Joseph Moretti (* im 18. Jahrhundert in Mailand; † 1. Mai 1793 in Aachen) war Architekt und Barockbaumeister des 18. Jahrhunderts.
Leben und Wirken
Joseph Moretti wurde vermutlich in Mailand geboren. Andere Quellen sprechen von Lüttich oder Aachen. Er war neben Laurenz Mefferdatis und Johann Joseph Couven einer der bedeutendsten Barockbaumeister Aachens sowie der Region Maas-Rhein.
Zu den wichtigsten Bauwerken zählen die Ungarnkapelle des Aachener Doms sowie der Klosterather Hof, eine frühere große Klosteranlage. Im niederländischen Vaals errichtete er in den Jahren 1761–1765 das Tuchmacherhaus Clermont, aber auch die im Rokoko-Stil errichteten Teile des Klosters Abtei Rolduc gehört zu seinen Werken. Im belgischen Eupen entstand unter seiner Mitwirkung der Neubau der Klosterkirche Eupen.
In seiner Heimatstadt Aachen sind nur wenige Bauwerke erhalten geblieben. Neben der Ungarnkapelle als Nebenkapelle des Aachener Doms befindet sich der Torbogen des ehemaligen Klosters Klosterather Hof auf dem heutigen Gelände der RWTH Aachen. Morettis aufwendig errichtetes Wohnhaus in der Annastrasse 11 existiert nicht mehr.
Joseph Moretti starb am 1. Mai 1793 und wurde im Totenkeller der Kirche St. Follian beigesetzt.
Klosterrather Hof



Der Klosterrather Hof, auch Klosterrather Refugium oder Kirchrather Hof genannt, war ein früherer Klosterhof und späterer Wohn- und Fabrikationskomplex in der Eilfschornsteinstraße in Aachen.
Geschichte
Der Klosterrather Hof war seit dem Jahre 1536 das Aachener Stadthaus der Abtei Klosterrath, Herzogtum Limburg. Nach dem Stadtbrand von Aachen wurde das Grundstück 1660 durch Zukauf von Grundstücken, unter anderem entlang der Eilfschornsteinstraße, wesentlich vergrößert. Bis 1786 erfolgten Neubauten durch den Aachener Barockbaumeister Joseph Moretti, darunter das noch bestehende Hoftor.
1802 fiel der Klosterrather Hof im Zuge der Säkularisation der linksrheinischen Departments nach Konsularbeschluss vom 9. Juni an die Französische Republik. Bei seinem Besuch in Aachen im September 1804 verkaufte Napoleon persönlich den Hof an den aus dem Elsass stammenden und von ihm geschätzten Nadelfabrikanten Laurenz Jecker für nur 13.000 Franc, um dort die Einrichtung eines Wirtschaftsunternehmens zu unterstützen. Zusammen mit den Brüdern Jean-Baptiste Migeon aus Grandvillers und Jean Vincent Victor Migeon aus Charleville richtete Jecker dort eine moderne Nadelfabrik ein, die dort mit ca. 150 Mitarbeitern jährlich über eine Million Stecknadeln produzierte und nach ganz Europa exportierte. 1809 zog sich Jecker nach einer Krise aus dem Unternehmen zurück und verkaufte seine Anteile an die Brüder Migeon.
1811 stiegen die Brüder Johann Josef und Johann Heinrich Schervier, die bereits auf einem benachbarten Grundstück am Templergraben einen Kupferhof betrieben, als gleichberechtigte Teilhaber in das nun Migeon et Schervier frères genannte Unternehmen ein. 1816 übernahmen die Schervier-Brüder auch die Anteile von Vincent Victor Migeon. 1823 bis zu seinem Tod 1845 war schließlich Johann Heinrich Schervier alleiniger Eigentümer. Seine Tochter, die Ordensgründerin Franziska Schervier, wuchs in dem Wohnhaus Eilfschornsteinstraße 15 auf.
