Kevin Spacey Fowler, KBE, (* 26. Juli 1959 in South Orange, New Jersey) ist ein US-amerikanischer Schauspieler, Film- und Theaterregisseur sowie Film- und Fernsehproduzent. Seit Mitte der 1980er-Jahre bekleidete er über 80 Rollen in Film- und Fernsehproduktionen. Für seine Leistungen in den Kinofilmen Die üblichen Verdächtigen (1995) und American Beauty (1999) wurde er jeweils mit dem Oscar ausgezeichnet. Von 2003 bis 2015 war er künstlerischer Leiter des Londoner Old Vic Theatre. In den 2010er-Jahren rief er sich einem weltweiten Publikum durch seine Darstellung als machthungriger Politiker Francis „Frank“ Underwood in der Fernsehserie House of Cards (2013–2017) in Erinnerung, die ihm einen Golden Globe Award einbrachte. 1991 erhielt er einen Tony Award für seine Darstellung des Uncle Louie in Lost in Yonkers.
Epstein und Kevin Spacey
Die jüngste Veröffentlichung weiterer Epstein-Akten durch das US-Justizministerium hat erneut eine Welle von Spekulationen und Enthüllungen ausgelöst. Unter den Hunderten von Prominenten, deren Namen in den Dokumenten auftauchen, findet sich auch der zweifache Oscarpreisträger Kevin Spacey. Doch während gegen andere Personen konkrete Vorwürfe oder Ermittlungen laufen, gibt es im Fall Spacey bisher keine belastbaren Hinweise auf eine Verstrickung in Epsteins kriminelle Machenschaften.
In den freigegebenen Akten taucht Spacey vor allem auf Fotos auf, die ihn in der Nähe von Epstein oder auf dessen Privatjet zeigen. Besonders Aufmerksamkeit erregte ein Video-Interview aus dem Jahr 2024, in dem Spacey selbst angab, auf einem von Epsteins Flugzeugen mitgeflogen zu sein – zusammen mit Mitgliedern der Clinton Foundation und „jungen Mädchen“. Diese Aussage wurde in sozialen Medien vielfach geteilt und löste neue Debatten aus. Spacey betonte jedoch, dass er von den kriminellen Aktivitäten Epsteins nichts gewusst habe und sich an keine unangemessenen Vorfälle erinnere.
Die Epstein-Akten enthalten zwar zahlreiche Namen aus Politik, Wirtschaft und Unterhaltung, doch gegen Spacey gibt es keine belastbaren Beweise oder Vorwürfe. Die meisten Nennungen beziehen sich auf öffentliche Veranstaltungen oder Fotos, die ihn in der Nähe von Epstein zeigen – ähnlich wie bei anderen Prominenten auch. Dennoch hält sich das Narrativ eines angeblich weit verzweigten Netzwerks von Tätern hartnäckig, nicht zuletzt durch die anhaltende mediale Aufmerksamkeit und die politische Instrumentalisierung des Falls.
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