiment fiel. Die LFA 0der LHG, die Deutsche Forschungsanstalt für Luftfahrt (DFL) war eine Forschungsstätte bei Braunschweig, die in den Jahren 1936 bis 1945 und von 1953 bis 1969 der (militärischen) Luftfahrtforschung diente; von 1938 bis 1945 führte sie den Namen Luftfahrtforschungsanstalt Hermann Göring (LFA, auch: LHG). Die Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt (DVL) war die zentrale Forschungs- und Entwicklungseinrichtung für Luftfahrt im Deutschen Reich. Sie ist eine der Vorgängerinstitutionen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Während der Weltkriege und der Kriegsvorbereitungen wurden die Arbeiten des DVL auf militärische Belange orientiert. Ab 1934 wurde das DVL dem Reichs-Luftfahrtministerium unterstellt. Die Heeresversuchsstelle Kummersdorf ist ein ehemaliges Versuchs- und Forschungsgelände des damaligen Heereswaffenamts (HWa) in Kummersdorf, heute ein Ortsteil der Gemeinde Am Mellensee (Landkreis Teltow-Fläming, Brandenburg). Das Areal ist etwa 3.200 Hektar groß und beherbergt über 160 historische Bauten wie Kasernen, Prüfstände, Hallen, Bunker, Schießstände und verschiedenste sonstige Testanlagen. Ein Förderverein betreibt ein Museum auf dem unter Denkmalschutz stehenden Gelände. Die Versuchsstelle des Heeres Peenemünde (kurz meist: Heeresversuchsanstalt Peenemünde, als solche HVP abgekürzt) war eine ab 1936 in Peenemünde-Ost errichtete Entwicklungs- und Versuchsstelle des Heeres, einer Teilstreitkraft der Wehrmacht. Unter dem Kommando von Walter Dornberger, seit Juli 1935 Chef der Raketenabteilung im Heereswaffenamt, und dem Technischen Leiter Wernher von Braun wurde in dem militärischen Sperrgebiet im Norden der Insel Usedom hauptsächlich die erste funktionsfähige Großrakete Aggregat 4 (A4, später ab November 1944 in der NS-Propaganda „Vergeltungswaffe V2“ genannt) entwickelt und getestet. Mit ihrem ersten erfolgreichen Flug am 3. Oktober 1942 war die ballistische Rakete das erste von Menschen gebaute Objekt, das in den Grenzbereich zum Weltraum eindrang. Allgemein gilt Peenemünde daher als „Wiege der Raumfahrt“. Das Aggregat 10 (kurz A10), die A11 (Japan Rakete) und die A12, das Kraftei, Die Messerschmitt Me 163, das Reichenberg-Gerät und die Kirschblüte, die Fieseler Fi 103R Reichenberg und die Yokosuka MXY-7, die Natter, die Bachem Ba 349, zu guter letzt, der Silbervogel von Eugen Sänger und Irene Sänger-Bredt.
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR) ist das Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland für Luft- und Raumfahrt sowie Energie, Verkehr, Digitalisierung und Sicherheit im Bereich der angewandten Wissenschaften und der Grundlagenforschung außerdem Weltraumagentur. Es hat seinen Hauptsitz in Köln und ist an weiteren 30 Standorten in Deutschland und 4 Geschäftsstellen im Ausland vertreten. Bei seinen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten kooperiert das DLR weltweit mit anderen Forschungseinrichtungen und der Industrie, insbesondere sehr eng mit der ESA. Deutsche Raumfahrt ist der Überbegriff über die Aktivitäten des Staates Deutschland oder einzelner Personen auf dem Gebiet der Weltraumfahrt. Das können die Erarbeitung theoretischer Grundlagen, aber auch die Konstruktion und Bau von Raketen oder Raumschiffe sein. Der Begriff umfasst mehrere Zeitepochen bzw. Gebiete: Waffentechnik des Mittelalters, Deutsches Reich (bis 1945), Bundesrepublik Deutschland (bis 1990), Deutsche Demokratische Republik (bis 1990) und Deutschland (ab 1990). Die deutsche Raumfahrt hat kein eigenes bemanntes Raumfahrtprogramm. Die deutschen Raumfahrer flogen daher als Besatzungsmitglieder bei Missionen anderer Staaten ins All: mit den Sojus-Raumschiffen der Sowjetunion (später Russland) und mit dem Space Shuttle der Vereinigten Staaten. Seit 2020 werden die Flüge mit Crew-Dragon-Raumschiffen von SpaceX durchgeführt. In achtzehn Missionen mit deutscher Beteiligung flogen bis 2021 insgesamt dreizehn deutsche Raumfahrer in den Weltraum, darunter eine Frau.
Weltraumfahrer ‘DEU’
Ein Raumfahrer (auch Weltraumfahrer), die genaue Definition, wer als Raumfahrer gilt, Grundsätzlich sind es Personen, die qualifiziert sind, im All tätig zu sein. Das Wort Raumfahrer bezeichnet eine Person, die an einer bemannten Expedition ins Weltall teilnimmt, also an einer Weltraummission teilnimmt und ein Raumfahrzeug benutzt. Ein Raumfahrer ist ein Mensch, der ins All fliegt und dort tätig ist oder war – ein Weltraumabenteurer und technischer Experte für das Leben und Arbeiten im Weltall. Nach der internationalen Definition, etwa der Fédération Aéronautique Internationale (FAI), gilt als Weltraumfahrer, wer die sogenannte Kármán-Linie in etwa 100 km Höhe über der Erde überschritten hat und sich im Weltraum befindet, unabhängig vom nationalen Begriff. Bemannte Raumfahrt ist nach der gebräuchlichen Definition der Association of Space Explorers gegeben, wenn ein Mensch die Erde mindestens einmal komplett bei einem Orbitalflug in einem Raumschiff umrundet hat. Suborbitale Flüge zählen demnach nicht zur bemannten Raumfahrt im engeren Sinn. Als erster Raumfahrer umkreiste der sowjetische Kosmonaut Juri Gagarin am 12. April 1961 die Erde. Mittlerweile wurden mehrere bemannte Raumstationen betrieben; über 600 Menschen absolvierten Raumflüge.
Astronaut ‘USA’
Die NASA entschied sich am 1. Dezember 1958, ihre Raumfahrer Astronauten zu nennen (von altgriechisch ἄστρον ástron „Stern“ und ναῦτης naûtēs „Segler“; wörtlich „Sternsegler“). Sie nahm an, ein neues Wort erfunden zu haben; jedoch war es bereits 1880 von Percy Greg im Roman Across the Zodiac und 1927 vom französischen Science-Fiction-Autor J.-H. Rosny aîné in seinem Buch Les Astronautes verwendet worden. Es steht heute in weiten Teilen der Welt auch allgemein für „Raumfahrer“.
Kosmonaut ‘RUS’
Das Wort Kosmonaut (russisch космонавт; von altgriechisch κόσμος kosmos „Weltraum“, und -naut vom Begriff nautikḗ (téchnē)griech. (ναυτικὴ τέχνη) ‘Schiffahrtskunde’) bezeichnet Raumfahrer in einem sowjetischen Raumfahrtprogramm. Auch die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos verwendet diese Bezeichnung. Sie wird im heutigen Russland, den GUS-Staaten, in Teilen Mittel- und Osteuropas sowie von der älteren Bevölkerung in den neuen Bundesländern der Bundesrepublik Deutschland auch als allgemeine Bezeichnung für Raumfahrer verwendet. Das Wort wurde während des Wettlaufs zum Weltall der 1950er Jahre geprägt und mit Juri Gagarin als erstem Menschen im Weltraum weltweit bekannt. Das Bild des Kosmonauten hatte in der Sowjetunion eine Bedeutung, die über die technische oder politische Errungenschaft wie im Westen hinausging. Das wird unter anderem im Kosmonautenmuseum in Moskau illustriert. Der Ehrentitel Fliegerkosmonaut der UdSSR (russisch Лётчик-космонавт СССР) war eine staatliche sowjetische Auszeichnung auf dem Gebiet der Raumfahrt. Sie wurde in Form eines Abzeichens am 14. April 1961 gestiftet. Den Ehrentitel verlieh das Präsidium des Obersten Sowjets der UdSSR ausschließlich an Kosmonauten, die erfolgreich Raumflüge unternommen hatten. Bis 1991 wurde der Titel an 72 Kosmonauten verliehen. Danach wurde der Ehrentitel von der Auszeichnung Fliegerkosmonaut der Russischen Föderation abgelöst. Fliegerkosmonaut der Deutschen Demokratischen Republik war eine staatliche Auszeichnung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), welche in Form eines Ehrentitels mit Urkunde und einer tragbaren Medaille verliehen wurde. Der Fliegerkosmonaut der Russischen Föderation (russisch Летчик-космонавт Российской Федерации) bezeichnet einen Titel, der durch den Erlass 2555-1 vom 20. März 1992 gestiftet wurde. Er ist Nachfolger des Titels Fliegerkosmonaut der Sowjetunion und wird russischen Kosmonauten nach einem Raumflug verliehen.
Angkasawan ‘MYS’
Das Wort Angkasawan für Raumfahrer und zugleich das malaysische Raumfahrtprogramm leitet sich vom malaiischen Wort angkasa, „Weltraum“, ab. Die beiden malaysischen Kosmonauten Faiz Khaleed und Sheikh Muszaphar Shukor sind bisher die einzigen Raumfahrer mit dieser Bezeichnung. Sie wurde gewählt, um die malaysischen von anderen Raumfahrern abzuheben, obwohl sie an einer russischen Raumfahrtmission teilnahmen.