1845 erbte Ludwig Heinrich Schervier das Grundstück und verlegte die väterliche Fabrik nach dem Zusammenschluss mit Adalbert Kern als Kratzenfabrik Kern & Schervier nach Burtscheid, behielt aber die Grundstücke in der Eilfschornsteinstraße. Die Betriebsgebäude am Klosterrather Hof übernahm daraufhin Laurenz Jeckers Sohn Julius Caesar Jecker (1820–1881), der sie 1877 dem Unternehmen Heusch & Butenberg übertrug. Nach dem Tod von Ludwig Heinrich Schervier im Jahr 1896 erbte seine Witwe Franziska, geb. Hock, die Grundstücke, die sie 1910 an den Maschinenfabrikanten A. Schiffers verkaufte, nachdem Heusch & Butenberg ihren Betrieb in die leerstehende Tuchfabrik Lochner verlegt hatten.
Während des Zweiten Weltkrieges wurde der Klosterrather Hof zerstört und danach weitgehend beseitigt. Die Grundstücke gingen ins Eigentum des Landes Nordrhein-Westfalen zur Nutzung durch die RWTH Aachen über, die es in den 1977 Jahren mit einem Hörsaalgebäudekomplex (Kármán-Auditorium) bebaute. Lediglich der Torbogen von 1786 blieb erhalten und wurde in die Freiflächengestaltung integriert. Unter Studenten ist die Sage verbreitet, das Tor bringe Unglück. Den Erstsemestern wird erzählt, sie würden ihren Abschluss nicht schaffen, wenn man durch das Tor ginge, weshalb zahlreiche Studierende das Tor lieber umgehen.
Abtei Rolduc

Die Abtei Rolduc (deutsch Abtei Klosterrath) ist ein ehemaliges Augustiner-Chorherrenstift und zugleich der größte erhalten gebliebene Klosterkomplex der Niederlande. Er steht oberhalb des Wurmtales am Rande Kerkrades in der Provinz Limburg, unmittelbar an der deutsch-niederländischen Grenze zwischen Kerkrade und Herzogenrath. Der Gebäudekomplex ist als Rijksmonument gelistet.
Der Name Rolduc leitet sich aus der französischen Bezeichnung für Herzogenrath, Rode-le-Duc, ab.
Geschichte
Das Kloster Rolduc wurde 1104 vom Chorherren Ailbert von Antoing, der sein voriges Kloster verlassen hatte, weil er die Einhaltung der Ordensregel dort nicht streng genug fand, gestiftet. Es wurde eine Abtei der Augustiner-Chorherren. Schon 1136 erhielt Rolduc die weltliche Schirmherrschaft der Herzöge von Limburg. Einige Herzöge wurden in der Krypta der Abteikirche beigesetzt.
Ab dem 12. Jahrhundert liegen die Annales Rodenses vor, die durch den Abt Nikolaus Heyendal Anfang des 18. Jahrhunderts maßgeblich überarbeitet und fortgeführt worden sind und durch einen der letzten Stiftsherren, Simon Peter Ernst, herausgegeben wurden. In diesen Aufzeichnungen findet sich für viele Orte der Rheinlande und Limburgs die erste urkundliche Erwähnung.
Bereits mit dem Bau des Klosters wurde zu dessen Schutz wenige hundert Meter östlich die Burg Rode errichtet. Seit dem Wiener Kongress im Jahr 1815 liegen Kloster und Burg in zwei verschiedenen Ländern.
Die Abtei stiftete mehrere Tochterklöster, darunter das nur noch als Ruine erhaltene Kloster Marienthal im gleichnamigen Ort an der Ahr. Die erste Blütezeit dauerte bis etwa 1250.
Nach langsamem Verfall, mit den Verwüstungen im Achtzigjährigen Krieg als Tiefpunkt, wurde das Kloster 1680 wiederhergestellt. In dieser Epoche entstand auch die neue Abtswohnung, und bald darauf blühte Rolduc auch wirtschaftlich durch die Ausbeutung von Steinkohle in der ersten Kohlenzeche auf dem Gebiet der heutigen Niederlande.
Ebenfalls im 18. Jahrhundert entstand der Moretti-Flügel, benannt nach dem Aachener Barock-Architekten Joseph Moretti. 1754 wurde auch die wertvolle Klosterbibliothek im Rokoko-Stil fertiggestellt.
Nach dem Wiener Kongress im Jahr 1815 fielen Kerkrade und Rolduc an die Provinz Limburg der Vereinigten Niederlande, wobei die Grenze zu Preußen unmittelbar östlich der Abtei festgelegt wurde. Nach der Belgischen Revolution im Jahr 1830 schloss sich der halbe Teil Limburgs dem neu entstandenen Königreich Belgien an. Im Jahre 1831 wurde das Priesterseminar des Bistums Lüttich in Rolduc eingerichtet. Im Jahr 1839 fiel der Ostteil Limburgs als Herzogtum Limburg, innerhalb des Deutschen Bundes, wieder an die Niederlande, und das Bistum Roermond übernahm das Kloster.

