Planet Marduk wird in modernen Alternativtheorien häufig synonym mit Nibiru verwendet, einem vermeintlichen Planeten in den fernen Regionen unseres Sonnensystems, der oft mit den sumerischen „Annunaki“ in Verbindung gebracht wird. In der altbabylonischen Astronomie war „Marduk“ tatsächlich ein Name für den Planeten Jupiter, obwohl er in einigen Texten auch im Zusammenhang mit dem Planeten Nibiru verwendet wird.
Es gibt Hinweise darauf, dass einst zwischen Mars und Jupiter ein riesiger Planet namens Maldek existierte. Dieser Planet besaß einen großen Mond, der ihn Millionen von Jahren umkreiste – einen Mond mit Ozeanen, Atmosphäre und möglicherweise sogar Leben. Als Maldek in einer uralten Katastrophe zerstört wurde, geriet sein Mond in eine neue Umlaufbahn um die Sonne. Diesen Mond nennen wir heute Mars. Dies erklärt die ungewöhnlichen Merkmale des Mars: warum die eine Hälfte des Planeten völlig anders aussieht als die andere, warum er Gezeitenwülste wie ein Mond aufweist und warum die Nuklearisotope im Boden mit Signaturen von Atomwaffen übereinstimmen. Dasselbe Zerstörungsmuster, das angeblich Mars und Venus betrifft, könnte nun auf die Erde zusteuern. Regierungswissenschaftler haben die Beweise jahrzehntelang geheim gehalten. Doch die Wahrheit ist in planetaren Narben, antiken Monumenten und mathematischen Mustern geschrieben, die die gewaltsame Geschichte unseres Sonnensystems offenbaren. Der Asteroidengürtel gilt als Überrest des zerstörten Planeten Marduk (oder Maldek/Nibiru).
Marduk
Marduk war der Stadtgott von Babylon und später der Hauptgott des babylonischen Pantheons. Seine Attribute sind der Mardukdrache Mušḫuššu, oft auch als Marduktier bezeichnet, und der Spaten. Der Gott war im mesopotamischen Raum auch als Bel („Herr“) bzw. Bel-Marduk bekannt.
Bodesche Regel
Die Titius-Bode-Reihe (auch titius-bodesche Reihe, bode-titiussche Beziehung, bodesche Regel und dergleichen) ist eine von Johann Daniel Titius empirisch gefundene und von Johann Elert Bode bekanntgemachte numerische Beziehung, nach der sich die Abstände der meisten Planeten von der Sonne mit einer einfachen mathematischen Formel näherungsweise allein aus der Nummer ihrer Reihenfolge herleiten lassen. Es gibt keinen anerkannten wissenschaftlichen Beleg, dass dieser Zusammenhang mehr ist als bloßer Zufall oder „Zahlenspielerei“.
Fiktive Planeten des Sonnensystems
Fiktive Planeten des Sonnensystems werden seit dem 18. Jahrhundert dargestellt – oft, aber nicht immer, entsprechend hypothetischen Planeten, die irgendwann einmal von Astronomen ernsthaft vorgeschlagen wurden, sich aber in der Fiktion häufig lange hielten, nachdem die zugrunde liegenden wissenschaftlichen Theorien widerlegt worden waren. Vulkan war ein Planet, dessen Existenz innerhalb der Merkurbahn zwischen 1859 und 1915 hypothetisch angenommen wurde, um Anomalien in der Merkurbahn zu erklären, bis Einsteins allgemeine Relativitätstheorie das Problem löste; er tauchte noch bis in die 1960er Jahre in der Fiktion auf. Die Idee der Gegen-Erde – eines Planeten, der der Erde in ihrer Umlaufbahn um die Sonne diametral gegenüberliegt – wurde ursprünglich vom antiken griechischen Philosophen Philolaos im 5. Jahrhundert v. Chr. vorgeschlagen (wenn auch in einem vorheliozentrischen Weltbild) und taucht seit mindestens dem späten 19. Jahrhundert in der Fiktion auf. Sie wird mal als der Erde sehr ähnlich, mal als sehr unterschiedlich dargestellt, oft als Mittel zur Satire genutzt und häufig von Gegenstücken der Erdbevölkerung bewohnt.