Spationaute ‘FRA’
Das Wort Spationaute, bezugnehmend auf französisch espace „Raum“ (von lateinisch spatium, „Raum/Weltraum“) und -naute, ist ein französisches Kunstwort für Raumfahrer.
Taikonaut ‘CHN’
Taikonaut ist die Bezeichnung für einen Raumfahrer, der innerhalb des chinesischen Raumfahrtprogramms ins Weltall fliegt. Der Begriff setzt sich aus den Wörtern taikong (chinesisch 太空, Pinyin tàikōng – „wörtlich: große Leere, also: das All/Weltall“), was im Chinesischen „Weltraum“ oder „Kosmos“ bedeutet, und ren 人, bedeutet hingegen „Mensch“ oder „Person“, zusammen. Das Suffix -naut wurde den Wörtern „Kosmonaut“ und „Astronaut“ entlehnt. Das Präfix „taiko-“, als gekürzte Form des eigentlichen chinesischen Wortes taikong, ergibt eine leichtere Aussprache, die zudem dichter an dem Begriff taikongren (太空人, tàikōngrén) liegt, die chinesische Bezeichnung für „Raumfahrer“. Einzeln bedeuten die Schriftzeichen tai 太 „sehr“ oder „äußerst“ und kong 空 „Leere“ oder „Himmel“. Die Volksrepublik China ist als drittes Land der Welt in der Lage, Menschen mit einem selbstständig entwickelten Raketensystem auf eine Erdumlaufbahn zu senden. Um diese chinesischen Raumfahrer von Kosmonauten, die am russischen Raumfahrtprogramm teilnehmen und von Astronauten, die innerhalb des Space-Shuttle-Programms der NASA fliegen, zu unterscheiden, wurde diese Bezeichnung geprägt. Das neue Wort gibt auch der Tatsache Ausdruck, dass China über eine eigene Kapazität für den bemannten Raumflug verfügt. Die Bezeichnung „Taikonaut“ wurde erstmals im Mai 1998 von Chiew Lee Yih aus Malaysia in einer Newsgroup benutzt. Fast zur gleichen Zeit wurde es von Chen Lan aus Shanghai geprägt und über dessen Internetseite „Go Taikonauts!“ verwendet. „Go Taikonauts!“ war zu der damaligen Zeit die einzige verlässliche englischsprachige Informationsquelle über die chinesischen Raumfahrtanstrengungen. Chiew Lee Yih und Chen Lan entwickelten das Wort parallel. Durch die Internetseite „Go Taikonauts!“ wurde das Wort von den hauptsächlich westlichen Medien in kürzester Zeit aufgegriffen und innerhalb weniger Monate zur eingebürgerten Bezeichnung. Auf Chinesisch werden sowohl die Begriffe Yǔhángyuán (宇航員 / 宇航员, IPA (hochchinesisch) [y xɑŋ ɥɛn] – „Weltraumfahrer“) und Hángtiānyuán (航天員 / 航天员 – „Raumfahrer“) als auch der Begriff Tàikōngrén (太空人 – „Astronaut“) verwendet. In fremdsprachigen Veröffentlichungen der chinesischen Regierung werden vor allem die Bezeichnungen „Astronaut“ und „Kosmonaut“ verwendet. Die chinesische Regierung startete am 15. Oktober 2003 mit dem Raumschiff Shenzhou 5 und dem Raumfahrer Yang Liwei den ersten bemannten chinesischen Weltraumflug (siehe auch: Raumfahrt der Volksrepublik China).
Vyomanaut ‘IND’
Vyomanaut (auf deutsch auch selten Wiomanaut) wurde Anfang 2010 für kommende indische Raumfahrer gewählt. Die Bezeichnung ist abgeleitet aus Sanskrit vyoma, „Himmel“, und -naut.
Weltraumstreitkräfte
Der Begriff Weltraumstreitkräfte bezeichnet eine Teilstreitkraft eines Staates, welche sich mit militärischen Raumfahrtmissionen befasst. Die Vereinigten Staaten gründeten im Dezember 2019 die United States Space Force und besitzen seitdem als einzige Nation eigenständige Weltraumstreitkräfte. Russland hatte zweimal eine organisierte und unabhängige militärische Teilstreitkraft für den Weltraum, zuerst von 1992 bis 1997 und dann von 2001 bis 2011. Der Weltraumvertrag, den praktisch alle raumfahrenden Nationen unterzeichnet haben, hat zum Ziel die Militarisierung des Weltraums zu verhindern bzw. zu begrenzen.
United States Space Force ‘USSF’
2019 bis heute
Die United States Space Force (USSF) ist die Raumfahrtabteilung der US-Streitkräfte und eine der acht Uniformed Services of the United States. Der Vorgänger der Space Force wurde am 1. September 1982 als Air Force Space Command (AFSPC) gegründet und am 20. Dezember 2019 mit der Unterzeichnung des United States Space Force Act zur US Space Force und somit zur unabhängigen militärischen Abteilung. Die US Space Force ist dem Department of the Air Force zugeordnet, einer der drei Militärabteilungen des Verteidigungsministeriums. Die Space Force wird vom Secretary of the Air Force geleitet, der dem Verteidigungsminister untersteht. In Bezug auf die Anzahl der Mitarbeiter ist sie der kleinste US-Militärdienst innerhalb des US-Verteidigungsministeriums. Der militärische Leiter der Space Force ist der Chief of Space Operations (CSO). Die Einsatzkräfte der Space Force sind dem Unified Combatant Command und vorwiegend dem Space Command zugeordnet. Sie werden als „Guardians“ bezeichnet. Im September 2019 betrieb das AFSPC 77 Satelliten sowie zwei Boeing X-37B.
French Space Command
2010 bis heute
Das französische Weltraumkommando (französisch: Commandement de l’Espace, CdE) ist eine Formation der französischen Luft- und Raumstreitkräfte, die sich mit Weltraumfragen befasst. Es ersetzt das 2010 gegründete Gemeinsame Weltraumkommando.
Russische Weltraumtruppen
2011 bis heute
Die Weltraumtruppen (russisch Космические войска России, seit 2011 Войска воздушно-космической обороны) sind eine Truppengattung der russischen Streitkräfte. Sie betreiben die Frühwarnung und Abwehr ballistischer Raketen sowie den Start und Betrieb militärischer Satelliten, inklusive des Navigationssystems GLONASS. Der 4. Oktober, der Jahrestag des Starts des ersten künstlichen Erdsatelliten Sputnik, wird als Tag der Weltraumtruppen begangen.
Weltraumkommando der Bundeswehr ‘WRKdoBw’
2021 bis heute
Das Weltraumkommando der Bundeswehr (WRKdoBw) ist eine Kommandobehörde der Luftwaffe mit Sitz in Uedem in der Luftverteidigungs-Anlage Uedem und dem Kommando Luftwaffe unterstellt.
People’s Liberation Army Aerospace Force ‘PLAASF’
2024 bis heute
The People’s Liberation Army Aerospace Force (chinesisch: 中国人民解放军军事航天部队; pinyin: Zhōngguó rénmín jiěfàngjūn jūnshì hángtiān bùduì) ist ein Arm der Volksbefreiungsarmee. Er wurde am 19. April 2024 gegründet. Er ist eine von zwei unabhängigen Weltraumstreitkräften weltweit.
Weltweite UAP EBE Verschleierung
Liste der gemeldeten UFO-Sichtungen 1450 v. Chr. bis heute
Dies ist eine Liste bemerkenswerter gemeldeter Sichtungen unbekannter Flugobjekte (UFOs), von denen einige damit verbundene Behauptungen über Nahbegegnungen der zweiten oder dritten Art oder Entführungen durch Außerirdische beinhalten. Als UFOs gelten im Allgemeinen alle wahrgenommenen Luftphänomene, die nicht unmittelbar identifiziert oder erklärt werden können. Bei einer Untersuchung werden die meisten UFOs als bekannte Objekte oder atmosphärische Phänomene identifiziert, während eine kleine Anzahl ungeklärt bleibt. UFOs werden mit einer Reihe von Begriffen bezeichnet, darunter der spezifischere „fliegende Untertasse“ und der allgemeinere Begriff „unidentifiziertes anomales Phänomen“ (UAP). „UAP“ wird manchmal verwendet, um kulturelle Assoziationen mit UFO-Verschwörungstheorien zu vermeiden. Obwohl sie oft als anormal angesehen werden, werden häufig UFO-Sichtungen gemeldet. Während der ersten Welle in den Vereinigten Staaten im Jahr 1947 wurden in den Nachrichten über 800 Sichtungen gemeldet. Das britische Verteidigungsministerium erhält jedes Jahr Hunderte von Berichten. In Brasilien melden allein Piloten jedes Jahr Dutzende von Sichtungen.Ein kleiner Teil der gemeldeten Sichtungen hat eine bleibende kulturelle Bedeutung, interpretiert durch die kulturellen und technologischen Erwartungen der jeweiligen Zeit.