Gesamtansicht Vorplatz

Klosterbibliothek
Klostergarten
Klosterkirche

Die an Stelle eines Vorgängerbaues errichtete Kreuzbasilika stammt überwiegend aus dem 12. Jahrhundert und wurde 1209 abschließend geweiht. Das Westwerk der Kirche wird von einem zentralen Turm über rechteckigem Grundriss beherrscht, der von zwei erheblich niedrigeren Treppentürmen ebenfalls auf rechteckigem Grundriss flankiert wird. Ursprünglich besaß die Kirche keinen Zugang im Westen. Neben dem eigentlichen Querschiff sind das erste und dritte Joch des Schiffes als Pseudoquerschiffe bis zur Höhe des Mittelschiffes ausgeführt, diese reichen nicht über die Außenflucht der Seitenschiffe hinaus. Die beiden anderen Seitenschiffjoche weisen ein Paar schwere Pfeiler und eine mittlere Säulenstellung auf und sind einer Basilika entsprechend niedriger als das Mittelschiff ausgeführt. Mit Ausnahme der von quer zur Kirchenachse liegenden Tonnen überwölbten Seitenschiffteile der Pseudoquerschiffe sind Quer- und Hauptschiff mit gurtlosen Kreuzgratgewölben überwölbt.
Unter Vierung und Chor befindet sich die von reich durchgestalteten Säulen getragene Krypta. Der kleeblattförmig angelegte Drei-Konchen-Chor entstand im 19. Jahrhundert an der Stelle eines gotischen Vorgängerbaues.
Eine im Jahr 1859 erfolgte Instandsetzung war eine der ersten großen Restaurierungsaufträge des Roermonder Architekten Pierre Cuypers.
Heutige Funktion
Der größte Teil des Klosterkomplexes ist als Hotel und Kongresszentrum in Gebrauch. Ein kleinerer Teil dient als Katholisches Priesterseminar Groot-Seminarie der Priesterausbildung des Bistums Roermond.
Die Klosterkirche kann regelmäßig besichtigt werden. Die Bibliothek kann (nur nach Anmeldung) für wissenschaftliche Forschung besucht werden.
Ein weiterer Teil des Klosters beherbergt eine weiterführende Schule mit den Bildungsgängen HAVO (Hoger Algemeen Voortgezet Onderwijs) und VWO (Voorbereidend Wetenschappelijk Onderwijs).
Seit 1965 wird der Abdijcross jährlich auf dem Gelände der Abtei ausgetragen.
Haus Clermont (Vaals)
Das Haus Clermont (auch Rathaus Vaals genannt; niederländisch Huis Clermont, Gemeentehuis Vaals) am Von Clermontplein Nr. 15 in Vaals ist das ehemalige Stammhaus des Tuchfabrikanten Johann Arnold von Clermont und später des von Franz Ignaz Tyrell, die es als Fabrikgebäude, Kontor und städtischen Wohnsitz nutzten. Es wurde zwischen 1761 und 1765 nach Plänen des in Aachen ansässigen Mailänder Architekten Joseph Moretti als Vierflügelanlage im klassizistischen Stil erbaut und wird seit 1979 nach umfangreichen Restaurierungsmaßnahmen als Rathaus der Gemeinde Vaals genutzt.
