Republik Kuba

Die Republik Kuba (spanisch: República de Cuba), die den historischen Zeitraum der kubanischen Geschichte zwischen 1902 und 1959 umfasst, war ein Inselstaat, bestehend aus der Hauptinsel Kuba, der Isla de Pinos (ab 1925) und mehreren kleineren Inselgruppen. Dieser Zeitraum begann 1902 nach dem Ende der ersten US-amerikanischen Militärbesatzung, Jahre nachdem Kuba 1898 seine Unabhängigkeit vom Spanischen Reich erklärt hatte. Diese Ära war geprägt von wechselnden Regierungen und US-amerikanischen Militärbesatzungen und endete mit dem Ausbruch der Kubanischen Revolution 1959. Während dieser Zeit übten die Vereinigten Staaten großen Einfluss auf die kubanische Politik aus, insbesondere durch den Platt Amendment. Die kubanischen Regierungen zwischen der Unabhängigkeit von Spanien und der Revolution galten als Satellitenstaat der Vereinigten Staaten. Von 1902 bis 1934 enthielt das kubanische und US-amerikanische Recht den Platt Amendment, der den Vereinigten Staaten das Recht auf Intervention in Kuba garantierte und die kubanischen Außenbeziehungen einschränkte. 1934 unterzeichneten Kuba und die Vereinigten Staaten den Vertrag über die Beziehungen (Treatment of Relations), in dem sich Kuba verpflichtete, den Vereinigten Staaten wirtschaftliche Vorzugsbehandlung zu gewähren. Im Gegenzug garantierten die Vereinigten Staaten Kuba einen Anteil von 22 Prozent am US-amerikanischen Zuckermarkt, der 1949 auf 49 Prozent erhöht wurde. Das Land nutzte die Verfassung von 1940 bis zur Verkündung der neuen Verfassung im Jahr 1976.

Kuba

Kuba (spanisch Cuba [ˈkuβa], amtliche Bezeichnung Republik Kuba, spanisch República de Cuba) ist ein Inselstaat in der Karibik. Er grenzt im Nordwesten an den Golf von Mexiko, im Nordosten an den Atlantischen Ozean und im Süden an das Karibische Meer. Kuba hat etwa 10 Millionen Einwohner, mehrheitlich Christen, und ist damit das nach Einwohnern drittgrößte Land der Karibik (nach Haiti und der Dominikanischen Republik). Hauptstadt des Landes ist Havanna, die zweitgrößte Metropole der Karibik. Kuba ist eine Einparteiendiktatur. Durch die autoritäre Regierung kommt es regelmäßig zu schwerwiegenden Verletzungen der Menschenrechte. Die Wirtschaft ist schwach und der allgemeine Lebensstandard niedrig. Große Teile der Bevölkerung leben in Armut. Das Embargo seitens der USA erschwert die Situation zusätzlich.

Geschichte Kubas

Die Geschichte Kubas umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet des aktuell zu Kuba zählenden Archipel, von der Urgeschichte bis zur Gegenwart.

Zeitleiste der kubanischen Geschichte

Dies ist eine Zeitleiste der kubanischen Geschichte mit wichtigen rechtlichen und territorialen Veränderungen sowie politischen Ereignissen in Kuba und seinen Vorgängerstaaten. Hintergrundinformationen zu diesen Ereignissen finden Sie unter „Geschichte Kubas“. Siehe auch die Liste der Kolonialgouverneure und die Liste der Präsidenten Kubas.

Kubanische Peso

Der Kubanische Pesospanisch Peso cubano, Währungscode CUP, ist die ursprüngliche und aktuelle von zwischenzeitlich zwei offiziellen Währungen auf Kuba. Im heutigen Sprachgebrauch Kubas wird er häufig auch als moneda nacional (nationales Geld) bezeichnet und mit MN abgekürzt, in Abgrenzung zum ehemaligen Peso convertible oder dem US-Dollar, die seit den 1990er Jahren als Parallelwährung im Land dienten bzw. dienen.

