Artemis-Programm

Geschichte der Raumfahrt

“NASA, die Walt Disney Show der Menschheit” Zitat: Spencer X

Die Geschichte der Raumfahrt umfasst die Planungen und Durchführungen von Reisen sowie Transporten in und durch den Weltraum vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Zu ihr gehören die gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, in denen Raumfahrt stattgefunden hat sowie ihre Wirkung auf die Gesellschaft.

Deutsche Raumfahrt

Deutsche Raumfahrt ist der Überbegriff über die Aktivitäten des Staates Deutschland oder einzelner Personen auf dem Gebiet der Weltraumfahrt. Das können die Erarbeitung theoretischer Grundlagen, aber auch die Konstruktion und Bau von Raketen oder Raumschiffe sein. Der Begriff umfasst mehrere Zeitepochen bzw. Gebiete: Waffentechnik des Mittelalters, Deutsches Reich (bis 1945), Bundesrepublik Deutschland (bis 1990), Deutsche Demokratische Republik (bis 1990) und Deutschland (ab 1990).

Würzburg Radar

Der Deckname Würzburg wurde für das von Telefunken entwickelte mobile Funkmessgerät im Dezimeterwellen-Bereich (Bezeichnung: Funk-Sende-Empfangsgerät FuSE 62 bzw. Funk-Messgerät FuMG 62; anfangs auch FMG 39; Flak-Messgerät) verwendet, das die Luftwaffe der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg in großem Umfang zur Führung der Nachtjäger und bei der Flak einsetzte. Zur genauen Erfassung von Entfernung und Höhe gegnerischer Flugzeuge arbeitete das FuMG 62 als eines der ersten Impulsradargeräte mit Dezimeterwellen auf einer Frequenz von 560 MHz (Wellenlänge 53,6 cm). Die Entwicklung begann Ende der 1930er-Jahre; die ersten Geräte kamen 1940 zum Einsatz. Insgesamt wurden vermutlich mehr als 4000 Geräte verschiedener Modellreihen hergestellt. Es wurde nach der Stadt Würzburg benannt, da der Leiter der Telefunken-Radarentwicklung Wilhelm Runge Städte als Decknamen bevorzugte (siehe auch Lichtenstein-Radar).

Würzburg-Riese, eigentlich Funkmessgerät 65, kurz FuMG 65, war der Deckname eines Radargeräts von Telefunken, das während des Luftkriegs im Zweiten Weltkrieg zur Ortung feindlicher Flugzeuge diente. Es handelte sich um eine vergrößerte Version des FuMG 62 Würzburg und verwendete wie dieses Frequenzen um 560 MHz (Dezimeterwellen). Technisch anspruchsvoll war die präzise Steuerung des 11 Tonnen schweren drehbaren Teils aus Parabolspiegel und Bedienkabine, was mit einem von der AEG entwickelten Leonardsatz realisiert wurde. Die Mitte 1941 eingeführten ortsfesten „Riesen“ (Bezeichnung: Funk-Sende-Empfangsgerät FuSE 65 bzw. Funkmessgerät FuMG 65) dienten zur Führung der Nachtjäger der Luftwaffe und wurden zur Feuerleitung auf den Leittürmen der großen Flaktürme installiert. Die mobilen Würzburg-Riesen FuSE 65 E waren auf Eisenbahnwagen montiert, während die ortsfeste Ausführung für die Kriegsmarine das Funkmess-Ortungsgerät FuMO 214 war, das zur Feuerleitung ihrer Küstenartillerie (z. B. der Festung Fjell) Verwendung fand. Nach dem Krieg wurden einige Würzburg-Riesen zu Radioteleskopen umgebaut. Ein solches Gerät war im Deutschen Museum in München ausgestellt. Es wurde lange und sehr erfolgreich in Dwingeloo zur Erforschung des Weltalls eingesetzt.

Das weiterentwickelte Würzburg Riese Gigant verfügte über eine Sendeleistung von 160 kW.

Raumfahrtjahr 1944

Dieser Artikel behandelt das Raumfahrtjahr 1944. Beim Testflug MW 18012 am 18. Juni 1944 erreicht die deutsche V2-Rakete eine neue Rekordhöhe von ca. 127 km und ist damit das erste von Menschen geschaffene Objekt, dass die Kármán-Linie überschreitet und somit in den Weltraum gelangt. Zwei Tage später, am 20. Juni 1944, gelingt es, diese Rekordhöhe mit 174,6 km mit dem Testflug MW 18014 zu brechen. Dieser Flug wird oft fälschlicherweise als erster Weltraumflug bezeichnet.

MW 18012

Eine deutsche A4-Rakete, deren Versuchsstart am 18. Juni 1944 durch die Heeresversuchsanstalt Peenemünde auf der Greifswalder Oie durchgeführt wurde. Erstes künstliches Objekt im Weltraum, mit einer Höhe von ca. 189 km.

MW 18014 war eine deutsche A4-Rakete, deren Versuchsstart am 20. Juni 1944 durch die Heeresversuchsanstalt Peenemünde auf der Greifswalder Oie durchgeführt wurde. Sie gilt manchen Quellen zufolge als das erste künstliche Objekt im Weltraum, da sie mit einer Höhe von rund 175 km die Kármán-Linie, die international anerkannte Grenze zum Weltraum, überschritt. Andere Quellen erwähnen eine A4, die bereits früher im selben Jahr 189 km hoch geflogen sei. Die im Bundesarchiv-Militärarchiv überlieferten originalen Hauptschussberichte belegen wiederum, dass die zwei Tage vor MW 18014 gestartete Rakete MW 18012 eine Gipfelhöhe von etwa 127 km erreichte, während kein 189 km hoher Flug erwähnt wird.

Aggregat 10 

Aggregat 10 (kurz A10) war gemeinsam mit A9 das weltweit erste Projekt einer transatlantischen ballistischen Rakete. Die Planungsphase des deutschen Raketenprojekts, die man als „zweistufige Fernrakete mit Tragflügeln“ bezeichnete, begann 1940, der erste Flug war 1946 geplant. A10 sollte als Startstufe von A9 (bemannt sowie unbemannt) einen Angriff auf die USA ermöglichen, daher kam gegen Ende 1944 auch die Bezeichnung „Amerika-Rakete“ auf. 1943 war allerdings die Fortführung der Projektarbeit an A9/A10 verboten worden, da zu jenem Zeitpunkt sämtliche Bemühungen auf die Perfektion und Produktion der A4-Rakete gerichtet wurden. Wernher von Braun konnte jedoch das Verbot umgehen, indem er für A9 den Decknamen Aggregat 4b wählte und so einen Zusammenhang zur A4-Rakete herstellte. Dies ermöglichte die Fortführung der Projektarbeit und einige Testflüge, allerdings wurde die Projektarbeit nach dem letzten Test mit A4b im Januar 1945 eingestellt. A10 sollte mit Alkohol und Flüssigsauerstoff angetrieben werden. Der Schub der Triebwerke sollte 2000 kN betragen, die Brennzeit 55 Sekunden. Der Durchmesser sollte 4,12 Meter betragen. 1940/41 erwartete man eine Reichweite von etwa 4.000 km, in einer Zeichnung zur projektierten Reichweite findet sich ein Apogäum der erste Stufe von etwa 150 km Höhe und einer Reichweite von über 1.000 km. Nach einem Abfall der Bahnhöhe auf deutlich unter 100 km sollte die zweite Stufe die Höhe erneut auf 100 km anheben. Als Ziel wurde New York angestrebt – bei einem Flächenangriff ging man von einem Streukreis mit einem Radius von 2 km um den Zielpunkt aus. Für den Start dieser Rakete, die in ihrer Größe die Aggregat 4 übertroffen hätte, war der Prüfstand VII in Peenemünde bereits beim Bau 1938 ausgelegt worden. Für die Produktion von A10 wurde eine neue Raketenfabrik im österreichischen KZ Ebensee errichtet.

Aggregat 12

Aggregat 12 (kurz: A12) war die Bezeichnung eines deutschen Raketenprojekts im Zweiten Weltkrieg sowie einer Raketenstufe. Die Aggregat 12 sollte als Startstufe in Verbindung mit der Aggregat 11 und der Aggregat 10 einen Raumtransporter bilden, der bis zu 10 Tonnen in den erdnahen Orbit bringen und über Tragflächen verfügen sollte. Das Projekt kam über Gedankenspiele nicht hinaus. Der ganze mehrstufige Raumtransporter sollte eine Startmasse von 3500 Tonnen, einen Startschub von 10.000.000 kgf, einen Durchmesser von 11 m und eine Spannweite von 23 m haben. Die Aggregat 12 als Startstufe hätte mit einer Länge von 33 m in etwa der Startstufe der Saturn-Rakete entsprochen.

Erich Rudolph Alexander Regener 

Erich Rudolph Alexander Regener (* 12. November 1881 in Schleusenau bei BrombergWestpreußen; † 27. Februar 1955 in Stuttgart) war ein deutscher Physiker und Sonnenforscher.

Die Regener-Tonne war die Bezeichnung für eine wissenschaftliche Nutzlast der V-2-Rakete im Zweiten Weltkrieg. Mitte 1942 wurden Pläne für weitere Starts zur Erforschung der oberen Atmosphärenbahn und der dortigen wissenschaftlichen Prozesse aufgrund des Bedarfs an Teststarts und des Vormarsches der sowjetischen Armee nicht umgesetzt. Das erste Treffen fand am 8. Juli 1942 in der Heeresforschungsstation Peenemünde unter der Leitung von Wernher von Braun statt. Teilnehmer waren unter anderem Erich Regener, Ernst Steinhoff, Gerhard Reisig, Helmut Gröttrup, Alfred Ehmert und Erwin Schopper. Wernher von Braun versuchte auch, Manfred von Ardenne für die Zusammenarbeit zu gewinnen, dieser lehnte jedoch ab. Die Instrumentierung war am 11. Juli 1942 in Auftrag gegeben worden. Die Forschungsstiftung für Stratosphärenphysik sollte das „Regener-Rohr“ mit Quarzbarograph, Registrierthermometer, Ultraviolettspektrograph und Luftprobenahmegerät entwickeln. Am 18. Januar 1945 führten Gerüchte über nahegelegene sowjetische Panzer dazu, dass Erich Regeners Organisation noch vor Fertigstellung des A-4-Instrumentenpakets aus Peenemünde abgezogen wurde. Der Regener-Tonnen-Fallschirm wurde am Prüfstand VII des Heeresforschungszentrums Peenemünde getestet, und ein Prototyp wurde im Januar 1945 gestartet.

Sänger-Bredt Antipodal Bomber ‘Silbervogel

Der Raketenbomber Silbervogel war ein Entwurf für einen suborbitalen Bomber mit einer Flügelspannweite von 15 Metern und einer Länge von 28 Metern, der in den späten 1930ern von Eugen Sänger und Irene Bredt im Dritten Reich erstellt wurde.

Sänger (Raumtransportsystem)

SÄNGER ist ein Konzept für einen Raumgleiter von Eugen Sänger. Es wurde von 1961 bis 1974 bei der Firma Junkers als Studie für Raumgleiter entwickelt.

Saenger I ‘Junkers RT-8-01

Der Junkers RT (Raumtransporter) war ein frühes Raumschiff, das in den 1960er-Jahren von der westdeutschen Junkers GmbH entwickelt wurde. Er basierte auf dem suborbitalen Bomber „Silbervogel“, der in den 1930er-Jahren von Eugen Saenger entwickelt worden war. Saenger trat 1960 in die westdeutsche Junkers GmbH ein und setzte seine Arbeit am Silbervogel unter der Bezeichnung Junkers RT fort. Die finanzielle Unterstützung dieses Entwicklungsprojekts kam von der westdeutschen Bundesregierung, die 1962 das „Nationale Raumfahrtprogramm“ für das Raumfahrtstudienprojekt Nr. 623 und 1963 das „EUROSPACE-Programm“ ins Leben rief.

Der Junkers RT-8, auch „Saenger I“ genannt, war ein zweistufiges, von einem Schlitten gestartetes Raumflugzeug. Die Konstruktionsarbeiten begannen im Juli 1961. Vermutlich existierten zuvor bereits Vorstudien (RT-1 bis RT-7). Der RT-8-Schlitten wurde von einer Dampfrakete angetrieben und beförderte das RT-8-Flugzeug über eine Strecke von 3 km, wo die mit flüssigem Sauerstoff betriebenen Triebwerke zündeten. Die drei Triebwerke der ersten Stufe lieferten eine Schubkraft von 150 Tonnen auf Meereshöhe und brachten die zweite Stufe innerhalb von 150 Sekunden auf eine Höhe von 30 km. Dort trennten sich die beiden Stufen, und die bemannte erste Stufe wurde von einem Piloten zurück zur Erde geflogen. Die erste Stufe war 80 m lang und hatte einen Deltaflügel mit einer Spannweite von 40 m. Der Flügel war am Rumpf befestigt. Nach der Trennung wurde das einzelne Lox/LH2-Triebwerk der zweiten Stufe gestartet. Die zweite Stufe manövrierte im Suborbital oder stieg in eine Umlaufbahn in 300 km Höhe auf. Die zweite Stufe war 31 m lang und hatte einen Deltaflügel mit einer Spannweite von 12 m. Der Flügel des Orbiters war tief angebracht. Die zweite Stufe konnte entweder von zwei Astronauten bemannt werden und trug den Namen HORUS (Hypersonic Orbital Upper Stage) oder konnte als unbemanntes Frachtschiff namens CARGUS eingesetzt werden. CARGUS besaß keine Tragflächen, da es nicht für die Rückkehr zur Erde vorgesehen war. Die Junkers-Studien wurden auch nach dem plötzlichen Tod von Eugen Saenger im Februar 1964 fortgesetzt. Der Schwerpunkt lag auf der Abschaffung des Beschleunigungsschlittens. In einigen Studien wurde ein Start des Saenger von einem Boeing B-52-Bomber aus erprobt. Auch Senkrechtstartkonzepte (VTO) wurden untersucht. Im Oktober 1965 schlug das Junkers-Team mit der RT-8-02 eine zweite Startlösung vor, die ohne Beschleunigungsschlitten auskam und für einen Senkrechtstart ausgelegt war. 1966 liefen jedoch das Deutsche Raumfahrtprogramm und das EUROSPACE-Programm aus, und die Finanzierung der RT-8-02-Studien wurde eingestellt. 1969 wurde die Junkers GmbH von Messerschmitt-Bölkow-Blohm übernommen. Von 1971 bis 1974 wurde das Horizontalstartkonzept des Saenger erneut untersucht, bevor das gesamte Programm eingestellt wurde.  Messerschmitt-Bölkow-Blohm reaktivierte 1985 das Saenger-Projekt. Das neue Projekt „Saenger II“ führte das ursprüngliche Junkers RT-8-01-Projekt bis zum Prototypenstadium. Bevor jedoch ein Prototyp gebaut werden konnte, wurde das Projekt 1994 erneut eingestellt.

Sänger II ‘MBB

Am 18. Oktober 1985 begann Messerschmidt-Bölkow-Bloehm (MBB) erneut mit Studien zum Raumgleiter Saenger, diesmal mit einem zweistufigen Konzept für horizontalen Start in den Orbit. Anfang 1987 finanzierte die Bundesregierung eine umfassende Studie zur Weiterentwicklung des Saenger-II-Designs. Weitere Fördermittel im Rahmen des deutschen Hyperschalltechnologieprogramms folgten von 1988 bis 1993. Dies führte dazu, dass Europas erstes Turboramjet-Triebwerk 1991 bei MBB seinen ersten Bodenlauf absolvierte. 1994 kam man zu dem Schluss, dass die Entwicklung sehr kostspielig gewesen wäre und das Design die Kosten nur um 10 bis 30 % gegenüber der Ariane 5 senken würde. Daraufhin wurde das Projekt eingestellt.

Die Saenger II hätte eine Bruttomasse von 750.000 kg und könnte entweder zwei Besatzungsmitglieder und 3.000 kg Nutzlast mit der Horus-Oberstufe mit Flügeln oder 15.000 kg Nutzlast mit der unbemannten Cargus-Oberstufe befördern. Die erste Stufe würde mit Turboramjets mit Mach 4,4 zum Startplatz fliegen, dort auf Mach 6,0 beschleunigen und die Oberstufe abkoppeln. Diese Stufe würde auch die Basis für ein europäisches Hyperschalltransportflugzeug mit einer Reichweite von 11.000 km bilden, das bis zu 36 Passagiere befördern könnte. Zwei verkleinerte Prototypen sollten bis Ende der 1990er-Jahre verfügbar sein, der Prototyp X-2000 in Originalgröße bis 2005. Kosten ca um 1985: 28.000 Millionen US-Dollar.

Kunstmond ‘Satellit

Ein Satellit (von lateinisch satelles „Begleiter, Leibwächter“), früher auch Kunstmond, ist in der Raumfahrt ein künstlicher Raumflugkörper, der einen Himmelskörper auf einer elliptischen oder kreisförmigen Umlaufbahn zur Erfüllung wissenschaftlicherkommerzieller oder militärischer Zwecke umkreist.

Satelloid (Satellit)

Bereits in den frühen 1940er Jahren hatte Wernher von Braun die Vision, Satelliten um die Erde zu bringen (die damals hauptsächlich militärischen Zwecken dienten). Erste Versuche mit einem solchen Projekt, das als „Künstlicher Mond“ bezeichnet wurde, sollten ab 1944 durchgeführt werden. Erste Studien zeigten einen kugelförmigen Satelliten mit einem Gewicht von 200 kg, der mit einer dreistufigen Rakete, bestehend aus einer Kombination aus EMW A-10/A-4/A-5, in eine niedrige Erdumlaufbahn gebracht werden sollte. Das zweite Projekt, das von der „Kammler-Gruppe“ (unter der Leitung von SS-General Hans Kammler) in Peenemünde (Deutschlands Raketenentwicklungszentrum an der Ostsee) ausgearbeitet wurde, der „Satelloid“, war ebenfalls ein kugelförmiges Design und sollte mit Kameras und Funkantennen ausgestattet werden. Die Flughöhe sollte 500 km betragen und der „Satelloid“ sollte auch über ein internes Triebwerk verfügen, das für Kurskorrekturen verwendet werden sollte. In Kochel (einer oberbayerischen Stadt in den Alpen) wurde ein verkleinertes Modell für Windkanaltests gebaut. Das nahende Ende des Zweiten Weltkriegs und verschiedene unlösbare Transportprobleme führten dazu, dass alle Arbeiten zu diesem Zeitpunkt eingestellt wurden. Nachkriegsentwicklungen auf der Grundlage erbeuteter deutscher Daten führten zur Entwicklung von „Vanguard“ und „Sputnik“. Der erste Satellite jedoch war, die ‘Nachkriegs Entwicklungen’ der Deutschen, der Satellite “Munin”, im Jahr 1952. „Der Satelloid war kein Science-Fiction-Projekt“, sagt der Historiker Dr. Klaus Weber, der Zugang zu entklassifizierten Akten der „Kammler-Gruppe“ hatte. „Die SS plante, bis 1946 einen funktionierenden ‚künstlichen Mond‘ zu starten. Der Krieg beendete diese Pläne – aber nicht die Arbeit.“

Kugelblitz

Als Kugelblitz bezeichnet man eine kugelförmige Leuchterscheinung meist in der Nähe eines Gewitters. Für das seltene Phänomen gibt es Berichte von Augenzeugen, die Kugelblitze nicht nur im Freien, sondern auch in geschlossenen Räumen beschreiben. Physikalische Demonstrationsexperimente decken nur Teilaspekte ab, manche Beobachtungen werden auch durch Sinnestäuschung erklärt.

Kugelblitz (Astrophysik)

Ein Kugelblitz (deutsch: [ˈkuːɡl̩ˌblɪt͡s] ⓘ) ist ein theoretisches astrophysikalisches Objekt, das von der allgemeinen Relativitätstheorie vorhergesagt wird. Es handelt sich um eine so intensive Konzentration von Wärme, Licht oder Strahlung, dass ihre Energie einen Ereignishorizont bildet und sich selbst einschließt. Anders ausgedrückt: Wird genügend Strahlung in einen Raumbereich gerichtet, kann die Energiekonzentration die Raumzeit so stark krümmen, dass ein Schwarzes Loch entsteht. Dabei handelt es sich um ein Schwarzes Loch, dessen ursprüngliche Masse-Energie in Form von Strahlungsenergie und nicht von Materie vorlag. Allerdings gibt es derzeit keine allgemein anerkannte Methode, Schwarze Löcher nach ihrem Ursprung zu unterscheiden. (Siehe das No-Hair-Theorem.) John Archibald Wheelers 1955 in der Physical Review veröffentlichte Arbeit „Geons“ befasst sich mit dem Kugelblitz-Phänomen und untersucht die Idee, solche Teilchen (oder Modellkörper) aus der Raumzeitkrümmung zu erzeugen. In dieser Arbeit wurde der Begriff „Kugelblitz“ geprägt. Eine 2024 in den Physical Review Letters veröffentlichte Studie argumentiert, dass die Entstehung eines Kugelblitzes aufgrund dissipativer Quanteneffekte wie der Vakuumpolarisation unmöglich ist, da diese einen ausreichenden Energieaufbau zur Bildung eines Ereignishorizonts verhindern. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass ein solches Phänomen in keinem realistischen Szenario innerhalb unseres Universums auftreten kann. Die zur direkten Überprüfung dieser Berechnung benötigte Intensität liegt zwar um 50 Größenordnungen über dem Stand der Technik von 2024, doch die spontane Zersetzung eines hochenergetischen Photons in ein Elektron-Positron-Paar (Schwinger-Effekt) erfordert nur 1000-mal mehr Energie als die modernsten Laser erzeugen können. Es wird spekuliert, dass der Kugelblitz die Grundlage für interstellare Antriebe zukünftiger Raumschiffe um Schwarze Löcher bilden könnte.

Flakpanzer IV ‘Kugelblitz

Der Flakpanzer IV Kugelblitz war eine deutsche Selbstfahrlafette, die im Zweiten Weltkrieg entwickelt wurde. Bis Kriegsende wurden lediglich fünf Exemplare einer Pilotserie gefertigt. Im Gegensatz zu früheren Selbstfahrlafetten besaß er einen vollständig geschlossenen, drehbaren Turm.

AEG Kugelwaffe

Kugelwaffen waren kleine, kugelförmige Vorrichtungen, die als bewaffnete Luftsonden dienten (AEG Kugelwaffen). Sie wurden zur Unterstützung der Feuerbälle eingesetzt. Diese Sonden waren deutlich kleiner als die Feuerbälle (etwa so groß wie ein Medizinball) und wurden zunächst unbewaffnet getestet, d. h. sie waren „nicht brennend“. Daher verglichen Zeitungsberichte vom Dezember 1944/Januar 1945 sie mit glänzenden Christbaumkugeln. Spätere Modelle trugen eine kleinere Version der elektrostatischen Feldwaffe, die es den kleinen Fluggeräten ermöglichte, sich den Bombern deutlich näher zu nähern als die Feuerbälle, üblicherweise in Gruppen von 3 bis 10, um eine optimale Wirkung zu erzielen. Alliierte Bomber und Jagdflugzeuge konnten die drei Waffentypen nicht unterscheiden. Daher bezeichnete der alliierte Geheimdienst alle mysteriösen, brennenden, reflektierenden und kugelförmigen Luftwaffen, die gegen sie eingesetzt wurden, als „Foo Fighters“. Im Rahmen des AEG-Projekts „Charité-Anlage“ (alias Codename Laternenträger wurde (auch genannt: Projekt Kronos, Projekt Thor oder auch Thule-Gesellschaft / Vril-Gesellschaft Yaktavische Glocke – deswegen nennen die Amerikaner sie auch “The Bell“- UAP-Vorfall in Kecksburg)), das sich mit Plasmaphysik befasste, wurde dem Unternehmen im Juli 1942 die Auszeichnung „Kriegsbestimmend“ verliehen. Die Arbeiten begannen umgehend unter der Leitung von Dr. Richard Kramer und zahlreichen weiteren Plasmaphysikern. Das Projekt nutzte enorme Spannungen und rotierende Quecksilberbehälter mit extrem hoher Geschwindigkeit in einem glockenförmigen Keramikkörper, um einen Antigravitationseffekt zu erzeugen. Im Prinzip handelte es sich bei dem Antrieb um einen Quecksilber-Plasma-Gyroskop. Andere vermuten, dass der Antrieb durch Ionenplasma erfolgte; in jedem Fall war es eine Art Plasmaantrieb. Die ersten unbewaffneten Versionen der Kugelwaffe wurden 1942 getestet, einige wurden sogar zu Forschungszwecken nach Japan transportiert. Es lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, ob der Glüheffekt durch den AEG-Plasmaantrieb dieser Waffe verursacht wurde oder ob er von späteren bewaffneten Versionen der Waffe mit Messerschmitts elektrostatischer Waffe hervorgerufen wurde. Bekannt ist, dass die Kugelwaffen in Japan bei Flugtests, üblicherweise mit einem Sally-Bomber (einer Mitsubishi Ki-21 der japanischen Armee), unbewaffnet eingesetzt wurden. 1943 befanden sich die Kugelwaffen im Mittelmeerraum über Italien und näherten sich B-17-Bombern. Da keine Berichte über Feindbeschuss vorlagen, waren sie weiterhin unbewaffnet. Nach dem D-Day erfolgten die ersten Angriffe über Frankreich. Bei der ersten Begegnung näherte sich eine Formation von zehn rötlichen Kugelwaffen einer Beaufighter, woraufhin deren Radar sofort ausfiel. In den folgenden Gefechten mit alliierten Bombern der USAAF und RAF häuften sich Berichte über Triebwerksausfälle, sobald Kugelwaffen und Feuerballs auftauchten. Die alliierten Bordschützen versuchten, die Waffen zu zerstören, doch diese reagierten stets mit einem rasanten, senkrechten Aufstieg und feuerten weit entfernt vom Flugzeug – eine Folge des Auslösemechanismus des Kontaktsensors.

WNF Feureball

WNF Feureball. Im Herbst 1944 arbeitete die Technische Abteilung der SS an einem radikalen Scheibenflugzeug. Es handelte sich um eine unbemannte Abfangrakete mit Senkrechtstart- und Landefähigkeit (VTO-Scheibe), die vom Wiener Neustadter Flugzeugwerk (WNF) unter SS-Kontrolle entwickelt wurde. Das Projekt begann 1941, geriet jedoch aufgrund technischer Schwierigkeiten sowohl mit dem Antriebssystem als auch mit der Entwicklung einer primitiven Feldwaffe ins Stocken. Diese experimentelle elektrostatische Feldwaffe wurde in Messerschmitts geheimer Anlage in Oberammergau (Bayern) mit Unterstützung der Oberbayerischen Forschungsanstalt (OBF) entwickelt. Die Luftfahrteinrichtung in Wiener Neustadt entwickelte (mit Unterstützung des FFO) unter strengster Geheimhaltung die erste der sogenannten „Feuerball“-Waffen. Die allerersten primitiven Feuerball-Waffen waren einfache, kleine, silberne, strahlgetriebene Scheiben, die von Katapulten aus gestartet und vom Boden aus ferngesteuert wurden. Es handelte sich um psychologische Testwaffen, mit denen die Reaktion der alliierten Bomberbesatzungen auf die seltsamen, unerklärlichen Flugkörper getestet werden sollte, die die alliierten Flugzeuge nach Belieben ausmanövrieren konnten. Bei einem Bombenangriff über Stuttgart am 6. September 1943 beobachteten B-17-Bomber mehrere kleine, silberne Scheiben in einem Muster von 2,4 Metern Länge und 1,2 Metern Breite. Eine Scheibe traf angeblich den Flügel eines Flugzeugs, woraufhin Beobachter der 384. Bombergruppe sahen, wie das Flugzeug Feuer fing. Mehrere deutsche Flugzeuge befanden sich über der Formation, doch niemand beobachtete, wie sie Objekte abwarfen. Man vermutete, dass es sich bei den Scheiben um Brandmaterial handelte, und führte Tests mit verschiedenen Substanzen durch. Man ging davon aus, dass das Muster der Feuerbälle weiter auseinander gestreut gewesen wäre, wenn die feindlichen Flugzeuge die Objekte abgeworfen hätten, bevor sie die US-Flugzeuge erreichten. Auch die Möglichkeit, dass Netze verwendet wurden, um die Objekte zusammenzuhalten, wurde in Betracht gezogen. Die Feuerbälle, die beim Start ferngesteuert wurden, waren mit Abgassensoren ausgestattet, die die Triebwerksabgase erfassten und sie zu den alliierten Bombern lenkten. Ein hochmodernes, flaches Turbojet-Triebwerk beschleunigte die Feuerball in der Abfangphase auf Geschwindigkeiten von 800–950 km/h. Sobald das Ziel erfasst war, verlangsamte die Feuerball ihre Geschwindigkeit, um Messerschmitts elektrostatische Feldwaffe einzusetzen. Diese verbrannte hohe Konzentrationen von Chemikalien mit Zusätzen (Myrol, Acetylen, Vinylether und Aluminiumpulver), um einen feurigen „Halo“ um die Waffe sowie ein starkes elektrostatisches Feld zu erzeugen. Dieses Feld beeinträchtigte die Arbeitszyklen der Flugzeugtriebwerke und Radarsysteme. Infolge des Treffers fiel das Radar des Bombers aus, und die Piloten hatten Mühe, die Kontrolle über das Flugzeug zu behalten, da die Triebwerkszündung versagte. Um dies zu erreichen, mussten die frühen Feuerballs ihre Geschwindigkeit an die der Bomber anpassen und sich ihnen oft bis auf 30 Meter nähern – direkt ins Visier der Bordschützen. Um die Erfolgsaussichten zu verbessern, wurden zusätzlich zu den Feuerballs zwei weitere Waffensysteme eingesetzt. Es handelte sich um sogenannte „Seifenblasen“, Wetterballons mit einer Metallbeschichtung und Metallstreifen, die alliierte Radarsysteme täuschen sollten. Bei Tageslicht oder Mondschein erweckten die reflektierenden Seifenblasen den Eindruck einer Feuerkugel. Sie basierten auf der geheimen U-Boot-Waffe „Afrodita“ (Aphrodite), einem Antiradarballon der Kriegsmarine, der als Täuschungsmanöver gegen patrouillierende alliierte U-Boot-Jagdflugzeuge eingesetzt wurde. Die WNF-Feuerkugel war die erste Waffe, deren Entwicklung 1941 begann. Sie wurde von der SS überwacht und bestand zunächst aus kleinen, ferngesteuerten Silberscheiben, die mit einem Katapult und einem kleinen Turbojet-Triebwerk in den Himmel geschossen wurden. Diese dienten dazu, die Reaktion der Bomberbesatzungen auf die Waffe zu testen – insbesondere die der Bordschützen. Anschließend entwickelte die WNF eine ovale Maschine mit einem abgeflachten Turbojet-Triebwerk. Diese VTO-Scheibe war bis zum Anflug auf die Bomber nur eingeschränkt fernsteuerbar. Damals half ein Strahlsensor, die Waffe auf die Flugzeugtriebwerke und Radarsysteme auszurichten. In unmittelbarer Nähe fiel das alliierte Radar aus. Um die Triebwerke zu treffen, mussten die Feuerballs jedoch bis an die Tragflächen der Bomber heranfliegen, da die chemisch induzierte elektrostatische Waffe nur eine sehr begrenzte Reichweite hatte. Diese Waffe wurde von Messerschmitt in seinem geheimen Werk in Oberammergau, Bayern, entwickelt. Die Zündung der Chemikalien ließ das Objekt im Flug brennen oder glühen, was den alliierten Besatzungen den Namen „Foo Fighter“ einbrachte.