Nürnberger Flugblatt von 1561
Das Nürnberger Himmelsspektakel von 1561 ist ein ungewöhnliches Ereignis, das sich am 14. April 1561 über der Stadt Nürnberg zugetragen haben soll. Der Vorfall wurde von dem Briefmaler und Drucker Hans Wolff Glaser bildlich wie schriftlich auf einem kolorierten Flugblatt (als Nürnberger Flugblatt von 1561 bekannt) festgehalten. Das Nürnberger Flugblatt von 1561 zeigt und beschreibt eine vorgebliche Himmelserscheinung vor der aufgehenden Sonne, bei der zahlreiche kugel-, kreuz– und zylinderförmige Objekte am Himmel miteinander „gekämpft“ haben sollen. Der Bericht wird unter Historikern und Meteorologen, aber auch in den Grenz- und Protowissenschaften, diskutiert. Besonders die Ufologie zeigt reges Interesse an dem Flugblatt, da in dem darin enthaltenen Bericht ihrer Meinung nach eine Himmelsschlacht zwischen unbekannten Flugobjekten beschrieben wird. Meteorologen hingegen sehen in dem Gemälde eine künstlerisch-interpretative Darstellung einer natürlichen Halo-Erscheinung. Historiker vermuten eine bildliche Vermengung von mehreren, zeitlich unabhängig erfolgten, historischen wie natürlichen Ereignissen. Den von Hans Glaser verfassten Bericht bewerten sie als mit religiösen Interpretationen und Mahnschriften ausgeschmückten Hörensagen-Bericht. Das Nürnberger Flugblatt von Hans Glaser ist nicht das Einzige seiner Art, besonders im 15. und 16. Jahrhundert waren Flugblätter mit Berichten über vorgebliche „Wunderzeichen“ und „Himmelsspektakel“ weit verbreitet und beliebt.
Basler Flugblatt von 1566
Als Basler Himmelsspektakel von 1566 ist eine Serie von ungewöhnlichen Ereignissen bekannt, die sich im Sommer des Jahres 1566 über der Stadt Basel in der Schweiz zugetragen haben sollen. Die Vorfälle wurden von Samuel Apiarius und Samuel Coccius bildlich wie schriftlich auf einem unkolorierten Flugblatt (als Basler Flugblatt von 1566 bekannt) festgehalten. Das Basler Flugblatt von 1566 beschreibt zunächst ungewöhnliche Sonnenauf- und -untergänge, schliesslich berichtet es von einer vorgeblichen Himmelserscheinung vor der aufgehenden Sonne, bei der zahlreiche rote und schwarze Kugeln am Himmel miteinander „gekämpft“ haben sollen. Der Bericht wird unter Historikern und Meteorologen, aber auch in den Grenz- und Protowissenschaften, diskutiert. Besonders die Ufologie zeigt reges Interesse an dem Flugblatt, da in dem darin enthaltenen Bericht ihrer Meinung nach eine Himmelsschlacht zwischen unbekannten Flugobjekten beschrieben wird. Historiker bewerten den von Samuel Coccius verfassten Bericht als mit religiösen Interpretationen und Mahnschriften ausgeschmückten Hörensagen-Bericht. Das Basler Flugblatt von 1566 ist nicht das Einzige seiner Art, besonders im 15. und 16. Jahrhundert waren Flugblätter mit Berichten über vorgebliche „Wunderzeichen“ und „Himmelsspektakel“ weit verbreitet und beliebt.
1665 Himmelserscheinung über Stralsund
Das Himmelsphänomen über Stralsund von 1665 bezieht sich auf Berichte aus Stralsund in Schwedisch-Pommern (heute Deutschland) aus dem Jahr 1665 über angebliche ungewöhnliche Flugschiffe über Stralsund, die in einem modernen Kontext manchmal als UFOs betrachtet werden. Diese Schiffe wurden als dunkelgrau oder in der Farbe „des aufgehenden Mondes“ beschrieben und manchmal als von einer hutähnlichen Kuppel bedeckt oder als untertassenförmig wie ein Teller. Oft soll man sie über der St.-Nikolaus-Kirche nahe der Ostsee fliegen gesehen haben, wo sie bis zum Abend schwebten. Einige Berichte beschreiben Schiffe unterschiedlicher Größe, die am Himmel über der Ostsee gegeneinander kämpften, was als Omen Gottes angesehen wurde.
1697 Himmelserscheinung über Hamburg
UFO-Sichtung über Hamburg (1697, Deutschland): Berichte von unbekannten Flugobjekten zur Zeit der frühen Flugmaschinen-Experimente, deren genaue Natur unklar ist. Am 4. November 1697 wurde über Hamburg eine UFO-Sichtung beobachtet, die in diesem Kunstwerk dargestellt ist. Die Objekte wurden als „zwei leuchtende Räder“ beschrieben. (Hinweis: Wenn das runde Objekt ganz rechts der Mond ist, waren die UFOs entweder sehr niedrig oder sehr groß. Beachten Sie auch die vielen Menschen, die mit dem Finger auf das Objekt zeigen – dies war wahrscheinlich ein berühmtes Ereignis.)
Aurora, Texas, UFO-Vorfall
1897
Der UFO-Vorfall in Aurora, Texas, ereignete sich Berichten zufolge am 17. April 1897, als nach Angaben der Einheimischen ein UFO auf einer Farm in der Nähe von Aurora, Texas, abstürzte. Der Vorfall (ähnlich dem bekannteren Roswell-UFO-Vorfall 50 Jahre später) soll zum Tod des Piloten geführt haben. Der Pilot war „nicht von dieser Welt“ und soll ein Außerirdischer gewesen sein. Der Pilot wurde auf dem Friedhof von Aurora beerdigt. Ein Stein wurde als Markierung für das Grab aufgestellt, aber inzwischen entfernt.
Phantom-Luftschiff-Welle
1896 bis 1897
Die Phantom-Luftschiff-Welle 1896–1897 (englisch mystery airship oder phantom airship wave) ist eine Moderne Legende über eine Serie von Sichtungen eines unidentifizierten Flug-Objekts, das laut zeitgenössischen Zeitungsberichten zwischen November 1896 und Mai 1897 von mehreren zehntausend Menschen in mindestens neunzehn Bundesstaaten der USA gesehen wurde. Für die Beobachtungen wurden verschiedene natürliche sowie übernatürliche Ursachen angeführt, ohne dass einer dieser Erklärungsansätze die Gesamtheit der Sichtungen erklären konnte. Aufgrund der überlieferten Beschreibungen sind aber die Beobachtungen von realen zeitgenössischen Luftschiffen sowie von außerirdischen Flugkörpern weitestgehend ausgeschlossen. Zur humanwissenschaftlichen Analyse möglicher Ursachen wurde das Phänomen in den letzten Jahrzehnten unter massenpsychologischen, soziologischen und kulturhistorischen Fragestellungen untersucht. In der aktuellen Rezeption stehen kulturwissenschaftliche Erklärungsansätze im Vordergrund.
Schlacht um Los Angeles
1942
Die Schlacht um Los Angeles, auch bekannt als der Große Luftangriff von Los Angeles, ist in zeitgenössischen Quellen die Bezeichnung für einen gerüchteweise erfolgten Angriff des Kaiserlich Japanischen Reichs auf das amerikanische Festland und den darauf folgenden Flugabwehrartillerieangriff, der vom späten 24. bis frühen 25. Februar 1942 über Los Angeles, Kalifornien, stattfand. Der Vorfall ereignete sich weniger als drei Monate, nachdem die USA als Reaktion auf den Überraschungsangriff der Kaiserlich Japanischen Marine auf Pearl Harbor in den Zweiten Weltkrieg eingetreten waren, und einen Tag nach dem Bombardement von Ellwood bei Santa Barbara am 23. Februar. Zunächst dachte man, das Ziel des Luftangriffs sei eine angreifende Streitmacht aus Japan, doch bei einer Pressekonferenz kurz darauf bezeichnete Marineminister Frank Knox den angeblichen Angriff als „Fehlalarm“. In den damaligen Zeitungen wurden zahlreiche Berichte und Spekulationen darüber veröffentlicht, dass es sich um eine Vertuschung gehandelt habe, um eine tatsächliche Invasion feindlicher Flugzeuge zu verschleiern. Bei der Dokumentation des Vorfalls im Jahr 1949 stellte die United States Coast Artillery Association fest, dass ein um 1:00 Uhr morgens in die Luft geschossener Wetterballon „das Feuer eröffnet“ hatte, und schlussfolgerte, dass „nachdem das Feuer erst einmal begonnen hatte, die Fantasie alle möglichen Ziele am Himmel erschuf und jeder mitmachte“. 1983 führte das U.S. Office of Air Force History das Ereignis auf einen Fall von „Kriegsnervosität“ zurück, der durch einen verloren gegangenen Wetterballon ausgelöst und durch verirrte Leuchtraketen und Granatenexplosionen benachbarter Batterien noch verschlimmert worden sei. Als Beispiel für die Inkompetenz wurde der Vorfall spöttisch als „Schlacht um Los Angeles“ oder „Großer Luftangriff auf Los Angeles“ bezeichnet. 1983 veröffentlichte das Office of Air Force History einen Bericht, wonach die Ereignisse auf einen vermissten Wetterballon, Leuchtkugeln, Granateneinschläge und die allgegenwärtige angespannte Situation während des Krieges („War Nerves“) zurückzuführen seien. General George C. Marshall war der Auffassung, dass die Luftabwehr durch Zivilflugzeuge alarmiert wurde, die unter Umständen bewusst Panik erzeugen wollten. Mehrere Gebäude und Fahrzeuge wurden während der Handlungen durch Granatsplitter beschädigt. Insgesamt starben fünf Menschen bei Autounfällen und an Herz-Kreislauf-Versagen als indirektes Ergebnis. Augenzeugen berichteten, dass am Abend des 24. Februars 1942 zunächst die tägliche Luftschutzübung stattgefunden habe. Bis etwa 22 Uhr feuerten die stationierten amerikanischen Flakstellungen als Training für den Ernstfall einige Schüsse in den Himmel. Gegen 03:15 Uhr wurde der Luftalarm erneut ausgelöst und die stationierten Flakstellungen eröffneten das Feuer auf ein bzw. mehrere sichtbare Objekte über Los Angeles. Das größte Objekt wurde von Scheinwerfern angestrahlt und konnte so durch die örtlichen Medien fotografiert werden. Augenzeugen beschrieben das größte Objekt als „silbrig und bonbonförmig“. Der Beschuss durch die Flakstellungen endete gegen 04:00 Uhr, nachdem laut Augenzeugenberichten die Objekte in Richtung Pazifik verschwunden waren. Insgesamt wurden bei dem Ereignis laut Militärangaben über 1400 Geschosse abgefeuert. Amerikanische Flugzeuge sollen nicht eingesetzt worden sein. Zeitzeugen berichten jedoch vom Absturz eines amerikanischen Flugzeuges in der Nähe der South Vermont Avenue.
