Die Frage nach dem Verhältnis zwischen dem Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos und der Bilderberg-Konferenz ist spannend, da beide Treffen der globalen Elite ähneln, aber unterschiedliche Schwerpunkte und Arbeitsweisen haben. Es ist nicht so, dass Davos die “neue” Bilderberg-Konferenz ist. Beide Foren existieren parallel und erfüllen teils unterschiedliche, teils ähnliche Funktionen im Netzwerk der Mächtigen.
Beide Treffen sind Symbole für die Konzentration von Macht und Einfluss in den Händen einer globalen Elite. Ob man sie als notwendige Foren zur Lösung globaler Probleme oder als undemokratische Zirkel der Mächtigen sieht, ist eine politische und persönliche Einschätzung. Ihre Existenz zeigt jedoch, wie wichtig persönliche Netzwerke und informelle Absprachen neben offiziellen diplomatischen Kanälen bleiben.
Davos
Die Gemeinde (traditionell: Landschaft) Davos (IPA: [daˈfoːs] anhörenⓘ/? oder [daˈvoːs] anhörenⓘ/?, in der walserdeutschen Ortsmundart Tafaas [taˈfaːs], auch Tafaa [taˈfaː], rätoromanisch Tavauⓘ/?, italienisch Tavate) umfasst beinahe das gesamte Landwassertal im Schweizer Kanton Graubünden und liegt in der Region Prättigau/Davos. Die politische Gemeinde mit zahlreichen Siedlungen bestand bis Ende 2018 aus den sechs Fraktionsgemeinden Davos Dorf, Davos Platz, Davos Frauenkirch, Davos Glaris, Davos Monstein und Davos Wiesen, von denen seither allein noch diejenige von Monstein existiert. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Davos zu einem international bekannten Luftkurort und trug den Titel Weltkurort Davos. Später folgte eine stärkere Gewichtung des Wintersports. Die Bevölkerung stieg von 1680 Einwohnern im Jahr 1850 auf über 11’000 im Jahr 1930 an.
Weltwirtschaftsforum
Das Weltwirtschaftsforum (WEF; französisch Forum économique mondial, italienisch Forum economico mondiale, rätoromanisch Forum economic mundial, englisch World Economic Forum [ˈwɜːld ˌiːkəˈnɒmɪk ˈfɔːɹəm]) ist eine Schweizer Stiftung und Lobbyorganisation, die in erster Linie für das von ihr veranstaltete gleichnamige Jahrestreffen in Davos bekannt ist. Hierbei kommen zahlende Mitglieder, international führende Wirtschaftsexperten, Politiker, Wissenschaftler, gesellschaftliche Akteure und Journalisten zusammen, um über aktuelle globale Fragen zu diskutieren. Neben der Wirtschaftspolitik – welche traditionell im Fokus stand – konzentriert sich das WEF im Rahmen seiner Agenda zunehmend auch auf Themen wie Umweltschutz und soziales Unternehmertum.
Das Forum, das sich hauptsächlich durch seine 1000 Mitgliedsunternehmen – typischerweise globale Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als fünf Milliarden US-Dollar – sowie durch öffentliche Zuschüsse finanziert, wurde 1971 von Klaus Schwab – zusammen mit seiner damaligen Mitarbeiterin und späteren Frau Hilde Schwab – als «European Management Symposium» gegründet. Es organisiert im Verlauf des Jahres weitere Treffen weltweit, darunter das Annual Meeting of the New Champions in der Volksrepublik China. 1987 erfolgte erstmals die Umbenennung in Weltwirtschaftsforum.
Neben den Veranstaltungen publiziert das WEF regelmäßig selbst finanzierte Forschungsberichte. Seine Mitglieder betätigen sich in branchenspezifischen Initiativen. In der jüngeren Vergangenheit hat das Forum seine Digitaldienste zudem in einem offenen Mitgliedermodell für die Allgemeinheit angeboten.
Im Mai 2024 gab das WEF bekannt, dass Schwab im Januar 2025 von seiner Rolle als Executive Chairman auf den Vorsitz des Kuratoriums wechseln wird. Am 21. April 2025 erklärte er unerwartet den sofortigen Rücktritt auch aus diesem Gremium, vorerst ohne Angabe von Gründen.
