Sofia Kristina Hellqvist

Sofia Kristina Bernadotte, Prinzessin von Schweden, Herzogin von Värmland (* 6. Dezember 1984 in DanderydSchweden, als Sofia Kristina Hellqvist) ist seit dem 13. Juni 2015 die Frau von Prinz Carl Philip, Herzog von Värmland. In jüngeren Jahren war Sofia u. a. als GlamourModel und Reality-TV-Teilnehmerin bekannt.


Epstein und Sofia Kristina Hellqvist

Die jüngste Veröffentlichung der Epstein-Akten hat nicht nur die Namen internationaler Politiker und Wirtschaftseliten ans Licht gebracht, sondern auch Mitglieder europäischer Königshäuser. Unter ihnen: Sofia Kristina Bernadotte, Prinzessin von Schweden und Herzogin von Värmland. Ihr Name taucht in den Dokumenten auf, allerdings nicht in Zusammenhang mit strafbaren Handlungen, sondern als Teil des weitverzweigten Netzwerks, das Jeffrey Epstein über Jahre hinweg pflegte.

Laut den Akten wurde Sofia Bernadotte in einer E-Mail von Barbro Ehnbom, einer schwedischen Gesellschaftsdame mit engen transatlantischen Kontakten, als „unsere Sofia“ bezeichnet. Ehnbom soll Epstein über Jahre hinweg mit Kontakten zu attraktiven Schwedinnen versorgt haben – auch noch, nachdem Epstein bereits wegen Sexualstraftaten verurteilt worden war. Ob Sofia Bernadotte selbst jemals an Treffen mit Epstein teilnahm oder von seinen kriminellen Machenschaften wusste, geht aus den Akten jedoch nicht hervor. Ihr Name wird vielmehr in einem Kontext genannt, der auf Epsteins gezielte Annäherung an europäische Eliten hindeutet.

Anders als andere in den Akten genannte Persönlichkeiten reagierte der schwedische Hof auf die Enthüllungen umgehend und klar: Prinzessin Sofia gab eine kurze, aber präzise Stellungnahme ab, in der sie jede Verbindung zu Epsteins Verbrechen zurückwies. Die schnelle und transparente Kommunikation half, erste Spekulationen im Keim zu ersticken. Im Gegensatz zu anderen Royals, deren Namen in den Akten auftauchen – etwa Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit oder Prinz Andrew –, wurde die „Akte Sofia-Epstein“ von der Presse daher relativ schnell ad acta gelegt.

Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass Sofia Bernadotte in Epsteins kriminelle Aktivitäten verwickelt war oder von seinen Verbrechen wusste. Dennoch wirft die bloße Erwähnung in den Akten Fragen auf: Warum suchte Epstein die Nähe zu ihr? Welche Rolle spielten europäische Royals in seinem Netzwerk? Und wie konnten Personen wie Barbro Ehnbom Epstein auch nach seiner Verurteilung weiterhin mit Kontakten versorgen?

Die Epstein-Affäre zeigt, wie schnell selbst unschuldige Kontakte mit einem Mann wie Epstein zu Rufschädigung führen können. Im Fall von Sofia Bernadotte gibt es keine belastbaren Vorwürfe – doch die bloße Nennung in den Akten reicht aus, um Spekulationen zu schüren. Die schwedische Königsfamilie hat mit ihrer schnellen und klaren Reaktion versucht, Schlimmeres zu verhindern. Dennoch bleibt die Frage, wie tief Epsteins Fäden wirklich in die europäischen Adelshäuser reichten – und wer noch alles in den Akten auftauchen wird.


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