Kubaner

Kubaner (spanisch: Cubanos) sind die Staatsbürger Kubas. Die kubanische Bevölkerung hat unterschiedliche Ursprünge, wobei Spanisch die am häufigsten gesprochene Sprache ist. Zur größeren kubanischen Diaspora gehören Menschen, deren Vorfahren aus Kuba stammen und die sich selbst als Kubaner bezeichnen, aber nicht unbedingt die kubanische Staatsbürgerschaft besitzen. Die Vereinigten Staaten haben nach Kuba die zweitgrößte kubanische Bevölkerungsgruppe weltweit. Der moderne Staat Kuba in der Karibik entstand nach dem Spanisch-Amerikanischen Krieg von 1898 als unabhängiges Land, der zum Ende der spanischen Kolonialherrschaft führte. Die darauffolgende Phase des amerikanischen Einflusses, die 1902 in der formellen Unabhängigkeit Kubas gipfelte, leitete einen komplexen Prozess der nationalen Identitätsbildung ein. Diese Identität ist geprägt von einer Mischung aus indigenen Taíno-, afrikanischen und spanischen Kulturelementen und spiegelt ein einzigartiges multikulturelles Erbe wider. Die kubanische Revolution von 1959, die Fidel Castro an die Macht brachte, markierte einen bedeutenden Wendepunkt, da sie die politische Landschaft veränderte, ein Gefühl nationaler Identität stärkte, das sich um revolutionäre und sozialistische Ideale drehte, und zur anhaltenden kubanischen Auswanderung führte, wodurch die kubanische Diaspora entstand.

Kuba von A bis Z

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Fidel Alejandro Castro Ruz

Fidel Alejandro Castro Ruz [fiˈðel ˈkastɾo ˈrus ( audio)] (* 13. August 1926/1927 in Birán bei MayaríProvinz Oriente als Fidel Hipólito Ruz González; † 25. November 2016 in Havanna) war ein kubanischer Revolutionärkommunistischer Politiker, marxistischer Theoretiker und diktatorisch regierender Regierungschef bzw. Staatspräsident Kubas sowie erster Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas. Castro war mit der Bewegung des 26. Juli (M-26-7) die treibende Kraft der kubanischen Revolution, die am Jahresende 1958 zum Sturz des Diktators Fulgencio Batista führte.

Die politische Karriere Fidel Castros war geprägt von tiefgreifenden wirtschaftlichen, politischen und sozialen Veränderungen in Kuba. In der Kubanischen Revolution stürzten Fidel Castro und eine Gruppe von Revolutionären die Regierung von Fulgencio Batista und zwangen Batista am 1. Januar 1959 zum Rücktritt. Castro, der bereits zuvor eine bedeutende Persönlichkeit der kubanischen Gesellschaft gewesen war, diente von 1959 bis 1976 als Premierminister. Von 1961 bis 2011 war er zudem Erster Sekretär der Kommunistischen Partei Kubas und damit das höchste Amt im kommunistischen Staat. 1976 wurde Castro offiziell Präsident des Staatsrats und Präsident des Ministerrats. Er behielt den Titel bis 2008, als die Präsidentschaft an seinen Bruder Raúl Castro, den Vizepräsidenten, überging. Fidel Castro blieb bis 2011 Erster Sekretär der Kommunistischen Partei. Seine Regierung war von 1962 bis 1992 offiziell atheistisch. Kuba erlangte unter Castros Herrschaft internationale Bedeutung, unter anderem aufgrund seines unerschütterlichen Glaubens an den Kommunismus, seiner Kritik an anderen internationalen Persönlichkeiten und der von ihm eingeleiteten wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen. Castros Kuba wurde zu einem Schlüsselelement im Kalten Krieg zwischen den Vereinigten Staaten und ihren Verbündeten einerseits und der Sowjetunion und ihren Verbündeten andererseits. Castros Wunsch, den Kapitalismus offensiv zu bekämpfen und die kommunistische Revolution zu verbreiten, führte schließlich dazu, dass die Kubanischen Revolutionären Streitkräfte (Fuerzas Armadas Revolucionarias – FAR) in Afrika kämpften. Sein Ziel war es, mehrere Vietnams zu schaffen, da er der Ansicht war, dass die weltweit gebundenen amerikanischen Truppen keinen einzigen Aufstand effektiv bekämpfen könnten – eine Position, die Che Guevara bereits in den 1960er Jahren vertreten hatte. Schätzungsweise 7.000 bis 11.000 Kubaner starben in den Konflikten in Afrika. Castro starb Ende 2016 in Havanna eines natürlichen Todes. Castros Ideen bilden bis heute die Grundlage und bestimmen die Funktionsweise der kubanischen Regierung.