Im August 2025 trat der als Schwabs Nachfolger ernannte Interimspräsident Peter Brabeck-Letmathe – ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Nestlé – ebenfalls von seinem Amt zurück und erklärte, er habe persönlich ein toxisches Arbeitsumfeld im WEF beobachtet. Zwar ergab eine interne Untersuchung der Zürcher Kanzlei Homburger und der US-Kanzlei Covington & Burling keine Hinweise auf „wesentliches Fehlverhalten“ von Schwab oder seiner Frau Hilde, doch kündigte der Stiftungsrat an, die Governance-Strukturen zu stärken. Zugleich wurden Larry Fink, Vorstandsvorsitzender von BlackRock, und André Hoffmann, Vizepräsident des Pharmaunternehmens Roche Holding, zu Interimsvorsitzenden des Kuratoriums ernannt.
Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums
Schweiz, Davos
19.01.2026-23.01.2026
Führende Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft treffen sich in Davos, um zukunftsweisende Diskussionen über globale Herausforderungen zu führen und Prioritäten zu setzen. Der Aufruf zu entschlossenem, gemeinsamem Handeln verleiht dem Treffen besondere Bedeutung.
21.01.2026–22.01.2026 : Trump wird am Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums teilnehmen wegen der Grönland Frage.
Tag der Wahrheit heute in Davos: Trumps Rede, Merz’ Plan und Grönland-Showdown
Davos – Das Weltwirtschaftsforum (WEF) 2026 in Davos steht heute und morgen im Zeichen hochkarätiger politischer Auftritte und internationaler Spannungen. Alle Augen richten sich auf die Rede von US-Präsident Donald Trump am heutigen Mittwoch. Vor allem, was Trump zur Grönland-Krise zu sagen hat, wird mit Spannung erwartet. Die Sorge ist groß: Zerschlägt Trump in seiner Rede endgültig die alte Weltordnung und die transatlantische Partnerschaft?
Am Donnerstag folgt ein Auftritt von Bundeskanzler Friedrich Merz in Davos. Das Weltwirtschaftsforum (WEF) läuft vom 19. bis 23. Januar und bringt rund 3000 führende Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft zusammen.
Rede von Donald Trump heute dominiert Weltwirtschaftsforum in Davos
Der heutige Mittwoch (21. Januar) steht ganz im Zeichen von US-Präsident Donald Trump. Allerdings ist mit Verzögerungen im Ablauf zu rechnen. Denn: Trumps Air Force One musste wegen einer technischen Störung umkehren. Wieder in Washington flogen Trump und seine Delegation mit einer Boeing nach Zürich, von wo es weiter nach Davos geht. Das alles kostete rund zweieinhalb Stunden Zeit, weshalb der genaue Zeitplan für Davos unsicher ist. Ursprünglich war er laut der offiziellen Homepage des WEF so vorgesehen:
- 14:10 Uhr: Offizielle Begrüßung von Trump auf dem Weltwirtschaftsforum
- 14:30 Uhr: Beginn der Rede von Donald Trump in Davos, die auch live im TV und Stream verfolgt werden kann.
- 15:25 Uhr: Ende der Rede von Trump
- im Anschluss: bilaterale Treffen mit anderen Staatschefs. Auch der deutsche Kanzler Friedrich Metz will ein persönliches Gespräch mit dem US-Präsidenten führen.
- 17:25 Uhr: Business-Empfang mit Trump und internationalen CEOs, etwa aus der Finanz- und Kryptowelt.
Trump reist mit der größten US-Delegation aller Zeiten an, bestehend aus über 300 Vertretern, darunter mehrere Kabinettsmitglieder wie Außenminister Marco Rubio.
Was ist von der Rede von Trump heute in Davos zu erwarten?
Zu seiner Rede heute in Davos sagte der US-Präsident: „Ich denke, ich werde vor allem über die enormen Erfolge sprechen, die wir im vergangenen Jahr erzielt haben.“ Beobachter erwarten, dass Trump auch den aktuellen Grönland-Konflikt mit Europa und damit verbundene Zolldrohungen ansprechen wird. Aber auch um innenpolitische Themen der USA wird es wohl gehen.
Die Forderungen der USA bezüglich Grönlands und Trumps geopolitische Aussagen überschatten viele andere Programmpunkte des Weltwirtschaftsforums. Der US-Präsident bekräftigte vor seiner Abreise noch einmal, dass die USA aus Sicherheitsgründen auf Grönland angewiesen seien. Auf die Frage, wie weit er gehen würde, um die zu Dänemark gehörende Aktisinsel in den Besitz der USA zu bringen, antwortete Trump: „Das werden Sie sehen.“
Grönland-Konflikt als Thema in Davos: Trump kündigt viele Treffen dazu an
Trump kündigte vor seiner Abreise viele Treffen zur Zukunft von Grönland an, ohne dabei ins Detail zu gehen. „Ich denke, die Dinge werden ziemlich gut laufen.“ Eine Einigung mit den NATO-Partnern sei möglich: Er denke, man werde eine Lösung finden, mit der die NATO und die USA „sehr glücklich“ sein werden, sagte der US-Präsident.