Nach der Entdeckung der ersten Asteroiden Anfang des 19. Jahrhunderts wurde vermutet, dass der Asteroidengürtel die Überreste eines Planeten sein könnte, dessen Existenz – laut Titius-Bode-Gesetz – zwischen Mars und Jupiter vorhergesagt wurde und der aus unbekannten Gründen zerstört worden sein könnte. Dieser hypothetische, ehemalige fünfte Planet ist in der Astronomie als Phaëton bekannt und wird in der Science-Fiction oft „Bodia“ (nach Johann Elert Bode) genannt. Bodia erfreute sich in der Pulp-Ära der Science-Fiction großer Beliebtheit und wurde häufig als erdähnlich und von Menschen bewohnt dargestellt, die möglicherweise die Vorfahren der irdischen Menschen waren. Geschichten über seine Zerstörung wurden nach der Erfindung der Atombombe im Jahr 1945 immer häufiger.
Zusätzliche Planeten in den äußeren Bereichen des Sonnensystems, wie etwa ein neunter Planet jenseits des Neptun oder insbesondere ein zehnter jenseits des Pluto (zwischen der Entdeckung des Pluto 1930 und seiner Herabstufung vom Planeten zum Zwergplaneten 2006), tauchen regelmäßig auf. Für diesen hypothetischen äußersten Planeten wurden viele verschiedene Namen verwendet, der gebräuchlichste ist „Persephone“. Einige Geschichten beschreiben sogenannte vagabundierende Planeten, die keinen Stern umkreisen und von außen in das Sonnensystem eindringen, typischerweise auf Kollisionskurs mit der Erde. Seltener erscheinen fiktive Planeten an anderen Orten, etwa zwischen Venus und Erde oder im Inneren einer hohlen Erde. Ebenso tauchen fiktive Monde in einigen Werken auf; fiktive zusätzliche Monde der Erde gerieten mit dem Beginn des Weltraumzeitalters weitgehend in Ungnade.
Theia
Theia ist ein hypothetischer Protoplanet, der gemäß der Kollisionstheorie der Mondentstehung vor etwa 4,5 Milliarden Jahren mit der Erde kollidierte. Theia selbst wurde bei dieser Kollision zerstört. Die beim Einschlag entstandenen Bruchstücke sammelten sich in einer Umlaufbahn um die Erde. Im weiteren Verlauf bildete sich daraus der Mond. Nach dieser Theorie war Theia etwa so groß wie der Mars. Nach einem dieser Modelle hatte sich Theia im Lagrangepunkt L4 des Erde-Sonne-Systems gebildet. Sie folgte über lange Zeit der Erde als „Trojaner“, bevor es zur Kollision kam.
Nibiru
Nibiru (auch Neberu, Nebiru; dné-bé-ru, mulni-bi-rum) ist einerseits der Name einer sumerischen und babylonischen Gottheit, andererseits die sumerische und babylonische mythologische Bezeichnung eines Himmelsobjekts in Verbindung mit einer astronomischen Konstellation.
Die Nibiru-Katastrophe ist eine vermeintliche, katastrophale Begegnung der Erde mit einem großen planetaren Objekt (entweder eine Kollision oder ein Beinahe-Zusammenstoß), die nach Ansicht bestimmter Gruppen Anfang des 21. Jahrhunderts stattfinden sollte. Anhänger dieses Weltuntergangsszenarios bezeichnen dieses Objekt üblicherweise als Nibiru oder Planet X. Die Idee wurde erstmals 1995 von Nancy Lieder, der Gründerin der Website ZetaTalk, geäußert. Lieder behauptet, Kontaktperson zu sein und durch ein Implantat in ihrem Gehirn Botschaften von Außerirdischen aus dem Sternsystem Zeta Reticuli empfangen zu können. Sie gibt an, auserwählt worden zu sein, die Menschheit zu warnen, dass das Objekt im Mai 2003 (ein später verschobener Termin) durch das innere Sonnensystem rasen und eine Polverschiebung auf der Erde auslösen würde, die den Großteil der Menschheit vernichten würde.