Skinny Bob
1942, 1947, 1961 und 1969
Skinny Bob ist ein angebliches Video mit Aufnahmen eines grauen Außerirdischen. Das Video tauchte erstmals Anfang Mai 2011 im Internet auf. Zwischen 1942 und 1969 wurden 7 Videobänder hergestellt. Seit dem ersten Kontakt im Jahr 1942 war eine Reihe diplomatischer Besuche zur Erörterung von Angelegenheiten von gemeinsamem Interesse geplant. Es erfreute sich in der UFO- und Alienforschung großer Beliebtheit, obwohl spekuliert wurde, es handele sich um Werbung für einen kommenden Film oder eine Fernsehserie. Das Video wurde auch als angebliches durchgesickertes Material des KGB präsentiert. Während die meisten Skeptiker behaupten, es handele sich um eine Fälschung, argumentieren die meisten Gläubigen, dass es ein Vermögen kosten würde, das Video zu fälschen. Seit 2011 hat sich niemand mehr zur Erstellung des Videos bekannt. Skinny Bob soll Teil einer diplomatischen Mission von einem etwa 40 Lichtjahre entfernten Planeten gewesen sein, die ausgesandt worden war, um „Angelegenheiten von gemeinsamem Interesse“ zu besprechen.
Zeta Reticuli ist ein Doppelsternsystem im Sternbild Netz. Der Winkelabstand zwischen beiden Sternen beträgt 310″ (Bogensekunden), was ungefähr einem Sechstel des Vollmonddurchmessers entspricht. Das bedeutet, dass Zeta Reticuli, ähnlich wie Mizar und Alkor, schon mit bloßem Auge getrennt werden kann. Dieser Winkelabstand entspricht einem Abstand von etwa 3.750 AE. Zeta1 Reticuli gehört der Spektralklasse G2.5 V an und besitzt eine scheinbare Helligkeit von 5,54 mag. Zeta2 Reticuli besitzt eine Helligkeit von 5,24 mag und gehört der Spektralklasse G1 V an. Die Sterne sind rund 12,1 Parsec (ca. 39,5 Lichtjahre) von der Erde entfernt. Das System ist Teil des Zeta-Herculis-Bewegungshaufens.
Der Bestseller „Unterbrochene Reise“ (1966) über Barney und Betty Hill reproduzierte eine von Betty gezeichnete „Sternenkarte“, die angeblich auf einer Karte basierte, die sie an Bord eines außerirdischen Raumschiffs gesehen hatte. Auf Grundlage dieser Karte spekulierte Marjorie Fish, ein Fan des Buches, dass die Außerirdischen von Zeta Reticuli stammen könnten. 1974 wurde der Fall Hill als Zeta-Reticuli-Zwischenfall bezeichnet. In der Folge „Encyclopaedia Galactica“ (S01E12) der Miniserie Cosmos (1980) zeigte Carl Sagan, dass die Hill-Karte keinerlei Ähnlichkeit mit der echten Karte hatte. In der Sendung „UFO Cover Up?“ Live (1988) verbreitete der mutmaßliche Regierungsinformant „Falcon“ (Richard Doty) Geschichten über Majestic 12, eine geheime Kabale, die angeblich einen Geheimvertrag mit grauen Außerirdischen aus Zeta Reticuli geschlossen hat, die von Area 51 aus operieren. Der mutmaßliche Area-51-Mitarbeiter Bob Lazar hat ähnliche Geschichten über Außerirdische aus Zeta Reticuli verbreitet.
Foo-Fighter
1943 bis heute
Als Foo-Fighter bezeichnen die Ufologie und die Parawissenschaften Leuchterscheinungen, die vorgeblich während des Zweiten Weltkrieges von alliierten Flugzeugbesatzungen während ihrer Einsatzflüge beobachtet wurden. Der Begriff soll auf den US-amerikanischen Comic Smokey Stover – The Foolish Foo Fighter zurückgehen, nach anderen Quellen ist er eine Verballhornung bzw. ein Gallizismus des französischen Wortes feu für „Feuer“.
Roswell-Zwischenfall
1947
Als Roswell-Zwischenfall oder Roswell-(UFO-)Ereignis (engl. Roswell [UFO] incident) wird seit 1980 der Absturz eines angeblich außerirdischen unbekannten Flugobjekts (UFO) im Juni oder Juli 1947 in der Nähe der Kleinstadt Roswell im US-Bundesstaat New Mexico bezeichnet. Vielfach wird einfach der Ortsname dafür verwendet. Skeptiker sprechen vom Roswell-Mythos oder der Roswell-Legende. Laut Thor leben Venusianer innerhalb der Venus. Laura Eisenhower, Enkelin von Präsident Dwight Eisenhower, garantiert, dass die Geschichte wahr ist.
Untersuchung von UFO-Berichten durch die US-Regierung
1947 bis 1969
Untersuchungen und Analysen gemeldeter UFO-Vorfälle wurden seit 1947 von der US-Bundesregierung durch zahlreiche frühere und aktuelle Zweige und Behörden durchgeführt. Trotz jahrzehntelangem Interesse gibt es keine Beweise dafür, dass es UFOs mit außergewöhnlicher Herkunft gibt. Tatsächlich hat sich gezeigt, dass es sich bei allen identifizierten UFOs um Naturphänomene, von Menschenhand geschaffene Technologien, Missverständnisse, Wahnvorstellungen oder Scherze handelt.
UAP-Theorien
1947 bis heute
Einige Verschwörungstheorien UAP-Theorien behaupten, dass verschiedene Regierungen und Politiker weltweit, insbesondere die Regierung der Vereinigten Staaten, Beweise dafür unterdrücken, dass unbekannte Flugobjekte (UFOs) von einer außerirdischen oder „nicht-menschlichen“ Intelligenz gesteuert oder mithilfe außerirdischer Technologie gebaut werden. Seit den 1980er Jahren argumentieren solche Verschwörungstheorien oft, dass Regierungen weltweit mit Außerirdischen kommunizieren oder zusammenarbeiten, und einige behaupten, dass die Regierungen Viehverstümmelung und Entführungen durch Außerirdische ausdrücklich erlauben. Laut dem Committee for Skeptical Inquiry gibt es trotz umfangreicher Forschungen nichtstaatlicher wissenschaftlicher Organisationen zu diesem Thema kaum oder gar keine Beweise, die diese Theorien stützen.
Majestic 12
1947 bis UNBEKANNT
Majestic-12, Operation Majestic Twelve (manchmal abgekürzt MJ-12 oder MJ-XII geschrieben oder auch Majic-12 genannt) bezeichnet eine ufologische Verschwörungstheorie. Angeblich soll es sich um den Codenamen eines US-amerikanischen Geheimkomitees handeln, das 1947 nach dem Roswell-Zwischenfall durch eine Executive Order von Präsident Harry S. Truman gegründet wurde. Ziel soll eine Untersuchung der extraterrestrischen Raumfahrt gewesen sein, deren Ergebnisse gleichwohl vor der Öffentlichkeit vertuscht werden sollten. 1987 behaupteten die Ufologen Stanton T. Friedman und William Moore in den Besitz entsprechender Geheimdokumente aus dem Jahr 1952 gekommen zu sein. Dies löste eine intensive Debatte über deren Echtheit aus. Im Rahmen von bisher gestellten Freedom-of-Information-Act-Anfragen bei den National Archives konnten keine Aktenbestände aufgefunden werden, lediglich ein Memorandum von Robert Cutler an Nathan F. Twining vom 14. Juli 1954, dessen Authentizität aber in Frage gestellt wird. Die Existenz dieses Geheimkomitees wird von der Regierung der Vereinigten Staaten verneint. Demnach handele es sich bei den Dokumenten, die die Existenz von Majestic-12 beweisen sollen, um „plumpe Fälschungen“. Das FBI untersuchte, wie eines der „Top Secret“-Dokumente an die Öffentlichkeit gelangen konnte. Die Untersuchung wurde jedoch abgeschlossen, als herauskam, dass das Dokument tatsächlich nie existierte. Die fraglichen Dokumente sind inzwischen nicht nur in zahlreicher Literatur abgedruckt, sondern auch im Internet zugänglich. Das FBI hat das Ergebnis der Untersuchung der Dokumente, die mit dem Komitee Majestic-12 in Verbindung stehen, auf seiner Website veröffentlicht. Ein Großteil der insgesamt 22 Seiten ist mit dem Hinweis „Schwindel“ (engl. bogus) markiert. Auch Philip J. Klass befasste sich mit den Dokumenten und bezweifelte ihre Echtheit.