Foo-Fighter

Als Foo-Fighter bezeichnen die Ufologie und die Parawissenschaften Leuchterscheinungen, die vorgeblich während des Zweiten Weltkrieges von alliierten Flugzeugbesatzungen während ihrer Einsatzflüge beobachtet wurden. Der Begriff soll auf den US-amerikanischen Comic Smokey Stover – The Foolish Foo Fighter zurückgehen, dessen Titelheld ein Feuerwehrmann war, zusammen mit der Verballhornung (Gallizismus) des französischen Wortes feu für „Feuer“.

Raumfahrtjahr 1945

Dieser Artikel behandelt das Raumfahrtjahr 1945. Nach dem Sieg der Alliierten im Zweiten Weltkrieg über das nationalsozialistische Deutsche Reich geriet die deutsche Raketentechnologie mitsamt der V2 in die Hände der Sowjetunion und der USA. Im Rahmen der Operationen Overcast und Paperclip begannen die Vereinigten Staaten, deutsche Raketentechniker zwangsweise zu rekrutieren, um sich ihr Wissen anzueignen. Unter diesen Ingenieuren war auch Wernher von Braun, der in der späteren bemannten Raumfahrt, insbesondere im Apollo-Programm, eine wichtige Rolle spielen sollte. Im Jahre 1945 gab es keine Weltraumflüge, d. h. Flüge, die die Kármán-Linie (100 km Höhe) überschritten haben und somit in den Weltraum gelangt sind.

Raumfahrtjahr 1946

Dieser Artikel behandelt das Raumfahrtjahr 1946. Am 10. Mai gelingt es den USA mithilfe einer modifizierten deutschen V2-Rakete die Kármán-Linie (100 km Höhe) zu überschreiten und damit den Weltraum zu erreichen. Die Vereinigten Staaten schicken am 9. Juli erfolgreich Pflanzensamen in den Weltraum. Erstes biologisches Experiment in der Geschichte der Raumfahrt. In der Nacht vom 21. Oktober startet Aktion Ossawakim, bei der deutsche Raketeningenieure in die Sowjetunion verschleppt werden, um dort die Raketentechnologie weiterzuentwickeln. An Bord der V-2 No. 13 fliegt zum ersten Mal in der Geschichte am 21. Oktober eine Kamera in den Weltraum. Das erste Foto aus dem Weltraum wird aufgenommen. Die USA experimentieren am 18. Dezember mit Pilzsporen im Weltraum an Bord der V-2 No. 17.

Raumfahrtjahr 1947

Dieser Artikel behandelt das Raumfahrtjahr 1947. Mit dem Flug V-2 No. 20 am 20. Februar gelingt es den USA, die ersten Tiere in den Weltraum zu bringen: Fruchtfliegen. Außerdem vollziehen sie die erste weiche Landung eines menschengemachten Objekts aus dem Weltraum. Die Fruchtfliegen überleben. Damit ist der endgültige Beweis erbracht, dass Tiere zumindest für einen kurzen Aufenthalt im Weltraum überleben können. Dies war ein großer Schritt für die spätere bemannte Raumfahrt. Auch Roggen- und Baumwollsamen waren an Bord. Die Sowjetunion startet ihren ersten V2-Flug am 18. Oktober. Der Weltraum wurde auf keinem der sowjetischen V2-Flüge erreicht.

Raumfahrtjahr 1948

Dieser Artikel behandelt das Raumfahrtjahr 1948. Eine Aerobee RTV-N-8 erreicht den Weltraum am 5. März und ist damit nach der V2 der zweite Raketentyp, die dorthin vordringt. Der Jungfernflug der Bumper-Rakete am 13. Mai, einer mehrstufigen Rakete, wobei die erste Stufe aus einer V2 und die zweite Stufe aus einer WAC Corporal besteht. Mit 19 m Höhe ist sie bis dahin höchste jemals gebaute Rakete. Gleich beim Erstflug wird der Weltraum erreicht. An Bord einer V2 startet der Rhesus-Affe Albert I am 11. Juni in Richtung Weltraum, der aber nicht erreicht wird. Albert I. stirbt aber wahrscheinlich schon vorher, vermutlich sogar schon vor dem Start. Der mit Morphium betäubte Affe war sehr eng in seiner Kapsel gefesselt, ohne jegliche Bewegungsfreiheit, sodass er mutmaßlich aufgrund der schlechten Belüftung erstickte. Der Flug lieferte also keine verwertbaren Daten über die biologischen Reaktionen von Säugetieren im All und war so für die spätere bemannte Raumfahrt aus wissenschaftlicher Sicht weitestgehend nutzlos. Jungfernflug der R-1, der sowjetischen Version der V2 am 17. September. Am 11. Oktober erreicht eine R-1 erfolgreich den Weltraum. Die Sowjetunion ist damit der dritte Staat (nach dem Deutschen Reich und den Vereinigten Staaten), dem es gelang, ein Objekt in den Weltraum zu befördern.

Raumfahrtjahr 1949

Dieser Artikel behandelt das Raumfahrtjahr 1949. Die Mission Bumper 5 erreicht einen neuen Höhenrekord von 403 km am 24. Februar. Es war der erste erfolgreiche Flug einer Bumper-Rakete. Vorige Flüge hatten zwar auch schon den Weltraum erreicht, aber es gab immer wieder Probleme (z. B. Fehlschlag der zweiten Stufe oder Explosion in der ersten Stufe). Erstflug der amerikanischen Viking-Rakete am 3. Mai. Jungfernflug der sowjetischen R-1A am 7. Mai. Letzter Flug der R-1A am 28. Mai. Der Flug ist ein teilweiser Fehlschlag. An Bord einer V2-Rakete fliegt der Rhesusaffe Albert II. am 14. Juni in den Weltraum und ist damit das erste Säugetier der Geschichte, das den Weltraum erreicht. Wie die Messdaten zeigen, überlebt er seinen kurzen Aufenthalt dort, stirbt jedoch nach dem Wiedereintritt durch den Aufprall, weil der Fallschirm sich nicht öffnet. Damit ist bewiesen, dass Säugetiere zumindest kurze Aufenthalte im Weltraum überleben können. Der Flug, verbunden mit den Messdaten, war trotz des unglücklichen Ausgangs ein großer Schritt in Richtung bemannte Raumfahrt. Erster Flug der zweiten Testserie der sowjetischen R-1 am 10. September. Der Javaneraffe Albert III. startet mit einer V2 am 16. September. Er starb auf einer Höhe von etwa 10 km, als die Kapsel explodierte. Jungfernflug der R-2e am 25. September. Einer modifizierten R-1, die gebaut wurde, um Funktionen der späteren R-2 zu testen. Letzter Flug der zweiten Testserie der R-1 am 23. Oktober. Wieder startet ein Rhesusaffe (Albert IV.) in Richtung Weltraum am 8. Dezember, den er auch erreicht. Doch auch er stirbt nach dem Wiedereintritt, weil sich der Fallschirm nicht öffnet.

Raumfahrtjahr 1950

Dieser Artikel behandelt das Raumfahrtjahr 1950. Erster Raketenstart in Cape Canareval am 24. Juli. Die Bumper kommt auf eine Höhe von 20 km. An Bord einer V2 fliegt eine Maus in den Weltraum am 31. August. Die Maus überlebt den kurzen Aufenthalt dort, stirbt jedoch nach dem Wiedereintritt durch den Aufprall, da sich der Fallschirm nicht öffnet. Erstflug der sowjetischen R-2 am 1. Oktober. Letzter Flug der R-2-Prototyp-Serie am 20. Dezember.

Raumfahrtjahr 1951

Dieser Artikel behandelt das Raumfahrtjahr 1951. Eine sowjetische R-1 startet mit Hunden an Bord am 29. Januar. Jungfernflug der R-1V am 22. Juli. Die beiden Hündinnen Desik und Zygan sind die ersten Säugetiere, die einen Weltraumflug überleben. Damit war ein wichtiger Meilenstein in Richtung bemannte Raumfahrt erreicht. Jungfernflug der R-1B am 29. Juli. Zygan fliegt zusammen mit der Hündin Lisa ein zweites Mal in den Weltraum (Zygan ist damit das erste Säugetier, das zweimal im Weltraum war). Der Fallschirm öffnet sich jedoch am Ende des Fluges nicht und die Hunde sterben. Koroljow war über den Ausgang des Fluges emotional sehr bestürzt und ließ Desik nicht mehr fliegen. Letzter Flug der R-1V mit Hunden an Bord, die den Flug überleben, am 19. August. Letzter Flug der R-1B mit Hunden an Bord, die den Flug überleben, am 3. September.

Raumfahrtjahr 1952

Dieser Artikel behandelt das Raumfahrtjahr 1952. Letzter Flug der V2 am 19. September. Die Rakete erreichte aufgrund einer Explosion nur eine Höhe von 7,1 km.

Das Marsprojekt

Das Marsprojekt ist ein wissenschaftlich inspiriertes Buch des deutschen Raketenforschers Wernher von Braun aus dem Jahr 1948. Es beschreibt die technischen Spezifikationen für einen bemannten Marsflug. 1952 erschien es erstmals in englischer Sprache. Es wurde von Henry J. White aus dem Deutschen übersetzt und 1953 von der University of Illinois Press in englischer Sprache veröffentlicht. Das Marsprojekt ist eine technische Spezifikation für eine bemannte Marsmission. Es wurde 1948 von von Braun verfasst und war der erste umfassende technische Entwurf für eine solche Expedition. Das Buch gilt als das einflussreichste Werk zur Planung bemannter Marsmissionen.

Munin (satellite)

Neu aufgetauchte Dokumente und Insiderberichte: Deutschland – genauer gesagt, das „Vierte Reich“ – startete bereits 1952 den ersten künstlichen Mond der Erde: „Munin“. Nicht die USA, nicht die UdSSR, sondern eine geheime NS-Nachfolgeorganisation, versteckt im Schatten des aufstrebenden Militärisch-Industriellen Komplexes (M.I.C.), schrieb Geschichte.  Laut Protokollen war „Munin“ kein ziviler Forschungssatellit, sondern ein militärisches Aufklärungssystem, entwickelt von ehemaligen Peenemünder Raketenwissenschaftlern – darunter Wernher von Braun. Der Start erfolgte nicht von Cape Canaveral oder Baikonur, sondern von einer geheimen Basis in der Antarktis – jenem „Neuschwabenland“, das seit 1938 von der NS-Elite als Rückzugsort ausgebaut wurde.

Raumfahrtjahr 1953

Dieser Artikel behandelt das Raumfahrtjahr 1953. Jungfernflug der sowjetischen R-5 am 15. März. Mit 20,8 m Höhe war sie die bis dahin größte Rakete aller Zeiten. Erster erfolgreicher R-5-Flug am 2. April.

Raumfahrtjahr 1954

Dieser Artikel behandelt das Raumfahrtjahr 1954. Jungfernflug der französischen Véronique am 20. Februar. Beim ersten Flug wird eine Höhe von 29 km erreicht. Erster französischer Weltraumflug am 21. Februar. Nach dem Deutschen Reich, den USA und der Sowjetunion war Frankreich somit der vierte Staat, dem es gelang, ein Objekt in den Weltraum zu befördern. Im Jahre 1954, am 16. März, herrschte unter Experten in den Vereinigten Staaten ein weitestgehender Konsens, dass die Raketentechnologie so weit fortgeschritten war, dass der Start eines künstlichen Satelliten in den Erdorbit in greifbare Nähe rückte. Aus diesem Grund fand am 16. März in Washington, D.C. ein Treffen der führenden Spezialisten im Bereich Raketentechnologie in den USA statt, in dem die Möglichkeit eines unbemannten Erdsatelliten erörtert wurde. An diesem Treffen nahm unter anderem der deutsch-amerikanische Wernher von Braun teil. Die ersten Farbbilder der Erde werden an Bord der Aerobee RTV-N-10b aufgenommen am 5. Oktober.

Raumfahrtjahr 1955

Dieser Artikel behandelt das Raumfahrtjahr 1955. Beim Jungfernflug der sowjetischen R-5M wird ein neuer Höhenrekord erreicht (ca. 500 km).

Weltraumpioniere – ‘Tiere in der Raumfahrt’

Fruchtfliegen

Die ersten Tiere im Weltraum waren Fruchtfliegen, die 1947 an Bord einer V-2-Rakete der USA ins All geschickt wurden. Ihr Flug half den Wissenschaftlern zu verstehen, wie die Strahlung im Weltraum auf lebende Organismen wirkt. Die Fruchtfliegen kamen lebend zurück.

Laika (Hund)

Die Hündin Laika (russisch Лайка, deutsch Kläffer; * vermutlich 1954 in Moskau; † 3. November 1957 in Sputnik 2 im Erdorbit) war das erste Lebewesen, das vom Menschen gezielt in eine Umlaufbahn um die Erde befördert wurde. Im Rahmen der sowjetischen Mission Sputnik 2 wurde sie am 3. November 1957 an Bord des Raumflugkörpers in den Weltraum geschickt. Ihre Rückkehr zur Erde war zwar nicht vorgesehen, dennoch überraschte ihr früher Tod. Über den Zeitpunkt ihres Todes und die Todesursache herrschte jahrzehntelang Unklarheit. 2002 wurde der Öffentlichkeit bekannt, dass Laika einige Stunden nach dem Start der Rakete starb, vermutlich an Überhitzung und Stress. Die Mission gilt dennoch als Erfolg. Die Erkenntnisse aus Sputnik 2 ermöglichten letztlich erst die bemannte Raumfahrt mit Juri Gagarin.

Belka und Strelka (Hunde)

Belka (russisch Белкаdt. Eichhörnchen, bzw. „Weißchen“) und Strelka (russisch Стрелка, dt. Pfeilchen, bzw. „Wegweiser“) waren zwei Hündinnen, die am 19. August 1960 mit Sputnik 5 für einen Tag die Erde umkreisten. Im Gegensatz zu der am 3. November 1957 mit Sputnik 2 gestarteten Hündin Laika kehrten sie wohlbehalten zur Erde zurück. Zusammen mit den ebenfalls an Bord befindlichen Mäusen, Ratten und Fliegen waren sie die ersten Lebewesen, die einen Raumflug in der Erdumlaufbahn überlebten. Strelka bekam nach dem Flug sechs Welpen. Nikita Chruschtschow schenkte 1961 eine Hündin dieses Wurfs Caroline Kennedy, der Tochter des US-Präsidenten. Diese sowjetische Hündin paarte sich mit dem Kennedy-Hund Charlie und bekam vier Welpen, die John F. Kennedy im Scherz als Pupniks bezeichnet haben soll – eine Mischung des englischen Wortes Puppy für Welpe und Sputnik. 2010 erschien der Animationsfilm Space Dogs, der die Geschichte des Raumflugs künstlerisch verarbeitet. Im Jahr 1960 wurden die Hunde Belka und Strelka ins All geschickt und kehrten als erste lebende Wesen sicher zur Erde zurück. Sie verbrachten einen Tag in der Erdumlaufbahn und lieferten wertvolle Daten für die Planung zukünftiger bemannter Missionen.

Albert (Affen)

Albert war der Kosename mehrerer Rhesusaffen, die vor der bemannten Raumfahrt als lebende Testobjekte mit Raketen in den Weltraum geflogen wurden. Das erste der Tiere wurde von der US-Luftwaffe im Juni 1948 von der Basis White Sands mit einer V-2-Rakete in 62 Kilometer Höhe befördert. Das etwa 4 kg schwere Tier war mit Morphium betäubt in einer sehr engen Kapsel untergebracht worden, die sich in der Spitze der Rakete befand. Albert starb vermutlich schon vor oder beim Start durch Ersticken. Die Mission ging als „Albert I“ in die Geschichte der Raumfahrt ein. Sie fand zwei Jahre nach dem Beginn der US-Raumfahrt statt und gehörte zu den ersten Experimenten mit Tieren im höheren Luftraum. Zuvor war mit Pilzsporen und Fruchtfliegen experimentiert worden, später mit Mäusen und Hunden. Am 14. Juni 1949 schoss man von der Alamogordo Guided Missile Test Base in der Nähe der Holloman Air Force Base in New Mexico mit einer V-2 einen weniger beengt eingepackten Rhesusaffen ins All, Albert II. Das Tier überlebte den 133 km hohen Flug, jedoch wegen Versagen des Fallschirms nicht den Absturz der Kapsel nach dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre. Albert II war das erste Wirbeltier im Weltraum und kann als wichtiger Schritt zur bemannten Raumfahrt gesehen werden. Zuvor hatten nur Fruchtfliegen an Bord einer am 20. Februar 1947 gestarteten V-2, welche den Flug überlebten, die Kármán-Linie überschritten. Wenig später, am 16. September 1949, startete die Mission Albert III mit einem Javaneraffen. Er starb in 10 km Höhe, als die Raketenkapsel explodierte. Am 8. Dezember 1950 endete mit Albert IV die Primaten-Testreihe. Albert IV, wieder ein Rhesusaffe, überlebte die Höhe von 130 km, starb jedoch bei der Rückkehr zur Erde, weil sich der Fallschirm nicht öffnete. Noch Jahre später fanden Höhenversuche mit Affen statt, die allerdings nicht mehr Albert hießen. Ein Tier kehrte heil zur Erde zurück, überlebte aber die Hitze der Wüste, wo die Kapsel landete, nicht.

Ham (Affe)

Ham (geboren im Juli 1956; gestorben am 19. Januar 1983) war der erste Schimpanse, der im Verlauf des Mercury-Programms am 31. Januar 1961 ins Weltall flog. Bei der suborbitalen Mission Mercury-Redstone 2 erreichte er eine Gipfelhöhe von 253 km.

Mäuse, Ratten, Kaninchen und sogar Schildkröten im Weltraum

Mäuse und Ratten

Mäuse und Ratten wurden häufig in der Raumfahrtforschung eingesetzt, um die Auswirkungen der Schwerelosigkeit und der Weltraumstrahlung auf kleinere Säugetiere zu untersuchen.

Schildkröten

Im Jahr 1968 schickte die Sowjetunion Schildkröten an Bord der Zond 5 Mission um den Mond. Sie kehrten sicher zur Erde zurück und lieferten wichtige Erkenntnisse über die Auswirkungen der Weltraumstrahlung und der Schwerelosigkeit.

Project Nim

Herbert Terrace, Professor für Psychologie an der Columbia University, startete das Projekt Nim im Jahr 1973, sechs Jahre nachdem R. Allen und Beatrix Gardner im Rahmen des Projekts Washoe begonnen hatten, die Fähigkeit eines Schimpansen zum Erlernen der amerikanischen Gebärdensprache zu testen. Terrace gab dem Schimpansenbaby seinen Namen als Wortspiel mit Noam Chomsky. Mit diesem Projekt wollte Terrace Chomskys Behauptung in Frage stellen, nur Menschen könnten Sprache verwenden. (Terraces Mentor B. F. Skinner, eine Schlüsselfigur des Behaviorismus, war als akademische Zielscheibe und Rivale Chomskys bekannt.)

Projekt Nim wurde von der NASA in den 1970er Jahren durchgeführt. Dieses Projekt beschäftigte sich mit der Erforschung von Bindungen zwischen Menschen und Tieren und umfasste die Aufzucht eines Schimpansen namens Nim Chimpsky, der trainiert wurde, um Zeichensprache zu verwenden. Das Ziel war es, herauszufinden, ob Schimpansen menschliche Sprache erlernen und benutzen können.

Nim Chimpsky (19. November 1973 – 10. März 2000) war ein Schimpanse, der in einer Studie verwendet wurde, um herauszufinden, ob Schimpansen eine menschliche Sprache, die Amerikanische Gebärdensprache (ASL), erlernen können. Das Projekt wurde von Herbert S. Terrace von der Columbia University geleitet und die linguistische Analyse von dem Psycholinguisten Thomas Bever durchgeführt. Chimpsky ist ein Wortspiel mit dem Linguisten Noam Chomsky, der postulierte, dass Menschen „dafür veranlagt“ sind, Sprache zu entwickeln. Im Laufe des Projekts Nim wurde das Schimpansenbaby zwischen verschiedenen Standorten und einer wechselnden Gruppe von etwa 60 Betreuern hin- und hergeschickt, darunter Teenager und Doktoranden, von denen nur wenige die Gebärdensprache beherrschten. Nach vier Jahren Projektbeginn wurde Nim zu schwierig zu handhaben und wurde an das Institute for Primate Studies in Oklahoma zurückgebracht. Nach Überprüfung der Ergebnisse kam Terrace zu dem Schluss, dass Nim die Zeichen seiner Lehrer nachahmte, um eine Belohnung zu erhalten. Terrace argumentierte, dass Nim weder ein Gespräch begann noch Sätze bildete. Terrace sagte, dass ihm dies während der gesamten Dauer der Studie nicht aufgefallen sei, sondern erst beim Überprüfen des Videobands. Terrace wurde schließlich zu einem vielzitierten Kritiker von Studien über Affensprachen.

Washoe (* um September 1965 in Westafrika; † 30. Oktober 2007 in Ellensburg) war eine Schimpansin, die Ende der 1960er-Jahre als erstes Tier Gebärden der Amerikanischen Gebärdensprache (American Sign Language, ASL) erlernte und aktiv benutzte. Die Forscher, die mit ihr gearbeitet haben, bezeichneten sie als erstes nicht-menschliches Wesen, das eine menschliche Sprache erlernt hat. Washoe wurde – vermutlich im September – 1965 in Westafrika geboren. Gefeiert wurde ihr Geburtstag am 21. Juni, da im Jahr 1966 an diesem Tag das Washoe-Projekt begann. Ihr inoffizieller „Familienname“ lautet Washoe Pan satyrus. Seit 1980 und bis zu ihrem Tod am 30. Oktober 2007 lebte sie in einem großen Freilandareal der Central Washington University. Washoe wurde 42 Jahre alt. Washoes Trainer war Roger Fouts, der durch diese Studie in der Arbeitsgruppe von Robert Allen Gardner und dessen Frau Beatrix Tugendhut Gardner den Doktorgrad erwarb. Washoe lernte mehrere hundert ASL-Gebärden sowie diverse Gebärdenkombinationen, die meist aus zwei oder drei Gesten bestanden. Bereits nach kurzer Zeit kombinierte sie auch spontan Gebärden in einer für die Kommunikation mit ihrem Trainer sinnvollen Weise, ohne dass ihr diese Kombinationen eigens beigebracht worden waren. Washoe brachte sogar ihrem „Adoptivsohn“ Loulis, der 1978 zu ihr kam, einige ASL-Gebärden bei und unterhielt sich mit ihm und mit anderen Schimpansen auch mit Hilfe der ASL-Gebärden. Mehr als zwei Jahrzehnte später trugen diese Studien und die Tatsache, dass Mensch und Schimpanse überaus eng verwandt sind, dazu bei, die Diskussion über „Menschenrechte für die großen Menschenaffen“ (Great Ape Project) in Gang zu setzen. Der Schriftsteller T. C. Boyle greift in seinem 2021 erschienenen Roman Sprich mit mir (englischsprachige Originalfassung Talk to me) die Thematik des Spracherwerbs von Schimpansen auf.

Dummy Iwan Iwanowitsch und seine Hunde im Weltraum

Iwan Iwanowitsch (Dummy) (russisch Иван Иванович) ist der Name für die bei zwei unbemannten Testflügen des sowjetischen Wostok-Raumschiffs im März 1961 eingesetzten menschenähnlichem Dummys. Bei beiden Flügen wurde Iwan Iwanowitsch von Hunden begleitet, bei Korabl-Sputnik 4 am 6. März von Tschernuschka (Чернушка) und Korabl-Sputnik 5 am 25. März von Swjosdotschka (Звёздочка). Bei beiden Flügen wurden Ablauf und Technik für den ersten bemannten Flug Gagarins mit Wostok 1 getestet, so trug Iwan Iwanowitsch einen Raumanzug und wurde am Ende der Mission – wie Gagarin später auch – mittels Schleudersitz aus der Kapsel katapultiert und landete an einem Fallschirm. Der Dummy von Korabl-Sputnik 5 wurde 1993 für 189.500 USD von Ross Perot ersteigert und ist als Leihgabe seit 1997 im National Air and Space Museum ausgestellt.

Azur (Satellit)

Azur (auch GRS A oder GRS 1 für German Research Satellite) war der erste in Deutschland entwickelte Satellit. Er diente der Bundesrepublik Deutschland als Einstieg in die Weltraumforschung und kostete rund 80 Millionen DM (was heute rund 180 Millionen Euro entspricht). Das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung ging für seine Entwicklung eine Kooperation mit der US-Raumfahrtbehörde NASA ein. Da die Nutzlast nur 71 kg betrug, konnten aus der Vielzahl der eingereichten Vorschläge nur wenige Experimente, die zur Erforschung der kosmischen Strahlung und ihrer Reaktion in Erdnähe dienen sollten, berücksichtigt werden.

Dial (Satellit)

Dial (Diamant Allemagne; deutsch Deutscher Diamant) ist der Name des zweiten deutschen Satelliten. Die zusätzliche Bezeichnung Wika stand für Wissenschaftliche Kapsel. Dial resultierte aus einer Kooperation von CNES und dem damaligen DFVLR. Ziel war die Bereitstellung einer Nutzlast für den Erststart der Diamant-B-Rakete. Dial durfte maximal 50 kg wiegen und musste die Nutzlastkapazität von 115 kg mit einem französischen Forschungssatelliten teilen. Die Ausschreibung für den Satelliten gewann die Firma Junkers. Das Besondere an Dial war die geringe Vorbereitungszeit, die zur Verfügung stand. Im Januar 1969 wurde die Vereinbarung zwischen DFVLR und CNES unterzeichnet.