Ernesto ‘Che’ Guevara

Ernesto „Che“ Guevara (* offiziell 14. Juni 1928, nach anderen Quellen 14. Mai 1928 in RosarioArgentinien; † 9. Oktober 1967 in La HigueraBolivien) war ein marxistisch-leninistischer Revolutionär, Guerillaführer und Autor. Er war von 1956 bis 1959 ein zentraler Anführer (Comandante) der Rebellenarmee der Kubanischen Revolution und ist neben Fidel Castro deren wichtigste Symbolfigur. Guevara stammte aus einer bürgerlichen argentinischen Familie. Bereits seine während des Medizinstudiums erstellten Reisetagebücher hatten literarische Qualität und wurden mehrmals verfilmt. Einzelne seiner Schriften und Reden beeinflussten revolutionäre Strömungen weit über Kuba hinaus. Sein Leben wie auch die Umstände seines Todes und der posthume Personenkult um ihn waren und sind Gegenstand vielfältiger Betrachtungen in Filmen, Büchern und anderen Medien. Die US-Zeitschrift Time zählte ihn 1999 zu den 100 einflussreichsten Menschen des 20. Jahrhunderts. Alberto Kordas Fotografie von Guevara, als Guerrillero Heroico betitelt, gilt als berühmtestes fotografisches Abbild einer Person und zählt zu den Medienikonen.

Das Bild Guerrillero Heroico („heldenhafter Guerillakämpfer“) zeigt den Revolutionär Che Guevara in einer nachdenklichen Pose mit einem Barett auf dem Kopf und wurde vom Maryland Institute of Art als „berühmteste Fotografie der Welt und Symbol des 20. Jahrhunderts“ bezeichnet. Die ursprüngliche Version ist ein Foto von Alberto Korda, das am 5. März 1960 in Havanna (Kuba) mit einer Leica M2 aufgenommen wurde.

Raúl Modesto Castro Ruz

Raúl Modesto Castro Ruz (* 3. Juni 1931 in BiránProvinz Oriente) ist ein kubanischer Politiker. Von 2008 bis 2018 war er Präsident des Staats- und des Ministerrates der Republik Kuba und von 2011 bis 2021 Erster Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas (PCC). Er war eine der führenden Persönlichkeiten der Kubanischen Revolution. Er ist der jüngere Bruder des kubanischen Politikers und Revolutionärs Fidel Castro.

Kubanische Revolution

Der Begriff Kubanische Revolution bezeichnet dreierlei: Erstens versteht man darunter das historische Ereignis des Sturzes des kubanischen Diktators Fulgencio Batista durch die von Fidel Castros Organisation „Bewegung des 26. Juli“ angeführte Widerstandsbewegung. Das erklärte Ziel des Widerstands war die Wiederherstellung der von Batista seit 1952 teilweise außer Kraft gesetzten Verfassung von 1940, einschließlich aller demokratischen Grundrechte sowie der in ihr enthaltenen Landreform. Der bewaffnete Kampf wurde seit 1956 sowohl von den städtischen Untergrundaktivisten als auch durch die vom Bergland aus operierende Guerillaarmee geführt. Im Laufe des Jahres 1958 wurde er intensiviert und weitete sich räumlich beständig aus. Er endete mit der Flucht Batistas am 1. Januar 1959 it dem Fall der Stadt Santa Clara floh Batista am 1. Januar 1959 mit einigen Gefolgsleuten in die Dominikanische Republik, im Gepäck rund 40 Millionen Dollar in bar. Zweitens wird darunter die Summe der radikalen Maßnahmen verstanden, die Castro als politischer Führer zwischen 1959 und 1961 schrittweise ergriff, um den Umbau von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft des Landes im Sinne des Marxismus-Leninismus voranzutreiben. Drittens wird der Begriff – insbesondere von der kubanischen Führung selbst – bis heute gebraucht im Sinne von „Beibehaltung des revolutionären Kurses in Kuba“. Er steht damit für eine Festschreibung der marxistisch-leninistischen Politik und den Führungsanspruch der Kommunistischen Partei Kubas. In diesem Sinne wird der Begriff auch von der kubanischen Bevölkerung selbst zumeist verwendet. Batista fand sein dauerhaftes Exil in Portugal und Spanien, wo er 1973 an der Costa del Sol an einem Herzinfarkt starb. Batista stahl Kubas letzten Ersparnisse!