Project Sign
1948
Project Sign oder Project Saucer war eine offizielle Studie der US-Regierung über unbekannte Flugobjekte (UFOs), die von der United States Air Force (USAF) durchgeführt wurde und den größten Teil des Jahres 1948 lief. Es war der Vorläufer von Project Grudge.
Project Grudge
Februar 1949 bis Dezember 1949 (bis 1999)
Das Projekt Grudge war ein kurzlebiges Projekt der US Air Force (USAF) zur Untersuchung unbekannter Flugobjekte (UFOs). Grudge löste im Februar 1949 das Projekt Sign ab, gefolgt vom Projekt Blue Book. Das Projekt endete offiziell im Dezember 1949, wurde aber in minimalem Umfang bis Ende 1999 fortgeführt.
Weltraumbrüder
1950 bis heute
Der Begriff ‘Space Brothers‘ wurde erstmals in den 1950er Jahren verwendet, um wohlwollende Raumfahrer zu beschreiben, die angeblich Kontakt zu Erdlingen aufgenommen hatten. Während es sich bei den frühen „Space Brothers“ häufig um „arische“ oder nordische Raumfahrer handelte, handelte es sich in späteren Beispielen wie „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ und „E.T. – Der Außerirdische“ um grauhäutige Space Brothers mit eindeutig nicht-menschlichen Körpern. In den späten 1980er Jahren wurden die Geschichten über die Space Brothers allmählich durch Erzählungen über bösartige graue Außerirdische verdrängt, die Entführungen durch Außerirdische und Viehverstümmelungen durchführen.
UFO-Vorfall in Washington, D.C.
1952
Vom 12. bis 29. Juli 1952 wurde aus Washington, D.C. eine Reihe von Sichtungen unbekannter Flugobjekte (UFOs) gemeldet, die später als „Washington-Flash“, „Washington National Airport-Sichtungen“ oder „Invasion von Washington“ bekannt wurden. Die bekanntesten Sichtungen ereigneten sich an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden, dem 19.–20. Juli und dem 26.–27. Juli. Der UFO-Historiker Curtis Peebles nannte den Vorfall „den Höhepunkt des (UFO-)Flashs von 1952“ – „Niemals zuvor oder danach wurden Project Blue Book und die Air Force mit einer solchen Flut von (UFO-)Meldungen konfrontiert.“ Dies wurde eine der bekanntesten UFO-Sichtungen überhaupt.
UFO-Vorfall in Wonsan-Sunchon
1952
In der Nacht des 29. Januar 1952, mitten im Koreakrieg, berichteten vier amerikanische Militärangehörige an Bord zweier verschiedener B-29-Bomber, sie hätten über zwei Städten in Nordkorea, Wonsan und Sunchon, ein orangefarbenes, kugelförmiges Licht gesehen. UFO-Experten der Luftwaffe argumentieren, dass die weitverbreitete Berichterstattung über den Vorfall zu der UFO-Wirkung von 1952 beitrug, die in Sichtungen über der Hauptstadt des Landes gipfelte.
Project Blue Book
1952
Das Project Blue Book war eine von mehreren systematischen Studien des Geheimdienstes der US-Luftwaffe zur Sammlung und Auswertung der Sichtungen von UFOs durch Luftwaffenpiloten, Luftwaffenradarstationen, andere Luftwaffenangehörige sowie zur Ermittlung vor Ort. Die Studie begann 1952 und war die dritte dieser Art nach Sign (1947) und Grudge (1949). Das Projektende wurde im Dezember 1969 befohlen und alle Aktivitäten wurden bis Ende Januar 1970 eingestellt. Die Akten des Project Blue Book sind nach dem Freedom of Information Act im National Archive gelagert und der Öffentlichkeit zugänglich. Das Mikrofilm-Archiv kann auch vollständig im Internet abgerufen und durchsucht werden (siehe Weblinks). Namen der Augenzeugen wurden allerdings aus den Dokumenten gelöscht. Das Dokument enthält ferner Hinweise auf zwei Untersuchungen der University of Colorado und eine öffentliche Erklärung (UFO Fact Sheet), die klarstellt, dass in keinem der untersuchten Fälle ein Nachweis außerirdischer Fahrzeuge gefunden werden konnte.
Project Second Storey
1952
Das Project Second Storey, auch bekannt als „Project Second Story“, „Project Flying Saucers“ und „Project Theta“, war ein Komitee, das am 22. April 1952 in Kanada gegründet wurde, um sich mit Material über fliegende Untertassen zu befassen. Im Zusammenhang mit der Einrichtung des Projekts „Magnet“ durch Wilbert Brockhouse Smith im Verkehrsministerium wurde das Komitee 1952 von Mitarbeitern anderer Regierungsbehörden gebildet und widmete sich ausschließlich der Bearbeitung von Berichten über fliegende Untertassen. Das Komitee wurde vom Verteidigungsforschungsrat gefördert. Seine Hauptaufgabe bestand darin, Daten aus UFO-Sichtungsberichten zu sammeln, zu katalogisieren und zu korrelieren.
Project Magnet (UFO)
1954
Das Project Magnet war ein Forschungsprogramm zu unidentifizierten Flugobjekten (UFOs), das im Dezember 1950 von Transport Canada unter der Leitung von Wilbert Brockhouse Smith, leitendem Funkingenieur der Abteilung für Rundfunk und Messungen bei Transport Canada, ins Leben gerufen wurde. Es war offiziell bis Mitte 1954 aktiv und inoffiziell (ohne staatliche Förderung) bis zu Smiths Tod im Jahr 1962. Smith kam schließlich zu dem Schluss, dass UFOs wahrscheinlich außerirdischen Ursprungs sind und vermutlich durch Manipulation von Magnetismus gesteuert werden.
Kommandant Valiant Thor
1957 bis 1960
Valiant Thor, auch Val Thor und/oder ‘Tapferer Thor’ genannt, ist ein Delegierter des „Hohen Rates“, der von 1957 bis 1960 VIP-Status im Pentagon innehatte, um Belange des Kalten Krieges zu diskutieren, die zur Kubakrise führten. Das Buch „Stranger at the Pentagon“ von Frank Stranges, das Harley Andrew Byrd unterstützt, enthält einen UFO-Bericht darüber, dass Thor ein Venusianer war.
Frank Ernest Stranges (* 6. Oktober 1927 Brooklyn, New York City; † 17. November 2008 Van Nuys, Los Angeles) war ein US-amerikanischer evangelikaler Theologe, Ufologe, Autor, Filmproduzent und angeblicher Geheimagent. Nach eigenen Angaben war Stranges von 1949 bis 1970 für verschiedene Geheimdienste als undercover agent in Minneapolis, Boston und Kalifornien tätig. Soweit bekannt, wurde dies nie von dritter Seite bestätigt.
E-Book – Stranger at the Pentagon
(https://ia801909.us.archive.org/11/items/stranger-at-the-pentagon/Stranger%20at%20the%20Pentagon.pdf)
CIA-Akte über Frank E. Stranges
(https://www.cia.gov/readingroom/docs/cia-RDP75-00149R000700390032-1.pdf)
Kapitän Otto Oskar Schneider und Phil Schneider
1995
Kapitän Otto Oscar Schneider (22. Januar 1906 / +13. Mai 1993 (87 Jahre)) wurde in Deutschland geboren und diente als U-Boot-Kapitän für das Deutsche Reich. Vater von Phil Schneider. Nach seiner Gefangennahme wurde Herr Schneider in den US-Marinegeheimdienst repatriiert (POW of WW2 – Operation Paperclip).
Philip „Phil“ Schneider wurde am 23. April 1947 in Bethesda, Montgomery County, Maryland, USA, geboren. Er war mit Cynthia Drayer verheiratet. Sohn von Captain Schneider. Er starb am 11. Januar 1996 in Wilsonville, Oregon, USA. Schneider war ein Geologe und Ingenieur der US-Regierung und am Bau der Deep Underground Military Bases (DUMBS) beteiligt. Seinen Angaben zufolge arbeitete er als Sprengstoffingenieur für die US-Regierung und verfügte über eine hohe Sicherheitsfreigabe. Er war angeblich einer von drei Menschen, die 1979 eine Schlacht zwischen Greys (grauen Außerirdischen) und dem US-Militär in der unterirdischen Dulce Base überlebten. Er wurde von einem US-Geheimdienst ermordet, weil er die Wahrheit über die Vertuschung von UFOs und Außerirdischen durch die US-Regierung enthüllte.
Philip Schneider behauptete, von seinem Vater ein geheimes Foto erhalten zu haben, das Valiant Thor zeigt. Valiant Thor, dieser Außerirdische, hatte angeblich eine riesige Lunge, viel größere Blutgefäße als unsere, ein Blut ähnlich dem eines Oktopus sowie einen deutlich höheren IQ von 1200 und eine längere Lebenserwartung. Dieses Foto präsentierte er 1995 auf einer Konferenz und warnte, dass er wegen dieser Enthüllung bedroht wurde; kurz darauf starb er unter mysteriösen Umständen, die als Selbstmord deklariert wurden.
