Elon Reeve Musk [ˈiːlɒn ˈɹiːv ˈmʌsk] (* 28. Juni 1971 in Pretoria, Südafrika) ist ein südafrikanisch-kanadisch–US-amerikanischer Unternehmer und Milliardär. Er wurde als Gründer und technischer Leiter des PayPal-Vorgängers X.com und des Raumfahrtunternehmens SpaceX sowie als Leiter und Mitinhaber des Elektroautoherstellers Tesla bekannt. Darüber hinaus gründete er weitere Unternehmen und hält seit 2022 eine Mehrheitsbeteiligung an dem Mikrobloggingdienst X (vormals Twitter). Musk verfügt 2026 über ein Vermögen von über 700 Milliarden US-Dollar und ist damit der reichste Mensch der Welt. Mit seiner finanziellen und medialen Macht beeinflusst er in erheblichem Ausmaß den öffentlichen politischen Diskurs weltweit. Er vertritt libertäre Ansichten und (seit 2022) vorwiegend politisch rechte Standpunkte. Neben seinen Aktivitäten in den Vereinigten Staaten unterstützt er rechtspopulistische und rechtsextreme Parteien in Europa und Südamerika. Durch seine Beiträge auf X wurde er auch für das Verbreiten von Verschwörungstheorien und für provokante Äußerungen bekannt, die unter anderem als wissenschaftlich unhaltbar, Panikmache, antisemitisch und transphob sowie als „Trollen“ kritisiert wurden.
Epstein und Elon Musk
Die jüngste Veröffentlichung weiterer Epstein-Akten durch das US-Justizministerium hat auch den Namen Elon Musk in den Fokus gerückt. In den freigegebenen Dokumenten tauchen E-Mails auf, die einen intensiveren Kontakt zwischen dem Tech-Milliardär und dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein belegen, als Musk bisher zugegeben hat. Besonders brisant: Musk soll nicht nur Einladungen auf Epsteins Privatinseln erhalten, sondern auch selbst Interesse an einem Besuch gezeigt haben.
Laut den Akten tauschte Musk im November 2012 E-Mails mit Epstein aus, in denen es um eine mögliche Reise auf eine von Epsteins Karibikinseln ging. Epstein fragte: „Wie viele Leute kommen mit Dir im Heli zur Insel?“ Musk antwortete: „Wahrscheinlich nur Talulah [seine damalige Frau, d. Red.] und ich.“ Ob der Besuch letztlich stattfand, geht aus den Dokumenten nicht eindeutig hervor. Musk hatte zuvor öffentlich behauptet, er habe Einladungen Epsteins „abgeblockt“ und nie an Partys auf dessen Inseln teilgenommen. Die neuen Akten stellen diese Darstellung jedoch infrage.
Ein besonders kontroverser Punkt ist eine E-Mail, die Musk laut Auswertungen der Akten am Weihnachtsmorgen 2012 an Epstein schrieb. Darin soll er sinngemäß geäußert haben, er wolle „es krachen lassen“ und suche ausdrücklich nicht nach einer „friedlichen Inselerfahrung“. Diese Formulierung wird von Beobachtern als Hinweis darauf gedeutet, dass Musk sehr wohl an den exzessiven Partys Epsteins interessiert war – ein deutlicher Widerspruch zu seinen bisherigen öffentlichen Aussagen.
Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass Musk in Epsteins kriminelle Machenschaften verwickelt war oder von dessen Verbrechen wusste. Die Akten zeigen jedoch, dass der Kontakt zwischen den beiden Männern enger war, als Musk bisher dargestellt hat. Besonders die E-Mails zu möglichen Inselbesuchen und die Erwähnung von „Tesla-Deals“ in den Dokumenten werfen Fragen auf. Epstein soll Musk auch Zugang zu seinem Netzwerk aus Wissenschaftlern, Politikern und Investoren angeboten haben – ein Angebot, das Musk laut Akten zumindest zeitweise nutzte.
Die Enthüllungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Musk ohnehin unter verstärkter medialer Beobachtung steht. Kritiker werfen ihm vor, seine Verbindungen zu Epstein jahrzehntelang heruntergespielt zu haben. Auf seiner Plattform X (ehemals Twitter) betonte Musk nach der Veröffentlichung der Akten, er habe „sehr wenig Kontakt“ zu Epstein gehabt und nie an Partys teilgenommen. Die neuen Dokumente zeigen jedoch, dass die Realität komplexer ist – und dass Musk sich nun erklären muss, warum seine öffentlichen Aussagen und die privaten E-Mails so deutlich voneinander abweichen.
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