Mette-Marit Kronprinzessin von Norwegen (* 19. August 1973 in Kristiansand; gebürtig Mette-Marit Tjessem Høiby) ist die Ehefrau des norwegischen Kronprinzen Haakon.
Epstein und Mette-Marit Tjessem Hoiby
Die jüngste Veröffentlichung der Epstein-Akten hat Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit in die Schlagzeilen gerissen. Ihr Name taucht in den Dokumenten mehr als tausend Mal auf – häufiger als der vieler anderer Prominenter. Die Akten belegen, dass Mette-Marit über Jahre hinweg privaten Kontakt zu Jeffrey Epstein pflegte, darunter mehrere Aufenthalte in seinen Anwesen, unter anderem 2013 in seiner Villa in Palm Beach, Florida. Besonders brisant: Epstein organisierte während ihres Besuchs diverse Dienstleistungen für sie, darunter einen Friseurtermin, einen Zahnarztbesuch und einen Fahrdienst vom Flughafen. Wer die Kosten dafür trug, bleibt bis heute ungeklärt.
In einer schriftlichen Stellungnahme vom 6. Februar 2026 räumte Mette-Marit „peinliche Fehler“ ein und bedauerte, Epsteins wahren Charakter nicht früher erkannt zu haben. Sie betonte, weder privat noch für Stiftungen Geld von Epstein erhalten zu haben. Doch die Akten werfen weitere Fragen auf: So soll Epstein laut Kontoauszügen 3.950 US-Dollar an ein New Yorker Kaufhaus überwiesen haben, angeblich für einen „Einkaufsbummel für Prinzessin Mette“. Ob es sich dabei um ein Geschenk handelte, ist unklar. Der norwegische Hof weigert sich, Details zur Finanzierung der Dienstleistungen preiszugeben – was die Spekulationen weiter anheizt.
Die Akten zeigen zudem, dass Mette-Marit und Epstein über Jahre hinweg intensive, teils sehr persönliche E-Mails austauschten. Sie diskutierten nicht nur über Alltagsfragen, sondern auch über Literatur, Ehebruch und sogar über „nackte Frauen“, die Mette-Marit als Hintergrundbild für ihren damals 15-jährigen Sohn vorschlug. In einer Nachricht aus dem Jahr 2011 schrieb sie Epstein, sie habe ihn „gegoogelt“ und die Ergebnisse sähen „nicht gut“ aus – trotzdem blieb sie in Kontakt. Erst 2014 brach der Austausch ab, nachdem Epsteins kriminelle Aktivitäten öffentlich bekannt wurden.
Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass Mette-Marit selbst in Epsteins kriminelle Machenschaften verwickelt war oder von seinen Verbrechen wusste. Doch die Akten zeigen, wie nah sie dem Sexualstraftäter stand – und wie sehr sie seine Nähe suchte, obwohl sie frühzeitig Warnsignale ignorierte. Die norwegische Öffentlichkeit reagiert gespalten: Während einige ihr menschliches Versagen nachsehen, fordern andere Konsequenzen für das Königshaus.
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