Bundeskanzler Friedrich Merz, der ebenfalls am Weltwirtschaftsforum in Davos teilnimmt, bemüht sich um ein persönliches Gespräch mit Trump am heutigen Mittwochnachmittag. Merz hofft, die jüngst angekündigten Strafzölle zu besprechen und das „Problem gemeinsam zu lösen“, wie er sagte.
Merz heute in Davos: Kanzler will am Mittwoch mit Trump sprechen
Merz’ Zeitplan für seine Teilnahme in Davos umfasst laut der Homepage des Bundeskanzleramts die folgenden Punkte:
- Mittwochnachmittag: Ankunft von Merz beim Weltwirtschaftsforum in Davos
- Mittwochnachmittag: Merz plant ein bilaterales Gespräch mit US-Präsident Donald Trump
- Mittwochabend: Gespräch von Merz mit internationalen Investoren
Sollte es heute wirklich zum Treffen zwischen Merz und Trump kommen, muss der Kanzler all sein diplomatisches Können in die Wagschale werfen. Die Chemie zwischen Merz und Trump stimmte beim letzten Treffen der beiden Regierungschefs. Doch diesmal steht viel mehr auf dem Spiel.
Nach einer Analyse des Handelsblatts übernimmt Merz „die Rolle eines Dompteurs“, wenn er heute auf Trump trifft: „Mit kühlem Kopf will der Bundeskanzler am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos ein Kunststück vollbringen: die Lage zwischen drohenden Amerikanern einerseits und verunsicherten Europäern andererseits zu entschärfen. Und das, ohne dabei Trumps Erpressungsversuchen nachzugeben.“ Am Donnerstag folgt dann der Hauptpunkt für den Kanzler in Davos: Er hält morgen eine Rede auf dem Weltwirtschaftsforum.
Grönland-Streit mit Trump in Davos: Mehrere Optionen auf dem Tisch
Zwei Quellen, die mit der Angelegenheit vertraut sind, bestätigten gegenüber der Kyiv Post, dass der US-Präsident sein Team angewiesen habe, verschiedene Vorschläge für Grönland zu entwickeln. Er könne sich in bilateralen Gesprächen in Davos flexibler zeigen, als seine öffentliche Haltung vermuten lässt, heißt es. Eine der Optionen sei eine 99-jährige Pacht. Das wäre ein Kompromiss, um die europäische Empörung zu mildern und gleichzeitig de facto US-Kontrolle über die Arktis-Insel zu erlangen.
Eine weitere Option sähe vor, den Grönländern gewisse Privilegien nach dem Vorbild Puerto Ricos anzubieten. Die rund 56.000 Einwohner Grönlands könnten US-Bürger mit vollständigen bilateralen Zugangs- und Handelsprivilegien werden. Trumps Berater könnten dies in Davos als Wohlstandspaket für die Insel verkaufen.
Davos am Donnerstag: Merz hält Rede, Trump will Friedensrat vorstellen
Am Donnerstag folgt der Hauptpunkt für Kanzler Merz in Davos: Er hält morgen eine Rede auf dem Weltwirtschaftsforum. Die Rede ist eine von zwei wichtigen Programmpunkten am Donnerstag (22. Januar) beim WEF in Davos:
- 9.30 bis 10 Uhr: Merz hält im Plenum seine Rede in Davos
- 10:30 Uhr: Trump will seinen neuen Friedensrat vorstellen
Trump plant für morgen um 10:30 Uhr eine bedeutende Ankündigung zur sogenannten „Charta des Friedensrates“. Ursprünglich war der Friedensrat auf die Umsetzung des Gaza-Friedensplans beschränkt, hat sich nun aber offenbar zu einem umfassenderen Vorhaben von Trump entwickelt. Kritiker befürchten, dass dadurch eine Konkurrenz zu den Strukturen der Vereinten Nationen entstehen könnte. Trump kritisiert die UN seit Langem für ihre vermeintliche Ineffektivität. Er erklärte: „Ich bin ein großer Fan des Potenzials der UN, aber sie haben ihr Potenzial nie ausgeschöpft.“
Wichtiges Treffen abseits von Davos: Sondergipfel zu Grönland morgen in Brüssel
Für die Europäer gibt es am Donnerstag einen weiteren wichtigen Termin, allerdings außerhalb von Davos: Die europäischen Staats- und Regierungschefs treffen sich morgen zu einem Sondergipfel in Brüssel. Auslöser sind die Zoll-Drohungen von Trump gegen mehrere europäische Länder im Grönland-Konflikt. Bei dem Treffen in Brüssel sollen „die jüngsten Entwicklungen in den transatlantischen Beziehungen und ihre Auswirkungen auf die Europäische Union“ erörtert werden, schrieb EU-Ratspräsident António Costa in seiner Einladung zu dem informellen Treffen. Das weitere Vorgehen gegenüber den USA solle dort abgestimmt werden, erklärte Costa.