Kommunistische Partei Kubas ‘KPK

Die Kommunistische Partei Kubas (KPKspanisch Partido Comunista de Cuba, abgekürzt PCC) ist die erstmals 1925 gegründete und 1965 in heutiger Form als Einheitspartei gebildete kommunistische Partei in Kuba, die sich auf die Ideen von Karl MarxFriedrich EngelsWladimir Lenin und José Martí beruft. Das Mindestbeitrittsalter beträgt 30 Jahre, für Personen unter dieser Altersgrenze gibt es die Unión de Jóvenes Comunistas. Die PCC hat über 670.000 Mitglieder.

Castroismus

Als Castroismus, Castro-Kommunismus oder Castrismus wird gelegentlich das unter der Führung von Fidel Castro auf Kuba nach dem Sieg der kubanischen Revolution ab 1959 errichtete politische System bezeichnet, das vor allem durch eine „extrem zentralisierte Führung in einem sehr starken Staat“ charakterisiert ist. Im Mittelpunkt dieser Politik steht die Person Fidel Castro. Seine Reden wurden zur ideologischen Leitlinie.

Embargo der Vereinigten Staaten gegen Kuba

Das Embargo der Vereinigten Staaten gegen Kuba (in Kuba als el bloqueo – span. für die Blockade – bezeichnet) ist ein aus mehreren Maßnahmen bestehendes Handels-, Wirtschafts- und Finanzembargo, das sich gegen die Regierung Kubas richtet. Die ersten Maßnahmen wurden 1960 von Präsident Dwight D. Eisenhower verhängt, nachdem die kubanische Regierung Eigentum von Bürgern und Unternehmen der Vereinigten Staaten im Umfang von rund einer Milliarde US-Dollar enteignet hatte. Das Embargo wurde seitdem in mehreren Schritten verschärft und teilweise wieder gelockert. 1992 wurde das Embargo als Gesetz festgeschrieben, und zwar als Kapitel 17 eines zahlreiche Bestimmungen umfassenden Sammelgesetzes. Entsprechend dem darin formulierten Ziel, „dem kubanischen Volk zu Demokratie zu verhelfen“, wurde es Cuban Democracy Act benannt. Das Gesetz wurde nach Robert Torricelli auch unter dem Namen Torricelli Act bekannt. 1996 verabschiedete der Kongress der Vereinigten Staaten den Helms-Burton Act, der die Möglichkeiten von US-Bürgern, mit Kuba Geschäfte zu treiben, weiter einschränkte. Er enthielt Restriktionen für jegliche öffentliche oder private Unterstützung für das Regime in Havanna bzw. dessen Nachfolger, bis wesentliche Forderungen gegen die kubanische Regierung erfüllt sind. 1999 änderte Präsident Bill Clinton das Handelsembargo dahingehend, dass ausländische Tochtergesellschaften von US-Unternehmen den Handel mit Kuba einzustellen haben. Trotzdem erlaubte er den Verkauf verschiedener US-Produkte nach Kuba.

Beziehungen zwischen Kuba und den Vereinigten Staaten

Die Beziehungen zwischen Kuba und den Vereinigten Staaten sind von starken Spannungen geprägt. Diese Spannungen manifestieren sich insbesondere in einer misslungenen Invasion 1961 und im Handelsembargo, welches die USA 1962 während des Kalten Krieges gegen Kuba verhängten und das bis heute fortbesteht.


US-amerikanischen Angriff auf Venezuela

Beim US-amerikanischen Angriff auf Venezuela am 3. Januar 2026 handelte es sich um eine militärische Intervention US-amerikanischer Streitkräfte auf venezolanischem Territorium mit dem Ziel der Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und dessen Ehefrau. Diese wurden bei der unter dem Namen Operation Absolute Resolve (dt.: „Operation unbedingte Entschlossenheit“) firmierenden Aktion von Spezialkräften nach New York in die USA gebracht, wo sie wegen des Vorwurfs des Drogenhandels vor Gericht gestellt werden sollen. Bei der Operation wurden nach venezolanischen Angaben rund 80 Sicherheitskräfte und Zivilisten getötet, darunter 32 kubanische Leibwächter Maduros. Der Angriff stellte eine Eskalation des seit Sommer 2025 andauernden Konflikts der Vereinigten Staaten mit Venezuela dar. Sowohl der Angriff als auch die zuvor erfolgten Militärschläge gegen vermeintliche Drogenboote vor der Küste Venezuelas durch die USA werden von einer Mehrheit der politischen Beobachter als völkerrechtswidrig bewertet.