Geschichte
Angehörige der Familie Clermont waren ursprünglich in der Freien Reichsstadt Aachen und in Burtscheid als Nadel- und Tuchfabrikanten tätig. Das rigide Zunftrecht in Aachen mit seinen Einschränkungen bei der Niederlassungsfreiheit, der Technik, der Preisgestaltung und dem Personal, führte dazu, dass die Familie Clermont Niederlassungen in Vaals gründeten, wo sie ihr Gewerbe ohne diese Zunftauflagen betreiben konnte. Zugleich flüchtete sie als evangelische Familie vor der Vertreibung aus dem katholischen Aachen, die in Zeiten der ersten großen Aachener Religionsunruhen an der Tagesordnung war. Bereits der Ururgroßvater von Johann Arnold von Clermont gründete in Vaals eine erste lutherische Gemeinde und sein Urgroßvater erwarb die Kupfermühle De Kopermolen, an der Johann Arnolds Vater Esaias ein Gotteshaus anbauen ließ. Schließlich beschloss Johann Arnold selbst, sich in Vaals niederzulassen und erwarb im Jahr 1761 von Anton Ullrich Lamberts von Cortenbach zunächst den baufälligen Adelssitz Vaalsbroek mit der angeschlossener Vaalsbroeker Mühle. Dort ließ er die Reste des Hauptgebäudes aus dem 15. Jahrhundert von Joseph Moretti schrittweise zu seinem Landsitz, dem heutigen Schloss Vaalsbroek, mit Wohnhaus, Bürotrakt und einer Fabrikationsanlage zum Scheren, Färben und Pressen der Tuche umbauen.

Zugleich beauftragte er Moretti, zusätzlich im Ort Vaals in unmittelbarer Nachbarschaft zur Kupfermühle und zur lutherischen Kirche de Kopermolen, ein zentrales Fabrikgebäude mit Verwaltungsräumen und repräsentativem städtischem Wohnsitz zu errichten. Ausschlaggebend für die Standortwahl war die nahe Quelle des Baches Gau, der mit seiner konstanten Wassertemperatur von 10 Grad ideal war für das Spülen und Färben der Stoffe und der bereits seit Jahrhunderten als Trinkwasserquelle diente. Außerdem verlief zu damaliger Zeit die Durchgangsstraße von Aachen über Vaals nach Maastricht an diesem Grundstück vorbei, da die heutige und 200 Meter entfernte Verbindung „Maastrichter Laan“ erst 1825 gebaut wurde. Das 1765 fertiggestellte Haus Clermont wurde zum Stammsitz des Unternehmens, das drei der Söhne Johann Arnolds nach dem Tod des Vaters im Jahr 1795 und mit unterschiedlichen Aufgabengebieten übernahmen. Das gesamte Areal einschließlich der Kupfermühle mit der lutherischen Kirche und den Wiesenflächen zum Trocknen der Tuche war zu damaliger Zeit mit einer Grundstücksmauer umgeben und die innen liegenden Freiflächen zwischen den Gebäuden waren parkähnlich gestaltet und mit Fischteichen versehen.
Als Spätfolge der Kontribution ließen die Aufträge nach und ab dem Jahr 1825 erlosch das Familienunternehmen. Die Söhne verkauften 1829 das Vaalser Stammhaus an Franz Ignaz Tyrell, der die Anlage weiterhin als Tuchfabrik und Wohnsitz nutzte. Nachdem 1924 das letzte Mitglied der Familie Tyrell verstarb, erwarben drei verschiedene Käufer jeweils einen Gebäudeflügel, wobei der Ostflügel 1926 abgerissen wurde. Dabei wurden ein Großteil der Innenausstattung sowie Tapeten und Möbel, teilweise an das Couven-Museum der Stadt Aachen, verkauft. Noch bis 1964 diente die gesamte Anlage als Wohn- und Bürohaus, danach erwarb sie die Gemeinde Vaals und ließ den Komplex zwischen 1975 und 1979 durch den Architekten Jos Hendriks aus Maastricht und die Architektengruppe Peter Sigmond aus Heerlen nach historischen Plänen umfangreich restaurieren. 1979 konnte die Gemeindeverwaltung von Vaals einziehen und ihren Dienst aufnehmen.
Baubeschreibung
Das Haus Clermont wurde von Moretti als vierflügelige Hofanlage mit einem rechteckigen Innenhof konzipiert, der durch den Westflügel zugängig war. Die Flügel, die sich den unterschiedlichen Erfordernissen des Unternehmens zuordnen lassen, sind zweigeschossig und besitzen ein schiefergedecktes Mansarddach mit mehreren kleinen Dachgauben. Ihre Wände sind in Ziegelsteinbauweise errichtet und waren durchweg mit einem gefälligen gelb getüncht, was typisch war für die meisten Bauten Clermonts. Die Fassaden sind schlicht gehalten und nur unterbrochen von Stichbogenfenster mit Blausteinumrahmung.