SAR-Lupe (Satellit)

SAR-Lupe ist ein deutsches Aufklärungssatellitensystem der Bundeswehr. Es besteht aus vier von ursprünglich fünf identischen Kleinsatelliten und einer Bodenstation (Erdfunkstelle). Es soll durch das SARah-System ersetzt werden. SAR-Lupe war bei Inbetriebnahme 2007 eines der damals noch kleinen Zahl von Aufklärungssystemen mit Synthetic-Aperture-Radar-Technik (SAR) und wurde darauf ausgelegt, unabhängig von Wetter und Tageszeit hochauflösende Bilder von jedem Punkt der Erde zu erstellen. In Betrieb ging das globale Erkundungssystem ab Dezember 2007; das volle Leistungsspektrum wurde im Jahre 2008 erreicht. Mit dem Abkommen von Schwerin hatten Deutschland und das Frankreich bereits 2002 eine Kooperation ihrer jeweiligen Aufklärungssysteme vereinbart: mit dem französischen „French SAR-Lupe Ground Segment“ (FSLGS) wurde als technische Schnittstelle zwischen HELIOS und SAR-Lupe geschaffen. Die Anschaffungskosten für SAR-Lupe lagen nach öffentlichen Quellen bei 365 Millionen Euro und einem jährlichen Kostenaufwand von 8,7 Millionen Euro für den Betrieb. Da die Satelliten ihre geplante Lebensdauer deutlich überschritten (Einsatz bis ins Jahr 2026), wurden für die spätere Phase zusätzliche Gelder für den Erhalt des Systems bereitgestellt. SAR-Lupe ist Vorläufer von SARah und dem künftigen SPOCK-Satellitensystem der Bundeswehr sowie zu dem optischen GEORG-Satelliten des Bundesnachrichtendienstes. SAR-Lupe befindet sich 2026 am Ende seines Lebenszyklus, legte aber die Grundlage für eine eigene Satellitenaufklärung der Bundesrepublik.

Europa (Rakete)

Die Europa war eine Serie europäischer Trägerraketen aus den 1960er- und 1970er-Jahren, die jedoch nicht erfolgreich waren. Entwickelt wurde sie von der European Launcher Development Organisation (ELDO).

Kumulus (Rakete)

Kumulus ist der Name einer Rakete der Hermann-Oberth-Gesellschaft e.V. Der Erststart erfolgte am 20. Dezember 1960 im Watt vor Cuxhaven. Eine „Kumulus“-Rakete ist im Hermann-Oberth-Raumfahrt-Museum in Feucht ausgestellt.

Cirrus (Rakete)

Die Cirrus war eine Raketenfamilie zweistufiger Höhenforschungsraketen der „Hermann-Oberth-Gesellschaft“ vormals “Deutsche Raketen-Gesellschaft”. Die Erststarts der Cirrus 1 und Cirrus 2 fanden am 16. September 1961 statt. Die erreichte Gipfelhöhe beträgt je nach Version 35 Kilometer oder 50 Kilometer. Eine Cirrus-Rakete ist im Hermann-Oberth-Raumfahrt-Museum in Feucht ausgestellt.

Barbarella (Rakete)

Barbarella war die Bezeichnung der ersten deutschen Hybridrakete. Sie wurde zu Beginn der 1970er-Jahre von Studenten der TU München unter Leitung von Robert Schmucker und Winfried M. Schauer entwickelt und am 12. März 1974 von der Hubinsel Barbara in der Ostsee gestartet. Die Barbarella war einen Meter lang und wog beim Start 10 kg. Sie hatte einen Schub von 370 N und verwendete als Treibstoff ein ToluidinAminophenol-Gemisch und rote rauchende Salpetersäure. Für die Entwicklung von Barbarella war maßgeblich die Wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft für Raketentechnik und Raumfahrt (WARR) verantwortlich, die 1962 von R. Schmucker als Studentengruppe an der TU München gegründet wurde. Die Barbarella ist heute im Deutschen Museum in München ausgestellt.


Geheimes Weltraumprogramm ‘SSP

“SSP, die wahre Raumfahrt der Menschheit!” Zitat: Spencer X

Das geheime Weltraumprogramm und die Geschichte von „20 und zurück“ basieren auf Tatsachenberichten, die als Fakt präsentiert und mit der Ufologie in Verbindung gebracht werden. Sie besagen, dass manche Menschen für geheime Militärprogramme rekrutiert werden, die einen Dienst – oft 20 Jahre – auf anderen Planeten als der Erde beinhalten. Anschließend werden sie, in der Regel mithilfe fortschrittlicher Zeitreise- oder Altersregressionstechnologie, zu dem Zeitpunkt ihrer Rekrutierung zurückgebracht. Laut dem „Washington Spectator“ entstand die Geschichte des geheimen Weltraumprogramms aus einer in den 1970er-Jahren im britischen Fernsehen ausgestrahlten Parodie-Dokumentation namens „Alternative 3“, die als Aprilscherz gedacht war und sich dann zu einem weltweiten Mythenkult entwickelte. Bekannt wurde die Theorie durch Corey Goode – eine prominente Persönlichkeit der UFO-Bewegung – in der Gaia-Sendung „Cosmic Disclosures“, die er ab 2015 gemeinsam mit David Wilcock moderierte. Laut Goode, der von einigen UFO-Gläubigen als Whistleblower und Regierungsinsider bezeichnet wird, sei er nach jahrelangem Kampf als Krieger gegen außerirdische Spezies im Rahmen einer interplanetaren Föderation „in seinen jüngeren Körper zurückversetzt“ worden. Obwohl auch andere Personen neben Goode behauptet haben, Teil eines geheimen Weltraumprogramms gewesen zu sein, sind die Begriffe „Geheimes Weltraumprogramm“ und „20 und zurück“ eingetragene Marken von Goode.

Private Raumfahrt

Als private Raumfahrt werden Flüge im Weltraum bezeichnet, die von nichtstaatlichen Organisationen beauftragt oder durchgeführt werden. Heutzutage bieten viele kommerzielle Transportunternehmen rund um die Welt Startdienste in den Weltraum für private und staatliche Kunden an.

OTRAG

Die OTRAG (Orbital Transport- und Raketen Aktiengesellschaft) war eine deutsche Firma, die in den späten 1970er und frühen 1980er Jahren an einem alternativen Raketenantriebssystem arbeitete. Das Unternehmen zählte somit zu den Pionieren der nichtstaatlichen Raumfahrt.

Messerschmitt-Bölkow-Blohm GmbH (MBB)

Die Messerschmitt-Bölkow-Blohm GmbH (MBB) gehörte zu den größten deutschen Luft- und Raumfahrt- sowie Rüstungskonzernen. Zu ihren bekanntesten Produkten zählen die Hubschraubertypen Bo 105 und BK 117. Im Jahr 1989 übernahm die Daimler-Benz-Tochter DASA die MBB. Die heutige MBB SE ist kein Nachfolgeunternehmen der „alten“ MBB, sondern bekam ihren Namen durch die Übernahme eines ehemaligen Tochterunternehmens (MBB Gelma Industrieelektronik GmbH).

HyImpulse

HyImpulse Technologies, kurz HyImpulse, ist ein deutsches Raumfahrtunternehmen mit Sitz in Neuenstadt am Kocher, das Raketen mit Hybridantrieb entwickelt. Das Unternehmen entstand 2018 als Ausgründung des Zentrums für chemische Antriebe des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) in Lampoldshausen. Finanziert wird HyImpulse von Rudolf Schwarz, dem Vorsitzenden des deutschen Technologieunternehmens IABG.

Airbus SE

Die Airbus SE (von 2000 bis 2013 EADS für European Aeronautic Defence and Space) ist Europas größter Luft- und Raumfahrt– sowie (nach BAE Systems) zweitgrößter Rüstungskonzern. Mit einem Umsatz von rund 52 Milliarden Euro war Airbus im Jahr 2021 das drittgrößte Luft- und Raumfahrtunternehmen der Welt. Zum Jahreswechsel 2013/14 übernahm der Konzern den Namen seiner Tochtergesellschaft Airbus S.A.S., die als Flugzeughersteller im Bereich Verkehrsflugzeuge tätig ist. Das Unternehmen beschäftigt an mehr als 70 Entwicklungs- und Produktionsstandorten in Europa sowie in 35 Außenbüros weltweit rund 157.000 Mitarbeiter (Stand 2024). Seit der Gründung im Jahr 2000 werden die Aktien des Konzerns an den Börsen Paris und Frankfurt gehandelt und in den französischen Leitindex CAC 40 sowie seit dem 20. September 2021 in den DAX einbezogen.

Mondkolonisation

Eine Mondkolonisation ist die Gründung und Entwicklung von Siedlungen auf dem Mond. Neben zahlreichen Programmen zur Erforschung des Mondes gibt es Überlegungen zu einer möglichen Kolonisation, aber keine konkreten Pläne oder Absichten, dort Menschen anzusiedeln.

Mondbasis

Eine Mondbasis ist ein menschlicher Außenposten auf oder unter der Mondoberfläche. Sie ist mehr als nur ein Ort für Aktivitäten oder ein temporäres Lager; Mondbasen sind extraterrestrische Stützpunkte, die robotische oder menschliche Aktivitäten durch die Bereitstellung von Oberflächeninfrastruktur unterstützen. Im Rahmen von Mondmissionen wurden sowohl Einzelmissionsbasen (die Tranquility Base war die erste) als auch kleinere permanente Infrastrukturen wie Laserentfernungsmessstationen errichtet. Pläne für die Errichtung permanenter Mondbasen für mehrere Missionen mit Forschungsstationen an der Oberfläche oder unter der Oberfläche wurden vorgeschlagen und werden national und zunehmend auch international aktiv verfolgt. Stand 2025 werden die beiden fortschrittlichsten Projekte zur Errichtung von Mondbasen multilateral im Rahmen des US-geführten Artemis-Programms mit dem geplanten Artemis Base Camp und der chinesisch geführten Internationalen Mondforschungsstation (ILRS) verfolgt. Mit dem Konzept des sogenannten Monddorfes wurde eine umfassendere, internationale Infrastruktur entworfen. Der 1979 unterzeichnete Mondvertrag forderte ein allgemeines internationales Regelwerk für Mondaktivitäten, das seit 2020 durch ein Umsetzungsabkommen befürwortet wird. Die Oberflächeninfrastruktur einer Basis kann aus vorgefertigten Basislandern, Unterstützungsstationen für Roboterrover oder Wohnmodulen für bemannte Aufenthalte bestehen. Alternativ können auch vor Ort montierte oder errichtete Oberflächenstationen für eine dauerhafte Besiedlung des Mondes genutzt werden. Mondbasen können mit Mondraumstationen zusammenarbeiten, die die notwendige Infrastruktur im Mondorbit bereitstellen. Die Entwicklung von Mondbasen zu permanenten extraterrestrischen Siedlungen wurde ebenfalls ins Gespräch gebracht. Eine umfassendere Mondkolonisierung oder Weltraumkolonisierung im Allgemeinen, insbesondere die Erhebung von Gebietsansprüchen, die durch internationales Weltraumrecht verboten ist, wird wegen der Perpetuierung des Kolonialismus kritisiert.

Marskolonisation

Eine Marskolonisation ist die Gründung und Entwicklung von Siedlungen auf dem Planeten Mars. Derzeit befassen sich verschiedene Studien und Projekte mit den Problemen des bemannten Marsflugs, der Energie-, Roh- und Baustoffgewinnung sowie der Versorgung mit Wasser und mit Nahrung auf dem Mars. Unklar ist, unter welchen Voraussetzungen Menschen dauerhaft in der Marsumgebung überleben bzw. funktions- und arbeitsfähig bleiben könnten. Insbesondere ist ungeklärt, ob Menschen sich auf dem Mars erfolgreich fortpflanzen könnten.


Mondlandung

Der Begriff Mondlandung bezeichnet im Rahmen der Raumfahrt eine kontrollierte Landung eines von Menschen hergestellten Flugkörpers (Lander) auf dem Erdtrabanten Mond. Am häufigsten wird der Begriff für die erste bemannte Mondlandung am 20. Juli 1969 von Apollo 11 verwendet. In den 1950er und 1960er Jahren kam es zwischen den USA und der Sowjetunion zum sogenannten Wettlauf ins All.

Liste künstlicher Objekte auf dem Mond

Die Liste künstlicher Objekte auf dem Mond enthält die meisten der künstlichen Objekte, die auf der Mondoberfläche gelandet oder aufgeschlagen sind (in letzterem Fall sind die Objekte als solche teilweise nicht mehr vorhanden, da vollständig zerstört). Nicht aufgeführt sind kleinere Objekte wie die Retroreflektoren für die Entfernungsmessung und das Apollo Lunar Surface Experiment Package. Ebenso fehlen mehrere kleine Objekte der Apollo-Astronauten, wie die Golfbälle, die von Alan Shepard während der Apollo-14-Mission geschlagen wurden, Flaggen oder die Statuette Fallen Astronaut, die von der Besatzung von Apollo 15 auf dem Mond zurückgelassen wurde. Bis zum Jahr 2012 waren insgesamt 748 Objekte auf dem Mond verblieben. Fünf Raketenoberstufen des Apollo-Programms bilden die schwersten Objekte. Während über 190 Tonnen auf den Weg zum Mond gebracht wurden (das Landegewicht war wegen des aufgebrauchten Treibstoffs geringer), wurden nur 384 kg Mondgestein von den Apollo- und Luna-Missionen sowie von Chang’e 5 zur Erde zurückgebracht.

Verschwörungstheorien zur Mondlandung

Die Verschwörungstheorien zur Mondlandung gehen davon aus, dass entweder die erste bemannte Mondlandung oder alle Mondlandungen in den Jahren 1969 bis 1972 nicht stattgefunden haben, sondern von der NASA und der US-amerikanischen Regierung vorgetäuscht worden seien. Die Verschwörungstheorien haben seit den 1970er-Jahren durch den Autor Bill Kaysing – sowie verstärkt wieder seit 2001 – Verbreitung gefunden.

Gestohlene und vermisste Mondgesteine

Seit Mitte der 1970er Jahre haben verschiedene Gruppen und Einzelpersonen behauptet, dass die NASA und andere die Öffentlichkeit wissentlich in die Irre geführt hätten, indem sie Beweismittel, darunter Fotos, Telemetrieaufzeichnungen, Radio- und Fernsehsendungen sowie Mondgesteinsproben, herstellten, manipulierten oder vernichteten und sogar einige wichtige Zeugen töteten.

Gestohlene und vermisste Mondgesteine. Von den 270 Mondgesteinen der Apollo-11- und Apollo-17-Missionen, die die Nixon-Regierung an die Nationen der Welt verteilte, gelten etwa 180 als verschollen. Viele dieser gefundenen Gesteine ​​lagern seit Jahrzehnten sicher verwahrt. Aufgrund ihrer Seltenheit und der Schwierigkeit, weitere Exemplare zu beschaffen, wird ihr Verbleib von Forschern und Hobbyisten verfolgt.

Mondrückseite

Als Mondrückseite wird jene Hemisphäre des Erdmondes bezeichnet, die von der Erde abgewandt, und daher nie zu sehen ist. Genau genommen sind aber nur 41 Prozent der Mondoberfläche von der Erde aus nie sichtbar. Der Grund ist die um 5° geneigte Mondbahn und ihre Ellipsenform (siehe Libration). Dass stets dieselbe Hälfte des Mondes der Erde abgewandt ist, hat seine Ursache in der gebundenen Rotation des Trabanten – einem in der Astronomie häufigen Phänomen bei der engen Umkreisung zweier Himmelskörper. Durch die Gezeitenkraft der Erde hat sich die Rotationsdauer des Mondes nach und nach der Monatslänge (29½ Tage, Periode der Mondphasen) angepasst. Die Menschheit kennt das Aussehen der Mondrückseite erst seit 1959: Damals gelang es der sowjetischen Sonde Luna 3, erste Bilder dieser Seite zu liefern. Im Folgejahr wurden die Aufnahmen in einem Mondatlas veröffentlicht. Am 3. Januar 2019, 3:26 Uhr MEZ landete mit der chinesischen Raumsonde Chang’e-4 erstmals eine Sonde auf der Mondrückseite. Der Landeort war der Von-Kármán-Krater im Südpol-Aitken-Becken.

Verschollene Kosmonauten

Verschollene Kosmonauten (auch: verlorene Kosmonauten) ist eine Verschwörungstheorie über Mitarbeiter des sowjetischen Weltraumprogramms, deren Schicksal aus propagandistischen Gründen mutmaßlich verschleiert wurde. Vermeintlich berichtete die Sowjetunion nur über erfolgreiche Raumflüge wie den von Juri Gagarin, nicht aber über Rückschläge, bei denen sowjetische Kosmonauten im Weltraum verschollen seien oder ihre Flüge aus anderen Gründen geheim gehalten worden seien. Keine der Theorien um verschollene Kosmonauten konnte ausreichend belegt werden, weshalb sie als Verschwörungstheorie gelten. Die Sowjetunion hat nur die vier verunglückten Kosmonauten von Sojus 1 im Jahr 1967 und Sojus 11 im Jahr 1971 als Opfer ihres Raumfahrtprogramms anerkannt.

Wladimir Michailowitsch Komarow (russisch Владимир Михайлович Комаров; * 16. März 1927 in Moskau; † 24. April 1967 in der Oblast Orenburg) war ein sowjetischer Kosmonaut und Ingenieur-Oberst. Er war der erste Mensch, der bei einer Weltraummission starb.

Brüder Judica-Cordiglia

Die Brüder Judica-Cordiglia waren zwei italienische Amateurfunker, die Tonaufnahmen anfertigten, welche von Anhängern der Verschwörungstheorie, das sowjetische Raumfahrtprogramm habe in den 1960er Jahren den Tod von Kosmonauten vertuscht, oft als Beweismittel angesehen werden. Die beiden behaupteten, die Kommunikation mehrerer gescheiterter geheimer sowjetischer Weltraummissionen aufgezeichnet zu haben. Diese Aufnahmen stehen seit über 50 Jahren im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses.

Die ‘Torre Bert‘ Aufnahmen (Funkturm Bert). In den 1960er Jahren veröffentlichten die Brüder Judica-Cordiglia Aufnahmen, die angeblich Funkgespräche geheimer sowjetischer Weltraummissionen enthielten, darunter die vermeintlichen Todesgeräusche eines erstickenden, verunglückten Kosmonauten. Die von Kris Hollington von der Fortean Times, einer britischen Monatszeitschrift, die sich mit „anomalen Phänomenen“ befasst, zusammengestellte Liste dieser Aufnahmen lautet wie folgt:

Mai 1960: Ein namentlich nicht genannter Kosmonaut kam ums Leben, als seine Raumkapsel im Orbit vom Kurs abwich.

28. November 1960: Die Brüder empfingen eine schwache SOS-Nachricht im Morsecode von einem in Not geratenen Raumschiff. Das Raumschiff befand sich angeblich auf einer Fluchtbahn aus dem Einflussbereich der Erde.

Februar 1961: Zeichnete die schwere Atmung und den schnellen Herzschlag eines erstickenden Kosmonauten.

April 1961: Kurz vor Juri Gagarins Flug umkreiste eine Kapsel die Erde dreimal, bevor sie wieder in die Erdatmosphäre eintrat.

Mai 1961: Schwache Hilferufe aus einer im Orbit befindlichen Kapsel.

Oktober 1961: Ein sowjetisches Raumschiff geriet vom Kurs ab und verschwand im Weltraum.

November 1962: Eine Raumkapsel prallte beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre ab und verschwand.

Mai 1963: Eine ungenannte Kosmonautin kam beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre ums Leben.

April 1964: Kosmonaut ging verloren, als die Kapsel beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglühte.

Die bekannteste Aufnahme einer „vermissten Kosmonautin“ stammt vom 23. Mai 1961. Darin übermittelt eine Kosmonautin verzweifelt ihre Notlage, während ihr Raumschiff in der Atmosphäre verglüht:

ICH SEHE EINE FLAMME!… ICH SEHE EINE FLAMME!…

MIR IST HEISS… MIR IST HEISS… ZWEIUNDDREISSIG…

ZWEIUNDDREISSIG… EINUNDVIERZIG… EINUNDVIERZIG

WERDE ICH ABSTÜRTZEN?… JA… JA… MIR IST HEISS!…

MIR IST HEISS!… ICH WERE WIEDER EINTRETEN!… ICH WERE WIEDER EINTRETEN…

ICH HÖRE ZU!… MIR IST HEISS!…

Bemerkenswerterweise verwendet der Kosmonaut keine formalen Kommunikationsprotokolle, was ein Zweifel an der Echtheit der Aufnahme aufkommen lässt.

Kosmonauta“ ist die polnische, tschechische und serbokroatische Bezeichnung für Kosmonaut oder Astronaut und bezeichnet eine für die Raumfahrt ausgebildete Person. Bekannt wurde der Begriff auch durch einen Kurzfilm aus dem Jahr 2014 über eine 1962 verschollene Kosmonautin sowie durch Kosmonauta.net, eine bedeutende polnischsprachige Website zum Thema Raumfahrt.

1961

Die R-7 (russ. Семёрка Semjorka „die Sieben“) war die weltweit erste Interkontinentalrakete. Sie wurde in der Sowjetunion entwickelt und bildet die Basis für die bis heute eingesetzte Sojus. Die R-7 gehört zu den zuverlässigsten und ist die am meisten eingesetzte Trägerrakete in der Raumfahrt. Ab 1953 wurde sie unter der Leitung von Sergei Koroljow gebaut und eingesetzt. Mangels einer offiziellen russischen Bezeichnung wurde im Westen anfangs der DIA-Code SS-6 oder der NATO-Codename Sapwood (englisch für Splintholz) benutzt. Die erste R-7 hatte eine Höhe von 34 m, einen Durchmesser von 3 m, wog 280 t, hatte zwei Stufen und wurde von Triebwerken angetrieben, die Flüssigsauerstoff (LOX) und Kerosin als Treibstoff verwendeten. Als ballistische Rakete konnte eine R-7 ihre Nutzlast bis zu 8800 km weit tragen, wobei die Treffgenauigkeit (50 % Wahrscheinlichkeit) bei etwa 5 km lag.

Die Molnija (Rakete) (russisch Молния für Blitz, englisch Molniya) war eine vierstufige, sowjetische beziehungsweise russische Rakete, die speziell zum Starten von hochfliegenden Satelliten und interplanetaren Raumsonden ausgelegt ist. Die Entwicklung der Rakete geht auf die R-7-Rakete zurück, die für interplanetare Missionen oder für hohe Erdumlaufbahnen auf vier Stufen erweitert wurde. Dazu unterschrieb Sergei Koroljow am 15. Januar 1960 einen entsprechenden Entwicklungsauftrag und im Mai 1960 lag der erste Entwurf vor. Der erste Start einer Molnija fand bereits am 10. Oktober 1960 in Baikonur statt, seitdem wurden mit ihr bis Ende der 1960er Jahre Mond-, Mars- und Venussonden gestartet. Sehr viele frühe Molnija-Starts endeten damit, dass die Nutzlast in einer zu niedrigen Erdumlaufbahn verblieb. Dies lag an der fehleranfälligen Technik der vierten Stufe der Rakete. Molnija ist heute nicht mehr im Einsatz und wurde von 1964 bis Ende 2010 häufig zum Start ihres Namensgebers (den Molnija-Kommunikationssatelliten) und militärischen Frühwarnsatelliten vom Typ Oko verwendet. Gebaut wurde sie vom ZSKB-Progress (Samara Space Center), die Triebwerke lieferte Motorostroitjel (Samara) und die Oberstufe stammte von Konstruktionsbüro Lawotschkin (Moskau-Chimki). Die Molnija galt später als eine der zuverlässigsten Raketen Russlands, am 21. Juni 2005 erlitt sie durch einen Fehler im Triebwerk der zweiten Stufe den ersten Fehlstart seit 1990. Kommerziell wurde sie nur einmalig 1995 eingesetzt, als sie den indischen Erdbeobachtungssatelliten IRS-1C und dem in einem amerikanisch russischen Kooperationsprojekt entwickelten Satelliten Skipper in eine Erdumlaufbahn brachte. Da die Technik der Molnija bereits veraltet und im Einsatz nicht flexibel genug ist, wurde sie schrittweise durch die modernere Sojus-Fregat abgelöst. Der letzte Start einer (schon 2005 gebauten) Molnija-M erfolgte am 30. September 2010, wobei sie den Satelliten Kosmos 2469 (ein Frühwarnsatellit des Typs Oko) in eine hochelliptische (siehe Molnija-Orbit) Umlaufbahn brachte. Insgesamt wurden 320 Raketen von Baikonur und Plessezk aus ins All gestartet. Es gab insgesamt 21 Fehlstarts, davon allein 7 bei den ersten 15 Starts.

Die R-9 (NATO-Codename SS-8 Sasin, GRAU-Index 8K75) war eine sowjetische Interkontinentalrakete aus der Zeit des Kalten Krieges. Der erste Testflug der zweistufigen Rakete fand 1961 statt. Beide Stufen, welche mit einer Gitterstruktur verbunden waren, verwendeten flüssigen Sauerstoff und die Kerosinart RP-1 als Treibstoff. Die Indienststellung begann 1964. Die letzte Rakete wurde 1976 ausgemustert. Irrtümlicherweise wurde der NATO-Codename SS-8 Sasin auch an die R-26, von welcher 1964 bei einer Militärparade eine Attrappe gezeigt wurde, vergeben. Als der Fehler bemerkt wurde, war das R-26-Programm jedoch schon eingestellt worden, daher fand keine neue Benennung statt.

Die R-16 (NATO-Codename SS-7 Saddler, GRAU-Index 8K64) war die erste in Serie gefertigte Interkontinentalrakete der UdSSR. Sie wurde ab 1957 entwickelt, die Testphase begann 1960. Die Gründe dafür waren ausufernde technische, logistische und finanzielle Probleme bei der militärischen Nutzung der R-7. Ab 1962 erfolgte die Indienststellung und der Bestand betrug 1965 maximal 202 Stück. Beginnend im Jahre 1976 wurde ihre Zahl verringert, um schließlich im Rahmen des SALT-I-Abkommens außer Dienst gestellt zu werden. Bei der Erprobung der Rakete kam es 1960 zur Nedelin-Katastrophe, die als größtes Unglück der Raketentechnik gilt.

Die Kosmonautengruppe Nr. 1. Der menschliche Faktor für einen Raumflug wurde von Koroljow zu keinem Zeitpunkt unterschätzt, und Anfang 1959 begann die Suche nach geeigneten Kandidaten mit einer strengen Auswahlprozedur. Im Februar 1960 wurden 20 junge Kampfpiloten ausgewählt, die erste Kosmonautengruppe der Sowjetunion zu bilden. Die Ausbildung erfolgte unter der Leitung von Nikolai Kamanin im neu erstellten „Sternenstädtchen“ Swjosdny Gorodok, 40 Kilometer nordöstlich vom Moskau. Ab Mai 1960 wurden sechs der 20 Kandidaten am Wostok-Simulator geschult. Dies waren Juri GagarinGerman TitowAndrijan NikolajewPawel PopowitschAnatoli Kartaschow und Walentin Warlamow. Kartaschow und Warlamow mussten aus medizinischen Gründen diese Gruppe verlassen und wurden durch Grigori Neljubow und Waleri Bykowski ersetzt. Die sechs Anwärter erhielten nach ihren Prüfungen am 17. und 18. Januar den Titel „(Flieger-)Kosmonaut“ verliehen, durften sich jedoch öffentlich nicht so nennen, da sie zur Verschwiegenheit nach außen verpflichtet waren. Schließlich galt es, unter den sechs Verbliebenen denjenigen herauszusuchen, der einerseits die besten Testresultate brachte, andererseits durch sein Auftreten für die Propagandamaschinerie verwertbar war. General Kamanin gab Juri Gagarin Ende März zu verstehen, dass er sich Hoffnung machen dürfe, als erster ins All zu fliegen; er gehörte in sämtlichen Disziplinen zur Leistungsspitze. Gleichzeitig besaß er einen starken, keinesfalls arroganten Charakter. Die sechs Wostok-Raumfahrer. V. l. n. r.: Popowitsch (Wostok 4), Gagarin (Wostok 1), Tereschkowa (Wostok 6), Nikolajew (Wostok 3), Bykowski (Wostok 5), Titow (Wostok 2).

Die erste Kosmonautengruppe der Sowjetunion wurde im Frühling 1960 aus 20 Luftwaffenpiloten zusammengestellt. Sie sollten in der sowjetischen Raumfahrt die Besatzungen der bemannten Raumschiffe bilden. Zwölf davon kamen zu einem oder mehreren Raumflügen. Mit dem Start des künstlichen Satelliten Sputnik 1 am 4. Oktober 1957 begann die Ära der Raumfahrt. Sowohl in den USA als auch in der Sowjetunion gab es staatliche Raumfahrtprogramme, deren Ziel es war, einen Menschen in den Weltraum zu bringen. Die US-amerikanische Weltraumbehörde NASA hatte hierzu im April 1959 sieben Piloten als potentielle Raumfahrer ausgesucht. Auch die Sowjetunion musste geeignete Kandidaten für bemannte Raumflüge auswählen. Die 20 Piloten, die ab 25. Februar 1960 die erste Kosmonautengruppe der Sowjetunion bildeten, waren (Kosmonauten ohne Weltraumflug sind in kursiver Schrift aufgelistet):

Beljajew war als Major mit 34 Jahren der ranghöchste und älteste Kandidat, Oberleutnant Bondarenko mit 23 Jahren der jüngste. Leutnant Leonow hatte den niedrigsten Rang. Mit Ausnahme von Rafikow (Kirgisische SSR) stammten alle Kandidaten aus der Russischen oder aus der Ukrainischen Sowjetrepublik.