Planet Fünf
Planet Fünf. In der Geschichte der Astronomie wurden einige wenige Himmelskörper des Sonnensystems neben Jupiter als fünfter Planet von der Sonne gezählt. Verschiedene Hypothesen postulierten zudem die frühere Existenz eines fünften, inzwischen zerstörten Planeten, um verschiedene Eigenschaften des inneren Sonnensystems zu erklären.
Planet Neun
Planet Neun ist der vorläufige Name eines hypothetischen planetenartigen Himmelskörpers, der im äußeren Sonnensystem weit außerhalb der Umlaufbahn des Planeten Neptun vermutet wird.
Planet X
Planet X ist ein fiktiver Planet, der nach der Entdeckung Neptuns die bis dahin unerklärten Anomalien in den Umlaufbahnen von Uranus und Neptun erklären sollte. Da sich die Messtechniken seit Percival Lowells Zeiten (Anfang des 20. Jahrhunderts) deutlich verbessert haben, ist klar geworden, dass seine Berechnungen auf falschen Daten beruhten und daher fehlerhaft sind. Nach heutigem Kenntnisstand ist ein neunter Planet nicht notwendig, um die Umlaufbahnen der anderen Planeten zu erklären. Ähnlich wie Neptun entdeckt wurde, nachdem seine ungefähre Position anhand der Umlaufbahnanomalien von Uranus berechnet worden war, berechnete Lowell den Standort dieses neuen, unbekannten (Zwerg-)Planeten. Dieser erhielt den Arbeitstitel Planet X, wobei X für „unbekannt“ steht.
Asteroidengürtel
Der Asteroidengürtel, Planetoidengürtel oder Hauptgürtel ist ein Bereich im Sonnensystem mit einer gehäuften Ansammlung von Asteroiden. Dort befinden sich überdurchschnittlich viele Kleinstobjekte (Meteoroiden) neben den sehr großen, durch Teleskope sichtbaren, Asteroiden, sowie seinem einzigen Zwergplaneten Ceres.
Er befindet sich zwischen den Planetenbahnen von Mars und Jupiter. Der Gesamtbereich der einzelnen Umlaufbahnen wird heute mit etwa 2,0 bis 3,4 AE angegeben; schon in den 1880er Jahren berechnete ihn Johann Palisa mit 2,2 bis 3,6 AE.
Der Asteroidengürtel ist trotz des Eigennamens nicht der einzige „Asteroidengürtel“ (Zirkumstellare Scheibe) im Sonnensystem und nach dem Kuipergürtel auch nur der zweitgrößte (abgesehen von den geometrischen Dimensionen auch in Bezug auf Anzahl sowie Gesamtmasse der Objekte), aber ein Großteil der bisher bekannten Asteroiden des Sonnensystems befindet sich im Asteroidengürtel. Mehr als 600.000 Objekte wurden dort bereits erfasst, ihre Gesamtzahl wird auf 1,1 Millionen bis 1,9 Millionen geschätzt. Die Gesamtmasse aller Asteroiden des Hauptgürtels wurde lange überschätzt: sie beträgt nur etwa 5 Prozent der Masse des Erdmondes und entspricht der des größten Uranusmondes Titania oder einem Drittel von Pluto.
Lange Zeit gab es die Hypothese, in der Lücke zwischen den Planeten Mars und Jupiter hätte es einen Planeten gegeben, den man „Phaeton“ nach dem Sohn von Helios getauft hatte. Dieser sollte jedoch durch einen kataklysmischen Zusammenstoß mit einem anderen Planetoiden vernichtet worden sein, und den Asteroidengürtel zurückgelassen haben. Inzwischen geht man davon aus, dass sich aufgrund der enormen Gravitation von Jupiter niemals aus der protoplanetaren Materie ein Planet bilden konnte, und der Asteroidengürtel ein sehr stark ausgedünntes Überbleibsel der protoplanetaren Scheibe ist.
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