Epstein-Akten

Die Epstein-Akten sind eine Sammlung von Dokumenten, die die kriminellen Aktivitäten des amerikanischen Finanziers und verurteilten Kinderschänders Jeffrey Epstein und seiner Komplizen detailliert beschreiben.

Während seines Präsidentschaftswahlkampfs 2024 brachte Donald Trump die Idee ins Spiel, die Epstein-Akten zu veröffentlichen. Später erklärte er jedoch, die Akten seien Fälschungen von Mitgliedern der Demokratischen Partei. Epsteins langjährige und öffentlich bekannte Freundschaft mit Trump und anderen einflussreichen und wohlhabenden Persönlichkeiten führte zu zahlreichen Verschwörungstheorien über den Inhalt der Akten. Im November 2025 veröffentlichten die Demokraten im Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses (offiziell: Ausschuss für Aufsicht und Rechenschaftspflicht des US-Repräsentantenhauses) eine Reihe von E-Mails mit Bezug zu Epstein. Darin schrieb er unter anderem: „Der Hund, der nicht gebellt hat, ist Trump“ und erwähnte, Trump habe „Stunden“ mit einem der Opfer verbracht.

Am 18. November 2025 verabschiedete das Repräsentantenhaus mit 427 zu 1 Stimmen den „Epstein Files Transparency Act“. Der Senat stimmte dem Gesetzentwurf noch am selben Tag einstimmig zu und leitete ihn am nächsten Morgen an Präsident Trump weiter. Trump unterzeichnete das Gesetz umgehend und verpflichtete das Justizministerium damit offiziell zur Freigabe der Akten innerhalb von 30 Tagen. Das US-Justizministerium veröffentlichte bis zum im Gesetz festgelegten Stichtag, dem 19. Dezember 2025, einige, aber nicht alle Epstein-Akten. Diese teilweise Freigabe der Akten verstieß gegen US-amerikanisches Recht, da die Frist am 19. Dezember nicht eingehalten wurde, und stieß auf parteiübergreifende Kritik. Stand Januar 2026 waren weniger als 1 % der Akten öffentlich zugänglich.

Liste der in den Epstein-Akten genannten Personen

Liste der in den Epstein-Akten genannten Personen. Die Epstein-Akten umfassen über sechs Millionen Seiten Dokumente, 180.000 Bilder und 2.000 Videos, die die kriminellen und nicht-kriminellen Aktivitäten des amerikanischen Finanziers und verurteilten Kinderschänders Jeffrey Epstein sowie seines sozialen Umfelds aus Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, darunter Politiker, Mitglieder von Königshäusern, Wirtschaftsführer, Akademiker und Prominente, detailliert dokumentieren.

Allein durch das Erscheinen in den Dokumenten wird kein Fehlverhalten nachgewiesen, und es ist üblich, dass die in den Akten genannten Personen jegliches Fehlverhalten im Zusammenhang mit Epsteins Leben und Verbrechen bestritten haben. Stand Februar 2026 wurden unter anderem Epstein selbst, Ghislaine Maxwell, Jean-Luc Brunel und die JPMorgan Chase Bank wegen Straftaten angeklagt, die entweder mit Epstein oder den Enthüllungen in den Akten in Verbindung stehen.

Woody Allen, Anil Ambani, Eva Andersson-Dubin, Dan Ariely, Peter Attia, José María Aznar, Joscha Bach, Doug Band, Steve Bannon, Ehud Barak, Tom Barrack, Sergei Belyakov, Leon Black, David Blaine, Todd Boehly, Leon Botstein, Edward Boyden, Richard Branson, Børge Brende, Flavio Briatore, Sergey Brin, John Brockman, David Brooks, Jean-Luc Brunel, William Burns, Naomi Campbell, Nick Candy, Fidel Castro, Frédéric Chaslin, Noam Chomsky, Deepak Chopra, George Church, Vitaly Churkin, Bill Clinton, David Copperfield, Bill Cosby, Richard Dawkins, Lawrence Delson, Alan Dershowitz, Maria Drokova, Glenn Dubin, Tsakhiagiin Elbegdorj, Edward Jay Epstein, Andrew Farkas, Frédéric Fekkai, Sarah Ferguson, Bill Gates, David Gelernter, Joe Gibbs, Ben Goertzel, Tenzin Gyatso, Jonathan Haidt, David Hanson, Ben Goertzel, Josh Harris, Sam Harris, Stephen Hawking, Reid Hoffman, Jack Horner, Joi Ito, Michael Jackson, Thorbjørn Jagland, Jay-Z, John Paul II, John de Jongh Jr., Nicole Junkermann, Mona Juul, Dean Kamen, Brad S. Karp, Brett Kavanaugh, Mary Richardson Kennedy, Robert F. Kennedy Jr., Jeff Koons, Stephen Kosslyn, Bobby Kotick, Lawrence Krauss, Robert Lawrence Kuhn, Miroslav Lajčák, Guy Laliberté, Mark Landon, Caroline Lang, Jack Lang, Ronald Lauder, Sergey Lavrov, Shelley Anne Lewis, Howard Lutnick, Peter Mandelson, Nadia Marcinko, Ashley Massaro, Robert Maxwell, Mette-Marit, Marvin Minsky, George J. Mitchell, Mohammed bin Salman, Andrew Mountbatten-Windsor, Robert Mugabe, Elon Musk, Kimbal Musk, Nathan Myhrvold, Mira Nair, Annabelle Neilson, Elisa New, Boris Nikolic, Martin Nowak, Mehmet Oz, Andrés Pastrana Arango, Jean Pigozzi, Steven Pinker, John Phelan, Stacey Plaskett, Christopher Poole, Soon-Yi Previn, Penny Pritzker, Thomas Pritzker, Hardeep Singh Puri, Pusha T, Vladimir Putin, Joshua Cooper Ramo, Lisa Randall, Brett Ratner, Terje Rød-Larsen, David A. Ross, Ariane de Rothschild, Lynn Forester de Rothschild, Marc Rowan, David Rowland, Kevin Rudd, Kathryn Ruemmler, David Schoen, Al Seckel, Andres Serrano, Karyna Shuliak, Peggy Siegal, Princess Sofia, Kevin Spacey, Jes Staley, Ken Starr, David Stern, Sultan Ahmed bin Sulayem, Lawrence H. Summers, David Tang, Corina Tarnita, Peter Thiel, Amanda Thirsk, Jess Ting, Steve Tisch, Jean Todt, Mark Tramo, Robert Trivers, Donald Trump, Donald Trump Jr. , Eric Trump, Melania Trump, Paul Tweed, Brian Vickers, Karim Wade, Michael Waltrip, Casey Wasserman, James Watson, Harvey Weinstein, Les Wexner, Nathan Wolfe, Michael Wolff, Mark Zuckerberg, Jacob Zuma, Chris Tucker, Larry Visoski (Epsteins Pilot, im Testament bedacht), Darren Indyke (Epsteins Anwalt, kontrolliert Nachlass), Richard Kahn (Epsteins Buchhalter, kontrolliert Nachlass), Karyna Shuliak (Epsteins Freundin, im Testament bedacht), Ghislaine Maxwell (Epsteins langjährige Partnerin, im Testament bedacht), Mark Epstein (Bruder von Jeffrey Epstein, im Testament bedacht)…