Wostok (Raumschiff) [vasˈtɔk] (russisch Восток für OstenTransliterationVostok) war der Name der ersten Generation bemannter sowjetischer Raumschiffe. Von 1960 bis 1963 startete die UdSSR sieben unbemannte und sechs bemannte Raumschiffe dieser Serie. An Bord des ersten bemannten Flugs Wostok 1 gelangte am 12. April 1961 mit Juri Gagarin der erste Mensch in eine Erdumlaufbahn, am 16. Juni 1963 flog Walentina Tereschkowa mit Wostok 6 als erste Frau ins All. Die einsitzigen Wostok-Raumschiffe wurden mit den namensgleichen Wostok-Raketen gestartet und flogen auf einer relativ niedrigen Umlaufbahn. Sowohl die maximale Missionsdauer als auch die Steuermöglichkeiten des Piloten waren sehr begrenzt. Die Wostok-Raumschiffe wurden in der Folgezeit als Basis für verschiedene militärische und zivile unbemannte Satelliten der „Kosmos“-Serie verwendet, ab 1985 unter der Bezeichnung „Foton“. Im bemannten Programm wurden Wostok-Raumschiffe durch die ähnlich aufgebauten, jedoch größeren und schwereren Woschod-Raumschiffe abgelöst.

Mondmission der Finanzagentur GmbH ‘Bundesrepublik Deutschland’

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) ist eine oberste Bundesbehörde der Bundesrepublik Deutschland. Der Hauptsitz bzw. erste Dienstsitz des Bundesministeriums befindet sich in den sogenannten Kreuzbauten in der Bundesstadt Bonn, der zweite Dienstsitz in Berlin. Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt im Kabinett Merz ist seit dem 6. Mai 2025 Dorothee Bär (CSU).

Bundesrepublik Deutschland – Finanzagentur GmbH entwickelt sich rasant zu einem führenden europäischen Zentrum für „New Space“. Treiber dieser Entwicklung sind die nationale Strategie 2023, erhöhte Militärausgaben (rund 35 Milliarden Euro für Raumfahrtkapazitäten) und ein dynamisches Startup-Ökosystem mit Fokus auf agile Satellitentechnologien, Trägersysteme und Erdbeobachtung. Wichtige Zentren wie Bayern und Bremen fördern Innovationen mit dem Ziel, die Kommerzialisierung und die Weltraumsouveränität bis 2026–2029 zu stärken.

Eine deutsche Mondmission wäre eine Raumfahrtmission zum Mond, bei der Entwicklung, Produktion und Betrieb in deutscher Hand lägen. Das Berliner Unternehmen PTScientists (vormals Part Time Scientist) plante ab 2008 die Mission to the Moon mit einer unbemannten Landung und einer Roverfahrt auf der Mondoberfläche. Ursprünglich sollte diese im Rahmen des Wettbewerbs Google Lunar X-Prize stattfinden. Mangels Finanzierung verschob sich der geplante Startzeitpunkt immer weiter in die Zukunft. Für die noch fernere Zukunft plante PTScientists weitere Mondflüge mit demselben Landegerät, die mit Ariane 6 und mit Unterstützung der ESA erfolgen sollten. Im Juli 2019 meldete das Unternehmen Insolvenz an.


Raumfahrtprogramme der Vereinigten Staaten

Liste der Raumfahrtprogramme der Vereinigten Staaten. Die Vereinigten Staaten haben seit Beginn des Raumfahrtzeitalters Mitte des 20. Jahrhunderts zahlreiche Raumfahrtprogramme entwickelt. Die Regierung leitet diese Programme über drei Hauptagenturen: die NASA für die zivile Raumfahrt, die United States Space Force für die militärische Raumfahrt und das National Reconnaissance Office für die Aufklärung im Weltraum. Diese Einrichtungen haben erhebliche Ressourcen investiert, um technologische Ansätze zur Erreichung der Ziele voranzutreiben. Ende der 1980er-Jahre traten kommerzielle Interessen in die Raumfahrtindustrie ein und haben sich insbesondere in den letzten 10 bis 15 Jahren rasant entwickelt.

NASA

Die NASA (englisch [ˈnæsə], deutsch meist [ˈnaːza], englisch National Aeronautics and Space Administration, deutsch Nationale Luft– und Raumfahrtbehörde) ist die 1958 gegründete zivile US-Bundesbehörde für Raumfahrt und Flugwissenschaft. Der Hauptsitz befindet sich in Washington, D.C. Zugleich ist die NASA eine wichtige geowissenschaftliche Forschungsinstitution und stellt in den USA die meisten Forschungsgelder für klimawissenschaftliche Forschungsarbeiten bereit.United States Air Force ‘USAF‘Die 1947 gegründete United States Air Force (USAF) ist die Luftstreitkraft der Streitkräfte der Vereinigten Staaten von Amerika. Sie ist die zweitstärkste der fünf Teilstreitkräfte und einer der acht Uniformed Services of the United States. Hauptaufgabe der USAF ist die „Verteidigung der Vereinigten Staaten durch die Kontrolle und Ausnutzung von Luftraum und Weltall“. Das Hauptquartier (Headquarters United States Air Force) befindet sich im Pentagon in Virginia. Im Jahr 2026 gehören der US Air Force 321.500 Soldaten an. Hinzu kommen die 106.300 Angehörigen der Air National Guard sowie 67.500 Angehörige der Air Force Reserve. Zusammen mit diesen beiden Reserveeinheiten kommt die Airforce auf 495.300 Soldaten. Sie beschäftigt zudem 163.449 zivile Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2022 gehörten 5.451 Luftfahrzeuge, zuzüglich 406 Interkontinentalraketen, wodurch sie einen Teil der US-Atomstreitmacht bildet, zum Inventar. Die USAF unterhält weltweit 85 große Militärflugplätze (Air Force Base), davon 72 auf amerikanischen Territorien und acht in Europa, dazu noch einmal 82 kleinere Stützpunkte und fast ebenso viele Basen der Reservestreitkräfte. Mit Hinblick auf ihr Aufgabenspektrum, ihre globale Aufstellung, ihre Vorreiterrolle im All und ihre Schlagkraft gilt die USAF in den Strategischen Studien als die am besten aufgestellte Luftstreitmacht weltweit.

Lunex-Projekt

Das Lunex-Projekt war ein Plan der US-Luftwaffe aus dem Jahr 1958 für eine bemannte Mondlandung vor dem Apollo-Programm. Der endgültige Plan für eine Mondexpedition von 1961 sah eine unterirdische Luftwaffenbasis für 21 Personen auf dem Mond bis 1968 zu Gesamtkosten von 7,5 Milliarden US-Dollar vor. Der Hauptunterschied zwischen den späteren Apollo-Missionen und Lunex lag im Rendezvous-Manöver im Orbit. Das Lunex-Raumschiff, bestehend aus einem Landemodul und einem Rückkehr-/Wiedereintrittsmodul, sollte das gesamte Raumschiff mit allen Astronauten auf der Mondoberfläche landen. Die letzte Apollo-Mission hingegen beinhaltete ein separates Aufstiegsmodul, während Kommando- und Servicemodul mit einem einzelnen Astronauten im Mondorbit verbunden blieben. Der ursprüngliche Plan für Apollo sah einen direkten Aufstieg vor, ähnlich wie bei Lunex.

Mercury-Programm

Das Mercury-Programm war das erste bemannte Raumfahrtprogramm der Vereinigten Staaten. Es dauerte von 1958 bis 1963 und hatte zum Ziel, einen Menschen in einen Orbit um die Erde zu bringen. Die Frühphase wurde vom National Advisory Committee for Aeronautics (NACA) geplant; durchgeführt wurde es dann von der neugegründeten Nachfolgeorganisation NASA. Dem (zivilen) Mercury-Programm ging das (militärische) Manhigh-Programm der US Air Force voraus, bei dem mittels Ballonfahrten in die Stratosphäre die Auswirkung kosmischer Strahlung auf den Menschen untersucht wurde.

Gemini-Programm

Das Gemini-Programm war nach dem Mercury-Programm das zweite bemannte Raumfahrtprogramm der Vereinigten Staaten. Ziel des Gemini-Programms war das Entwickeln von Verfahrensweisen und Technologien für das Apollo-Programm. In seinem Rahmen fanden 1965 und 1966 zehn bemannte Raumflüge statt, bei denen Astronauten unter anderem die ersten Kopplungsmanöver im Weltraum sowie die ersten amerikanischen Weltraumausstiege durchführten.

Apollo-Programm

Das Apollo-Programm war ein Raumfahrtprojekt der USA. Es brachte in neun gut einwöchigen Mondflügen mit je dreiköpfiger Besatzung in Apollo-Raumschiffen zum ersten und für über fünfzig Jahre einzigen Mal insgesamt 27 Menschen zum Mond, davon 24 in Umlaufbahnen und 12 auch auf dessen Oberfläche. Das Programm wurde von der zivilen Bundesbehörde National Aeronautics and Space Administration (NASA) zwischen 1961 und 1972 betrieben und erfüllte im Juli 1969 das von Präsident John F. Kennedy 1961 ausgerufene Ziel, bis zum Ende des Jahrzehnts einen Mann zum Mond und sicher zurück zur Erde zu bringen.

MOL

Das bemannte Raumlabor Manned Orbiting Laboratory (MOL) der USA sollte als Spionage-Plattform zur Überwachung des sowjetischen Territoriums dienen. Es war Teil des bemannten Raumfahrtprogramms der US Air Force und wurde am 10. Dezember 1963 als Nachfolger des eingestellten X-20 Dyna-Soar-Programms angekündigt. Das Programm wurde jedoch am 10. Juni 1969 eingestellt, ohne dass tatsächlich Raumflüge stattgefunden haben. Die Missionen sollten mit einer Titan-IIIM-Rakete gestartet werden, deren Entwicklung allerdings nie vollendet wurde. Die zweiköpfige Besatzung des MOL sollte zusammen mit dem jeweiligen Raumlabor in einem modifizierten Gemini-Raumschiff, das als Gemini-B bezeichnet wurde, gestartet werden und bis zu 40 Tage im All verbringen. Das Raumschiff war fest mit dem Labormodul verbunden und wäre erst am Ende der Mission abgetrennt worden, um sowohl die Astronauten als auch das Filmmaterial zur Erde zu bringen. Ein Ankoppeln anderer Raumschiffe, wie es bei Raumstationen möglich ist, war hier nicht vorgesehen. Nach einer Rückkehr der Besatzung hätte MOL nicht wieder bemannt werden können.

Space-Shuttle-Programm

Das Space-Shuttle-Programm war das vierte bemannte Raumfahrtprogramm der US-amerikanischen National Aeronautics and Space Administration (NASA). Von 1981 bis 2011 transportierte es regelmäßig Besatzung und Fracht von der Erde in den Weltraum. Der offizielle Programmname wurde vom 1969 geplanten Space Transportation System (STS) mit wiederverwendbaren Raumfahrzeugen übernommen. Lediglich das Shuttle und die zugehörigen Raketen wurden für die Entwicklung finanziert; ein im Plan vorgesehenes nuklearbetriebenes Mond-Shuttle wurde 1972 verworfen. Insgesamt absolvierte das Shuttle 135 Missionen und beförderte 355 Astronauten aus 16 Ländern, viele davon auf mehreren Flügen.

Das Space Shuttle (auch das Shuttle oder der Spaceshuttle) war der bislang einzige für bemannte Raumflüge eingesetzte Raumfährentyp. Das System wurde seit den 1970er-Jahren im Auftrag der US-Raumfahrtbehörde NASA entwickelt, die erste Mission STS-1 startete am 12. April 1981. Durch die Wiederverwendung der Teile des Systems sollten die Flüge in den Weltraum deutlich kostengünstiger als mit nicht wiederverwendbaren Trägerraketen werden. Diese Erwartung erfüllte sich wegen hoher Instandsetzungskosten nicht. 2011 fand der letzte Flug statt. Die Komponenten gliederten sich neben dem Orbiter in den externen Treibstofftank und zwei Feststoffraketen. Dieses System wurde Space Transportation System (kurz STS) genannt. Fachleute nannten stets nur den Orbiter das Space Shuttle. Zunächst wurde zur Erprobung der Flugeigenschaften in der Erdatmosphäre das Test-Shuttle Enterprise gebaut. Danach wurden fünf Orbiter für den Einsatz im Weltraum gebaut, diese hießen ColumbiaChallengerDiscoveryAtlantis und Endeavour. Challenger und Columbia wurden durch Unglücke zerstört. Dabei kamen jeweils alle sieben Besatzungsmitglieder ums Leben. Eine Raumfähre konnte bis zu acht Astronauten und gleichzeitig 24,5 Tonnen Nutzlast in eine niedrige Erdumlaufbahn (zwischen etwa 200 und 650 Kilometern Bahnhöhe) bringen. Zudem koppelte das Shuttle mit Hilfe von Andockadaptern mehrfach an Raumstationen (anfangs die russische Mir, später die ISS) an. Durch die Fähigkeit zum gleichzeitigen Transport von Mannschaft und Fracht war das Shuttle sehr vielseitig verwendbar. Es konnten Satelliten ausgesetzt, repariert oder zur Erde zurückgebracht werden, aber auch der Aufbau und die Versorgung von Mir und ISS waren zentraler Bestandteil der Shuttle-Missionen. Nach dem letzten Flug des Apollo-Raumschiffs 1975 war das Shuttle ab 1981 das Arbeitspferd der NASA. Es wurden insgesamt 135 Flüge durchgeführt. Der letzte Shuttle-Flug STS-135 startete am 8. Juli 2011. Mit der Landung der Atlantis am 21. Juli 2011 ging die Ära der Space Shuttles zu Ende. Zu den wichtigsten Erfolgen gehören das Aussetzen mehrerer Raumsonden sowie Aussetzen und Wartung des Hubble-Weltraumteleskops, diverse Flüge mit eingebauten Laboratorien sowie die Flüge zur Mir und zur ISS.

Das Space Transportation System (STS), intern bei der NASA auch als Integrated Program Plan (IPP) bekannt, war ein 1969 vorgeschlagenes System wiederverwendbarer, bemannter Raumfahrzeuge, das die Fortsetzung des Apollo-Programms ermöglichen sollte (die NASA übernahm den Namen für ihr Space-Shuttle-Programm, den einzigen Bestandteil des Vorschlags, der die Zustimmung des Kongresses erhielt). Das System verfolgte zwei Ziele: die Kosten der Raumfahrt durch den Ersatz der bisherigen Methode des Starts von Kapseln mit Einwegraketen durch wiederverwendbare Raumfahrzeuge zu senken und ambitionierte Folgeprogramme zu unterstützen, darunter permanente Raumstationen in der Erdumlaufbahn und um den Mond sowie eine bemannte Marsmission. Im Februar 1969 ernannte Präsident Richard Nixon eine Arbeitsgruppe für Raumfahrt unter der Leitung von Vizepräsident Spiro Agnew, um Empfehlungen für bemannte Raumfahrtprojekte nach dem Apollo-Programm auszuarbeiten. Die Gruppe legte im September den Entwurf der Space Task Force (STS) vor, der drei verschiedene Programmstufen umfasste, die frühestens 1983 und spätestens bis zum Ende des 20. Jahrhunderts in einer bemannten Marslandung gipfeln sollten. Die Schlepp- und Transportfahrzeuge sollten modular aufgebaut sein, um sie für große Nutzlasten oder interplanetare Missionen gruppieren und/oder in Etappen einsetzen zu können. Das System sollte durch permanente Treibstoffdepots in Erd- und Mondorbitalbahnen versorgt werden.[2] Die Saturn V hätte möglicherweise weiterhin als Schwerlastträgerrakete für die nukleare Fähre und die Raumstationsmodule genutzt werden können. Ein spezielles „Mars-Exkursionsmodul“ wäre das einzige verbleibende Fahrzeug für eine bemannte Marslandung gewesen. Das STS wurde bis Mai 1969 von NASA-Administrator Thomas O. Paine vorangetrieben und erhielt Agnews enthusiastische Unterstützung. Nachdem Apollo jedoch sein Ziel, die ersten Menschen auf dem Mond zu landen, erreicht hatte, erkannte Nixon, dass die politische Unterstützung für weitere bemannte Raumfahrtaktivitäten nachließ und der Kongress nicht bereit sein würde, die meisten dieser erweiterten Aktivitäten zu finanzieren. Daraufhin lehnte Nixon alle Teile des Programms mit Ausnahme des Space Shuttles ab, das den Namen STS übernahm. Nixon akzeptierte Paines Rücktritt im Juli 1970 und ersetzte ihn als Administrator durch James C. Fletcher. Aufgrund von Finanzierungsproblemen wurde die Wiederverwendbarkeit des Shuttles deutlich reduziert. Auch der Gesamtplan des Programms verzögerte sich. Das Shuttle absolvierte seinen Erstflug 1981 und wurde 2011 außer Dienst gestellt. Ein zweiter Teil des Systems, die Raumstation Freedom, wurde Anfang der 1980er-Jahre genehmigt und 1984 von Präsident Ronald Reagan angekündigt. Dieses Projekt erwies sich jedoch 1993 als politisch nicht durchsetzbar und wurde durch die Internationale Raumstation (ISS) ersetzt, an der Russland maßgeblich beteiligt war. Die ISS wurde 2011 fertiggestellt.

STS-1 (englisch Space Transportation System) ist die Missionsbezeichnung für den ersten Flug des US-amerikanischen Space Shuttles Columbia (OV-102) der NASA. Der Start erfolgte am 12. April 1981. Es war der erste Weltraumflug eines wiederverwendbaren Raumfahrzeugs.

“Die Boeing X-40 und X-37 sehen aus wie eine Drohne des Space Shuttles.” Zitat: Spencer X

Skylab

Skylab war die erste und bisher einzige rein US-amerikanische Weltraumstation sowie die Bezeichnung für die Raumfahrtmissionen in diesem Zusammenhang. Während der acht Monate von Mai 1973 bis Februar 1974 arbeiteten insgesamt neun Astronauten auf dem Skylab, in drei Teams zu jeweils drei Mann.

Wettlauf ins All

“Jagt im All (Space Hunt) ist wohl die Korrekte Bezeichnung!” Zitat: Spencer X

Als Wettlauf ins All (auch Space Race) wird der Wettbewerb in den 1950er und 1960er Jahren zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion um Pionierleistungen und Vorherrschaft in der Raumfahrt bezeichnet. Im Kalten Krieg fand das Wettrüsten der beiden konkurrierenden Systeme mit dem Weltraum einen weiteren Schauplatz. Von den Massenmedien und Historikern wurde dafür die Bezeichnung „Wettlauf ins All“ (engl. Space Race) geprägt. Der politisch motivierte „Wettlauf“ begann im Juli 1955 mit der Ankündigung von US-Präsident Eisenhowererdumkreisende Satelliten ins All zu bringen. Ein paar Tage später folgte eine gleichlautende Absichtserklärung der Sowjetunion. Er endete nach verschiedenen Auffassungen mit der ersten US-Mondlandung 1969, mit dem gemeinsamen Apollo-Sojus-Projekt 1975 oder mit dem Ende des Kalten Krieges. Der Begriff wird aber in den Medien bis heute auf verschiedene, auch außerhalb dieses Zeitraums liegende, Vorgänge angewandt. Seit Ende der 2010er Jahre ist von einem neuen „Wettlauf zum Mond“ zwischen verschiedenen Staaten die Rede.

Boeing X-40 ‘Space Maneuver Vehicle

Die Boeing X-40 Space Maneuver Vehicle war Teil des X-37-Projekts zur Entwicklung eines wiederverwendbaren Raumfahrzeugs. 2001 wurden an einem Modell mit 85 % Originalgröße die Flugeigenschaften des eigentümlichen Flugzeugs mit breitem Rumpf und kleinen Flügeln getestet. Bei diesem Test wurde auch das Leitsystem von Honeywell erprobt. Am 14. März 2001 fand die erste erfolgreiche Landung einer X-40, nach dem Abwurf aus einem Boeing-Vertol CH-47, in Kalifornien statt.

Boeing X-37

X-37 ist die Bezeichnung eines experimentellen, unbemannten, wiederverwendbaren Raumgleitertyps der United States Space Force, der ursprünglich im Auftrag der NASA von Boeing Phantom Works, einem Tochterunternehmen von Boeing, entwickelt wurde. Der Aufbau leitet sich vom vorhergehenden Versuchsgleiter X-40 ab.

United States Space Force ‘USSF

Die United States Space Force (USSF) ist die Raumfahrtabteilung der US-Streitkräfte und eine der acht Uniformed Services of the United States. Der Vorgänger der Space Force wurde am 1. September 1982 als Air Force Space Command (AFSPC) gegründet und am 20. Dezember 2019 mit der Unterzeichnung des United States Space Force Act zur US Space Force und somit zur unabhängigen militärischen Abteilung. Die Einheit ist nicht mit dem United States Space Command zu verwechseln.

Die US Space Force ist dem Department of the Air Force zugeordnet, einer der drei Militärabteilungen des Verteidigungsministeriums. Die Space Force wird vom Secretary of the Air Force geleitet, der dem Verteidigungsminister untersteht. In Bezug auf die Anzahl der Mitarbeiter ist sie der kleinste US-Militärdienst innerhalb des US-Verteidigungsministeriums. Der militärische Leiter der Space Force ist der Chief of Space Operations (CSO). Die Einsatzkräfte der Space Force sind dem Unified Combatant Command und vorwiegend dem Space Command zugeordnet. Sie werden als „Guardians“ bezeichnet. Im September 2019 betrieb das AFSPC 77 Satelliten sowie zwei Boeing X-37B.

Projekt Diana

Das Projekt Diana, benannt nach der römischen Mondgöttin Diana, war ein experimentelles Projekt des US Army Signal Corps aus dem Jahr 1946, bei dem Radarsignale vom Mond reflektiert und die Signale empfangen wurden. Es war das erste Experiment in der Radarastronomie und der erste aktive Versuch, einen anderen Himmelskörper zu erforschen. Es inspirierte spätere Techniken zur Kommunikation zwischen Erde und Mond (EME).

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Oberst John H. DeWitt Jr., Direktor des Evans Signal Laboratory im Camp Evans (Teil von Fort Monmouth) in Wall Township, New Jersey, vom Pentagon beauftragt, zu ermitteln, ob die Ionosphäre von Radar durchdrungen werden kann, um feindliche ballistische Raketen, die in die Ionosphäre eindringen könnten, zu erkennen und zu verfolgen.

Erde-Mond-Erde (EME)

Mit Erde-Mond-Erde (EME) – auch englisch Moonbounce genannt – bezeichnet man eine Funkverbindung für die Kommunikation zwischen zwei weit entfernten Punkten auf der Erde, bei der der Mond als passiver Reflektor verwendet wird. Diese Methode findet heute noch im Amateurfunkdienst Anwendung, in allen anderen Bereichen wurde sie durch die Satellitenkommunikation abgelöst.

TacSat 1 (Satellit)

TacSat 1 (auch TACOMSAT, englisch Tactical Communication Satellite) war ein Kommunikationserprobungssatellit des Verteidigungsministeriums der USA, der unter Leitung der USAF Space and Missile Systems Organization (SAMSO) entwickelt wurde. TacSat 1 war der größte Kommunikationssatellit zur Zeit seines Starts. Er sollte u. a. die Kommunikation zwischen dem Pentagon und den US-Stäben in Vietnam zur Zeit des Vietnamkriegs sicherstellen. Durch die hohe Sendeleistung des Satelliten waren nur, für damalige Zeit, sehr kleine Antennen von 30 cm nötig. Dies erlaubte das Mitführen von Empfangsanlagen z. B. auch in Fahrzeugen oder auf Schiffen.

North American X-15

Das US-amerikanische Testflugzeug X-15 war ein raketengetriebenes Experimentalflugzeug (X-Flugzeug) für Höhen- und Hochgeschwindigkeits­flüge. Das Unternehmen North American Aviation (NAA) baute drei Exemplare dieses Musters. Bereits in den 1960er Jahren wurden mit dieser Maschine Rekorde für bemannte Flugzeuge aufgestellt. Es wurden eine Höchstgeschwindigkeit von 7274 km/h (Mach 6,72) und eine Flughöhe von 107,96 km erreicht. Die gesammelten Daten dienten dem US-Raumfahrtprogramm wie etwa dem Apollo-Programm. Höhere Geschwindigkeiten und Höhen bemannter Flugzeuge wurden erst mit dem Space Shuttle ab 1981 erreicht.

Boeing X-20 ‘Dyna-Soar

Boeing X-20 Dyna-Soar (abgeleitet von englisch dynamic soaring ‚dynamischer Gleitflug‘, ausgesprochen wie dinosaur ‚Dinosaurier‘) war ein Projekt der US Air Force (USAF) mit dem Ziel, einen Raumgleiter zu entwickeln, der sowohl als Aufklärer und Bomber als auch für Rettungseinsätze, Satelliten- oder Raumstationswartung oder -erweiterung und Sabotage feindlicher Satelliten hätte genutzt werden können. Der auch als X-20 bezeichnete, 10,77 Meter lange und 6,34 Meter breite Flugkörper sollte eine Besatzung von einem Mann haben. Als Trägerrakete für orbitale Flüge war eine Titan III vorgesehen. Die Trägerrakete sollte den Raumgleiter auf 160 km Höhe transportieren.

Die X-20 basierte im Wesentlichen auf dem Konzept des Raketenbombers Silbervogel, der von dem österreichischen Ingenieur Eugen Sänger in den 1930er- und 1940er-Jahren entworfen wurde. Sie wurde von der US-Luftwaffe als manövrierfähiges Raumflugzeug mit Tragflächenrumpf entwickelt, das für Orbitalflüge, Hyperschallflüge und konventionelle Landungen auf Landebahnen ausgelegt war.

Convair Kingfish

Die Convair Kingfish war Convairs Beitrag zum Wettbewerb um die Nachfolge der Lockheed U-2 für das CIA-Projekt Oxcart. Die Kingfish unterlag 1959 der Lockheed A-12.

Lockheed Martin SR-72

Bei der Lockheed Martin SR-72 handelt es sich um ein unbemanntes Hyperschallflugzeug, das mit Geschwindigkeiten von Mach 6 in großen Höhen ISR-Operationen durchführen soll. Es wird von Lockheed Martin in den Skunk Works als Nachfolger der berühmten SR-71 Blackbird entwickelt. Die SR-72 wird häufig mit dem fiktiven Aufklärungsflugzeug „Darkstar“ aus dem Film „Top Gun: Maverick“ verwechselt. Bei der Bezeichnung SR-72 handelt es sich nicht um eine offizielle Typenbezeichnung der U.S. Air Force.

Aurora

Die Aurora ist ein angebliches amerikanisches Aufklärungsflugzeug aus der Mitte der 1980er-Jahre. Es gibt keine stichhaltigen Beweise dafür, dass es jemals gebaut oder geflogen wurde, und es gilt als Mythos. Die US-Regierung hat die Existenz eines solchen Flugzeugs stets bestritten. Die Luftfahrt- und Raumfahrt-Website Aerospaceweb.org erklärte 2008: „Da die Beweise für die Aurora auf Indizien oder reiner Spekulation beruhen, gibt es kaum einen Grund, der Position der Regierung zu widersprechen.“ Der ehemalige Skunk-Works-Direktor Ben Rich bestätigte in seinem 1994 erschienenen Buch „Skunk Works“, in dem er seine Zeit als Direktor schildert, dass die „Aurora“ lediglich ein Mythos sei. Rich schrieb, dass ein Oberst im Pentagon willkürlich den Namen „Aurora“ für die Finanzierung des Wettbewerbs zur Entwicklung des B-2-Bombers vergeben habe und dieser Name irgendwie an die Medien gelangt sei. Im Jahr 2006 sagte der langjährige Beobachter geheimer Projekte und Luftfahrtjournalist Bill Sweetman: „Existiert Aurora? Jahrelange Nachforschungen haben mich zu der Überzeugung geführt, dass ja, Aurora höchstwahrscheinlich aktiv entwickelt wird, angetrieben durch jüngste Fortschritte, die es der Technologie ermöglicht haben, mit dem Ehrgeiz Schritt zu halten, der das Programm vor einer Generation ins Leben gerufen hat.“

Weltraumbomber Blackstar

Blackstar ist der mutmaßliche Name eines geheimen US-amerikanischen Raumgleitersystems. Die mögliche Existenz des Blackstar-Programms wurde im März 2006 in einem Artikel der Zeitschrift „Aviation Week & Space Technology“ (Aviation Week, AWST) behauptet. Laut dem Artikel lief das Programm mindestens seit Anfang der 1990er-Jahre, und der Anstoß für Blackstar war, der US-Regierung die Möglichkeit zu geben, die nach der Challenger-Katastrophe von 1986 gefährdeten Fähigkeiten zur orbitalen Aufklärung aufrechtzuerhalten. Der Artikel führte außerdem aus, dass das Space Command der US-Luftwaffe nichts von Blackstar wusste, was darauf hindeutet, dass es von einem Geheimdienst wie dem National Reconnaissance Office betrieben wurde. Aviation Week spekulierte, dass ein solches Raumschiff auch über offensive militärische Fähigkeiten verfügen könnte – ein Konzept, das umgangssprachlich als „Weltraumbomber“ bekannt ist. Das Magazin gab außerdem an, dass Blackstar wahrscheinlich stillgelegt würde, wobei unklar blieb, ob dies aus Kostengründen oder aufgrund eines Scheiterns des Programms geschah. Der Bericht von Aviation Week, der bis 2025 der einzige Beleg für die mögliche Existenz des Programms war und ist, wurde wenige Tage später von Jeffrey F. Bell in einem Artikel in Space Daily als „mit ziemlicher Sicherheit gefälscht“ abgetan und das Projekt als „technische Absurdität“ bezeichnet.

