Familie Epstein

Der Familienname Epstein (auch Eppstein oder Epshtein) ist einer der ältesten aschkenasischen jüdischen Familiennamen. Er leitet sich wahrscheinlich von der deutschen Stadt Eppstein in Hessen ab; der Ortsname stammt vermutlich vom gallischen Wort „apa“ (Wasser, im Sinne eines Flusses) und dem deutschen Suffix „-stein“ (Stein, im Sinne eines Hügels). Die Aussprache des Nachnamens Epstein variierte je nach Person. Im Jiddischen lautet die Aussprache [ˈɛpʃtejn] (ähnlich, aber nicht identisch mit der deutschen Aussprache des Ortes Eppstein [ˈɛpʃtaɪn], von dem der Nachname wahrscheinlich abgeleitet ist). Dies führte dazu, dass die traditionelle englische Aussprache zu /ˈɛpstaɪn/ (EP-styne) anglisiert wurde. Diese traditionelle Aussprache wurde von vielen Personen verwendet, darunter Alex Epstein, Sir Anthony Epstein, Boris Epshteyn, Brian Epstein und Sir Jacob Epstein. Im 21. Jahrhundert wird der Name jedoch aufgrund der engen Verbindung zu Jeffrey Epstein oft als /ˈɛpstiːn/ (EP-steen) ausgesprochen, die Aussprache, die er selbst (zusammen mit seinem Bruder Mark Epstein) verwendete. Im Französischen wird Epstein üblicherweise [ɛpʃtajn] ausgesprochen. Sowohl Jean Epstein als auch Marie Epstein verwendeten diese Aussprache.

Eppstein

Eppstein ist eine Stadt mit 13.070 Einwohnern (31. Dezember 2024) im südhessischen Main-Taunus-Kreis. Der Verwaltungssitz befindet sich im Stadtteil Vockenhausen. Eine erste urkundliche Erwähnung der Burg Eppstein stammt aus dem Jahre 1122. Deren Besitzer, die Herren von Eppstein, waren es auch, die den Ort begründeten (Ersterwähnung 1299). Nur knapp 20 Jahre später wurden Alt-Eppstein bereits die Stadtrechte zugesprochen. Die eine Hälfte von Eppstein wurde schon 1492 an den hessischen Landgrafen verkauft, die andere Hälfte mit den Orten Bremthal, Ehlhalten, Niederjosbach und Vockenhausen fiel mit dem Aussterben der Linie der Eppsteiner 1535 erst an die Grafen zu Stolberg und schließlich 1581 an Kurmainz. Die hessische Hälfte gelangte durch Erbteilung 1567 an die Linie Hessen-Marburg und nach deren Aussterben im Jahr 1604 an die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt. Diese Spaltung in zwei unterschiedliche Herrschaftsbereiche blieb einige Jahrhunderte lang bestehen bis zum Jahr 1803, als durch den Reichsdeputationshauptschluss alle geistlichen Staaten in Deutschland aufgelöst wurden. Von nun an konnten sich die heutigen Eppsteiner Stadtteile wieder in gleicher Weise entwickeln. Sie gelangten zunächst an die Grafschaft Nassau-Usingen, die 1806 zum Herzogtum Nassau erhoben wurde, und dann 1866 an das Königreich Preußen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 wurden sie Bestandteil des Landes Hessen innerhalb der Bundesrepublik Deutschland. Im Januar 1951 wurde der Gemeinde Eppstein durch das Hessische Staatsministerium das Recht zur Führung der Bezeichnung „Stadt“ verliehen.