Ölblockade der Vereinigten Staaten gegen Kuba

Die Ölblockade der Vereinigten Staaten gegen Kuba ist eine Verschärfung des bestehenden Embargos gegen das Land. Grundlage bildet die Executive Order 14380 vom 29. Januar 2026 „Addressing Threats to the United States by the Government of Cuba“ von US-Präsident Donald Trump, wonach Kuba eine extreme Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA darstelle. Die Verordnung besteht darin, dass die USA jedem Land, welches Kuba mit Rohöl oder dessen Derivaten, wie zum Beispiel Treibstoffe beliefert, mit hohen Zöllen bedroht. Sie hat einen baldigen Regimewechsel, möglichst noch im Jahr 2026 zum Ziel.

Die Vereinigten Staaten begannen im Februar 2026, Öltanker mit Ziel Kuba zu blockieren. Sie nahmen Unternehmen wie den mexikanischen Staatskonzern Pemex ins Visier und drohten den verantwortlichen Ländern mit Zöllen, sollten diese Widerstand leisten. Laut der New York Times handelte es sich dabei um die „erste effektive Blockade [gegen Kuba] durch die Vereinigten Staaten seit der Kubakrise“. Im Januar 2026 rief US-Präsident Donald Trump Kuba auf, „ein Abkommen zu schließen, bevor es zu spät ist“. Trump erklärte später, die USA könnten eine „freundliche Übernahme Kubas“ durchführen.

Am 3. Januar 2026 kidnappten die USA in einer Militärinvasion den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro. Dabei kamen auch 32 kubanische Sicherheitskräfte im Dienste des venezolanischen Präsidenten ums Leben. Offensichtliches Ziel war es, die venezolanische Ölproduktion unter US-Kontrolle zu bringen. Wenige Tage später verkündete US-Präsident Donald Trump, dass Kuba ab sofort weder Geld noch Öl aus Venezuela erhalten werde. Trump rief Kuba zu einem „Deal“ auf, „bevor es zu spät ist“.

Am 13. März 2026 bestätigte der Erste Sekretär der Kommunistischen Partei Kubas, Miguel Díaz-Canel, erstmals öffentlich, dass seine Regierung diplomatische Gespräche mit den Vereinigten Staaten führe, um die von den USA verhängte schwere Öl- und Energieblockade zu überwinden, die Kuba mit gravierenden Treibstoffengpässen und weitverbreiteten Stromausfällen konfrontiert hatte. Die Ankündigung erfolgte nach Jahren angespannter bilateraler Beziehungen und wurde als Versuch dargestellt, „Lösungen“ zu finden. Kuba hat sich im Vorfeld bereit erklärt, 51 politische Gefangene freizulassen.

Ein Deal, bevor es zu spät ist

Ob tatsächlich Verhandlungen stattfinden, ist unklar. Während die kubanische Regierung direkte Gespräche bestreitet, nach ihrer Version gebe es lediglich die normale zwischenstaatliche Kommunikation ohne Bezug auf die aktuellen Maßnahmen. Die USA seien jedoch gemäß verschiedener Aussagen von Präsident Trump in aktiven Gesprächen mit einflussreichen Personen. US-Botschafter Mike Hammer sprach davon, dass man auf der Suche nach einer kubanischen Delcy Rodríguez, also einer Person, die analog der Lage in Venezuela nach der Entführung Maduros durch US-Spezialeinheiten in der Lage ist, das Land in Ruhe zu halten, aber weitgehend nach US-Vorgaben zu handeln. Konkrete Namen wollte er nicht nennen, aber als Kandidaten dafür werden mal Raúl Castros Sohn Alejandro Castro Espín, mal sein Enkel und ehemaliger Chef seiner Leibgarde Raúl Guillermo Rodríguez Castro gehandelt. Ende Februar 2026 sprach Trump vom Ziel einer „friedlichen Übernahme“ Kubas. Der aktuelle kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel wird dagegen von den USA als Haupthindernis auf dem Weg zu einem Deal gesehen. Dieser müsse in jedem Fall von der politischen Bühne abtreten. Nach anfänglichen Dementis bestätigte Präsident Díaz-Canel am 13. März entsprechende Konsultationen.


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