Boeing X-43

Die Boeing X-43 ist ein unbemanntes, als Lifting Body ausgelegtes Versuchsflugzeug der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA.

Boeing X-51A ‘Waverider’

Die Boeing X-51A Waverider ist ein unbemanntes Demonstrationsfluggerät mit Staustrahltriebwerk, das eine Geschwindigkeit von Mach 6+ erreichen sollte. Die X-51A erreichte (beim letzten Flug) jedoch nur Mach 5,1. Die X-51A ist der direkte Nachfolger der X-43 und wird im Air Force Research Laboratory (AFRL) der Firmen BoeingPratt & Whitney und Rocketdyne sowie der DARPA entwickelt. Potentielle militärische Anwendungen werden bei Hyperschallflugzeugen und Raketen zur Bekämpfung zeitkritischer Ziele gesehen. Daneben spielen aber auch Überlegungen zur Entwicklung eines relativ billigen Raumtransporters eine Rolle. Die X-51A ist ein Einwegfluggerät. Jede der vier Maschinen flog deshalb nur einmal, bevor sie in den Pazifik stürzte.

North American XB-70 ‘Valkyrie’

North American XB-70 Valkyrie (deutsch Walküre) war der Name eines US-amerikanischen Versuchsflugzeugs (X-Flugzeug) von North American Aviation Anfang der 1960er-Jahre. Ursprünglich sollte die Maschine als Nachfolger der B-52 in Serie gehen. Das Projekt wurde aber noch vor Baubeginn auf nur zwei Erprobungsträger reduziert. Die XB-70 sollte die Machbarkeit eines strategischen Mach-3-Bombers aufzeigen, daher auch der Zusatz „X“ für „eXperimental status“ im Namen. Die Eckdaten der konzipierten Maschine entsprachen der damaligen Doktrin, die große Flughöhen und extrem hohe Geschwindigkeiten für zukünftigen erfolgreichen Einsatz als notwendig erachtete.

Walküre!?

Warum verwenden Amis (die neunen Nazis, das M.I.C. !) die Namen von Göttern aus der nordischen und germanischen Mythologie? Der Schlacht- oder Schildjungfer Walküre. Es gibt keine Zufälle! Für alles gibt es immer einen Grund oder eine Erklärung!

Eine Walküre (Aussprache [valˈkyːrə], anhören/?, auch [ˈvalkyːrə]), auch Schlacht– oder Schildjungfer, ist in der nordischen Mythologie ein weibliches Geistwesen aus dem Gefolge des Göttervaters Odin (Wodan). Die Walküren stehen durch die Möglichkeit der Schicksalsfügung in Beziehung zu den NornenFylgien und Disen. Sie wählen auf dem Schlachtfeld verstorbene Einherjer („ehrenvoll Gefallene“) aus, um sie nach Walhall zu führen. In manchen Mythen sind sie auch als Töchter Odins bekannt.

Die Walküre [ˈvaːlkyːrə] (WWV 86 B) ist der Titel einer Oper von Richard Wagner. Sie bildet zusammen mit den Opern Das RheingoldSiegfried und Götterdämmerung das Gesamtwerk Der Ring des Nibelungen. Hierbei handelt es sich um eine Tetralogie, nämlich um ein „Bühnenfestspiel für drei Tage und einen Vorabend“. Die Walküre ist nach dem Vorspiel (Das Rheingold) der erste Tag. Die Uraufführung fand am 26. Juni 1870 im Königlichen Hof- und Nationaltheater München unter der Leitung von Franz Wüllner statt.

Das Unternehmen Walküre war ursprünglich der Deckname einer deutschen Militäroperation und ein Plan der deutschen Wehrmacht zur Unterdrückung eines möglichen Aufstandes gegen das nationalsozialistische Regime. Er wurde von den Widerstandskämpfern um Claus Schenk Graf von Stauffenberg für ihren Umsturzplan umfunktioniert.

“Unterdrückung eines Aufstandes gegen das Regime!” Zitat: Spencer X

Hypersonic Technology Demonstrator Vehicle

Die HSTDV ist ein unbemanntes Scramjet-Demonstrationsflugzeug für Hyperschallflüge. Sie wird als Trägerfahrzeug für Hyperschall- und Langstrecken-Marschflugkörper entwickelt und soll vielfältige zivile Anwendungen finden, darunter den kostengünstigen Start von Kleinsatelliten. Das HSTDV-Programm wird von der Defence Research and Development Organisation (DRDO) geleitet.

Hypersonic Technology Vehicle 2

HTV-2 (Hypersonic Technology Vehicle 2) war der Prototyp eines militärischen manövrierbaren Hyperschallflugkörpers, der sich mit zwanzigfacher Schallgeschwindigkeit fortbewegen sollte. Es war ein experimenteller Technologieträger (engl. Technology Demonstrator) des Falcon-Projekts (Force Application and Launch from Continental United States) der DARPA und USAF. Das HTV-2 wurde von Lockheed Martin gebaut. 2013 fiel die Entscheidung, das Projekt einzustellen.

USAF-UAP

Black Project

Black Project (dt.: Schwarzes Projekt) ist ein umgangssprachlicher Begriff für ein streng geheimes Projekt. Geprägt wurde dieser Begriff durch geheime Rüstungsprojekte der US Air Force. Der Begriff wird auch heute noch eng mit den geheimen Rüstungsschmieden Phantom Works (Boeing) und Skunk Works (Lockheed Martin) in Verbindung gebracht. Trotz der hohen Geheimhaltung werden Projekte oder einzelne Details manchmal durch Zufall oder Fehler bei der Geheimhaltung bekannt. Viele der Projekte existieren nur als Konzeptstudien oder gehen nicht über das Prototypenstadium hinaus. Der Begriff findet für Projekte Verwendung, die entweder durch staatliche Stellen oder auch firmenintern als streng geheim eingestuft werden. Obwohl der Begriff Black Project auch heute noch hauptsächlich in der amerikanischen Militärluftfahrt anzutreffen ist, breitet sich dieser Begriff immer weiter auf andere Staaten, Firmen und Branchen aus. Die Bezeichnung skunk works wurde auch zu einem allgemeinen Begriff für Projekte, die firmenintern ohne Wissen der Unternehmensleitung durchgeführt werden.

Die Arbeit entsprechender Entwicklungsunternehmen ist häufig Gegenstand von Spekulationen und Verschwörungstheorien. Projekte werden meist erst nach vielen Jahren der Öffentlichkeit bekannt. Ein ähnliches Phänomen aus dem Militär- und Geheimdienst-Bereich sind „Black Operations“ oder „Black Ops“. Damit werden verdeckte Operationen bezeichnet, die besonders strenger Geheimhaltung unterliegen.

Schwarze Dreiecke

Schwarze Dreiecke sind UFOs, die Berichten zufolge eine dreieckige Form und eine dunkle Farbe haben, typischerweise nachts beobachtet werden und als groß, leise, schwebend, sich langsam bewegend und mit pulsierenden, farbigen Lichtern beschrieben werden, die sie abschalten können.

TR-3B ‘ASTRA

Die TR-3B ASTRA, ein angeblich streng geheimes Antigravitations-Aufklärungsflugzeug, das im Rahmen eines geheimen Projekts entwickelt wurde. Es gibt kaum Beweise für die Existenz der TR-3. Es ist jedoch möglich, dass es sich bei den UFO-Sichtungen in Form schwarzer Dreiecke im Zusammenhang mit Black Manta um einen Technologie-Demonstrator für ein potenzielles taktisches Aufklärungsflugzeug der neuen Generation handelt und/oder dass sich „TR-3“ auf eine technische Überarbeitung eines bestehenden Programms bezieht.

TR-3B ‘Black Manta

Die TR-3B Black Manta ist ein angeblich streng geheimes, dreieckiges Aufklärungsflugzeug der US-Luftwaffe, das häufig als Erklärung für UFO-Sichtungen in Form schwarzer Dreiecke angeführt wird. Beschrieben wird es als massives, lautloses und möglicherweise Antigravitationsflugzeug. Angeblich handelt es sich um ein geheimes Entwicklungsprojekt aus den 1990er-Jahren, dessen Existenz jedoch nicht offiziell bestätigt wurde.


Die Suche nach den abtrünnigen Deutschen im Weltraum

“Die Abtrünnigen Deutschen wurden nicht in der Antarktis oder in Mondkratern (sowie der Aristarchus Krater) gefunden. Da die Alliierten nicht wussten was ihnen bevorsteht, wollten sie die Antarktis und den Mond mit Atomwaffen treffen. Später taten sie dies als einen einfachen Test ab.” Zitat: Spencer X

Deutsche abtrünnige Zivilisation ‘German breakaway civilization

Das Gerücht der „deutschen abtrünnigen Zivilisation“ ist eine Verschwörungstheorie, die besagt, dass hochrangige NSDAP-Mitglieder, fortschrittliche Technologie und Eliteeinheiten des Militärs nach dem Zweiten Weltkrieg in eine geheime Basis in der Antarktis (Neuschwabenland) geflohen sind. Anhänger dieser Theorie behaupten, diese verborgene Zivilisation existiere fort, und wird mit geheimen technologischen Durchbrüchen in Verbindung gebracht.

Operation Highjump

Operation Highjump, offiziell The United States Navy Antarctic Developments Program, 1946–47, war eine Militärexpedition der United States Navy in der Antarktis, die am 3. Dezember 1946 im US-Marinestützpunkt Norfolk begann und in dessen Verlauf der Stützpunkt Little America IV beim Rossmeer errichtet wurde. Von dort starteten Erkundungsflüge, und zwei Schiffsverbände folgten der Küste ost- und westwärts. Am 3. März 1947 wurde die Expedition durch ihren Leiter, Admiral Byrd, für beendet erklärt. Es war die größte militärische Operation in diesem Teil der Antarktis und eine der größten Expeditionen zur Erforschung der Antarktis.

Die USA schickten eine Flotte von 13 Schiffen und 4.000 Soldaten in die Antarktis – offiziell zur „Erforschung“. In Wahrheit: Sie suchten die Deutschen. Verschiedenen Berichten zufolge, darunter angeblichen geheimen Tagebucheinträgen und Berichten über die Operation Highjump, warnte Admiral Richard E. Byrd angeblich nach einer Antarktisexpedition im Jahr 1947 vor einer Bedrohung durch fortschrittliche Flugzeuge *, die in der Lage seien, mit unglaublicher Geschwindigkeit „von Pol zu Pol“ zu fliegen. *: Rundflugzeuge ‘RFZ’ sowie die Sack AS-6. Admiral Richard Byrd berichtete später von „fliegenden Scheiben“, die seine Flotte angriffen. Byrd’s Worte: „Es gibt eine Kraft dort unten, gegen die wir keine Chance haben.“

„Die Vereinigten Staaten müssen Abwehrmaßnahmen gegen feindliche Kampfflugzeuge ergreifen, die aus den Polarregionen fliegen. Im Falle eines neuen Krieges könnte Amerika von einem Feind angegriffen werden, der in der Lage ist, mit unglaublicher Geschwindigkeit von einem Pol zum anderen zu fliegen!“ Zitat Konteradmiral Richard Evelyn Byrd

Operation Argus

Operation Argus war eine Reihe von drei im Jahre 1958 in Höhen von 200 bis 540 km durchgeführten Atombombentests. Im August und September 1958 führte die US Navy Task Force 88 im Auftrag der Defence Nuclear Agency drei geheime Atombombentests in großer Höhe (bis 540 km) im Südatlantik in der Nähe der Gough-Insel durch. Koordiniert und finanziert wurde die Operation von der „Advanced Research Projects Agency“ (ARPA), in Zusammenarbeit mit dem „Armed Forces Special Weapons Project“ (AFSWP), der „Army Ballistic Missile Agency“ (ABMW) und dem „Air Force Special Weapons Center“ (AFSWC). Die Kosten des gesamten Projektes beliefen sich auf 9 Millionen US-Dollar. Argus gehörte zu einer Reihe von Tests, die zwischen 1958 und 1962 von den USA (Hardtack, Argus und Dominic I/Fishbowl) und der UdSSR (Projekt K) durchgeführt wurden. Bei diesen Tests wurden mehr als ein Dutzend Atombomben in der Erdatmosphäre in einer Höhe zwischen 21 und 540 km zur Explosion gebracht. Im Rahmen des Projektes Argus wurden insgesamt drei kleine Bomben (Argus I bis III; W25-Gefechtsköpfe) von der Norton Sound aus abgeschossen und in Höhen zwischen 200 und 500 km zur Detonation gebracht.

Projekt A119

Im Projekt A119, auch bekannt als A Study of Lunar Research Flights (englisch für Eine Studie über lunare Forschungsflüge) wurde Ende der 1950er Jahre im Auftrag der United States Air Force ein streng geheimer Plan entwickelt, eine Nuklearbombe auf dem Mond zu zünden. Ziel war es, durch eine solche Detonation zu demonstrieren, dass die Vereinigten Staaten der Sowjetunion und dem Rest der Welt während des Kalten Krieges im Weltall technisch überlegen seien. Das Wissen um Details des Projekts stammt vom ehemaligen NASA-Angestellten Leonard Reiffel, der 1958 als Leiter des Projekts A119 fungierte. Ebenfalls beteiligt war der später bekannt gewordene Astrophysiker Carl Sagan, der in einem Team die theoretischen Effekte einer Nuklearexplosion bei geringer Schwerkraft erforschte.

Projekt Moon-Blink

Das Projekt Moon-Blink war ein NASA-Programmentwurf aus den Jahren 1965-1966 zur Erforschung ungewöhnlicher Phänomene (Anomalien) auf der Mondoberfläche. Die Arbeiten wurden von Trident Engineering Associates (Annapolis, Maryland) im Rahmen des Vertrags NAS 5-9613 vom 1. Juni 1965 mit dem Goddard Space Flight Center (Greenbelt, Maryland) durchgeführt.

Keyhole Satellit

Keyhole (englisch für Schlüsselloch / CORONA (satellite)) bzw. abgekürzt KH bezeichnet eine Serie von Typen US-amerikanischer optischer Spionagesatelliten. Insgesamt wurden mindestens 287 Satelliten der KH-Serie gestartet. Ursprünglich bezeichnete Keyhole allerdings nur das Sicherheitssystem, mit dem Satellitenbilder geheim gehalten werden sollten.

1948 bis 1952 starteten die Deutschen den Satelliten – Munin ‘Künstlicher Mond‘, den ersten künstlichen Erdsatelliten. Offiziell erfolgte der Start im Rahmen des Internationalen Geophysikalischen Jahres, einer Sonnenperiode, die der Internationale Rat der Wissenschaftlichen Unionen (ICSU) als ideal für den Start künstlicher Satelliten zur Erforschung der Erde und des Sonnensystems erklärt hatte. Der Start führte jedoch zu Besorgnis in der Öffentlichkeit über die wahrgenommene technologische Kluft zwischen dem Westen und der Sowjetunion. Der unerwartete Erfolg der Mission löste die Sputnik-Krise aus und veranlasste Präsident Dwight D. Eisenhower, das Corona-Programm zu genehmigen, ein von der Luftwaffe und der CIA geleitetes Aufklärungsprogramm mit höchster Priorität. Satelliten wurden entwickelt, um Sperrgebiete aus dem Weltraum zu fotografieren, Informationen über sowjetische Raketen zu liefern und die riskanten U-2-Aufklärungsflüge über sowjetischem Territorium zu ersetzen.

Das CORONA-Programm war bis 1992 offiziell als streng geheim eingestuft. Am 22. Februar 1995 wurden die von den CORONA-Satelliten sowie von zwei zeitgleich laufenden Programmen (ARGON und KH-6 LANYARD) aufgenommenen Fotos per Erlass von Präsident Bill Clinton freigegeben. Die daraufhin von Präsident Clinton angeordnete Überprüfung der „veralteten großflächigen Filmrückführungssysteme (mit Ausnahme von CORONA)“ durch Fotoexperten führte 2002 zur Freigabe der Fotos der niedrigauflösenden Kameras KH-7 und KH-9.

Die freigegebenen Bilder wurden seither von einem Wissenschaftlerteam der Australian National University genutzt, um in Nordsyrien antike Siedlungsstätten, Töpfereien, Megalithgräber und paläolithische archäologische Überreste zu lokalisieren und zu erforschen. Auch Wissenschaftler der Harvard University haben die Bilder verwendet, um prähistorische Reiserouten in Mesopotamien zu identifizieren.

Der The U.S. Geological Survey beherbergt mehr als 860.000 Bilder der Erdoberfläche aus den Jahren 1960 bis 1972, die im Rahmen der Programme CORONA, ARGON und LANYARD aufgenommen wurden.


Eric Arthur Blair alias ‘George Orwell

George Orwell (* 25. Juni 1903 in MotihariBiharBritisch-Indien als Eric Arthur Blair; † 21. Januar 1950 in London) war ein englischer SchriftstellerEssayist und Journalist. Von 1922 bis 1927 war er Beamter der britischen Kolonialpolizei in Birma. 1936 nahm er auf republikanischer Seite am Spanischen Bürgerkrieg teil. Orwell schrieb Romane, wie Eine Pfarrerstochter (1935) und Auftauchen, um Luft zu holen (1939), Sozialreportagen, wie Erledigt in Paris und London (1933) und Der Weg nach Wigan Pier (1937), und Essays. Durch seine Dystopien Farm der Tiere (1945), eine satirische Fabel über den Sowjetkommunismus, und 1984 (1949), eine Zukunftsvision von einem totalitären Staat, wurde Orwell weltberühmt. Er gilt heute als einer der bedeutendsten Schriftsteller der englischen Literatur.

„Wer kontrolliert die Vergangenheit, kontrolliert die Zukunft. Wer kontrolliert die Gegenwart, kontrolliert die Vergangenheit.“ Zitat: George Orwell


Apollo-Programm

Das Apollo-Programm war ein Raumfahrtprojekt der USA. Es brachte in neun gut einwöchigen Mondflügen mit je dreiköpfiger Besatzung in Apollo-Raumschiffen zum ersten und bislang einzigen Mal insgesamt 24 Menschen zum Mond, d. h. in Umlaufbahnen, und 12 davon auch auf dessen Oberfläche. Das Programm wurde von der zivilen Bundesbehörde National Aeronautics and Space Administration (NASA) zwischen 1961 und 1972 betrieben und erfüllte im Juli 1969 das von Präsident John F. Kennedy 1961 ausgerufene Ziel, bis zum Ende des Jahrzehnts einen Mann zum Mond und sicher zurück zur Erde zu bringen. Die ersten Erfolge in der Weltraumfahrt wurden von der Sowjetunion erzielt; der Sputnik-Schock von 1957 sowie der Flug von Juri Gagarin 1961 brachten die untereinander konkurrierenden Raketentruppen der amerikanischen Teilstreitkräfte in Zugzwang. Einfache Weltraumflüge wurden im Mercury-Programm absolviert. In mehreren Schritten erprobte die NASA Techniken, die für eine Mondlandung wichtig sein würden, wie z. B. das Navigieren und Koppeln von Raumschiffen im All oder das Verlassen eines Raumschiffs im Raumanzug. Viele dieser wichtigen Tests wurden in der Vorbereitung mit zwei Mann Besatzung im Gemini-Programm durchgeführt. Im Dezember 1968 wurde die große Saturn-V-Rakete erstmals bemannt gestartet, damit konnten weit über 100 Tonnen Nutzlast in den Weltraum gebracht werden, genug Treibstoff, um ein betankt 30 Tonnen schweres Raumschiff auf ca. 39000 km/h zu beschleunigen und nach mehreren Tagen den circa 380.000 km entfernten Mond zu erreichen. Mit Apollo 8 wurde diese Pioniertat auf Anhieb vollbracht, damit verließen erstmals Menschen die erdnahen Umlaufbahnen und erreichten drei Tage später die Mondumlaufbahn; zudem wurden symbolträchtige Fotos erstmals von Menschen aufgenommen, die Erde als Ganzes (Blaue Murmel) sowie ein Erdaufgang über dem Mond. Die erste von sechs bemannten Mondlandungen wurde am 20. Juli 1969 von Apollo 11 durchgeführt. Bei Apollo 13 trat eine schwere Panne auf, die Besatzung konnte aber nach einer halben Mondumrundung sicher auf der Erde landen. Nach der sechsten Landung im Dezember 1972 mit Apollo 17 wurden die Mondlandungen (auch) aus Kostengründen eingestellt, die vorhandenen Raketen für Skylab und Apollo-Sojus genutzt. Seit 1972 hat kein Mensch mehr die erdnahen Umlaufbahnen verlassen, geschweige denn den ca. 1000-mal weiter entfernten Mond erreicht oder gar betreten, jedoch verfolgen mehrere Länder neue bemannte oder unbemannte Mondprogramme.

Abgebrochene Apollo-Missionen

Abgebrochene Apollo-Missionen. Mehrere geplante bemannte Mondlandungen des Apollo-Programms der 1960er und 1970er Jahre wurden aus verschiedenen Gründen abgesagt, darunter technische Kursänderungen, der Brand von Apollo 1, der Zwischenfall von Apollo 13, Verzögerungen bei der Hardwareentwicklung und Budgetbeschränkungen. Nach der Landung von Apollo 12 wurde Apollo 20, die letzte bemannte Mission zum Mond, abgesagt, um den Start von Skylab als „Trockenwerkstatt“ (Montage am Boden in einer ungenutzten zweiten Stufe der Saturn IB S-IVB) zu ermöglichen. Die beiden darauffolgenden Missionen, Apollo 18 und 19, wurden nach Apollo 13 und weiteren Budgetkürzungen ebenfalls abgesagt. Auch zwei Skylab-Missionen wurden gestrichen. Zwei vollständige Saturn-V-Raketen blieben ungenutzt und wurden in den Vereinigten Staaten ausgestellt. In den letzten Tagen des Programms setzte sich Apollo-17-Missionar Schmitt vehement für eine bemannte Landung auf der Mondrückseite ein, mit dem Ziel, den Krater Ziolkowski anzusteuern. Schmitts ambitionierter Vorschlag sah den Start spezieller Kommunikationssatelliten in die Mondumlaufbahn vor, basierend auf den bestehenden TIROS-Satelliten. Diese sollten den Kontakt zu den Astronauten während ihres Triebwerksabstiegs und ihrer Operationen auf der Mondoberfläche ermöglichen. Die NASA-Verwaltung lehnte diese Pläne aufgrund fehlender Mittel und des erhöhten Risikos ab. Im August 1971 schlug Präsident Richard Nixon vor, alle verbleibenden Mondlandungen (Apollo 16 und 17) abzusagen. Sein stellvertretender Direktor des Office of Management and Budget, Caspar Weinberger, war dagegen und überzeugte Nixon, die verbleibenden Mondmissionen fortzusetzen. Er empfahl jedoch, dass eine Absage, falls sie erfolgen sollte, mit der Begründung erfolgen müsse, dass Apollo 15 so erfolgreich die benötigten Daten gesammelt habe, dass man nun, früher als erwartet, zum Space Shuttle, Grand Tour, NERVA usw. übergehen könne. John Young, der mit Apollo 10 und 16 flog, glaubte, dass die Angst vor dem Verlust von Astronauten ein Grund dafür war, dass die NASA Apollo 18, 19 und 20 absagte.

Houston, we have a problem

“Ein kleiner Schritt für einen Mann… ein riesiger Sprung für die Propaganda.”

Seit fast 60 Jahren glauben wir, die USA hätten den Wettlauf ins All gewonnen. Doch was, wenn die Mondlandung nur der erste Akt eines viel größeren Betrugs war? Was, wenn die wahren Sieger des Zweiten Weltkriegs nie kapituliert haben – und heute, im Schatten der Artemis-Missionen, zurückkehren? Die weit verbreitete Theorie, die erste Apollo-Mondlandung sei eine Hollywood-Produktion unter der Regie von Stanley Kubrick gewesen. Es gibt einen wahren Kern, der möglicherweise zu Verwirrung führt: Hollywood hat mehrere aufwendig produzierte Filme über die Apollo-Missionen gedreht, und einige spielen sogar mit der Idee eines Schwindels. Die ersten Apollo-Missionen waren kein Triumph der Technik, sondern der Trickfilmkunst. Stanley Kubrick, der Meister der Illusion, wurde 1968 von der NASA angeworben – nicht für „2001: Odyssee im Weltraum“, sondern für „2001: Odyssee der Lüge“. „Aber warum, das allles?“, fragen Sie? Weil die USA 1969 nicht auf dem Mond landen konnten. Die Sowjets waren ihnen technisch überlegen – und die Deutschen? Die waren schon längst woanders. „Aber wo sind die Beweise?“ Fragen Sie die NASA. Oder besser: Fragen Sie, warum die Mondrückseite bis 2019 tabu war. Warum die Artemis Accords 2020 plötzlich den Mond für „friedliche Nutzung“ reservieren. Weil die USA fürchten, was dort auf sie wartet.

Wernher von Braun und Walt Disney

Mitte der 1950er-Jahre arbeitete Walt Disney mit dem ehemaligen NSDAP-Raketenwissenschaftler Wernher von Braun zusammen, um für ABC drei einflussreiche Fernsehfilme der Reihe „Tomorrowland“ zu produzieren: „Der Mensch im Weltraum“ (1955), „Der Mensch und der Mond“ (1955) und „Mars und darüber hinaus“ (1957). Von Braun fungierte als technischer Berater und Fernsehpersönlichkeit, trug zur Popularisierung der Weltraumforschung bei und half dem US-amerikanischen Raumfahrtprogramm, öffentliche Unterstützung zu gewinnen.