Außerirdische biologische Entität ‘EBE’
1960 bis heute
Außerirdisches Leben ist eine Bezeichnung für Lebensformen, die auf der Erde weder beheimatet noch entstanden sind. Der Begriff deckt alle möglicherweise existierenden Arten und Erscheinungsformen von Leben nichtirdischer Herkunft ab, von einfachsten biologischen Systemen (z. B. Mikrosphären, Prionen, Viren und Prokaryoten) über pflanzen– und tierartiges Leben bis hin zu Lebensformen, deren Komplexität der des Menschen entspricht oder sie übersteigt. Ein außerirdisches Wesen wird auch kurz Außerirdischer oder nach der englischen Bezeichnung Alien (von lateinisch alienus ,fremd, unbekannt‘) genannt. Das Adjektiv außerirdisch ist gleichbedeutend mit dem Fremdwort extraterrestrisch. Ca ab 1960 wird Außerirdisches Leben Außerirdische biologische Entität ‘EBE’ genannt. ‘EBE Mona Lisa’ bezieht sich auf eine außerirdische biologische Entität (EBE), die im Rahmen der angeblich angebrochenen Apollo 20 Mondmission gefunden worden sein soll. Diese Figur wird oft als “Mona Lisa” bezeichnet, wobei es sich um eine humanoide, weibliche Gestalt von etwa 1,65 Meter Größe handelt, die sechs Finger hat – was vermuten lässt, dass ihre Mathematik auf einem Dutzend basiert. Sie war ohne Kleidung und schien ein Pilot zu sein, mit Steuergeräten an Fingern und Augen. Auffällig ist, dass sie keine Nasenlöcher hat und an verschiedenen Körperstellen kristalline Gerinnungen von Blut oder Bioflüssigkeit aufwies. Ein Mann namens William Rutledge behauptete, er habe die amerikanisch-sowjetische Apollo-20-Mission kommandiert, die vom Luftwaffenstützpunkt Vandenberg aus mit den Besatzungsmitgliedern Snyder und Alexei Archipowitsch Leonow gestartet war. Angebliche Landung südwestlich des Delporte-Kraters auf der Rückseite des Mondes.
Extraterrestrische Intelligenz ‘ETI’
1960 bis heute
Extraterrestrische Intelligenz (ETI) bezeichnet alle möglicherweise existierenden intelligenten Formen außerirdischen Lebens, wobei es aber keine allgemeingültige Definition des Begriffs Intelligenz gibt. Der Begriff ETI überlappt mit dem der extraterrestrischen Zivilisation, welcher hypothetische außerirdische Lebensformen mit wissenschaftlich-technischer Organisation bezeichnet, wobei aber auch die Definition des Begriffs Zivilisation nicht unproblematisch ist.
Suche nach außerirdischer Intelligenz ‘SETI’
1960 bis heute
Search for Extraterrestrial Intelligence (englisch für Suche nach extraterrestrischer Intelligenz, auch kurz SETI genannt) bezeichnet die Suche nach außerirdischen Zivilisationen. Seit 1960 werden verschiedene wissenschaftliche Projekte betrieben, die unter anderem den Radiobereich des elektromagnetischen Spektrums nach möglichen Anzeichen und Signalen technischer Zivilisationen im All untersuchen.
Lonnie-Zamora-Vorfall
1964
Bei dem Lonnie-Zamora-Vorfall handelte es sich um eine angebliche UFO-Sichtung, die sich am 24. April 1964 in der Nähe von Socorro, New Mexico, ereignete. Der Socorro-Polizist Lonnie Zamora behauptete, er habe zwei Personen neben einem glänzenden Objekt gesehen, das später in Begleitung einer lodernden blauen und orangefarbenen Flamme in die Luft stieg. Zamoras Behauptungen erregten die Aufmerksamkeit der Nachrichtenmedien, von UFO-Ermittlern und UFO-Organisationen, und das Project Blue Book der US-Luftwaffe führte den Fall als „unbekannt“. Gängige Erklärungen für Zamoras Behauptungen sind ein Test einer Mondlandefähre durch die White Sands Missile Range und eine Falschmeldung von Studenten der New Mexico Tech.
Condon Committee
1966 bis 1968
Das Condon Committee war der informelle Name des UFO-Projekts der University of Colorado, einer von der US Air Force finanzierten Gruppe, die von 1966 bis 1968 an der University of Colorado unter der Leitung des Physikers Edward Condon unbekannte Flugobjekte untersuchte. Das Ergebnis ihrer Arbeit, offiziell „Wissenschaftliche Untersuchung unbekannter Flugobjekte“ genannt und als Condon-Bericht bekannt, erschien 1968.
Malmström-UFO-Vorfall
1967
1996 behaupteten pensionierte Angehörige der US-Luftwaffe, ein Waffenausfall in einem Atomraketenkomplex in Montana im Jahr 1967 stehe im Zusammenhang mit Berichten über eine UFO-Sichtung über der Malmstrom Air Force Base. Diese Behauptungen wurden in der Ufologie und der Populärkultur als „Malmstrom-UFO-Vorfall“ bekannt. Bei diesem Vorfall berichteten US-Militärangehörige, dass ein oder mehrere unbekannte fliegende Objekte (UFOs/UAPs) über den Atomraketensilos gesichtet wurden und zeitgleich mehrere Interkontinentalraketen (ICBMs) plötzlich deaktiviert wurden. Die Besatzung verlor die Kontrolle über die Raketen, die sich in den Silos befanden. Später wurde der Vorfall als „technische Störung“ oder „Katastrophentest“ klassifiziert. Skeptiker argumentieren, das UFO sei wahrscheinlich der Planet Mars gewesen und habe in keinerlei Zusammenhang mit der Fehlfunktion gestanden. Eine militärische Untersuchung konnte keinen Zusammenhang mit einer UFO-Sichtung feststellen. Ein Pentagon-Bericht aus dem Jahr 2025 enthüllte, dass der Vorfall durch einen geheimen Test eines elektromagnetischen Impulsgeräts verursacht worden war.
UFO-Denkmal Ängelholm
1972
Das UFO-Denkmal Ängelholm ist wahrscheinlich das erste Denkmal in Europa, das an eine vermeintliche UFO-Landung erinnert. Es wurde im Sommer 1972 auf einer Lichtung im Kronoskogen, einem Waldgebiet westlich von Ängelholm in Schweden, errichtet. Es besteht aus einem 3 Tonnen schweren Betonmodell des vermeintlichen UFOs im Maßstab 1:8 und den in Originalgröße mit Beton ausgegossenen Landespuren. Erinnern soll es an die vermeintliche Landung eines UFOs, die der schwedische Unternehmer Gösta Carlsson am 18. Mai 1946 an diesem Platz erlebt haben will.
GEIPAN
1977 bis heute
Die Groupe d’études et d’informations sur les phénomènes aérospatiaux non identifiés (GEIPAN, französisch für Studiengruppe für Informationen über nicht identifizierte Luft- und Raumfahrtphänomene) ist eine Abteilung des französischen Nationalen Zentrums für Raumfahrtstudien (Centre national d’études spatiales, CNES). Die Abteilung wurde im Jahre 2005 gegründet und ist in Toulouse ansässig. Sie ist Nachfolger der Abteilungen GEPAN (1977–1988) und SEPRA (1988–2004). Die Aufgabe der GEIPAN besteht darin, Berichte über unidentifizierten Luft- und Raumfahrtphänomene, sogenannte UFOs, zu sammeln, zu analysieren, zu archivieren und die Öffentlichkeit über die Ergebnisse zu informieren.
Institute 22
1978
Das Institute 22 wurde 1978 von der Akademie der Wissenschaften und dem Verteidigungsministerium der Sowjetunion gegründet. Seine Aufgabe war die Untersuchung von UFOs in der Sowjetunion. Das Institut 22 war 13 Jahre lang (bis zum Zerfall der Sowjetunion) eine Geheimorganisation und kann mit dem amerikanischen Projekt Blue Book verglichen werden. Während seiner Existenz erhielten zahlreiche Soldaten, Matrosen und Piloten der sowjetischen Armee den Befehl, nach UFOs und anderen unerklärlichen Ereignissen Ausschau zu halten – ohne weitere Informationen. Da das Verteidigungsministerium involviert war, konnten die Befehle problemlos erteilt werden, sodass keine Fragen gestellt werden konnten. Das Institut 22 untersuchte rund 3000 UFO-Meldungen. Etwa 5–10 % aller Fälle blieben bis zur Auflösung der Organisation ungeklärt. Es gibt eine Verschwörungstheorie, wonach das Institut 22 in die Vertuschung eines beinahe erfolgten Atomwaffentests verwickelt war. 1982 wurde eine der sowjetischen Atomwaffenbasen in Betrieb genommen, und aus unerfindlichen Gründen war eine Atomrakete startbereit. Nach 30 Sekunden Panik und Chaos wurde der Start ebenso mysteriös abgebrochen, wie er gekommen war. Später berichteten Zeugen von UFO-Sichtungen in der Nähe der Basis – daher die Beteiligung und Vertuschung durch Institut 22. Die UFOs wurden als Leuchtraketen erklärt, die die Armee aus größerer Höhe testete. Die Atomkrise wurde als harmloser Test dargestellt.
