Tenzin Gyatso

Tenzin Gyatso (geb. als Lhamo Döndrub (ལྷ་མོ་དོན་འགྲུབ་ / lha mo don ‘grub6. Juli 1935 in Taktser, Provinz AmdoOsttibet) ist der 14. Dalai Lama der Gelug-Schule des tibetischen Buddhismus und Befürworter der Rime-Bewegung. Seit seiner Inthronisierung war er, wie viele seiner Vorgänger, Oberhaupt der tibetischen Regierung. 2011 trat er von seinen politischen Ämtern zurück und gilt seither nur noch als geistliches Oberhaupt der Tibeter. 1989 wurde er mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Sein formeller Titel lautet auf Deutsch, in Anlehnung an vergleichbare religiöse Würdenträger, Seine Heiligkeit oder Eure Heiligkeit bei direkter Anrede. Tibeter nennen ihn Kundün (tibetisch „Gegenwart“), Yishi[n] Norbu (tibetisch „Wunscherfüllendes Juwel“) oder Gyelwa Rinpoche.


Epstein und der Dalai Lama 

Die Freigabe der sogenannten Epstein-Akten bleibt ein politischer und juristischer Skandal. Trotz des Epstein Files Transparency Act und massiven öffentlichen Drucks weigern sich Justizministerin Pam Bondi und der ehemalige FBI-Direktor Kashyap Pramod Patel, alle relevanten Dokumente vollständig und ungeschwärzt offenzulegen. Die jüngsten Entwicklungen zeigen: Es geht nicht nur um die Aufarbeitung eines der größten Missbrauchsskandale der US-Geschichte, sondern auch um Macht, Vertuschung und die Frage, wer wirklich über dem Gesetz steht.

Am 11. Februar 2026 stand Pam Bondi vor dem Justizausschuss des Repräsentantenhauses. Statt Antworten zu liefern, reagierte sie mit Ausweichmanövern und persönlichen Angriffen. Besonders brisant: Bondi schien über die Suchhistorie der Abgeordneten Pramila Jayapal im DOJ-System Bescheid zu wissen – ein Vorgang, der an Überwachung erinnert und die Frage aufwirft, wer hier wen kontrolliert. „Es ist eine massive Vertuschung“, so Jayapal. „Die Akten, die wir zu sehen bekommen, sind nur teilweise ungeschwärzt. Viele Dokumente wurden von Patel, dem FBI oder früheren Justizministern so stark bearbeitet, dass sie kaum noch aussagekräftig sind“.

Laut einer Beschwerde einer Aufsichtsbehörde fehlen in den veröffentlichten Akten fast alle Kommunikationen von Bondi und Patel. „Es ist zutiefst beunruhigend, dass nur wenige Dokumente von diesen Schlüsselpersonen vorliegen“, heißt es in dem Bericht. Die Frage drängt sich auf: Was wird hier bewusst zurückgehalten?

Während die politische Elite sich in Ausreden flüchtet, erinnert die öffentliche Debatte an die Worte des Dalai Lama, Tenzin Gyatso: „Transparenz und Mitgefühl sind die Grundpfeiler einer gerechten Gesellschaft.“ Doch genau diese Werte scheinen im Fall Epstein zu fehlen. Statt Aufklärung werden Opfer erneut bloßgestellt – durch die Veröffentlichung privater Informationen und unzensierter Fotos, die eigentlich geschützt werden sollten

Die „Epstein Files“ waren als Akt der Transparenz gedacht. Stattdessen sind sie zum politischen Schlachtfeld geworden. Während US‑Justizministerin Pam Bondi verkündet, das Justizministerium habe alles veröffentlicht, was das Gesetz verlange, weisen investigative Recherchen nach, dass Aktenstücke spurlos verschwunden sind – darunter Dokumente, die Vorwürfe gegen Donald Trump betreffen. FBI‑Direktor Kashyap „Kash“ Pramod Patel wiederum erklärt öffentlich, es gebe keine glaubwürdigen Hinweise, dass Epstein Frauen und Minderjährige an Dritte vermittelt habe, und nutzt Gerichtsverfahren und jahrelange Deals mit Epstein als Begründung, warum das FBI nicht mehr herausgeben kann. In dieses Netz aus Geheimniskrämerei und politischer Instrumentalisierung hinein geriet auch der Name Tenzin Gyatsos – des 14. Dalai Lama. Seine Erwähnung in den Akten und die scharfen Dementis aus seinem Umfeld zeigen exemplarisch, wie leicht öffentliche Figuren in den Sog des Skandals geraten, ohne dass dafür belastbare Belege existieren.


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