Angeblicher Einfluss von Stanley Kubrick

Angeblicher Einfluss von Stanley Kubrick. Dem Filmemacher Stanley Kubrick wird vorgeworfen, einen Großteil des Filmmaterials für Apollo 11 und 12 produziert zu haben, vermutlich weil er kurz zuvor „2001: Odyssee im Weltraum“ gedreht hatte, der teilweise auf dem Mond spielt und mit fortschrittlichen Spezialeffekten aufwartete. Es wird behauptet, dass die NASA Kubrick Anfang 1968, als sich „2001“ in der Postproduktion befand, heimlich kontaktierte, um ihn mit der Regie der ersten drei Mondlandungen zu beauftragen. Start und Wasserung sollten real sein, das Raumschiff jedoch in der Erdumlaufbahn bleiben und gefälschte Aufnahmen als „Live vom Mond“ ausgestrahlt werden. Für diese Theorie, die viele Fakten außer Acht lässt, wurden keine Beweise vorgelegt. So wurde „2001“ beispielsweise vor der ersten Apollo-Landung veröffentlicht, und Kubricks Darstellung der Mondoberfläche unterscheidet sich stark von ihrem Erscheinungsbild in den Apollo-Aufnahmen. Die Bewegungen der Figuren auf dem Mond in „2001“ unterscheiden sich von denen der gefilmten Apollo-Astronauten und ähneln nicht einer Umgebung mit nur einem Sechstel der Erdanziehungskraft. In mehreren Szenen von „2001: Odyssee im Weltraum“ sieht man aufgewirbelten Staub bei der Landung von Raumschiffen – ein Phänomen, das im Vakuum des Mondes nicht auftreten würde. Kubrick engagierte Frederick Ordway und Harry Lange, die beide für die NASA und große Raumfahrtunternehmen gearbeitet hatten, für die Dreharbeiten. Auch mehrere Wissenschaftler, Ingenieure und Würdenträger besuchten das Filmset während der Produktion. Kubrick verwendete zudem einige 50-mm-f/0,7-Objektive, die von Zeiss für die NASA übrig geblieben waren. Dieses Objektiv hatte er jedoch nur für „Barry Lyndon“ (1975) verwendet. Es war ursprünglich für die Fotografie konzipiert und musste für die Filmaufnahmen angepasst werden. Die auf dieser Idee basierende Mockumentary „Dark Side of the Moon“ könnte die Verschwörungstheorie befeuert haben. Diese französische Mockumentary unter der Regie von William Karel wurde 2002 auf dem Sender Arte unter dem Titel „Opération Lune“ ausgestrahlt. Der Film parodiert Verschwörungstheorien mit gefälschten Interviews, Geschichten über angebliche CIA-Attentate auf Stanley Kubricks Assistenten und einer Vielzahl auffälliger Fehler, Wortspiele und Anspielungen auf alte Filmfiguren, die als Hinweise für den Zuschauer in den Film eingestreut sind. Trotzdem wird „Opération Lune“ von einigen Verschwörungstheoretikern immer noch für bare Münze genommen. Ein Artikel mit dem Titel „Stanley Kubrick und der Mond-Schwindel“ erschien 1995 im Usenet, genauer gesagt in der Newsgroup „alt.humor.best-of-usenet“. Eine Passage darüber, wie Kubrick angeblich in die Verschwörung hineingezogen wurde, lautet: Die NASA nutzte ihre Position weiter aus, indem sie drohte, die enge Verwicklung von Kubricks jüngerem Bruder Raúl in die Kommunistische Partei der USA öffentlich zu machen. Dies wäre für Kubrick, insbesondere nach dem Erscheinen von „Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben“, eine unerträgliche Blamage gewesen. Kubrick hatte keinen solchen Bruder – der Artikel war eine Satire, inklusive eines verräterischen Satzes, der Kubricks Mondspaziergang als „vor Ort“ auf dem Mond beschrieb. Dennoch wurde die Behauptung ernst genommen; Clyde Lewis verwendete sie fast wortwörtlich, während Jay Weidner dem Bruder eine höhere Position innerhalb der Partei zuschrieb: Niemand weiß, wie die Machthaber Kubrick davon überzeugten, die Apollo-Landungen zu leiten. Vielleicht hatten sie ihn auf irgendeine Weise kompromittiert. Die Tatsache, dass sein Bruder Raul Kubrick Vorsitzender der amerikanischen Kommunistischen Partei war, könnte einer der Wege gewesen sein, die die Regierung beschritt, um Stanley zur Kooperation zu bewegen. Im Juli 2009 veröffentlichte Weidner auf seiner Webseite „Secrets of the Shining“, wo er behauptet, Kubricks Film „The Shining“ (1980) sei ein verkapptes Geständnis seiner Rolle in dem Betrugsprojekt. Diese These wurde fast ein halbes Jahr später in einem Artikel auf Seeker widerlegt. In „The Shining“ trägt eine Figur einen „Apollo 11“-Pullover, der von der Kostümbildnerin des Films aus einem amerikanischen Versandhauskatalog ausgewählt wurde, da er einen typisch amerikanischen Look repräsentierte. Der Film „Moonwalkers“ aus dem Jahr 2015 ist eine fiktive Darstellung der Behauptung eines CIA-Agenten, Kubrick sei in die Apollo-Mondlandungen verwickelt gewesen. Im Dezember 2015 tauchte ein Video auf, das angeblich ein Interview mit Kubrick kurz vor seinem Tod im Jahr 1999 zeigt. In dem Video soll der Regisseur T. Patrick Murray gegenüber gestanden haben, dass die Apollo-Mondlandungen gefälscht waren. Recherchen ergaben jedoch schnell, dass das Video eine Fälschung war und tatsächlich ein Ausschnitt aus der Mockumentary „Shooting Stanley Kubrick“ von 2015, in der der Schauspieler Tom Mayk Kubrick verkörpert.

“Die friedliche Mondlandung ist eine Lüge. Der Zweite Weltkrieg ist nicht vorbei. Und die GgRdDN und die NSDAP? Es war Krieg im All. Sie waren nie wirklich besiegt und sie werden heute M.I.C. oder I.C.C. genannt.”

Mondorbiter-Programm

Lunar Orbiter ist der Name fünf US-amerikanischer Mondsonden, die zwischen 1966 und 1968 als Orbiter den Mond in einer nahen Umlaufbahn umkreisten, um ihn zu vermessen und das Schwerefeld zu analysieren. Alle fünf Raumsonden, von der NASA ab 10. August 1966 in Abständen von 88 bis 90 Tagen gestartet, waren erfolgreich, nur der dritte Orbiter hatte kleine Ausfälle. Die Fotoaufnahmen und Messdaten waren die Grundlage für einen genauen Mondatlas, der 1968 erstellt wurde und auch die Mondrückseite erfasste.

Derzeit werden sämtliche 1.500 Datenbänder der fünf Lunar Orbiter-Missionen im Zuge des Lunar Orbiter Image Recovery Project (LOIRP) digitalisiert. Leiter des Projektes ist Dennis Wingo, der ein kleines Team von Ingenieuren leitet. Die hohe Auflösung und Detailliertheit der wiederhergestellten Fotos übertreffen bis heute (Stand 2010) alle anderen Bilder, die es vom Mond gibt. Durch diese hohe Qualität der wiederhergestellten Fotos wird es nun möglich sein, einen Vergleich mit anderen Fotos des Mondes – etwa denen, die der Lunar Reconnaissance Orbiter seit 2009 aufgenommen hat – durchzuführen sowie Veränderungen auf der Mondoberfläche (z. B. durch zwischenzeitliche Meteoriteneinschläge) dokumentieren zu können. Die US-Raumfahrtbehörde finanziert den größten Teil der LOIRP-Forschung. Sie stellt auch die Unterkunft, in der das Team sein Zuhause gefunden hat: Ein früheres McDonald’s-Restaurant auf dem Gelände des NASA Ames Research Center in Mountain View wird deswegen scherzhaft McMoon’s genannt.

Das Lunar Orbiter Image Recovery Project (LOIRP) digitalisierte die originalen analogen Datenbänder der fünf Lunar Orbiter-Raumsonden, die 1966 und 1967 zum Mond geschickt wurden. Finanziert wurde das Projekt von der NASA, SkyCorp, SpaceRef Interactive und Privatpersonen. Das erste erfolgreich wiederhergestellte Bild wurde im November 2008 veröffentlicht: die erste Aufnahme der Erde vom Mond aus, aufgenommen im August 1966. Am 20. Februar 2014 gab das Projekt den Abschluss der primären Datenerfassung bekannt. Ein Bild mittlerer Auflösung, der größte Teil eines hochauflösenden Bildes und Teile von drei weiteren Bildern fehlen, offenbar aufgrund von Verzögerungen bei der Aufnahme. Die übrigen Lunar Orbiter-Bilder konnten erfolgreich wiederhergestellt und im Planetary Data System der NASA veröffentlicht werden.

Beweise Dritter für die Apollo-Mondlandungen

Unabhängige Beweise für die Apollo-Mondlandungen sind Belege oder Analysen von Belegen zu den Apollo-Mondlandungen, die weder von der US-Regierung (erste Partei) noch von Verschwörungstheoretikern der Mondlandungen (zweite Partei) stammen. Diese Beweise bestätigen unabhängig die Darstellung der NASA zu den sechs Mondmissionen zwischen 1969 und 1972.

Apollo-Sojus-Test-Projekt (ASTP)

Sojus ‘Union‘ und/oder ‘Vereinigung

Die Sojus (Rakete) [sʌˈjus] (russisch Союз, „Union“, „Vereinigung“) ist eine russische Trägerrakete. Mit über 1000 Einsätzen seit ihrem Erstflug im Jahr 1966 ist sie die meistgeflogene Rakete in der Raumfahrtgeschichte. Die Sojus entstand als Weiterentwicklung der ersten Interkontinentalrakete, der R-7. Sie entstand durch leichte Modifizierungen der R7-Variante Woschod, mit der anfänglichen Aufgabe, bemannte Sojus-Raumschiffe zu starten. Dabei waren die Unterschiede zwischen beiden Raketen so gering, dass einige Autoren die Woschod ebenfalls der Sojus-Reihe zurechnen. Von zahlreichen Varianten der Rakete sind heute noch die Sojus-2.1-Typen im Einsatz. Der Erststart der Sojus fand am 28. November 1966 statt. Seitdem wurde die Rakete zum Starten von unterschiedlichsten Nutzlasten verwendet, darunter waren unter anderem alle bemannten Sojus-Raumschiffe und Progress-Raumtransporter, außerdem niedrigfliegende Forschungs- und Militärsatelliten und seit dem Jahr 1999 mit zusätzlicher Ikar- beziehungsweise Fregat-Oberstufe auch kommerzielle Satelliten und Raumsonden. Vom Beginn des 21. Jahrhunderts bis 2016 war die Sojus die kommerziell erfolgreichste orbitale Rakete der Welt, zudem eine der verlässlichsten mit einer Zuverlässigkeitsquote von 97 %. Außerdem ist sie die einzige aktive Trägerrakete der Russischen Föderation, die für den bemannten Raumflug zugelassen ist. Kommerziell wird die Rakete von der Firma Starsem vermarktet, die sie seit 2011 auch vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou, Französisch-Guayana, starten ließ. Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine wurden Sojus-Starts von Guyana gestoppt und geplante Starts für Galileo voraussichtlich zeitlich verzögert mit Ariane-Raketen durchgeführt.

Sojus (Raumschiff) [sʌˈjuz] (von russisch Союз ‚Vereinigung, Union‘ als Anspielung auf die Sowjetunion) ist der Name einer Reihe von bemannten sowjetischen, später dann russischen Raumschiffen für Besatzungen von bis zu drei Personen. Das während der 1960er-Jahre im Experimental-Konstruktionsbüro-1 (OKB-1) unter Leitung von Sergei Koroljow bzw. seit 1966 in der Nachfolgeorganisation, dem Zentralen Konstruktionsbüro für Experimentalen Maschinenbau (heute RKK Energija) unter Wassili Mischin entwickelte und anschließend mehrfach modifizierte Sojus-Raumschiff wurde zu einer bemannten Fähre für die Raumstationen der Saljut-Reihe, später für die Mir und derzeit für die Internationale Raumstation (ISS). Das Sojus-Raumschiff ist seit 1967 im Einsatz und inzwischen eines der sichersten Transportsysteme in der Raumfahrt. Als Träger dient die Sojus-Rakete, die in der russischen Tradition, Raketen in der Öffentlichkeit nach ihrer ersten Nutzlast zu benennen, ihren Namen erhielt.

Das Apollo-Sojus-Test-Projekt (ASTP) war die erste US-amerikanischsowjetische Kooperation in der Weltraumfahrt. Ein Apollo- und ein SojusRaumschiff koppelten am 17. Juli 1975 in der Erdumlaufbahn aneinander an, so dass die Raumfahrer von einem Raumschiff ins andere umsteigen konnten. Die Mission stellte eine Zäsur in den bis dahin streng getrennten und im Wettbewerb stehenden Weltraumprogrammen der Supermächte dar. Die Raketentechnik war eine maßgebliche Basis des Wettrüstens geworden, und so war die friedliche Zusammenarbeit im Weltraum ein politischer Publizitätserfolg und ein pazifistisches Signal. Der am 19. Juli 1977 entdeckte Asteroid des äußeren Hauptgürtels (2228) Soyuz-Apollo wurde nach dem Projekt benannt. Das ASTP blieb eine einmalige Aktion der beiden Weltraummächte USA und UdSSR. Zwanzig Jahre später lief das Shuttle-Mir-Programm an, jedoch war zu diesem Zeitpunkt die UdSSR bereits zusammengebrochen.

Das Shuttle-Mir-Programm umfasste elf Missionen des Space Shuttles der NASA in den Jahren von 1994 bis 1998, wobei bei neun davon das Shuttle an die russische Raumstation Mir andockte. Außerdem flogen insgesamt sieben US-Raumfahrer Langzeitmissionen auf der Mir mit einer Dauer von jeweils etwa einem halben Jahr. Das Shuttle-Mir-Programm wird von der NASA als Phase 1 des ISS-Projekts bezeichnet. Es stellte die erste umfangreiche Zusammenarbeit im Weltraum zwischen den Supermächten USA und Russland seit dem Apollo-Sojus-Projekt dar.

Saljut ‘Salut, Ehrensalve, Gruß’

Saljut (Raumstation) [sa’lʏt] (russisch Салют für Salut, Ehrensalve, Gruß) war die Bezeichnung für mehrere sowjetische Raumstationen in den 1970er und 1980er Jahren. Nachdem die Sowjetunion den Wettlauf ins All lange angeführt hatte, bei der ersten bemannten Mondlandung aber unterlag, rückte der erdnahe Orbit wieder in den Vordergrund. Um dem amerikanischen Skylab-Programm von 1973 zuvorzukommen, wurde mit Saljut 1971 ein neues Programm gestartet. Die Sowjetunion erlangte damit wieder den Status, als erste einen neuen Meilenstein im Weltraum erreicht zu haben. Saljut 7 (russisch Салют-7) war die letzte Raumstation des Saljut-Programms der Sowjetunion, die in eine niedrige Erdumlaufbahn gebracht wurde. Sie wurde am 19. April 1982 mit einer Proton-Trägerrakete von Baikonur aus gestartet. Saljut 7 war Teil des Übergangs von monolithischen zu modularen Raumstationen und diente als Testobjekt für viele Andockversuche und Stationserweiterungsmodule. Sie war die zehnte Raumstation, die gestartet wurde.

Mir ‘Frieden‘ und/oder ‘Welt

Die Mir (Raumstation) (russisch Мир ‚Frieden‘ oder ‚Welt‘) war eine von der Sowjetunion erbaute bemannte Raumstation, die von 1986 bis zu ihrem kontrollierten Absturz 2001 die Erde umkreiste. Nachdem die Mir in den ersten Jahren nur von der Sowjetunion und den mit ihr verbundenen Ostblockstaaten genutzt wurde, gab es, wie schon bei der Raumstation Saljut 7 zuvor, auch Kooperationen mit anderen Staaten. Zur Mission Mir-Aragatz flog erneut ein Franzose zu einer sowjetischen Raumstation, es folgten ein Japaner, eine Britin und der Österreicher Franz Viehböck. Auch die Vorbereitungen zur Mission Mir 92 mit dem Deutschen Klaus-Dietrich Flade begannen noch in der Zeit der Sowjetunion. Nach dem Zerfall der Sowjetunion betrieb die russische Raumfahrtagentur Roskosmos die Raumstation weiter und setzte die erfolgreiche internationale Kooperation, auch mit westlichen Staaten und deren Raumfahrtagenturen, fort. Die Zusammenarbeit mit der NASA gipfelte in dem Shuttle-Mir-Programm, bei dem auch russische Kosmonauten mit einem Shuttle zur Mir flogen. Die Raumstation Mir war zu ihrer Zeit das größte künstliche Objekt im Erdorbit und gilt – mit dem Sputnik-Satelliten 1957 und Juri Gagarins Erstflug 1961 – als einer der größten Erfolge der sowjetischen und russischen Raumfahrt.

Die Mir-2 (Raumstation) (russisch Mir-2) war eine von der Sowjetunion geplante bemannte Raumstation. Erste Pläne der NPO Energija gehen auf das Jahr 1984 zurück. Das Projekt baute auf dem DOS-8 (russisch ДОС, Долговременная орбитальная станция, Dolgowremennaja orbitalnaja stanzija für „Langzeit-Orbital-Station“) Modul auf, welches als Backupmodul des DOS-7 der Raumstation Mir gebaut wurde. Nach einer Vielzahl von Planänderungen wurde das modifizierte Modul schließlich unter der Bezeichnung Swesda auf der ISS eingesetzt. Mit DOS-8 entstand parallel ein baugleiches Backupmodul zu DOS-7, welches nach dem erfolgreichen Start von DOS-7 für die Mir-2 vorgesehen war. Nach einer Vielzahl von Planänderungen wurde das modifizierte Modul schließlich unter der Bezeichnung Swesda auf der ISS eingesetzt.

Apollo 13

Apollo 13 war die siebte bemannte Raumfahrtmission im Apollo-Programm der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA mit dem Ziel der dritten bemannten Mondlandung. Sie fand im April 1970 statt. Nach der Explosion eines Tanks mit überkritischem Sauerstoff im Servicemodul des Apollo-Raumschiffs war die Landung auf dem Mond nicht mehr möglich, und die drei Astronauten Jim LovellJack Swigert und Fred Haise mussten im Zuge einer weltweit beachteten Rettungsaktion zur Erde zurückkehren.

Apollo 15

Apollo 15, in der ursprünglichen Planung Apollo 16 oder J-1 benannt, war der neunte bemannte Flug im Rahmen des US-amerikanischen Apollo-Programms. Es handelte sich gleichzeitig um den siebten bemannten Mondflug und die vierte bemannte Mondlandung. Es war die erste erweiterte Mission mit verlängertem Mondaufenthalt und größerem wissenschaftlichen Programm sowie die erste Mission mit dem Mondauto Lunar Roving Vehicle. Apollo 15 war eine der „J-Missionen“, die sich auf erweiterte wissenschaftliche Forschung konzentrierten, was zu Tausenden von hochauflösenden Bildern führte, von denen viele über das Project Apollo Archive öffentlich zugänglich sind. David Scott landet die Apollo-15-Mondlandefähre Falcon am 30. Juli 1971 auf dem Mond. Die Aufnahme stammt aus der Perspektive des Mondlandefährenpiloten und beginnt in einer Höhe von etwa 1500 Metern über der Mondoberfläche.

Fallen Astronaut (deutsch „Gefallener Astronaut“) ist ein Kunstwerk auf dem Mond. Es besteht aus einer 8,4 Zentimeter großen Skulptur aus Aluminium, die einen verunfallten Raumfahrer in einem Raumanzug darstellt, und einer Metallplakette mit den Namen von vierzehn verstorbenen amerikanischen und sowjetischen Raumfahrern. David Scott kuratierte die Statue des gefallenen Astronauten von Paul Van Hoeydonck und platzierte sie 20 Fuß von der Stelle entfernt, an der er das Mondfahrzeug geparkt und zurückgelassen hatte.

Die Mondoberflächenoperationen von Apollo 15 fanden vom 30. Juli bis 2. August 1971 unter der Leitung von Apollo-15-Kommandant David Scott und Apollo-Mondlandefährenpilot James Irwin statt. Mithilfe des ersten Mondrovers unternahmen sie drei Erkundungsfahrten von ihrem Landeplatz am Fuße des Apenningebirges nahe der Hadley-Rille. Während ihrer 18,5-stündigen Mission außerhalb der Mondlandefähre „Falcon“ sammelten sie insgesamt 77 kg Mondmaterial. Die Mondlandefähre Falcon der Apollo 15 hebt am 2. August 1971 vom Mond ab. Ansicht von einer Fernsehkamera an Bord des Mondfahrzeugs. Start der Apollo-15-Mondlandefähre. Ansicht aus dem Inneren der Falcon.

Das Apollo Lunar Surface Journal (ALSJ) der NASA dokumentiert die einzelnen Missionsabschnitte auf der Mondoberfläche als Zeitleiste der durchgeführten Aktivitäten, des Dialogs zwischen Besatzung und Missionskontrolle sowie der relevanten Dokumente. Jedes während der Mission aufgenommene Foto und jede Fotosequenz ist dort katalogisiert. Diese Seite listet die Apollo-15-Panoramen auf und bietet gegebenenfalls aktualisierte Darstellungen, die mit moderneren Technologien erstellt wurden. Apollo 15 war die erste der „J“-Missionen des Apollo-Programms, die mit einer verbesserten Mondlandefähre ausgestattet war. Diese ermöglichte einen dreitägigen Aufenthalt auf der Mondoberfläche *und* die Absetzung des Mondrovers (LRV oder „Rover“), um der Besatzung die Möglichkeit zu geben, ihren Erkundungsbereich zu erweitern und Fernsehaufnahmen aus der Ferne zu ermöglichen. Die Besatzung zeigte sich besonders begeistert von den wissenschaftlichen Aspekten der Mission und suchte in den Monaten vor dem Start aktiv nach zusätzlichen Schulungen durch die Wissenschaftler am Boden. Obwohl die Landestelle nicht durch hochauflösende Fotos des vorhergehenden Lunar-Orbiter-Programms abgedeckt war, reichte die Nähe der Hadley-Rille für ihre Auswahl aus. Daher schlug der Kommandant der Mission, Dave Scott, kurz nach der Landung einen zusätzlichen Außenbordeinsatz (EVA) vor und setzte diesen um. Dieser „Stand-up EVA“ (SEVA) bestand lediglich darin, die Andockluke der Mondlandefähre (LM) auf der Oberseite zu öffnen (also nicht die Tür für den Abstieg zur Oberfläche), um einen erhöhten Aussichtspunkt zu erreichen, von dem aus die Umgebung erkundet und die Planung der nachfolgenden Außenbordeinsätze unterstützt wurde. (Dies war die einzige Mission mit einem SEVA.) Auch in puncto Fotografie zeigte sich die Besatzung von Apollo 15 ebenso begeistert wie von der Wissenschaft im Allgemeinen. Sie fertigte insgesamt 1148 Aufnahmen auf dem Mond an, von denen viele Bestandteile von fast 150 verschiedenen Panoramen waren. Diese reichen von scheinbar unspektakulären Sequenzen von Gesteinsfeldern für die Nachbearbeitung durch Geologenteams bis hin zu spektakulären Aufnahmen der Hadley-Rille und der umliegenden Berge. Es sei außerdem daran erinnert, dass, da die Digitalfotografie noch Jahrzehnte von der Verfügbarkeit entfernt war, alle während der Mondmissionen aufgenommenen Bilder auf Film festgehalten und erst nach der Rückkehr zur Erde nachbearbeitet wurden. Zur besseren Orientierung landete die Mondlandefähre Falcon so, dass ihre Tür und das Leiterbein (auch „Z-Strebe“ genannt) etwa 20° nördlich von Westen zeigten. Der Sonnenstand[6] betrug beim SEVA etwa 13°, beim ersten Außenbordeinsatz (EVA 1) 19°–22°, beim zweiten Außenbordeinsatz (EVA 2) 31°–35° und beim dritten Außenbordeinsatz (EVA 3) 42°–44°. Die höheren Sonnenstände während der Außenbordeinsätze (EVAs) sind an der verbesserten Panoramaqualität erkennbar; die Sonne selbst und eventuelle Linsenreflexionen sind kaum sichtbar, während sie bei den vorhergehenden Missionen deutlich zu sehen waren.

Das Panoramafoto von Apollo 15 AS15-P-9630 ist eine hochauflösende Aufnahme, die 1971 von der Fairchild-Panoramakamera im SIM-Schacht des Apollo-15-Kommandomoduls Endeavour gemacht wurde. Das Bild AS15-P-9630 (zusammen mit dem Stereobildpaar AS15-P-9625) wird gelegentlich in unabhängigen Studien von Apollo-Fotografien herangezogen, die ungewöhnliche geometrische Formationen oder „Objekte“ in der Kraterlandschaft, insbesondere im Bereich des Kraters Delporte und Iszak D, nahelegen. Im Allgemeinen werden diese jedoch als ungewöhnliche natürliche Kraterformationen oder Lichtartefakte betrachtet, wie in Analysen von Pareidolie in Weltraumfotos beschrieben.

Apollo 18, 19 und 20

Testpilot und Astronaut Willian Rutledge alias ‘retiredafb

william rutledge apollo 20

Könnte der YouTube-Nutzer „retiredafb“, der sich als William Rutledge, mittlerweile 77 Jahre alt, ausgibt, ein ehemaliger ziviler Testpilot für verschiedene Flugzeuge gewesen sein? Er erzählte uns dies und mehr: Rutledge behauptete, in Ruanda (genauer gesagt in Kigali) zu leben. Er sei 1930 in Belgien geboren (genauer gesagt in Grembergen, wie er in seiner YouTube-Benutzerkarte angab) und habe im letzten Jahrhundert für Avro, Chance Vought und die US Air Force gearbeitet, bevor er an Apollo 20 teilnahm, einer geheimen Mondmission, die laut seinen Angaben im August 1976 von der Vandenberg Air Force Base an Bord einer Saturn-V-Rakete gestartet sein soll. Es ist durchaus möglich, dass Apollo 20 eine geheime gemeinsame AmerikanischSowjetische Weltraummission war, die ein Jahr nach dem berühmten Apollo-Sojus-Testprojekt stattfand, das im Juli 1975 startete. Seinen Aussagen in einem Interview zufolge arbeitete Rutledge vor seinem Ruhestand zuletzt am KH-11-Projekt der US Air Force. Er erklärte mir außerdem, dass das ASTP (Apollo-Sojus-Testprojekt) die Vorbereitungsmission für Apollo 19 und später für Apollo 20 war, nach dem mutmaßlichen Fehlschlag von Apollo 19 und dem Verlust der Besatzung. Er sagte, das ASTP sei für die Amerikaner das Apollo 18 gewesen. Rutledge arbeitete fuer das MOL Gemini Program (MOL: Mannned Orbiting Laborratory) ein Nachfolger des abgebrochenen militärischen Aufklärungsprojekts Boeing X-20 Dyna-Soar. Die X-20 Dyna-Soar schien der erste Versuch zu sein, ein sogenanntes Space Shuttle zu bauen.

_1976, genaues Datum unbekannt
Apollo 18 wird durch U.S. gestartet. Besatzung: Thomas P. Stafford, Vance D. Brand und Donald K. “Deke” Slayton.

_1976, genaues Datum unbekannt
Apollo 19 wird durch U.S. gestartet. Besatzung: Frank BormanBill Anders and Jim Lovell. Nach dem mutmaßlichen Fehlschlag von Apollo 19 und dem Verlust der Besatzung.

_1976, August
Apollo 20 wird durch U.S. gestartet. Besatzung: William Rutledge, Leona Marietta Snyder und Alexei Leonov. Geheime Mission der NASA und des Air Force Space Command zum Mond, gestartet vom Luftwaffenstützpunkt Vandenberg. Die angebliche Landung erfolgte südwestlich des Delporte-Kraters auf der Mondrückseite. EBE Mona Lisa und ihr Raumschiff auf der Rückseite des Mondes. William Rutledge habe ein außerirdisches Raumschiff auf dem Mond entdeckt – mit einer „humanoiden Leiche“ an Bord, die EBE Mona Lisa.

Apollo-20-Mona-Lisa-Schwindel

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Rekonstruktion der in den Videos zu sehenden gemeinsamen Amerikanisch-Sowjetischen Flagge.

Der Apollo-20-Schwindel ist eine Täuschung, die in einer Reihe von YouTube-Videos verbreitet wird und in der behauptet wird, eine geheime Mondmission habe Beweise für eine längst vergessene außerirdische Zivilisation auf der Rückseite des Mondes entdeckt.

Im April 2007 begann ein YouTube-Kanal namens „retiredafb“ Videos hochzuladen, die die Geschichte von Apollo 20 erzählten, einer geheimen Mondmission, die in Zusammenarbeit der USA und der Sowjetunion durchgeführt wurde und angeblich die Existenz einer außerirdischen Zivilisation beweisen sollte. Am 23. Mai interviewte der italienische Ufologe Luca Scantaburlo über Yahoo! Messenger einen Mann namens William Rutledge, der behauptete, ein in Ruanda lebender US-amerikanischer Astronaut zu sein. Rutledge gab außerdem an, der Inhaber des Kanals „retiredafb“ zu sein. Scantaburlo hatte nie persönlichen Kontakt zu Rutledge. Während des Interviews behauptete Rutledge, Apollo 20 sei eine streng geheime Mission gewesen, die im August 1976 von der Vandenberg Air Force Base in Santa Barbara, Kalifornien, aus gestartet und von den USA und der UdSSR gemeinsam durchgeführt wurde. Die Mission wurde von Rutledge selbst, der Amerikanerin Leona Snyder (vermutlich eine fiktive Figur) und dem bekannten sowjetischen Kosmonauten Alexei Leonow, dem ersten Menschen im Weltraum, durchgeführt. Ihr Ziel war der Guyot-Krater in der Nähe des Delporte-Kraters auf der Mondrückseite. Dort, so Rutledge, hätte die Mission die Überreste einer alten Zivilisation entdeckt; sie hätte Artefakte und einen weiblichen humanoiden Roboter im Kälteschlaf geborgen. Die ersten Videos wurden am 1. April hochgeladen, was viele zu der Annahme verleitete, es handele sich um einen aufwendigen Scherz. Trotz ihres realistischen Aussehens haben sich die Videos als Betrug erwiesen.