Rendlesham-Forest-Zwischenfall
1980
Als Rendlesham-Forest-Zwischenfall oder Rendlesham-Zwischenfall werden in der Ufologie zwei Ereignisse vom 26. und 28. Dezember 1980 bezeichnet. Diese sollen sich im Rendlesham Forest in Großbritannien zugetragen haben. Der Rendlesham-Zwischenfall gilt, neben dem Roswell-Zwischenfall in New Mexico, als Meilenstein in der Ufologie, weil hochrangiges Militärpersonal involviert war und die meisten der Beteiligten vom britischen Militär als „glaubwürdig“ eingestuft wurden. Der Zwischenfall erlangte durch Presse und Medien weltweite Bekanntheit. Mittlerweile wird mehrheitlich davon ausgegangen, dass es sich bei den Ereignissen um teils natürliche Phänomene ohne Indizien für UFOs oder Außerirdische handelte. Zeugenberichte von einem angeblich gesichteten Raumschiff oder von Außerirdischen werden heute als nicht glaubwürdig eingestuft, zumal die Aussagen diesbezüglich widersprüchlich und inkonsistent sind.
Bob Lazar
1988 bis 1989
Robert „Bob“ Scott Lazar (* 26. Januar 1959 in Coral Gables) ist ein US-amerikanischer Unternehmer. Er behauptet, Reverse Engineering außerirdischer Technologie betrieben zu haben und hat aufgrund seiner Äußerungen zu UFOs mediales Interesse erzeugt. Lazar wurde durch seine Behauptung bekannt, er habe im Zeitraum von 1988 bis 1989 an einem Projekt am Papoose Lake, in der Nähe des Groom Lake, Nevada, gearbeitet. Nach eigenen Angaben war er dort als Physiker im geheimen militärischen Bereich S-4 (Sector Four) mit dem Studium von mutmaßlich außerirdischen Fluggeräten beschäftigt. Lazar wird häufig mit Kritik und Widersprüchen konfrontiert. Robert Lazar wird von Verschwörungstheoretikern und Parawissenschaftlern als einer der bekanntesten Namen in Bezug auf Area 51 und Alien-Technologie gehandelt.
Employment 115. Lazar sprach über seine Tätigkeit bei „S-4“, einer Tochtereinrichtung, die sich seiner Behauptung nach in der Nähe der als Area 51 bekannten Nellis Air Force Base befand. Lazar gab an, seine Aufgabe sei es gewesen, bei der Reverse-Engineering-Analyse einer von neun fliegenden Untertassen zu helfen, die angeblich außerirdischen Ursprungs seien. Er behauptete, eine der fliegenden Untertassen, die er „Sportmodell“ nannte, sei aus einer metallischen Substanz gefertigt, die flüssigem Titan in Aussehen und Haptik ähnele. In einem weiteren Interview im November desselben Jahres trat Lazar unmaskiert und unter seinem richtigen Namen auf. Er behauptete, sein Vorstellungsgespräch für die Stelle in der Einrichtung habe beim Auftragnehmer EG&G stattgefunden und sein Arbeitgeber sei die US-Marine. Lazar behauptete, das untersuchte Fahrzeug oder Flugzeug sei mit dem chemischen Element mit der Ordnungszahl 115 (E115) angetrieben worden, das bis dahin noch nicht künstlich hergestellt werden konnte. E115 wurde erstmals 2003 synthetisiert und später Moscovium genannt. Lazar gab an, das Antriebssystem basiere auf einem stabilen Isotop von E115. Im Jahr 2003 synthetisierten Wissenschaftler erfolgreich ein Element mit 115 Protonen, das sie „Moscovium“ nannten.
Belgische UFO-Welle
1989 bis 1992
Die belgische UFO-Welle bezeichnet eine Häufung von UFO-Sichtungen in Belgien, die von November 1989 bis 1992 anhielt.
UFO-Sichtung bei Ruwa
1994
Am 16. September 1994 gab es eine UFO-Sichtung außerhalb von Ruwa, Simbabwe Zweiundsechzig Schüler der Ariel-Schule im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren behaupteten, dass sie ein oder mehrere silberne Raumschiffe vom Himmel herabsteigen und auf einem Feld in der Nähe ihrer Schule landen sahen. Einige der Kinder behaupteten, dass ein oder mehrere schwarz gekleidete nichtmenschliche Wesen mit großen Augen zu sehen waren, die den Kindern unter anderem telepathisch eine Botschaft mit einem Umweltthema übermittelten, die sie erschreckte und zum Weinen brachte. Der Fortean-Autor Jerome Clark bezeichnete den Vorfall als die „bemerkenswerteste Nahbegegnung der dritten Art der 1990er Jahre“. Einige Skeptiker haben den Vorfall als Massenhysterie bezeichnet. Viele der Kinder, die an der Sichtungsstelle waren und angaben, etwas gesehen zu haben, behaupten, dass ihre Darstellung des Vorfalls der Wahrheit entspricht, wobei einige davon auch als Erwachsene ihre Angaben wiederholen. Die Schüler beschrieben und zeichneten konsistente Merkmale der Wesen und des UFOs, auch wenn sie das Ereignis jeweils unterschiedlich interpretierten.
AATIP
2007 bis 2012
Das Advanced Aerospace Threat Identification Program (AATIP) war ein nicht geheimes, aber nicht veröffentlichtes Ermittlungsprojekt der US-Regierung zur Erforschung unbekannter Flugobjekte (UFOs) oder unerklärlicher Luftphänomene (UAP). Das Programm wurde erstmals am 16. Dezember 2017 der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Programm begann 2007 und wurde über fünf Jahre mit 22 Millionen US-Dollar gefördert, bis die verfügbaren Mittel 2012 ausliefen. Das Programm begann beim US-Verteidigungsnachrichtendienst. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums endete das AATIP 2012 nach fünf Jahren, Berichte deuteten jedoch darauf hin, dass die Programme der US-Regierung zur Untersuchung von UFOs fortgesetzt wurden. Dies wurde im Juni 2020 durch die Anerkennung eines ähnlichen Militärprogramms bestätigt, der nicht geheimen, aber zuvor nicht gemeldeten Unidentified Aerial Phenomenon Task Force.
UFO-Bericht (US-Geheimdienst)
2021
Vorläufige Einschätzung: Unbekannte Luftphänomene, auch bekannt als UAP-Bericht und umgangssprachlich Pentagon-UFO-Bericht, ist eine von der US-Bundesregierung in Auftrag gegebene Einschätzung, die vom Büro des Direktors der Nationalen Nachrichtendienste am 25. Juni 2021 erstellt und veröffentlicht wurde. Sie fasst Informationen zu unbekannten Luftphänomenen (UAPs) zusammen, zu denen auch unbekannte Flugobjekte (UFOs) zählen. Der in Auftrag gegebene Bericht vom 25. Juni hatte erhebliche öffentliche Aufmerksamkeit erregt, angeheizt durch Aussagen ehemaliger hochrangiger Beamter der US-Regierung, darunter des ehemaligen Präsidenten Barack Obama, der im Juni 2021 erklärte: „… es gibt Filmmaterial und Aufzeichnungen von Objekten am Himmel, von denen wir nicht genau wissen, was sie sind.“ Der Bericht sollte eine „detaillierte Analyse von Daten und Erkenntnissen zu nicht identifizierten Luftphänomenen“ enthalten, die vom Office of Naval Intelligence, der Unidentified Aerial Phenomena Task Force (UAPTF) und dem FBI zusammengestellt worden waren. Der Bericht identifizierte Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit und der Pilotensicherheit in Bezug auf UAPs. US-Senator Marco Rubio, stellvertretender Vorsitzender des Geheimdienstausschusses des Senats, erklärte, er habe die Direktorin des Nationalen Geheimdienstes, Avril Haines, vor der Veröffentlichung des Berichts um zusätzliche Informationen gebeten, und bezeichnete seine Anfrage als „Vorbesprechung“. Rubio erklärte zur Art der unbekannten Objekte: „In unserem Luftraum fliegt Zeug, und wir wissen nicht, wer es ist, und es gehört uns nicht. Also sollten wir wissen, wer es ist, insbesondere wenn es ein Gegner ist, der einen technologischen Sprung gemacht hat.“ Berichten zufolge interessieren sich 43 % der US-Öffentlichkeit zunehmend für das Thema UFOs, nachdem die New York Times im Dezember 2017 erstmals UFO-Videos des Pentagons veröffentlicht hatte. Darüber hinaus wurde dem Advanced Aerospace Threat Identification Program (Aerospace Bedrohungsidentifizierungsprogramm) in den US-Medien beträchtliche zusätzliche Aufmerksamkeit gewidmet.
Büro zur Lösung von Anomalien in allen Domänen ‘AARO’
2022 bis heute
Das All-domain Anomaly Resolution Office (AARO) ist eine Abteilung (Office) des Verteidigungsministeriums der Vereinigten Staaten, welche dem Office of the Secretary of Defense untersteht. Dem 2022 gegründeten AARO ging die Unidentified Aerial Phenomena Task Force (UAPTF) voraus, ein von 2020 bis 2021 laufendes Programm innerhalb des Office of Naval Intelligence, das der „Standardisierung der Erfassung und Meldung“ von UFO-Sichtungen diente. Aufgabe des AARO ist es, unidentifizierte Luftphänomene (Unidentified Aerial Phenomena bzw. Unidentified Anomalous Phenomena; UAP) zu untersuchen.