Der 13-achsige Westflügel ist der zur Straße liegende Kantorflügel mit dem Haupteingang und wird durch die kutschentaugliche rundbogige Tordurchfahrt geprägt, die mit bis zum Giebel ziehenden Lisenen hervorgehoben ist. Sowohl zur Straßenseite als auch zur Hofseite sind über der Tordurchfahrt in Höhe des Mansarddachs geschwungene und verzierte Tympana aufgesetzt, in die die Leitsprüche Clermonts eingraviert wurden und die innen wie außen mit Uhren versehen sind. Die Inschriften in den Tympana lauten auf der Straßenseite: „spero invidiam“ („ich hoffe, beneidet zu werden“) und auf der Hofseite: „nil volentibus arduum“ („wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“). Zudem wurde auf den First des Daches mittig einer gedachten Linie über der Tordurchfahrt ein Dachreiter mit Glocke aufgesetzt. Uhren und Glocke waren ein typisches Merkmal der beginnenden Industrialisierung, womit allen Arbeitern die Uhrzeit für Arbeitsbeginn und Arbeitsende optisch wie akustisch einheitlich angezeigt wurde.
Der fünfzehnachsige Südflügel beherbergte die Wohn- und Repräsentationsräume und ist auf der Außenseite mit einem dreiachsigen, übergiebelten und reich verzierten Mittelrisalit betont, in dem die Familienwappen des Ehepaares Johann Arnold von Clermont (Burg) und Maria Elisabeth Emminghaus (französische Lilie) eingemeißelt sind. In der Mittelachse des Risalits befindet sich Parterre der seitliche Haupteingang und darüber im Obergeschoss ein Balkon mit einer Fenstertür im Rokokostil und einem schmiedeeisernen Balkongitter.
Der Nordflügel beherbergte die Werkstatträume, wo die Tücher geraut und geschoren wurden, und er war direkt verbunden mit dem bis 1926 vorhandenen sowie einfacher und niedriger gehaltenen Ostflügel, in dem sich die Färberei befand. Historische Pläne, auf denen runde Bottiche sowie zwei Becken im Fußboden und zwei große Wasserbassins im Untergeschoss des Nordflügels zu erkennen sind, lassen darauf schließen, dass auch im Nordflügel gefärbt wurde. Die Bassins sind mit Tonnengewölben überwölbt und die Wände mit wasserdichten Natursteinen ausgemauert. Darüber hinaus belegen weitere Pläne, dass sich in den großräumigen Kellergeschossen unter allen Flügeln Kanäle befanden, die mit dem quer durch den Innenhof fließenden Hauptkanal verbunden waren und mit dem Wasser der Gau gespeist wurden.
Nach der Übernahme 1975 durch die Gemeinde Vaals, wurde im Rahmen der umfangreichen Restaurierungsmaßnahmen darauf verzichtet, den Ostflügel wieder aufzubauen und stattdessen die ehemalige Position im Pflaster abgebildet. Der gesamte Dachbereich wurde komplett ausgetauscht und die einzelnen Dachgauben ebenso wie der Dachreiter, die zwischenzeitlich demontiert worden waren, wieder neu erstellt. Die Außenwände erhielten einen einheitlichen weißen Anstrich und der ehemalige Gelbton wurde lediglich an den Wänden des Mittelrisalits am Südflügel beibehalten. Ferner wurden die nachträglich eingebauten und abgehängten Decken, Treppenhäuser und Nassräume wieder zurückgebaut und die dabei zutage tretenden Stuckdecken rekonstruiert sowie die verschiedenen Wasserbecken durch Fliesen markiert. Ebenso wurde im „braunen Zimmer“ eine Ziegelsteinmauer eingerissen, hinter der sich ein schmiedeeiserner Kamin und blaue Fliesen mit Blumenmuster aus dem 18. Jahrhundert befanden. Bis auf wenige Kompromisse bei der Rekonstruktion der Räume, die nötig waren, um beispielsweise den Ratssaal, die Konferenzräume und die öffentliche Tribüne einzubauen, wurden weitestgehend alle Räume im alten Louis-seize-Stil wiederhergestellt.
Im Rahmen einer Neugestaltung und Modernisierung des von Clermontplein und des benachbarten Julianaplein in den Jahren 2015/2016 durch die Kölner Landschaftsarchitekten Club L 94 wurden die Fassaden des Hauses Clermont erneut getüncht, der Innenhof mit der Nachbildung eines großen Färberbeckens und die Plätze mit einem kleinen Garten, einer Tuchterrasse und einem Wasserspeier neu ausgestattet.