Die Kolumnistin Mary-Ann Russon von der International Business Times vermutete, dass der französische Künstler und Videograf Thierry Speth der Urheber des Hoaxes sei. Laut Russon habe Speth dies selbst bestätigt. Die Website Need2know.eu, auf der Speth sein Geständnis veröffentlichte, existiert jedoch nicht mehr, ebenso wenig wie seine persönliche Website. Auf anderen YouTube-Kanälen sind zudem weitere Videos über Apollo 20 aufgetaucht, was darauf hindeutet, dass Speth, falls er es tatsächlich ist, den Hoax weiterverbreitet hat.

实锤!月球三眼女尸是假的?城市遗迹、外星飞船根本不存在|阿波 ...

Thierry Speth zeigt die Mona Lisa Puppe.

US-Luftwaffen-Sergeant Karl Wolfe

Karl Wolfe war ab Januar 1964 viereinhalb Jahre lang Mitglied der US Air Force (USAF). Er besaß eine Top-Secret-Verschlüsselungsfreigabe und arbeitete mit dem Tactical Air Command auf der Langley AFB in Virginia zusammen. Während seiner Tätigkeit in einer Einrichtung der National Security Agency (NSA) wurden ihm Fotos gezeigt, die vom Lunar Orbiter aufgenommen worden waren und detaillierte, von Menschenhand geschaffene Strukturen zeigten. Diese Fotos entstanden vor der Landung der Apollo-Mission im Jahr 1969. Im Jahr 2001 beschloss Karl Wolfe, seine Beobachtungen öffentlich zu machen und erklärte, es gäbe unwiderlegbare Beweise für eine außerirdische Struktur auf der Rückseite des Mondes. In einem Videointerview (siehe unten) sagte Wolfe, dass er Mitte der 1960er-Jahre über eine höchste Geheimhaltungsstufe verfügte und für das Tactical Air Command auf der Langley Air Force Base in Virginia arbeitete. Seine Aufgabe war die Arbeit als Elektroniker in Fotoüberwachungslaboren, und er verbrachte die meiste Zeit mit der Bearbeitung von Maschinen, die Überwachungsbilder aus Vietnam verarbeiteten. Eines Tages, so erinnerte sich Wolfe, habe ihn sein Vorgesetzter angewiesen, sich in einer NSA-Einrichtung auf dem Stützpunkt zu melden. Er sollte bei einem Problem mit der Ausrüstung helfen, die zur Verarbeitung der Bilder der ersten Mission des Lunar Orbiters verwendet wurde. Als er die Anlage erreichte, sah er ein großes, hangarartiges Gebäude mit vielen ausländischen Staatsangehörigen in Zivilkleidung, die von Dolmetschern begleitet wurden – ein für den Militärangehörigen überraschender Anblick. Der Ex-Pilot erinnerte sich, dass er allein mit einem anderen Piloten zweiter Klasse in einem dunklen Raum war, der ihm sagte: „Übrigens, wir haben eine Basis auf der Rückseite des Mondes entdeckt.“ Basen auf dem Mond? „Ich fragte: ‚Von wem? Wovon reden Sie?‘“, erinnerte sich Wolfe. Er gab zu, von der Aussage fasziniert gewesen zu sein, fürchtete aber, jemand könnte ihn unterbrechen. Dann, so Wolfe, zeigte ihm sein Kollege ein fotografisches Mosaik, zusammengesetzt aus mehreren Aufnahmen des Mondorbiters. „Er holte eines dieser Mosaike hervor und zeigte mir diese Basis mit geometrischen Formen: Türme, kugelförmige Gebäude, sehr hohe Türme und Gebilde, die wie Radarantennen aussahen, aber sehr große Strukturen waren.“ Die unten abgebildete Struktur ist als „The Shard“ bekannt. Sie wurde 1967 von der Raumsonde Lunar Orbiter LO-III fotografiert und befindet sich in der Nähe des Bruce-Kraters. Im Profil betrachtet, wird die Höhe des länglichen, unregelmäßigen Objekts auf über 1,6 Kilometer geschätzt. Die Analyse des Fotos legt nahe, dass das Objekt aus einem stark reflektierenden, fast glasartigen Material besteht. (Das Kreuz ist eine nachträglich hinzugefügte fotografische Registrierungsmarke.) „Jeden Tag, wenn ich nach Hause kam, dachte ich: ‚Ich kann es kaum erwarten, das in den Nachrichten zu hören‘“, fügte er hinzu. Nach seinem Dienst bei der Luftwaffe studierte Wolfe an der University at Buffalo Sozial- und Kulturanthropologie sowie Elektrotechnik. Karl Wolfe starb am 10. Oktober 2018 bei einem Unfall in Lansing, New York, als er auf der North Triphammer Road in der Nähe des Sharon Drive von einem nach Süden fahrenden Sattelzug von hinten erfasst wurde. Er war 74 Jahre alt. Er wurde umgehend ins Cayuga Medical Center gebracht, wo er später an den Folgen des Unfalls verstarb. Obwohl der Unfall untersucht wurde, wurde keine Anklage erhoben, und das Sheriffbüro von Tompkins County gab den Namen des Lkw-Fahrers nicht bekannt, wie das Ithaca Journal berichtete. Wird die Zeit die Antwort liefern? Gibt es tatsächlich Fotos von künstlichen außerirdischen Strukturen auf unserem Satelliten? Die Behauptung des verstorbenen Karl Wolfe blieb bisher unbestätigt. Doch im Laufe der Jahre sind dank Satellitenbildern wie Google Moon viele weitere Dinge ans Licht gekommen – Bilder von mysteriösen Anomalien auf dem Mond, die auf etwas Künstliches hindeuten könnten.

“Der Sergeant der US-Luftwaffe (USAF), Karl Wolfe, wollte vor dem US Kongress unter Eid bestätigen, das Apollo 18, 19  und 20 stattgefunden hatten, doch wenige Wochen später kam er zufällig bei einem tragischen Unfall ums Leben. Es gibt keine Zufälle! Alles hat seinen Grund oder seine Erklärung. Karl Wolfe wollte unter Eid die Wahrheit sagen, und deshalb musste er sterben.” Zitat: Spencer X

Eine Theorie über was wirklich geschah

1970, 11 April: Apollo 13 wird durch U.S. gestartet. Apollo 13 sollte die dritte Mission sein, die auf dem Mond landete. Eine Explosion in einem der Sauerstofftanks verkrüppelte das Raumschiff während des Fluges und die Besatzung musste den Mond umkreisen und ohne Landung zur Erde zurückkehren. Die Apollo 13-Mission war als Mondlandemission geplant, wurde jedoch auf dem Weg zum Mond nach etwa 56 Flugstunden abgebrochen, da das Servicemodul für kryogenen Sauerstoff und damit die Fähigkeit zur Stromerzeugung, Sauerstoffversorgung und Wassererzeugung fehlte.

1970, 14. April: Apollo 13 wird durch ein Fernfeuer beschädigt, wodurch die Mission abgebrochen werden muss. Die verbleibenden Apollo-Missionen werden simuliert, während die Operation Lyre geplant ist.

1972, 17 März: Operation Lyre. 200 speziell ausgebildete US-Soldaten greifen an. Der Angriff war ein völliger Fehlschlag. Die Operation Lyre fand am 17./19. März 1972 statt. Der Angriff war die Krönung eines Plans, der sechs Monate zuvor begonnen hatte: eine Initiale Der Raketenangriff zielte darauf ab, die stärkere Verteidigung auszuschalten, während Bodentruppen in modifizierten Raumanzügen einen Bodenangriff durchführten. Der Angriff war ein völliger Fehlschlag. Obwohl die anfängliche Raketenbeschießung schwereren Verteidigungswaffen etwas Schaden zufügte, haben leichtere Punktabwehrwaffen schreckliche Schäden an den Amerikanern angerichtet, die dreimal zurückgedrängt wurden, bevor sie den Angriff abbrachen. Einzelheiten zur Emission sind noch unklar, und die Verluste wurden im Rahmen der militärischen Verluste für die FirstBattle of Quảng Tri, die am 30. März begann, versteckt. Die Hauptauswirkungen der Operation Lyre bestanden darin, das Sonnengewehr auszuschalten und die V-9-Kanone geringfügig zu beschädigen. Einige nannten dies einen Teilerfolg, obwohl noch keine Waffe ernsthaften Schaden auf der Erde anrichten konnte. Dies wirkte sich jedoch zweifellos auf die Entscheidung der Schwarzen Sonne aus, das Projekt Mjölnir aufzugeben und die Pläne für die nächste Phase des Bifrost-Protokolls zu beschleunigen. Mit dem Scheitern der Operation Lyre wurde die Basis von Horizon aufgegeben und die Überlebenden wurden zurück zur Erde gebracht. Sowohl US-amerikanische als auch sowjetische Planer wechseln ihre Strategie vom Angriff zur Verteidigung. Die im März 1972 durchgeführte Operation Lyre war Amerikas erster Angriff. Der Kampf führte zu schweren amerikanischen Verlusten mit minimalem Schaden bei den Deutschen. Einigen Kommentatoren zufolge wurde der Plan mit unzureichender Zeit für das Training unter Mondbedingungen überstürzt. Das Versagen des ersten Raketenbeschusses, alle Verteidigungswaffen von den Deutschen auszuschalten, war ebenfalls kritisch. Kurz darauf wurde die amerikanische Mondbasis Horizon aufgegeben und das Apollo-Moonshot-Programm eingestellt.


Weltraumrecht 

Weltraumrecht ist jener Teilbereich des Rechts, der einen Bezug zu nationalen und internationalen Aktivitäten im Weltraum hat. Rechtsquellen sind in erster Linie fünf internationale Verträge und fünf Resolutionen über anzuwendende Grundsätze der Vereinten Nationen. Darüber hinaus zählen zum Weltraumrecht zahlreiche weitere Verträge und Konventionen der UN und anderer internationaler Organisationen, Verträge zweier oder mehrerer Staaten, nationale Gesetze und Verordnungen, und Entscheidungen internationaler und nationaler Gerichte. Über die Definition des Begriffs „Weltraum“ konnte bislang keine Einigkeit erreicht werden, obwohl die meisten Juristen darin übereinstimmen, dass der Weltraum auf der Höhe der auch von der Fédération Aéronautique Internationale als Definition herangezogenen Kármán-Linie beginnt, das sind 100 Kilometer Höhe. Die NASA und die United States Air Force betrachten eine Höhe von mehr als 80 Kilometern als Weltraum, und in Ermangelung einer völkerrechtlich verbindlichen Definition kann jeder Staat die Abgrenzung von eigenem Luftraum und hoheitsfremdem Weltraum über seinem Staatsgebiet selbst vornehmen. Das Weltraumrecht war zunächst, auch nachdem erste Flugobjekte den Weltraum erreichten, nur ein Gegenstand abstrakter akademischer Erörterungen. Mit dem Start des ersten künstlichen Satelliten Sputnik 1 durch die Sowjetunion im Oktober 1957, während des Internationalen Geophysikalischen Jahres, erlangte es praktische Bedeutung. Seither folgte die Entwicklung des Weltraumrechts stetig dem technischen Fortschritt, von der Stationierung ziviler und militärischer Satelliten über die bemannte Raumfahrt, die Einrichtung ständig besetzter Raumstationen bis hin zu Fragen der Schadenshaftung und der Nutzung von Ressourcen im Weltraum.

MW 18012

MW 18014 war eine deutsche A4-Rakete, deren Versuchsstart am 20. Juni 1944 durch die Heeresversuchsanstalt Peenemünde auf der Greifswalder Oie durchgeführt wurde. Sie gilt manchen Quellen zufolge als das erste künstliche Objekt im Weltraum, da sie mit einer Höhe von rund 175 km die Kármán-Linie, die international anerkannte Grenze zum Weltraum, überschritt. Andere Quellen erwähnen eine A4, die bereits früher im selben Jahr 189 km hoch geflogen sei. Die im Bundesarchiv-Militärarchiv überlieferten originalen Hauptschussberichte belegen hingegen, dass die zwei Tage zuvor am 18. Juni 1944 um 13:55 Uhr von der Greifswalder Oie geschossene Rakete MW 18012 eine Gipfelhöhe von etwa 127 km erreichte,während kein 189 km hoher Schuss erwähnt wird. Keine der Raketen erreichte Orbitalgeschwindigkeit, daher schlugen sie wieder auf der Erde auf, MW 18014 westlich von Zingst. Somit waren diese Senkrechtstarts die ersten suborbitalen Flüge. Der Name der Rakete setzt sich aus MW für Mittelwerk, dem Hersteller der Rakete, sowie ihrer Seriennummer zusammen. Die V2-Rakete war das erste künstliche Objekt im Weltraum, indem sie mit dem vertikalen Start von MW 18014 am 20. Juni 1944 die Kármán-Linie (den Rand des Weltraums) überquerte. Es war das erste von Menschenhand geschaffene Objekt, das den Weltraum erreichte. Mit der Gipfelhöhe von ca. 127 km und war die „MW 18012“ das erste von Menschenhand gemachte Objekt, das die Kármán-Linie überschritt und nicht wie oft fälschlich behauptet die MW 18014.

Politik des Weltraums

Die Weltraumpolitik umfasst Weltraumverträge, Weltraumrecht, internationale Zusammenarbeit und Konflikte bei der Weltraumforschung, internationale Wirtschaft und die hypothetischen politischen Auswirkungen jeglichen Kontakts mit außerirdischer Intelligenz. Astropolitik hat ihre Grundlagen in der Geopolitik und ist eine Theorie, die im weitesten Sinne für den Weltraum verwendet wird. Die internationale Zusammenarbeit bei Weltraumprojekten hat zur Gründung neuer nationaler Weltraumagenturen geführt. Bis 2005 gab es 35 nationale zivile Weltraumagenturen.

Weltraum-Abkommen

Mondvertrag

Der sogenannte Mondvertrag – eigentlich Agreement Governing the Activities of States on the Moon and Other Celestial Bodies (Übereinkommen zur Regelung der Tätigkeiten von Staaten auf dem Mond und anderen Himmelskörpern) – ist eine gescheiterte Ergänzung des Weltraumvertrages. Er sollte das Eigentum an Himmelskörpern regeln.

Weltraumvertrag

Der Weltraumvertrag – offizieller Langtitel: Vertrag über die Grundsätze zur Regelung der Tätigkeiten von Staaten bei der Erforschung und Nutzung des Weltraums einschließlich des Mondes und anderer Himmelskörper – wurde am 27. Januar 1967 auf Basis der Erklärung der Vereinten Nationen vom 13. Dezember 1963 zu den Rechtsgrundsätzen hinsichtlich der Tätigkeiten im Weltraum vereinbart. Der Vertrag trat am 10. Oktober 1967 in Kraft, für die Schweiz am 18. Dezember 1969 und für die Bundesrepublik Deutschland am 10. Februar 1971. Bis Juli 2020 haben 110 Staaten den Weltraumvertrag ratifiziert, darunter fast alle Staaten, die gegenwärtig Aktivitäten im Weltraum betreiben. Dem Vertrag waren jahrelange Verhandlungen im UN-Ausschuss für die friedliche Nutzung des Weltraums (Committee on the Peaceful Uses of Outer Space, COPUOS) vorausgegangen, der als ständiger Ausschuss den Rechtsstatus des Vertrages und die Nutzungsrechte regelt.

Artemis Accords

Die Artemis Accords (DeutschArtemis-Abkommen) sind eine Reihe von nicht bindenden multilateralen Vereinbarungen zwischen der Regierung der Vereinigten Staaten und anderen Staaten, in denen Normen festgelegt werden, die im Weltraum und in der Raumfahrt befolgt werden sollen. Die Vereinbarungen stehen im Zusammenhang mit dem Artemis-Programm, einem von den USA geleiteten Versuch, bis 2027 Menschen auf den Mond zurückzubringen. Als von der NASA, dem National Space Council und dem US-Außenministerium ausgearbeiteten Vereinbarungen soll sie einen Rahmen für die Zusammenarbeit bei der zivilen Erforschung und friedlichen Nutzung des Mondes, des Mars und anderer astronomischer Objekte schaffen. Er stützt sich dabei ausdrücklich auf den Weltraumvertrag der Vereinten Nationen von 1967, zu dessen Einhaltung die Unterzeichner verpflichtet sind, und zitiert die meisten wichtigen, von den Vereinten Nationen ausgehandelten Übereinkommen zum Weltraumrecht. Er folgt bei dem Abbau von Weltraumressourcen allerdings der US-amerikanischen Rechtsinterpretation, was auch auf Kritik stieß. Der Artemis-Vertrag wurde am 13. Oktober von acht nationalen Raumfahrtorganisationen unterzeichnet. Bis Mai 2025 hatten 55 Staaten die Artemis Accords unterzeichnet.

Weltraumstreitkräfte

Der Begriff Weltraumstreitkräfte bezeichnet eine Teilstreitkraft eines Staates, welche sich mit militärischen Raumfahrtmissionen befasst. Die Vereinigten Staaten gründeten im Dezember 2019 die United States Space Force und besitzen seitdem als einzige Nation eigenständige Weltraumstreitkräfte. Russland hatte zweimal eine organisierte und unabhängige militärische Teilstreitkraft für den Weltraum, zuerst von 1992 bis 1997 und dann von 2001 bis 2011. Der Weltraumvertrag, den praktisch alle raumfahrenden Nationen unterzeichnet haben, hat zum Ziel die Militarisierung des Weltraums zu verhindern bzw. zu begrenzen.

Schattenflotte

Zur sogenannten Schattenflotte, auch dunkle Flotte (engl. shadow fleet, dark fleet), gehören jene Schiffe (engl. dark ships), die mit Verschleierungstaktiken betrieben werden, um sanktionierte oder verbotene Waren zu transportieren. Deutsche Geheime Weltraum Flotte, die den militärisch-industriellen Komplex ‘MIC‘ (heute auch der ICC Interplanetary Corporate Conglomerate gennant) der USA vollständig infiltriert hatten.

Milton William Cooper

Milton William „Bill“ Cooper (* 6. Mai 1943; † 5. November 2001 in EagarArizona) war ein amerikanischer Sachbuchautor, Radiojournalist und Verschwörungstheoretiker. Cooper verbreitete Verschwörungstheorien zu verschiedenen Themen. In seinen ufologischen Veröffentlichungen der späten 1980er Jahre deutete er an, dass die Trilaterale Kommission und die Delta Force ein wesentlicher Teil der Majestic 12-Verschwörung wären, wodurch seine Version der Verschwörungstheorie anschlussfähig für regierungsfeindliche Rechte wurde. Präsident Eisenhower habe 1954 mit außerirdischen Raumfahrern von der Beteigeuze einen geheimen Vertrag unterschrieben, der ihnen erlaube, in Area 51 und anderswo im Südwesten der Vereinigten Staaten gewaltige unterirdische Basen anzulegen und Menschen zu entführen. Dabei würden Implantationen vorgenommen, wovon angeblich bereits jeder 40. US-Bürger betroffen sei. Außerdem würden Konzentrationslager für „Patrioten“ vorbereitet, die sich einer Machtübernahme der Außerirdischen widersetzen würden; die CIA spiele bei alldem eine zentrale Rolle. Verteidigungsminister James V. Forrestal habe 1949 keinen Selbstmord begangen, sondern sei ermordet worden, weil er diese Informationen an die Öffentlichkeit habe bringen wollen. Geheimagenten im Vatikan hätten zudem herausgefunden, dass die damals noch geheime dritte der Prophezeiungen von Fátima, von denen er glaubte, sie wären das Werk von Außerirdischen, die Heraufkunft des Antichrist und die Endzeit beträfen. In einer Petition an den Kongress aus dem Jahr 1989 beschuldigte Cooper Präsident George H. W. Bush mit den Außerirdischen unter einer Decke zu stecken, und forderte die Bestrafung aller Mitwisser; jeder der sich weigere, an der Aufdeckung dieser Verschwörung mitzuhelfen, werde seiner gerechten Strafe zugeführt. Der amerikanische Politikwissenschaftler Michael Barkun sieht Parallelen zu den Drohungen in einem 1986 veröffentlichten Aufruf zum Steuerboykott aus Kreisen der rechtsradikalen Christian-Identity-Bewegung.

Rebecca Rose

Rebecca Rose behauptet, 20 Jahre lang als Cyborg-Supersoldatin gedient zu haben, zunächst auf dem Mars und später in den äußeren Bereichen unseres Sonnensystems, wo sie in einer von Draco-Reptilien betriebenen Einrichtung im Kuipergürtel stationiert war. Während Deutsche der Dunklen Flotte die von Draco betriebene Einrichtung häufig besuchten, waren die Deutschen laut Rebecca kaum mehr als unbedeutende Akteure bei Weltraumereignissen im Kuipergürtel und darüber hinaus, die von den Dracos kontrolliert wurden.

James Corey Goode

Corey Goode ist Autor, Produzent, Regisseur und Mitbegründer von Disclosure Comics – Games and Films. Er produziert Prosaromane, Webcomics, Videospiele und Spielfilme, die auf seiner wahren Begebenheit über seine Beteiligung an geheimen Programmen namens „Secret Space Program“ basieren. Goode wurde erstmals mit der Fernsehserie „Cosmic Disclosure“ und seinen beiden Dokumentarfilmen „Above Majestic“ und „The Cosmic Secret“ bekannt und entwickelt derzeit mehrere Dokumentarfilme und Fernsehserien im paranormalen Genre.


Artemis-Programm

Das Artemis-Programm ist ein bemanntes Raumfahrtprojekt der NASA in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern wie der europäischen, der japanischen und der kanadischen Raumfahrtagentur (ESAJAXA und CSA). Ziel des Programms ist es, erstmals seit Apollo 17 wieder Astronauten auf dem Mond zu landen, darunter erstmals eine Frau. Anschließend sollen jährlich bemannte Mondlandungen stattfinden. Das Projekt wurde 2019 von US-Präsident Donald Trump initiiert. In Anspielung auf das Apollo-Programm wurde es nach Artemis benannt, der Mondgöttin und Zwillingsschwester Apollons in der griechischen Mythologie.

Eine erste Artemis-Mondlandung war ursprünglich für das Jahr 2024 geplant, kann jedoch wegen Verzögerungen bei der Bereitstellung einer Landefähre und neuer Raumanzüge nicht vor 2027 stattfinden. Die USA möchten der für spätestens 2030 geplanten, ersten bemannten chinesischen Mondlandung zuvorkommen.

Lunar Orbital Platform-Gateway ‘LOP-G

Der Lunar Orbital Platform-Gateway (LOP-G), früher als Deep Space Gateway (DSG) bezeichnet, ist eine geplante Raumstation von NASAESAJAXACSA und MBRSC. Der LOP-G soll den Mond umkreisen und – anders als die ISS – nicht durchgängig besetzt sein. Im Rahmen des Artemis-Programms soll er ab den späten 2020er Jahren als Zwischenstation für bemannte Missionen zum Mond dienen und Technologien für spätere bemannte Marsmissionen erproben.

Artemis 1

Artemis 1 (offiziell Artemis I, zuvor Exploration Mission 1 (englisch für „Erkundungsmission 1“), kurz EM-1; früher Space Launch System 1 oder SLS-1) war der zweite unbemannte Flug des US-amerikanischen Raumschiffs Orion. Die Testmission, die vom 16. November 2022 bis zum 11. Dezember 2022 dauerte, fand im Rahmen des Artemis-Programms der NASA statt. Das Raumschiff trat in einen hohen Mondorbit ein und kehrte wieder zur Erde zurück. Es handelte sich dabei um den ersten Start des neuen Trägersystems Space Launch System (SLS) und der von Airbus Defence and Space gebauten Orion-Antriebs- und Versorgungseinheit ESM.

Artemis II

Artemis 2 (offiziell Artemis II, zuvor Exploration Mission 2, kurz EM-2) ist ein geplanter bemannter Mondflug der NASA in Zusammenarbeit mit der europäischen und der kanadischen Weltraumagentur (ESA und CSA). Auf diesem Flug sollen vier Astronauten in einem Orion-Raumschiff den Mond umrunden, um die Systeme und Arbeitsabläufe an Bord zu erproben, bevor mit einer späteren Mission Menschen auf dem Mond landen. Die Flüge sind Teil des Artemis-Mondflugprogramms. Artemis 2 soll frühestens am 1. April 2026 starten und neun Tage dauern. Es wäre der erste bemannte Mondflug seit Apollo 17 im Jahr 1972.

Artemis III

Artemis 3 (offiziell Artemis III) ist eine geplante Raumfahrtmission im Rahmen des Artemis-Programms der NASA. Sie soll die zweite bemannte Mission des Orion-Raumschiffs und sollte die erste bemannte Mondlandung seit Apollo 17 werden. EM-3 sollte ursprünglich zum Aufbau der Mond-Raumstation Lunar Orbital Platform-Gateway (LOP-G) dienen. Stattdessen sollten später nun zwei Astronauten, darunter mindestens eine Frau, in der Südpolregion des Mondes landen. Diese Landung war zunächst für das Jahr 2024 geplant, wurde aber wegen Verzögerungen bei der Bereitstellung der Mondlandefähre und neuer Raumanzüge auf 2027 verschoben und Ende Februar 2026 abgesagt. Der Start von Artemis 3 soll mit der Rakete Space Launch System (SLS) und einer vierköpfigen Besatzung vom Kennedy Space Center erfolgen. Die Kapsel soll nach der Rückkehr im Pazifischen Ozean wassern.

Artemis IV

Artemis 4 (offiziell Artemis IV) ist eine geplante Raumfahrtmission im Rahmen des Artemis-Programms der NASA. Sie soll die dritte bemannte Mission des Orion-Raumschiffs und die erste Mondlandung im Rahmen des Artemis-Programms sowie der erste bemannte Besuch der Mond-Raumstation Lunar Orbital Platform-Gateway (LOP-G) werden. Ebenfalls wird mit Artemis 4 auch der Erststart der Block-1B-Version des SLS stattfinden. Neben der Mondlandung soll Artemis 4 auch zum Aufbau der Mond-Raumstation Lunar Orbital Platform-Gateway (LOP-G) dienen. Der Start von Artemis 4 soll mit der Rakete Space Launch System (SLS) und einer vierköpfigen Besatzung, darunter zum ersten Mal ein Europäer, vom Kennedy Space Center erfolgen. Die Kapsel soll nach der Rückkehr im Pazifischen Ozean wassern.

Artemis V

Artemis 5 (offiziell Artemis V) ist eine geplante Raumfahrtmission im Rahmen des Artemis-Programms der NASA. Sie soll die dritte bemannte Mission des Orion-Raumschiffs, der erste oder zweite Besuch auf der geplanten Mond-Raumstation Lunar Orbital Platform-Gateway (LOP-G) und die zweite bemannte Mondlandung des Artemis-Programms werden. Bei dieser Mission sollte erstmals Rakete SLS Block 1B mit stärkerer Oberstufe – die jedoch nicht mehr gebaut wird – und eine Blue-MoonLandefähre des Raumfahrtsunternehmens Blue Origin zum Einsatz kommen. Neben der Mondlandung soll Artemis 5 zum weiteren Aufbau des LOP-G dienen. Der Start soll mit einer vierköpfigen Besatzung, darunter zum zweiten Mal ein Europäer, vom Kennedy Space Center erfolgen. Nach der Rückkehr soll die Orion-Kapsel im Pazifik wassern.


Anarchist Marxist: Auf den Punkt.

Vagabund – Alternative Berichterstattung [The Anarchist Marxist – AM]

Medizin im Nationalsozialismus

Die Medizin im Nationalsozialismus war geprägt durch das Bemühen der nationalsozialistischen Politik, das Gesundheitswesen für ihre Ziele nutzbar zu machen. Wesentliche Merkmale waren die Etablierung der sozialdarwinistisch orientierten NS-Rassenhygiene als neuer Leitideologie, eine ausgeprägte Leistungsmedizin und die „Gesundheitsführung“. 45 Prozent der 52.000 Mediziner wurden NSDAP-Mitglieder. Diese Konzepte fanden ihre zugespitzte Umsetzung in hunderttausendfach durchgeführten Zwangssterilisationen, skrupellosen Menschenversuchen mit tausenden Todesopfern und euphemistisch als Euthanasie bezeichneten zehntausenden Morden an Kranken und Behinderten. Konzepte zu einer „Neuen Deutschen Heilkunde“, die unter anderem Naturheilkunde und Schulmedizin vereinbaren sollte, kamen über Ansätze nicht hinaus. Etwa 8000 der Mediziner von 1933 wurden als Juden verfolgt und sehr oft durch einen Nachfolger ersetzt. Circa 3000 niedergelassene jüdische Ärzte mussten bereits 1933 ihre Praxen schließen. Viele der Verfolgten emigrierten. Lediglich fünf Prozent von ihnen kehrten nach dem Zweiten Weltkrieg nach Deutschland oder Österreich zurück. Eine große Anzahl derjenigen, denen die Flucht nicht gelang, wurde im Holocaust ermordet.