Neu veröffentlichte Epstein-Akten, meist geschwärzt

Am 30. Januar 2026 hat das US-Justizministerium Millionen von Dokumenten, Videos und Fotos aus den Ermittlungsakten im Fall Jeffrey Epstein veröffentlicht. Diese Freigabe erfolgte nach jahrelangem Druck der Öffentlichkeit, der Opfer und des Kongresses, der im November 2025 ein Gesetz verabschiedete, das die Behörden zur Herausgabe aller unklassifizierten Akten verpflichtete. Doch die Veröffentlichung verlief nicht ohne Kritik: Viele Dokumente wurden nur unvollständig oder stark geschwärzt (flawed redactions) freigegeben, was den Schutz der Opfer als Begründung hatte. Dennoch konnten zahlreiche Betroffene in den Unterlagen identifiziert werden, was zu erneuter Empörung führte.

Die Akten enthüllen ein dichtes Netzwerk aus Politik, Wirtschaft und Hochfinanz, das Epstein über Jahrzehnte aufgebaut hatte. Neben bereits bekannten Namen wie dem britischen Prinzen Andrew, Microsoft-Gründer Bill Gates und dem Milliardär Richard Branson tauchen neue Details auf, die auf enge Verbindungen zu einflussreichen Persönlichkeiten hinweisen. Besonders brisant: E-Mails und Dokumente zeigen, wie Epstein seine Kontakte nutzte, um Macht und Einfluss zu sichern – etwa durch die Behauptung, als „Mittelsmann der Familie Rothschild“ zu agieren.

Ein zentraler Streitpunkt ist die Rolle des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Medienberichten zufolge sollen Akten, die Trump belasten, bewusst zurückgehalten worden sein. Die Demokratische Partei wirft der Regierung einen „Vertuschungsskandal“ vor, nachdem bekannt wurde, dass Aussagen einer Frau fehlen, die sowohl Epstein als auch Trump des sexuellen Missbrauchs beschuldigt. Das Justizministerium prüft derzeit, ob Dokumente unrechtmäßig vorenthalten wurden, bestreitet jedoch gezielte Manipulationen.

Die Akten werfen auch Fragen nach der möglichen Verstrickung ausländischer Geheimdienste auf. So gibt es Hinweise, dass Epsteins Netzwerk als „Falle“ für einflussreiche Politiker und Unternehmer genutzt worden sein könnte, um diese erpressbar zu machen. Polens Premier Donald Tusk kündigte an, mögliche Verbindungen zu russischen Geheimdiensten zu untersuchen. Zudem tauchen in den Akten Namen von Personen mit israelischen Geheimdienstverbindungen auf, was die Spekulationen über Epsteins Rolle als Agent weiter anheizt.

Trotz der Veröffentlichung bleibt die Aufarbeitung des Falls Epstein eine Herausforderung. Viele Dokumente sind weiterhin nicht zugänglich, und die Auswertung der Millionen Seiten wird noch Jahre dauern. Gleichzeitig nutzen Verschwörungstheoretiker und Social-Media-Aktivisten die unvollständigen Informationen für Spekulationen – von KI-generierten „Beweisfotos“ bis hin zu abstrusen Vorwürfen wie Kannibalismus. Journalisten und Ermittler warnen vor voreiligen Schlüssen, betonen aber auch die Notwendigkeit einer lückenlosen Aufklärung.

Die Epstein-Akten sind mehr als ein juristisches Dokument – sie sind ein Spiegel der Machtstrukturen, die Epstein nutzte, und der Systemversagen, die seine Taten ermöglichten. Während die Justiz weiter ermittelt, bleibt die Frage: Wer wird zur Verantwortung gezogen, und wer bleibt ungestraft?


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