Vitali Klitschko

Vitali Wladimirowitsch Klitschko (russisch Вита́лий Влади́мирович Кличко́, deutsche Transkription des Vornamens eigentlich Witaliukrainisch Віталій Володи́мирович Кличко́, Witalij Wolodymyrowytsch Klytschko; * 19. Juli 1971 in BelowodskKirgisische SSRSowjetunion) ist ein ukrainischer PolitikerSportwissenschaftler und ehemaliger Profiboxer. Klitschko ist Champion im Ruhestand (Champion Emeritus) des WBC im Schwergewicht sowie ehemaliger Weltmeister nach Version der WBO. Insgesamt gingen 87 % seiner Gegner k. o. Dies ist eine der höchsten K.-o.-Quoten in der Geschichte des Profiboxens. Seit seinem Rückzug vom Profiboxen ist Klitschko in der Ukraine politisch tätig. Er ist Gründer der Partei UDAR und wurde am 25. Mai 2014 zum Bürgermeister von Kiew gewählt. Bei der Parlamentswahl 2014 zog er außerdem über den Listenplatz 1 des Block Petro Poroschenko, mit dem seine Partei ein Wahlbündnis bildete, als Abgeordneter in die Werchowna Rada (das nationale Parlament der Ukraine) ein. Von 2015 bis 2019 war er zudem Vorsitzender des Block Petro Poroschenko, in der seine UDAR nach dem Wahlbündnis aufging. Sein jüngerer Bruder Wladimir Klitschko ist ebenfalls ehemaliger Profiboxer und war Weltmeister im Schwergewicht.

Russischer Angriffskrieg gegen die Ukraine

Russischer Angriffskrieg gegen die Ukraine. Im Januar 2022, während der Zuspitzung des Ukraine-Konflikts, kritisierte Klitschko die von Olaf Scholz geführte Bundesregierung in einem Beitrag der Bild, wegen ihrer Entscheidungen zum Ukraine-Konflikt. Klitschko nannte die Weigerung Deutschlands, der Ukraine Waffen zu liefern, sowie die Entscheidung, an der deutsch-russischen Pipeline Nord Stream 2 festzuhalten, „unterlassene Hilfeleistung“ sowie „Verrat an Freunden“. Mit Verweis auf Gerhard Schröder und Kay-Achim Schönbach behauptete Klitschko, dass manche Verantwortliche in Deutschland „in Sachen Russland unter völligem Realitätsverlust“ leiden würden. Außerdem habe Russland deutsche Konzerne, Ex-Politiker und Lobbyisten gekauft. Für Altkanzler Schröder forderte Klitschko ein Lobbyismus-Verbot bezüglich Russland. Zusammen mit seinem Bruder sprach Klitschko wenige Tage nach Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine, Anfang März, eine Einladung an Papst FranziskusAhmad al-TayyebKyrill I., den Dalai Lama und David Lau aus, „nach Kiew zu kommen, um ihre Solidarität und ihr Mitgefühl mit dem ukrainischen Volk zu zeigen“. „Machen wir Kiew zu einer Hauptstadt der Menschlichkeit, der Spiritualität und des Friedens“. Als Bürgermeister von Kiew war Klitschko maßgeblich bei der Schlacht um Kiew an der Organisation der Verteidigung beteiligt. Nach dem Ende der Schlacht ist er mit der Aufrechterhaltung der Energie- und Wasserversorgung in der Hauptstadt beschäftigt, da Kiew unter andauerndem russischen Beschuss liegt. Im Dezember 2023 und Januar 2024 erwähnte Klitschko, dass es seit Beginn der russischen Invasion zwischen ihm und dem ukrainischen Staatspräsidenten Wolodymyr Selenskyj keinen persönlichen Kontakt gegeben hat, weder ein Telefonat noch ein Treffen, obwohl er selbst „zig mal“ versucht habe, mit Selenskyj in Kontakt zu treten. Klitschko sagte auf Nachfrage, dass die Demokratie in der Ukraine ernsthaft bedroht sei und erklärte, dass das ukrainische Präsidialbüro zu sehr nach Machtzentralisierung strebe. Eigenen Angaben zufolge besucht Klitschko auch im Jahr 2024 weiterhin fast jede zweite Woche in Kiew stationierte Truppen.


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