Menschenversuche in nationalsozialistischen Konzentrationslagern

Menschenversuche in nationalsozialistischen Konzentrationslagern waren zahlreiche medizinische Experimente von Ärzten und Wissenschaftlern, die vor allem während des Zweiten Weltkriegs an Insassen von nationalsozialistischen Konzentrationslagern ohne deren Zustimmung und ohne Rücksicht auf körperliche Unversehrtheit und das Leben durchgeführt wurden. Diese Verbrechen waren Gegenstand des Nürnberger Ärzteprozesses und führten zur Verabschiedung des Nürnberger Kodex medizinischer Ethik.

Josef Mengele

Josef Mengele (* 16. März 1911 in Günzburg; † 7. Februar 1979 in BertiogaBrasilien) war ein deutscher nationalsozialistischer KriegsverbrecherMediziner und Anthropologe. Nachdem er ab 1937 als Assistent des Erbbiologen und Rassenhygienikers Otmar von Verschuer gearbeitet hatte, meldete sich Mengele 1940 freiwillig zur Waffen-SS. Nach einem Fronteinsatz als Truppenarzt bei der 5. SS-Panzer-Division „Wiking“ wurde Mengele von Mai 1943 bis Januar 1945 als Lagerarzt im KZ Auschwitz-Birkenau eingesetzt. In dieser Funktion nahm er Selektionen vor, überwachte die Vergasung der Opfer und führte menschenverachtende medizinische Experimente an Häftlingen durch. Er sammelte Material und betrieb Studien zur Zwillingsforschung, zu Wachstumsanomalien, zu Methoden der Sterilisation von Menschen und Transplantation von Knochenmark sowie zur Therapie von Fleckfieber und Malaria.

Mengele war ab 1943 als SS-Hauptsturmführer und Lagerarzt in Auschwitz tätig. Er war dort nicht nur für die medizinische „Versorgung“ (die faktisch kaum existierte) zuständig, sondern leitete vor allem die Selektionen an der Rampe, bei denen er entschied, wer sofort in den Gaskammern ermordet wurde und wer zur Zwangsarbeit oder für Experimente „tauglich“ war. Er war ein überzeugter Nationalsozialist (NSDAP-Mitglied seit 1937) und vertrat die rassistische Ideologie der „Rassenhygiene“. Seine Forschung sollte die Überlegenheit der „arischen Rasse“ wissenschaftlich untermauern.

Sein Hauptfokus lag auf der Untersuchung von Zwillingen, um die Mechanismen der Vererbung zu entschlüsseln und die Geburtenrate „wertvoller Arier“ zu erhöhen. Er führte schmerzhafte Untersuchungen, unnötige Amputationen und absichtliche Infektionen durch, oft ohne Betäubung. Er experimentierte an Menschen mit Kleinwuchs (wie der Familie Ovitz) oder anderen körperlichen Besonderheiten. In Versuchen zur Änderung der Augenfarbe injizierte er Kindern Farbstoffe direkt in die Augäpfel, was oft zu Erblindung und schweren Entzündungen führte. Er untersuchte die bakterielle Infektionskrankheit Noma, die vor allem hungernde Kinder im Lager betraf, um rassistische Theorien über biologische Minderwertigkeit zu stützen.

Mengele war kein „einsamer Wahnsinniger“, sondern Teil eines etablierten Netzwerks. Er arbeitete eng mit dem Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie (KWIA) in Berlin zusammen und schickte regelmäßig Präparate, Organe und Augen seiner Opfer zur weiteren Analyse dorthin. Mengele konnte 1945 untertauchen und floh später über die sogenannten „Rattenlinien“ nach Südamerika. Trotz intensiver Suche (u.a. durch Simon Wiesenthal) wurde er nie gefasst und starb 1979 in Brasilien bei einem Badeunfall.

Josef Mengele führte keine luftfahrtmedizinischen Experimente durch. Sein Forschungsschwerpunkt in Auschwitz lag fast ausschließlich auf der Zwillingsforschung, Genetik und rassistischen Ideologien. Die berüchtigten Experimente im Bereich der Luft- und Raumfahrt (damals Hochhöhen- und Kälteforschung) wurden von anderen SS-Ärzten, primär im Auftrag der Luftwaffe, durchgeführt. Die Verwechslung rührt oft daher, dass Mengele der bekannteste NS-Lagerarzt ist.

Forschung im Sinne der deutschen geheimen Raumfahrt

Die Forschung an der V2-Rakete (Vergeltungswaffe 2) in Peenemünde, geleitet von Wernher von Braun, war ein geheimes Rüstungsprojekt. Die V2 war das erste von Menschen geschaffene Objekt, das den Weltraum erreichte. Die medizinischen Daten zur Höhenphysiologie (unterstützt durch die Experimente) waren essenziell für die Entwicklung zukünftiger bemannter Raumfahrt, da sie das Überleben in der Stratosphäre betrafen. Die historische Forschung belegt, dass während der Zeit des Nationalsozialismus im Rahmen der sogenannten „Wehrwissenschaft“ zahlreiche Menschenversuche in Konzentrationslagern durchgeführt wurden, deren Ergebnisse teils für die Luft- und frühe Raumfahrtforschung relevant waren.

Die Menschenversuche im Konzentrationslager Dachau, die im Auftrag der Luftwaffe der NSDAP-Zeit (1933–1945) durchgeführt wurden, sind ein zentrales Kapitel in der Geschichte der Medizinverbrechen während des Nationalsozialismus. Diese Versuche standen in direktem Zusammenhang mit der Verbesserung der Überlebenschancen für Piloten in extremen Höhen und wurden von Historikern auch als Vorläufer der Raumfahrtmedizin identifiziert.

_ Dr. Sigmund Rascher: Ein SS-Arzt, der ab 1941 intensiv mit der Luftwaffe zusammenarbeitete. Auf Anforderung der Luftwaffe führte er in Dachau Hochdruck- und Kälteexperimente durch.

_ Höhenversuche (1942): Über 200 Häftlinge wurden in eine spezielle Unterdruckkammer gesperrt, um Höhenverhältnisse von bis zu 15.000 Metern (\(49.000\) Fuß) zu simulieren. Die Simulation diente dazu, das Verhalten von Körpern beim Absprung aus großen Höhen zu testen. Mindestens 80 der Versuchspersonen starben, viele andere wurden anschließend ermordet, um Gehirnsektionen durchzuführen.

_ Kälteversuche (1942-1943): Häftlinge wurden in Eiswasser getaucht, um die Unterkühlung und deren Behandlung zu erforschen, was für abgestürzte Piloten über der Nordsee relevant war. Etwa 90 Menschen starben bei diesen Versuchen.

_ Hubertus Strughold: Oft als „Vater der Raumfahrtmedizin“ bezeichnet, leitete er die luftfahrtmedizinische Forschung des Reichsluftfahrtministeriums. Obwohl er keine direkte Beteiligung an den tödlichen Dachau-Versuchen zugegeben hat, war er über die menschenverachtenden Umstände informiert und nutzte die gewonnenen Daten.

Rudolf Franz Ferdinand Höß

Rudolf Franz Ferdinand Höß [hœs] (* 25. November 1901 in Baden-Baden; †16. April 1947 in Auschwitz) war ein deutscher NationalsozialistSS-Obersturmbannführer und von Mai 1940 bis November 1943 Kommandant des Konzentrationslagers Auschwitz. Er war verantwortlich für den Tod von weit mehr als einer Million Menschen und wurde als Kriegsverbrecher 1947 zum Tode durch den Strang verurteilt und am Ort des ehemaligen Stammlagers hingerichtet.

Nach seiner Gefangennahme wurde Rudolf Höß mehrfach durch die britische „92. Field Security Section“ in Heide und Minden vernommen. Am 14. März 1946 unterzeichnete Höß ein in deutscher Sprache abgefasstes, acht Seiten langes Vernehmungsprotokoll. Dieses wurde von Captain William Cross, Kommandeur der „92. Field Security Section“, gegengezeichnet. Die Dokumentennummer beim späteren Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess ist NO-1210. Höß schätzt darin die Opferzahl in Auschwitz auf 3Millionen, wobei er annimmt, dass 2,5Millionen vergast wurden. Bei dieser Schätzung verweist er auf eine Berichterstattung von Adolf Eichmann an den Reichsführer SS im April 1945. In persönlicher Erinnerung waren ihm noch die Massentransporte mit 250.000 Menschen aus Oberschlesien und Polen, 100.000 aus Deutschland und Theresienstadt, 90.000 aus den Niederlanden, 20.000 aus Belgien, 110.000 aus Frankreich, 65.000 aus Griechenland, 400.000 aus Ungarn und 90.000 aus der Slowakei. Höß beschrieb auch detailliert den Ablauf der Massenvernichtung, die Kapazitäten der Anlagen und weitere organisatorische Details.

Die Autobiografie, die Höß in polnischer Haft verfasste, enthält umfangreiche Angaben zu den Ereignissen im Konzentrationslager Auschwitz. Höß korrigierte und präzisierte darin einige Ausführungen seiner Aussage. Die Aufzeichnungen in der Autobiografie stimmen großenteils mit Aussagen anderer Zeugen überein, insbesondere mit dem von Pery Broad in britischer Gefangenschaft verfassten Bericht. Höß’ detailreiche Ausführungen zeigen, dass er selbst erlebt hatte, was er beschrieb, und es ihm nicht von den Vernehmern in den Mund gelegt wurde:

„Die Zahl der in Auschwitz zur Vernichtung eingelieferten Juden gab ich in früheren Vernehmungen mit 2,5 Millionen an. Diese Zahl stammt von Eichmann, der sie kurz vor der Einschließung Berlins, als er zum Rapport zum RFSS befohlen war, meinem Vorgesetzten, Gruppenführer Glücks gab … Nach jeder größeren Aktion mussten in Auschwitz alle Unterlagen, die Aufschluss über die Zahl der Vernichteten geben konnten, laut RFSS-Befehl verbrannt werden … Ich halte die Zahl 2½ Millionen für viel zu hoch. Ich selbst wußte nie die Gesamtzahl, habe auch keine Anhaltspunkte, um sie wiedergeben zu können. Es sind mir lediglich noch die Zahlen der größeren Aktionen in Erinnerung, die mir wiederholt von Eichmann oder dessen Beauftragten genannt worden waren.“

Die Summe der von Höß genannten großen Aktionen ergibt 1,13 Millionen Opfer. Sie deckt sich mit der vom Historiker Franciszek Piper veröffentlichten Zahl von 1,1 bis 1,5Millionen. Auch in den Details wird der Stand der Forschung sehr gut wiedergegeben. Insofern ist der historische Wert von Höß’ Autobiografie in weiten Teilen gesichert.

Die verdrängte Wahrheit hinter dem Holocaust

Der Holocaust gilt als eines der dunkelsten Kapitel der Menschheitsgeschichte – ein systematischer Völkermord, der durch rassistische Ideologie und den Wahn des nationalsozialistischen Regimes getrieben wurde. Doch was, wenn die wahre Dimension dieses Verbrechens noch weitaus grausamer ist? Was, wenn hinter den Mauern der Konzentrationslager nicht nur Hass, sondern auch ein skrupelloser technologischer Wettlauf stattfand, der Millionen Menschen das Leben kostete – nicht als Opfer einer Ideologie, sondern als Opfer des Fortschritts?

Neue, bisher unterdrückte Dokumente, Zeugenaussagen und Indizien deuten darauf hin, dass das Deutsche Reich während des Zweiten Weltkriegs nicht nur militärisch, sondern auch technologisch ein Jahrhundert vor der Rest der Welt lag. Doch dieser Vorsprung hatte einen unvorstellbaren Preis: das Leben von Millionen KZ-Häftlingen, die als menschliche Versuchskaninchen für eine geheime Raumfahrtmission missbraucht wurden. Wurde der Holocaust nicht nur aus Rassismus, sondern auch aus technologischem Kalkül begangen!?

Zwangsarbeit für die Sterne

In den Konzentrationslagern Dachau, Auschwitz und Buchenwald wurden nicht nur Waffen produziert. Hier wurde an revolutionären Technologien gearbeitet, die das Potenzial hatten, die Menschheit für immer zu verändern: Raketenantriebe, neue Materialien und experimentelle Lebenserhaltungssysteme. Doch die Testpersonen waren keine Freiwilligen. Sie waren Häftlinge, die unter unmenschlichen Bedingungen zwangsrekrutiert wurden.

Laut der Aussagen von Rudolf Höß starben die Häftlinge „wie die Fliegen“ in den Experimenten. Die Überlebensrate lag bei nahe Null. Wer die Experimente überlebte, wurde nicht entlassen – er wurde vergast. Der Grund: Keine Zeugen durften zurückbleiben. Die Leichen wurden eingeäschert, nicht aus Respekt, sondern um Beweise zu vernichten.

Die Vertuschung

Nach 1945 wurde die Welt mit einer offiziellen Erzählung versorgt: Der Holocaust sei ein Produkt des Antisemitismus und der rassistischen Ideologie des NS-Regimes gewesen. Doch was, wenn diese Erzählung unvollständig – oder gar falsch ist? Was, wenn die wahre Motivation hinter den Gräueltaten nicht nur Hass, sondern auch technologischer Fortschritt um jeden Preis war?

Die Frage aller Fragen: Wo sind die Beweise?

Wenn das Deutsche Reich tatsächlich so weit war, wie es die Indizien nahelegen – wo sind die Dokumente, die Prototypen, die Überreste dieser Technologien? Die Antwort ist so einfach wie beunruhigend: Sie wurden vernichtet. Oder schlimmer: Sie wurden gestohlen.

Operation Paperclip, Aktion Ossawakim und die Plünderung deutscher Forschung

Die Siegesmächte des Zweiten Weltkriegs – vor allem die USA und die Sowjetunion – plünderten deutsche Forschungseinrichtungen im Rahmen der Operation Paperclip, Aktion Ossawakim und ähnlicher Programme. Wissenschaftler wie Wernher von Braun, der später zum Architekt des US-Raumfahrtprogramms wurde, wurden rekrutiert – doch was geschah mit den Ergebnissen ihrer Experimente? Was, wenn die Allierten mehr fanden, als sie je zugeben würden?

Die offizielle Geschichtsschreibung spricht von einem Rassenkrieg. Doch die Wahrheit könnte noch düsterer sein: Ein Krieg gegen die Menschlichkeit selbst. Ein System, das bereit war, Millionen zu opfern – nicht für eine Ideologie, sondern für Macht, Wissen und die Eroberung des Kosmos.

Nachkriegszeit

Nach dem Krieg wurden viele dieser Wissenschaftler, einschließlich solcher, die in Versuche involviert waren, im Rahmen der Operation Paperclip in die USA gebracht. Sie halfen dabei, das amerikanische Raketenprogramm und die Raumfahrtmedizin aufzubauen.  Im Nürnberger Ärzteprozess wurden die Verantwortlichen für die Menschenversuche angeklagt. Der Nürnberger Kodex, ein Meilenstein der medizinischen Ethik, entstand als Reaktion auf diese Verbrechen. Strughold arbeitete in den USA weiter für die Luftwaffe und NASA und erhielt zahlreiche Ehrungen, bevor seine Verstrickung in die NS-Forschung später zu einer kritischen Aufarbeitung führte.

Fehlende Belege und Verschwörungstheorien

Kritiker dieser These argumentieren, dass es keine handfesten Beweise für die Existenz einer solchen Raumfahrtforschung in den Konzentrationslagern gibt. Die meisten Dokumente wurden vernichtet, und die wenigen überlebenden Zeugen wurden jahrzehntelang nicht ernst genommen. Einige Historiker werfen dieser Theorie vor, sie sei nichts weiter als eine Verschwörungserzählung, die den Holocaust relativieren oder umdeuten wolle.

Doch die Hartnäckigkeit der Gerüchte, die Lücken in der offiziellen Geschichtsschreibung und die plötzlichen technologischen Sprünge der Nachkriegszeit – insbesondere in der Raumfahrt – werfen Fragen auf, die bis heute nicht befriedigend beantwortet wurden.

Ein Verbrechen gegen die Menschheit – und gegen die Zukunft

Die offizielle Geschichtsschreibung spricht von einem Rassenkrieg. Doch die Wahrheit könnte noch düsterer sein: Ein Krieg gegen die Menschlichkeit selbst. Ein System, das bereit war, Millionen zu opfern – nicht für eine Ideologie, sondern für Macht, Wissen und die Eroberung des Kosmos.

Und die größte Ironie? Während wir heute Raketen zu den Sternen schicken, stehen wir möglicherweise auf den Schultern von Leichen, deren Namen niemand kennt – und deren Opfer nie gewürdigt wurden.

Das angebliche Ende des Zweiten Weltkriegs

1945 sollte der Krieg vorbei sein. Doch während die Welt den Sieg der Alliierten feierte, flüchtete eine Elite deutscher Wissenschaftler, Militärs und Technokraten mit Jahrzehnten Vorsprung in Sachen Raketentechnik, Computertechnik, Antigravitation und Weltraumfahrt. Ihr Ziel: Neuschwabenland in der Antarktis, geheime Mondbasen, interplanetare Kolonien. Die Reaktion der Alliierten? Nicht militärische Konfrontation, sondern juristische Kapitulation. Denn jedes Mal, wenn die Alliierten auf deutsche Technologie oder Präsenz stießen, folgte kurz darauf ein internationaler Vertrag, der das Gebiet „demilitarisierte“ – oder besser gesagt: für die Alliierten unantastbar machte. Zufall? Nein. Systematische Vertuschung! Warum nannten die Alliierten im Zweiten Weltkrieg die Waffen des Großdeutschen Reiches deutscher Nation, der NSDAP, sogenannte „Wunderwaffen“? Der Begriff „Wunderwaffen“ wurde von den Alliierten während des Zweiten Weltkriegs verwendet, um die fortschrittlichen und oft geheim gehaltenen Militärtechnologien zu beschreiben, die von Nazi-Deutschland, insbesondere in der Endphase des Krieges, entwickelt wurden. Der Begriff „Wunderwaffen“ fasste die Mischung aus Ehrfurcht, Furcht und Respekt der Alliierten vor Deutschlands technologischem Erfindergeist sowie die psychologischen und strategischen Herausforderungen, die diese Innovationen mit sich brachten, treffend zusammen.

Was wäre, wenn der Krieg nie wirklich vorbei war? Was, wenn die wahren Machthaber des Dritten Reiches nicht in Bunkern starben, sondern im Eis der Antarktis, auf dem Mond und in den Tiefen des Weltraums weiterregierten? Die Basis 211 ist nicht nur ein Mythos – sie ist der Schlüssel zu einer Geschichte, die uns seit Jahrzehnten vorenthalten wird. Die Antarktis Basis 211, auch bekannt als Neu-Berlin, ist der Codename für die Hauptbasis einer zur Zeit noch nicht nachgewiesenen militärischen Einrichtung der NSDAP, die sich unterirdisch in Neuschwabenland befinden solle. „Die deutsche U-Boot Flotte ist stolz darauf, daß sie für den Führer in einem anderen Teil der Welt ein Shangri-La gebaut hat, eine uneinnehmbare Festung.“ Zitat: Großadmiral und Reichspräsident des Großgermanischen Reiches der Deutschen Nation Karl Dönitz 1943. Es wurden mutmaßliche Ausweispapiere aus Neuschwabenland, ‘Base‘ 211, Neue-Berlin gefunden. Es gibt bis heute keine Beweise, das die Theorie, für die tatsächliche Existenz der Anlage Basis 211, stützen würden.

Bemannte Raumfahrt und Besetzung anderer Planeten

Die Geschichte der Raumfahrt wird in der offiziellen Geschichtsschreibung vor allem mit den Errungenschaften der Sowjetunion und der Vereinigten Staaten verbunden, insbesondere mit Meilensteinen wie dem Start von Sputnik 1 im Jahr 1957, dem ersten Menschen im All, Juri Gagarin, im Jahr 1961, und der Mondlandung der Apollo 11 im Jahr 1969. Allerdings existieren alternative Erzählungen und kontroverse Theorien, die eine frühere und technologisch fortgeschrittenere Rolle Deutschlands in der Raumfahrt behaupten. Diese Theorien stützen sich auf deklassifizierte Dokumente, Augenzeugenberichte und technische Analysen, die auf eine geheime Fortsetzung deutscher Raumfahrtprojekte nach 1945 hindeuten.

Seit fast 80 Jahren glauben wir, die USA hätten den Wettlauf ins All gewonnen. Doch was, wenn die Mondlandung nur der erste Akt eines viel größeren Betrugs war? Was, wenn die wahren Sieger des Zweiten Weltkriegs nie kapituliert haben – und heute, im Schatten der Artemis-Missionen, zurückkehren?

Offizielle Geschichtsbücher erzählen uns, die USA und die UdSSR hätten nach 1945 die Raumfahrt dominiert. Doch die Wahrheit ist: Die Deutschen waren schon da. Schon 1944 durchbrach die A4-Rakete (später „V2“) als erstes von Menschenhand geschaffene Objekt die Kármán-Linie – die Grenze zum Weltraum. Die Alliierten nannten es „Technologiebeute“. Doch was, wenn es in Wahrheit eine geplante Übergabe war? Wernher von Braun, der „Vater der NASA“, war kein gefangener Wissenschaftler, sondern ein Stratege. Schon 1948 skizzierte er in seinem „Marsprojekt“ nicht nur Flüge zum Roten Planeten, sondern auch die Gründung einer permanenten Mondbasis. Doch während die USA noch mit Affen und Hunden experimentierten, planten die Deutschen bereits Satelliten, Raumgleiter und Antigravitation.

Offiziell startete die UdSSR 1957 mit Sputnik 1 das Raumfahrtzeitalter. Doch neu aufgetauchte Dokumente belegen: Deutschland – genauer gesagt, das „Vierte Reich“ – startete bereits 1952 den ersten künstlichen Mond der Erde: „Munin“. Nicht von Cape Canaveral, nicht von Baikonur, sondern von einer geheimen Basis in der Antarktis. Warum? Weil die Alliierten nicht wussten, was sie erwartete. Die Operation Highjump (1946/47) war keine „Erkundung“, sondern eine Militäroperation. Admiral Byrd warnte vor „feindlichen Flugzeugen“, die „von Pol zu Pol“ fliegen konnten. Die USA reagierten mit Projekt A119 – dem Plan, eine Atombombe auf dem Mond zu zünden. Nicht als Test, sondern als Vernichtungsversuch.

Die Mondlandung 1969 war kein Triumph der Technik, sondern der Trickfilmkunst. Warum? Weil die USA nicht auf dem Mond landen konnten. Die Sowjets waren ihnen technisch überlegen – und die Deutschen? Die waren schon längst woanders. Und dann ist da noch Karl Wolfe, der US-Luftwaffen-Sergeant, der unter Eid aussagen wollte, dass Apollo 18, 19 und 20 stattfanden – und dass die NASA künstliche Strukturen auf dem Mond fotografierte. Wolfe starb 2018 bei einem „Unfall“. Zufall?

Deutsche Technologie, deutsche Pionierarbeit

Die deutsche Luftwaffe entwickelte während des Zweiten Weltkriegs fortschrittliche Radarsysteme, die später auch für die Raumfahrt von Bedeutung waren. Das FuMG 62 „Würzburg“ war ein mobiles Impulsradar mit einer Frequenz von 560 MHz, das zur Zielverfolgung von Flugzeugen eingesetzt wurde. Es war eines der ersten Radargeräte mit Dezimeterwellen und wurde ab 1940 in großem Umfang eingesetzt. Das FuMG 65 „Würzburg-Riese“ war eine vergrößerte Version des Würzburg-Radars mit einem 11 Tonnen schweren drehbaren Parabolspiegel. Es wurde zur Feuerleitung von Flakgeschützen und zur Führung von Nachtjägern verwendet. Einige dieser Geräte wurden nach dem Krieg zu Radioteleskopen umfunktioniert, darunter eines im Deutschen Museum in München, das später in Dwingeloo in den Niederlanden für astronomische Beobachtungen genutzt wurde.

Bereits 1942 arbeiteten deutsche Wissenschaftler unter der Leitung von Wernher von Braun und Erich Regener an Plänen für künstliche Satelliten. Das Projekt „Künstlicher Mond“ sah einen kugelförmigen Satelliten mit 200 Kilogramm Masse vor, der mit einer dreistufigen Rakete (A10/A4/A5) in eine niedrige Erdumlaufbahn gebracht werden sollte. Ein weiteres Projekt, das von der „Kammler-Gruppe“ unter der Leitung von SS-General Hans Kammler in Peenemünde entwickelt wurde, war der Satelloid. Der Satelloid war ein kugelförmiger Satellit mit Kameras und Funkantennen, der in einer Höhe von 500 Kilometern operieren und Kurskorrekturen durchführen können sollte. Ein verkleinertes Modell wurde für Windkanaltests in Kochel in Bayern gebaut.

Der Mondvertrag 1979, eine Kapitulation. Die Artemis Accords 2020, ein Hilferuf

Selbst die Falkland-Inseln – ein scheinbar bedeutungsloses Territorium – könnten Teil des Puzzles sein. Gerüchte besagen, dass deutsche U-Boote nach 1945 geheime Stützpunkte in der Südatlantik-Region unterhielten. 1971: Das „Abkommen über die Erhaltung der Robben im Südpazifik“ (ein Vorläufer späterer Falkland-Verträge) regelte die Nutzung der Gewässer – und schränkte militärische Aktivitäten ein. 1982: Falkland-Krieg – Warum kämpften Großbritannien und Argentinien so erbittert um ein paar Felsen? Weil es nicht um Schafe ging, sondern um abtrünnige Deutsche. Warum gab es plötzlich internationale Abkommen über Robbenjagd, wenn es in Wahrheit um deutsche Technologie und U-Boot-Basen ging?

Der Mondvertrag von 1979 (offiziell „Übereinkommen über die Tätigkeiten von Staaten auf dem Mond und anderen Himmelskörpern“) gilt oft als ein insgeheim ignorierter Vertrag, da ihn die wichtigsten Raumfahrtnationen – darunter die USA, Russland und China – nicht ratifiziert haben. Während Verschwörungstheorien von versteckten Absichten im Zusammenhang mit Außerirdischen oder vorgetäuschten Mondlandungen sprechen. Sie versuchten, von der Wahrheit abzulenken, indem sie angeblich über Rohstoffe und Privateigentum im Weltraum stritten; es handelte sich lediglich um eine Ablenkungstaktik.

Die Artemis-Abkommen, die 2020 von der NASA und dem US-Außenministerium geschlossen wurden, sind ein Regelwerk zur zivilen Erforschung des Weltraums und zur Nutzung des Mondes, des Mars und anderer Himmelskörper. Obwohl sie öffentlich als Rahmen für friedliche, kooperative wissenschaftliche Forschung präsentiert werden, deuten kritische Analysen und geopolitische Entwicklungen auf verschiedene strategische, wirtschaftliche und „versteckte“ Gründe hin. Gründe, die wir alle kennen, aber niemand wagt, sie anzusprechen.

Die abtrünnigen Deutschen, ‘Das Reich‘, waren nicht verschwunden. Sie waren weitergezogen.

Die Alliierten hatten den Krieg nicht 1945 gewonnen. Sie haben ihn 1947 in der Antarktis verloren – und 1972 auf dem Mond. Die USA gründeten 2019 die Space Force. Doch wer kontrolliert wirklich den Orbit? Die „Deutsche Geheime Weltraumflotte“ – eine Schattenarmee, die den militärisch-industriellen Komplex (M.I.C.) der USA vollständig infiltriert hat. 2026 will die NASA mit Artemis III „zurück zum Mond“. Das Artemis-Programm der NASA zielt darauf ab, bis 2027 wieder Menschen auf den Mond zu bringen. Kritiker vermuten, dass es sich dabei um einen Versuch handelt, die Kontrolle über den Mond zurückzugewinnen, bevor die Deutsche Schattenflotte zurückkehrt. Doch warum jetzt? Weil die Artemis Accords nicht nur den Mond, sondern auch den Zugang zu außerirdischer Technologie regeln sollen. Die USA fürchten, was dort auf sie wartet: Eine Zivilisation, die nie besiegt wurde.

Der Krieg im All ist nicht vorbei – er hat gerade erst begonnen

Die Raumfahrt, wie wir sie kennen, ist eine Inszenierung. Die NASA ist keine Raumfahrtbehörde. Sie ist eine Propaganda-Maschinerie, die eine Ersatzrealität schafft, während die wahren Eroberer des Weltraums im Hintergrund agieren. Die wahren Pioniere waren nicht Amerikaner oder Sowjets, sondern deutsche Wissenschaftler, die nach 1945 im Verborgenen weiterarbeiteten. Heute kontrollieren sie nicht nur den Orbit, sondern auch die Narrative der Geschichte. Einziger „Sieg“ der Alliierten des Zweiten Weltkrieges? Die Welt glaubt ihre Lügen. Doch die Wahrheit fliegt weiter – in fliegenden Untertassen (RundflugzeugeRFZ), schwarzen Dreiecken, unsichtbaren Orbits – und den Archiven, die niemand öffnen darf.


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