Never-Trump-Bewegung

Die Never-Trump-Bewegung ist eine Fraktion der Republikanischen Partei bzw. des amerikanischen Konservatismus, die Donald Trump und den Trumpismus ablehnt. Sie wurde erstmals während der Vorwahlen der Republikaner zu den US-Präsidentschaftswahlen 2016 unter dem Namen Stop Trump bekannt und versuchte, Trumps Kandidatur als Präsidentschaftskandidat zu verhindern. Gründe für die Ablehnung der Kandidatur Trumps waren neben dessen Abweichung von klassischen republikanischen Standpunkten (z. B. beim Freihandel) auch Zweifel an dessen charakterlicher und persönlicher Eignung für das Präsidentenamt. Viele anfangs Trump gegenüber kritisch eingestellte Republikaner änderten ihre Position und wurden zu treuen Unterstützern nach Trumps Wahl zum Präsidenten. Dessen anhaltende Dominanz über die Partei führte schließlich zu einer Marginalisierung der Anti-Trump-Fraktion, und viele Trump-kritische Republikaner traten aus der Partei aus, stellten sich nicht mehr zur Wahl oder wurden durch Trump-Loyalisten ersetzt.

Proteste gegen Donald Trump 2015–2017

Proteste gegen Donald Trump (Anti-Trump-Proteste, Widerstand gegen Trumpenglisch Trump Resistance) behandelt öffentliche außerparlamentarische und bundesstaatliche Aktivitäten gegen die Politik des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Diese begannen in den USA während seines Wahlkampfs 2015/16, verstärkten sich nach seinem Wahlsieg am 8. November 2016 und setzten sich seit seiner Amtseinführung am 20. Januar 2017 in zunehmend institutionalisierter Form während seiner Präsidentschaft fort.

Proteste gegen Donald Trump seit 2024

Die Wiederwahl von US-Präsident Donald Trump im Jahr 2024 löste in den USA und vielen anderen Ländern umfassende Proteste aus. Demonstrationen wurden organisiert, um gegen Versprechen zu protestieren, die Donald Trump während seines Wahlkampfs 2024 gemacht hatte, sowie gegen Vorschläge zu innen- und außenpolitischen Themen und gegen Entscheidungen und Maßnahmen, die er seitdem unterzeichnet hat. Ein weiterer zentraler Anlass der Proteste ist das Kabinett seiner zweiten Amtszeit, insbesondere Elon Musk und Robert F. Kennedy Jr., wegen ihrer erklärten Ziele und Handlungen vor und während der Präsidentschaft. Die Proteste richten sich auch gegen das Project 2025, ein politischer Plan zur Umgestaltung der US-Bundesregierung und zur Konsolidierung der Exekutivgewalt zugunsten einer rechtsgerichteten Politik. Während viele Proteste von bereits bestehenden Organisationen angeführt wurden, gab es auch ein hohes Maß an Beteiligung und Organisation durch die breite Öffentlichkeit. Aktionen fanden zudem im Rahmen unpolitischer Ereignisse wie dem Super Bowl statt.

50501

50501 (kurz für „50 Proteste, 50 Staaten, eine Bewegung“) ist eine Protestbewegung gegen die Handlungen der zweiten Regierung von Donald Trump, die Rolle Elon Musks und der Organisation DOGE sowie gegen das Project 2025. Die Gruppe rief am 5. Februar 2025 und am 17. Februar, dem Presidents’ Day, unter dem Motto „No Kings on Presidents Day“ zu friedlichen Demonstrationen auf. Tausende demonstrierten landesweit vor Kapitolsgebäuden, Rathäusern und Regierungsgebäuden. Der dritte Protest fand am 4. März 2025 an sämtlichen Orten in den Vereinigten Staaten statt. Am 5. April 2025 fanden unter dem Motto „Hands Off!“ in zahlreichen Städten der USA Demonstrationen statt. Die Proteste wurden an mehr als 1.200 Orten in allen 50 Bundesstaaten organisiert und waren – laut Associated Press – die bis dahin größte Massenmobilisierung nach dem Amtsantritt von Donald Trump.

Hands Off protests

Die „Hands Off“-Proteste waren eine Reihe von Demonstrationen, die am 5. April 2025 in den gesamten Vereinigten Staaten stattfanden. Sie stellten die größte eintägige, landesweite Kundgebung des öffentlichen Widerstands gegen die zweite Amtszeit von Präsident Donald Trump dar – bis zu den „No Kings“-Protesten zwei Monate später. Die „Hands Off“-Demonstrationen wurden als der „größte Protesttag“ bezeichnet. Unter dem Motto „Hands Off!“ fanden Demonstrationen gegen die Politik der Regierung an über 1.400 Orten in allen 50 US-Bundesstaaten statt. Schätzungsweise drei bis fünf Millionen Menschen nahmen laut den Organisatoren landesweit teil. Den Demonstrationskoordinatoren zufolge beteiligte sich ein Bündnis von über 150 progressiven, gewerkschaftlichen, prodemokratischen, Bürgerrechts-, LGBTQ+- und Frauenrechtsgruppen an den Protesten.

Die Kundgebungen richteten sich gegen eine Vielzahl von Regierungsmaßnahmen, darunter die neu eingeführten globalen Zölle, die wirtschaftliche Turbulenzen verursachten, die von Elon Musk angestoßenen massiven Kürzungen bei Regierungsbehörden und Bundesbediensteten, die Gefährdung von Gewerkschaftsrechten, die als unorganisiert und politisch motiviert wahrgenommenen Razzien gegen Einwanderer, die Einschränkung von LGBTQ+-Rechten, potenziell schädliche Änderungen an der Sozialversicherung sowie Kürzungen bei der Finanzierung des Gesundheitswesens und der Forschung. Die Demonstranten äußerten darüber hinaus ihre Besorgnis über den Rückgang der Demokratie, den zunehmenden Autoritarismus und die ihrer Ansicht nach stärkere Ausrichtung der Regierung auf die Interessen von Milliardären als auf die der amerikanischen Arbeitnehmer. Sie bezeichneten ihre Aktionen als Verteidigung der amerikanischen Demokratie und des wirtschaftlichen Wohlergehens.

„No Kings“-Proteste

„No Kings“-Proteste. Die ersten Demonstrationen am 14. Juni waren eine Reaktion auf die Militärparade der US-Streitkräfte am 79. Geburtstag des US-Präsidenten Donald Trump. Die Parade wurde zum 250-jährigen Bestehen des Heeres der US-Streitkräfte veranstaltet. Am selben Tag gingen in den USA und in anderen Ländern geschätzt vier bis sechs Millionen Teilnehmer bei mehr als 2100 Demonstrationen auf die Straße. Die Proteste richteten sich primär gegen die Politik Trumps und gegen Handlungen Trumps seit dem Beginn seiner zweiten Amtszeit (20. Januar 2025) und dessen Selbstinszenierung durch eine Militärparade, nicht gegen die US-Streitkräfte selbst.

Am 18. Oktober 2025 folgte ein weiterer Protesttag unter demselben Motto mit noch größerer Beteiligung: Mit geschätzt 2.700 Kundgebungen in allen 50 US-Bundesstaaten wurden die Erwartungen bei weitem übertroffen; die Organisatoren schätzten die Teilnehmerzahl auf sieben Millionen Menschen. Scharfe Kritik und Diffamierungen erfolgten von Seiten der Republikanischen Partei sowie der US-Regierung.


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