Liste mutmaßlicher außerirdischer Wesen
Dies ist eine Liste mutmaßlicher außerirdischer Wesen, von denen berichtet wurde, dass sie bei Nahbegegnungen mit unbekannten Flugobjekten (UFOs) in Verbindung stehen oder von denen behauptet wird oder bei denen spekuliert wird, dass sie mit diesen in Verbindung stehen (nicht zu verwechseln mit der Bedeutung des Begriffs „außerirdische Spezies“ in der biologischen Wissenschaft der Ökologie).
UAP-Transparenzgesetz der Vereinigten Staaten von Amerika
Untersuchung von UFO-Berichten durch die Regierung der Vereinigten Staaten. Die ersten Programme wurden zwischen 1947 und 1969 unter der US-Luftwaffe mit den Projekten Sign, Grudge und schließlich Blue Book eingerichtet. Der Condon-Bericht von 1968 veranlasste die USA, die Mittel für die Erfassung und Analyse von UFO-Meldungen einzustellen, da „die UFO-Forschung in den letzten 21 Jahren nichts Neues zum wissenschaftlichen Erkenntnisstand beigetragen hat“ und „weitere umfassende UFO-Studien wahrscheinlich nicht zu rechtfertigen sind“.
Die New York Times enthüllte 2017, dass in den vergangenen zehn Jahren 22 Millionen US-Dollar für ein nicht öffentlich bekanntes, vom US-Kongress finanziertes Programm zur Identifizierung fortgeschrittener Bedrohungen im Luft- und Weltraum (AATIP) ausgegeben worden waren. Der Artikel erwähnte auch zwei Videos der US-Marine, die von Offiziellen als „unidentifizierte Luftphänomene“ (UAP) bezeichnete Objekte zeigten. 2020 veröffentlichte das Pentagon drei Videos von Marinejets, die ungewöhnliche Beobachtungen dokumentierten, und bestätigte in zwei Stellungnahmen aus dem Jahr 2021 die Herkunft einiger 2019 durchgesickerter Videos.
Von 2017 bis 2020 war die Unidentified Aerial Phenomena Task Force (UAPTF) als Programm innerhalb des Office of Naval Intelligence eingerichtet, um die Erfassung und Meldung von UFO-Sichtungen zu standardisieren. Am 17. Mai 2022 führten Mitglieder des Geheimdienstausschusses des US-Repräsentantenhauses Anhörungen mit hochrangigen Militärvertretern durch, um Berichte des Militärs über UFOs zu erörtern. Dies war die erste öffentliche Anhörung des US-Kongresses zu UFO-Sichtungen in den USA seit über 50 Jahren. Im Juni 2022 kündigte die NASA Pläne zur Zusammenstellung eines unabhängigen Studienteams an. Im Juli 2022 wurde die UAPTF durch das All-domain Anomaly Resolution Office (AARO) abgelöst. Die Mitglieder des NASA-Studienteams wurden im Oktober 2022 bekanntgegeben. Das erste öffentliche Treffen des NASA-Teams fand am 31. Mai 2023 statt.
Offenlegungsbewegung
Die sogenannte „Offenlegungsbewegung“ ist eine soziale Bewegung, die verschiedene Verschwörungstheorien vertritt. Diese behaupten, Regierungen im Allgemeinen oder die US-Regierung im Speziellen besäßen geheime Informationen über UFOs und sogenannte „nicht-menschliche Intelligenz“ – die unterschiedlich als Außerirdische, interdimensionale Wesen, neuartige Lebensformen, Dämonen oder sogar Zeitreisende beschrieben werden. Die Bewegung setzt sich für die Freigabe dieser angeblichen Informationen zum Zwecke des sozialen und wissenschaftlichen Fortschritts der Menschheit ein. Sie prophezeit ein zukünftiges Ereignis oder einen Prozess namens „Offenlegung“, der den Zeitpunkt dieser Freigabe markieren soll. Anhänger der Bewegung haben unter anderem vorhergesagt, dass Barack Obama, Hillary Clinton, Joe Biden, Donald Trump oder Papst Leo XIV. kurz davor stünden, die Offenlegung einzuleiten. Die Bewegung wurde von Beobachtern gelegentlich mit einem religiösen Glaubenssystem verglichen. Zu den bekanntesten Befürwortern der Offenlegungsbewegung gehören David Wilcock, Steven Greer und Christopher Mellon.
Anhörung des US-Kongresses
Eine Anhörung im US-Kongress ist die wichtigste formale Methode, mit der die Ausschüsse des US-Kongresses in den frühen Phasen der Gesetzgebung Informationen sammeln und analysieren. Ob es sich um Bestätigungsanhörungen (ein Verfahren, das nur im US-Senat angewendet wird), Anhörungen zur Gesetzgebung, zur Aufsicht, zu Ermittlungen oder eine Kombination dieser handelt – alle Anhörungen weisen gemeinsame Vorbereitungs- und Durchführungselemente auf. Üblicherweise umfassen Anhörungen mündliche Zeugenaussagen und die Befragung der Zeugen durch Kongressmitglieder. George B. Galloway bezeichnete Kongressanhörungen als eine wahre Fundgrube an Informationen zu allen öffentlichen Problemen der Vereinigten Staaten. Ein führender Experte für Veröffentlichungen der US-Regierung nannte die veröffentlichten Anhörungen „die wichtigsten Veröffentlichungen des Kongresses“. Die Senatsbibliothek stellte in ähnlicher Weise fest: „Anhörungen gehören zu den wichtigsten Veröffentlichungen des Kongresses.“
Anhörungen wurden erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts allgemein veröffentlicht, mit Ausnahme einiger früher Anhörungen (vorwiegend von Sonderuntersuchungsausschüssen), die in der Reihe „Serial Set“ erschienen. Veröffentlichte Anhörungen konnten erst ab 1924 beim United States Government Printing Office erworben und ab 1938 an Depotbibliotheken verteilt werden. Anders als die in „Serial Set“ gesammelten Dokumente und Berichte bilden Anhörungen keine eigenständige Reihe [4]. In der Neuzeit hat sich jedoch ein Trend zur Vereinheitlichung der Nummerierung durchgesetzt: Alle Senatsanhörungen und -drucke jeder Kongresssitzung (beginnend mit dem 98. Kongress 1983) erhalten eine eindeutige numerische Kennzeichnung (ähnlich einem sogenannten „Kombinationscode“), die auf dem Umschlag und dem Titelblatt veröffentlicht wird (z. B. S. HRG. 110-113; S. PRT. 110-13). Eine wachsende Zahl von Ausschüssen des Repräsentantenhauses vergibt numerische oder alphabetische Bezeichnungen für ihre Veröffentlichungen (z. B. 110-35, 110-AA).
Die Rechtsabteilung der Library of Congress digitalisiert in einem gemeinsamen Pilotprojekt mit Google ihre gesamte Sammlung gedruckter Gerichtsverhandlungen (ca. 75.000 Bände). Seit 2010 wurden testweise drei Sammlungen (zur Volkszählung, zum Informationsfreiheitsgesetz und zur Einwanderung) zusammengestellt. Ziel des Projekts ist es, den Volltextzugriff auf die gesamte Sammlung zu ermöglichen, die von Google und der Library of Congress online veröffentlicht wird. ProQuest bietet Abonnements für eine Datenbank digitalisierter Gerichtsverhandlungen (veröffentlicht und unveröffentlicht) von 1824 bis heute an.
Anhörungen des US-Kongresses zum Thema UFOs im Jahr 2022
Anhörungen des US-Kongresses zum Thema UFOs im Jahr 2022. Am 17. Mai 2022 führten Mitglieder des Unterausschusses für Terrorismusbekämpfung, Spionageabwehr und Nichtverbreitung des Geheimdienstausschusses des US-Repräsentantenhauses Anhörungen mit hochrangigen Militärvertretern durch, um Berichte des Militärs über unerklärliche Flugobjekte (UFOs) zu erörtern. Es war die erste öffentliche Anhörung des US-Kongresses zu UFO-Sichtungen in den USA seit über 50 Jahren.
Behauptungen zu UFOs von David Grusch
Behauptungen zu UFOs von David Grusch. Der ehemalige US-Luftwaffenoffizier und -Geheimdienstmitarbeiter David Grusch stellte 2023 Behauptungen zu UFOs auf, die ein weltweites Medienecho auslösten. Er sagte unter anderem im Juli 2023 unter Eid vor einem Untersuchungsausschuss des Kongresses der Vereinigten Staaten aus, die US-Bundesregierung unterhalte seit Jahrzehnten ein streng geheimes UFO-Forschungsprogramm und sei im Besitz von Artefakten nicht-menschlicher Herkunft.
Nationales Verteidigungsgesetz für das Haushaltsjahr 2024
Der National Defense Authorization Act für das Haushaltsjahr 2024 (NDAA 2024) ist ein US-Bundesgesetz, das den Haushalt, die Ausgaben und die Richtlinien des US-Verteidigungsministeriums (DOD) für das Haushaltsjahr 2024 festlegt.
LIVE | Congress Hearing On UFOs | Trump Administration Says America Can ‘Handle The Truth’ | US
(https://www.youtube.com/live/8wtoA0VpoCI?si=vqbQHacECvPGLUpG)
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