Herren von Eppstein

Die Herren von Eppstein waren ein altes edelfreies deutsches Adelsgeschlecht und stammten von den seit 1107 nachweisbaren Herren von Hainhausen (auch Herren von Hagenhausen genannt) im Rodgau ab. Ihr Stammsitz war die Wasserburg Hainhausen, deren Reste als Bodendenkmal unter einer Wiese nahe der Rodau erhalten sind. Es gilt als wahrscheinlich, dass die Herren von Hagenhausen von den früheren fränkischen Maingaugrafen abstammen. Die Herren von Hausen waren eine Seitenlinie der Hagenhausener mit Wasserburg bei Obertshausen nahe Rodgau. Die Familien von Rumpenheim und von Heusenstamm waren wahrscheinlich ebenfalls mit den Hagenhausenern verwandt. Zentrum des bis 1492 stetig wachsenden territorialen Besitzes der Familie, der Herrschaft Eppstein, wurde die Burg Eppstein im Vordertaunus. Große Teile dieser Herrschaft gingen am Ende über in die Hände der Landgrafschaft Hessen und von Kurmainz. ist jedoch die Rolle Gerhards für die Festigung der Rolle der Kurfürsten gegenüber dem römisch-deutschen Königtum. Um die Gründung des Adelsgeschlechtes von Eppstein und der Burg Eppstein ranken sich eine Reihe von Sagen. In einer 1583 entstanden Chronik führen die Eppsteiner ihr Geschlecht selbst auf eine römische Familie Appia Claudia zurück. Seit 1843 wird spekuliert, dass das Geschlecht Eppstein auf Herzog Eberhard zurückgeht.

Gerhard II. von Eppstein

Gerhard II. von Eppstein (* um 1230; † 25. Februar 1305) war von 1289 bis 1305 Erzbischof und Kurfürst von Mainz. Er war federführend beteiligt an der Absetzung des römisch-deutschen Königs Adolf von Nassau. Gerhard war der letzte Eppsteiner auf dem Mainzer Erzbischofsstuhl und stritt um die Anerkennung der Rechte an der Erzkanzlerwürde des Reiches für die Mainzer Erzbischöfe. Einige als kritisch bewertete Quellen zeichnen ein wenig schmeichelhaftes Charakterbild des Erzbischofs. Unstrittig

Burg Eppstein

Die Burg Eppstein ist die Ruine einer Höhenburg auf 200 m ü. NN über der hessischen Stadt Eppstein im Main-Taunus-Kreis. Auf dem Felssporn eines Bergrückens errichtet und durch einen Halsgraben vom Bergrücken getrennt, stellt sie eine typische Spornburg dar. Sie war die Hauptresidenz der Herren von Eppstein, die sich nach ihrer Stammburg nannten. Bis zum Beginn des 14. Jahrhunderts hatte sich am Fuße der Burg eine Siedlung gebildet, die 1318 die Stadtrechte verliehen bekam. Aus ihr erwuchs die heutige Stadt Eppstein.


Vorfahren und Nachkommen von Jeffrey Edward Epstein

Es gibt keine öffentlich bekannten, verlässlichen Quellen, die belegen, dass Jeffrey Epsteins Familie direkt aus Eppstein in Deutschland stammt. Der Name “Epstein” wurde von vielen jüdischen Familien unabhängig von einem direkten geografischen Bezug zu Eppstein angenommen. Jeffrey Epstein wurde am 20. Januar 1953 in Brooklyn, New York, als Sohn von Pauline “Paula” Stolofsky und Seymour George Epstein geboren. Beide Eltern waren jüdischer Herkunft und Kinder von Einwanderern aus Europa. Jeffrey Epstein hatte eine traditionell jüdische Erziehung: Es gibt Fotos von ihm als Jugendlichen bei einer Bar-Mizwa-Feier, und sein jüdisches Erbe war ein Teil seiner Identität. Viele seiner Verwandten starben im Holocaust, was in seiner Familie ein tiefes Trauma hinterließ.

Seymour Epsteins Familie (der Vater von Jeffrey Epstein) hatte Wurzeln in der Stadt Welisch (Velizh) in Weißrussland (Belarus). Viele Epsteins aus dieser Region wanderten Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts in die USA aus, um der Verfolgung und Armut in Osteuropa zu entkommen.

Pauline Stolofskys Familie (die Mutter von Jeffrey Epstein) hatte ebenfalls osteuropäische Wurzeln, diese hatten ihre Wurzeln in der Stadt Methenburg (Kapciamiestis), Bezirksgemeinde Lazdijai, Alitten (Alytus), Litauen. Ihre Mutter war Sora-Leia “Lena” Berlin Stolofsky und ihr Vater Max Mortchel Stolofsky.

Jeffrey Edward Epstein hatte, zum Glück, keine eigenen biologischen Kinder. In den zahlreichen Berichten, Biografien und Ermittlungen zu seinem Leben wurde nie auf Kinder hingewiesen.


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