Trump erneuert Ansprüche auf Grönland
In seiner Rede in Davos hat US-Präsident Trump die Ansprüche auf Grönland erneut mit Sicherheitsinteressen begründet. Außerdem bekräftigt er seine grundsätzliche Kritik an den europäischen Staaten.
07:30 Uhr – Grönland-Streit treibt Goldpreis nach oben
Der Grönland-Streit zwischen USA und den Europäern heizt den Rekordlauf des Goldpreises an. Anleger flüchten nach einem breiten Ausverkauf bei US-Anlagen in das als sicher geltende Edelmetall. Der Preis für die Feinunze Gold klettert um bis zu 2,6 Prozent auf 4887,82 Dollar.
“Es ist eine Kombination aus den traditionellen Treibern von Gold: steigende Verschuldung, ein schwächerer Dollar und geopolitische Unsicherheit”, sagte Nicholas Frappell, Investmentexperte bei ABC Refinery.
13:43 Uhr – Lange Schlange vor Trump-Rede in Davos
Vor der mit Spannung erwarteten Rede von US-Präsident Donald Trump in Davos haben sich am Veranstaltungsort zahlreiche Menschen für einen Sitzplatz im Publikum angestellt. Kurz vor Mittag standen bereits etwa 100 Besucherinnen und Besucher im Tagungszentrum an. Trump landete kurz nach 12.30 Uhr per Flugzeug in Zürich.
In seiner Rede beim Weltwirtschaftsforum wird sich Trump nach Angaben aus Kreisen des Weißen Hauses auf seine sogenannte America-First-Agenda konzentrieren. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP. Trump werde demnach auch über seine Pläne sprechen, für die Vorherrschaft der USA in der westlichen Hemisphäre zu sorgen. Zudem werde er womöglich auch über sein Vorhaben sprechen, Grönland den USA einzuverleiben. Vielleicht äußere er sich auch zur Zukunft Venezuelas nach dem US-Militärangriff auf das Land Anfang Januar, bei dem der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro gefangen genommen wurde.
14:46 Uhr – Trump lobt eigene Wirtschaftspolitik
US-Präsident Donald Trump hat mit seiner mit Spannung erwarteten Rede beim Weltwirtschaftsforum begonnen. Es sei schön, wieder zurück zu sein, sagte der Präsident. “So viele Freunde hier – wenige Feinde”, ergänzte er scherzhaft.
Zu Beginn seiner Rede lobte Trump die Errungenschaften seiner zweiten Amtszeit. Gestern hatte er den ersten Jahrestag seiner Amtseinführung begangen. Trump spricht vor allem über eine blühende US-Wirtschaft. Davon werde die ganze Welt profitieren. Er sprach von einem Wirtschaftswunder.
14:57 Uhr – Trump: Erkenne Europa nicht wieder
In seiner Rede hat US-Präsident Donald Trump seine grundsätzliche Kritik an den europäischen Staaten bekräftigt. Der alte Kontinent gehe nicht mehr in die richtige Richtung, sagte Trump. “Ich erkenne es nicht wieder.” Dabei nennt er erneut eine Masseneinwanderung und den Fokus auf erneuerbare grüne Energien als den falschen Weg.
Eneuerbare Energien bezeichnete er in Anspielung auf den “Green New Deal” als “Green New Scam”. Windräder verschandelten die Landschaft, und mit jeder Umdrehung verliere man Geld, behauptete Trump. Deutschland etwa produziere jetzt weniger Energie als 2017.
15:10 Uhr – Grönland-Streit: Trump betont Sicherheitsaspekte
US-Präsident Donald Trump hat erneut versucht, die Ansprüche auf Grönland mit Sicherheitsaspekten zu begründen. “Ich habe großen Respekt für die Menschen in Grönland und in Dänemark”, sagte Trump, “aber jeder NATO-Verbündete muss in der Lage sein, das eigene Territorium zu verteidigen.” Niemand sonst als die USA sei in der Lage, Grönland zu verteidigen.
Trump erinnerte an den Zweiten Weltkrieg, als Dänemark von Deutschland besetzt war. Die USA hätten Grönland gerettet, und es sei dumm von den USA gewesen, die Arktisinsel zurückzugeben. Dänemark habe sich undankbar gezeigt.
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