Südflügel
Blick in den Innenhof auf den Westflügel
Nachbildung des Färberbeckens im Innenhof
Hochzeitszimmer im Südflügel
Hochzeitszimmer im Südflügel
Schloss Blumenthal (Vaals)

Schloss Blumenthal (auch Schloss Bloemendal, niederländisch Kasteel Bloemendal) ist ein palastartiges Herrenhaus am westlichen Rand des Zentrums von Vaals. Ende des 18. Jahrhunderts als privater Wohnsitz errichtet, wurde es Mitte des 19. Jahrhunderts ein Nonnenkloster und Internat, das bis in die 1970er Jahre bestand. Seit 1992 wird die Anlage als Hotel geführt. Das Schloss liegt 500 Meter von der deutschen Grenze entfernt an der Bloemendalstraat, einer Parallelstraße zur Maastrichterlaan, der Hauptdurchgangsstraße in Vaals. Eine Innenbesichtigung ist wegen des Hotelbetriebes nicht möglich, aber Schlosspark und -garten sind für die Öffentlichkeit zugänglich.
Geschichte
Wohnsitz Blumenthal

In der Blütezeit seines Schaffens ließ der Aachener Textilfabrikant Johann Arnold von Clermont, der sich seit 1761 in Vaals auf Schloss Vaalsbroek niedergelassen hatte, ab 1791 ein prunkvolles Wohnhaus gegenüber seiner Weberei im damaligen “Lugenthal” erbauen. Die Pläne dafür lieferte der in Aachen lebende Mailänder Architekten und Baumeister Joseph Moretti, der für Clermont bereits seit vielen Jahren tätig war. Er bediente sich dabei des damals beliebten frühklassizistischen Louis-seize-Stils.
Im August 1795[1] zog Clermont mit seiner Familie in das bis dahin halbfertige Gebäude ein, erlebte aber dessen Fertigstellung nicht mehr, weil er im Dezember 1795 starb. Unter seinem Sohn Johann Adam wurde der Bau beendet. Das Haus war danach ein rechteckiger Kubus mit Mansarddach und kleinem Turm als Bekrönung über dem Festsaal auf der Rückseite des Gebäudes. Die Baukosten sollen 160.000 Aachener Reichstaler betragen haben.[4] Die Familie empfing dort 1805 die französische Kaiserin Joséphine de Beauharnais, Ehefrau Napoleons, mit ihrer Tochter Hortense. Napoleons Schwester Pauline trug sich 1811 sogar mit dem Gedanken, das Anwesen zu kaufen, aber dazu kam es nicht.
Aufgrund der Folgen der Kontribution, der Abschaffung der Zollgrenzen durch Preußen ab 1815 und der nachlassenden Aufträge für die Tuchindustrie konnte die Familie Clermont das Anwesen nicht mehr halten. Nach Johann Adams Tod 1826 sollte es verkauft werden, aber es fand sich kein Interessent. Das Herrenhaus stand mehrere Jahre leer, ehe es am 14. September 1846 mit etwa 1800 Ruten Land für 35.000 Francs an den Aachener Stadtrat Johann Wilhelm von Lommessem, Sohn des Landrates Gerhard von Lommessem und Enkel des Maires Johann Wilhelm Gottfried von Lommessem, verkauft wurde.
Nonnenkloster und Internat
Bereits kurz nach dessen Erwerb erhielt von Lommessem die Genehmigung des niederländischen Königs Wilhelm II., das Schloss dem katholischen Schwesternorden vom Heiligen Herzen Jesu (französisch Dames du Sacré-Cœur de Jesus) zu überlassen, um dort ein Nonnenkloster mit angeschlossenem Pensionat für Töchter adeliger und betuchter Familien einzurichten. Lommessems Töchter Anna, eine Freundin von Clara Fey, und Caroline zählten zu den Mitbegründerinnen dieses Klosters, denn sie waren selbst Mitglied des Ordens. Am 8. Februar 1848 zogen die ersten Nonnen ein, die Einsegnung des Schlosses erfolgte im März. Das Mädchenpensionat, zu dessen bekanntesten Internatsschülerinnen Rose Kennedy, die Mutter des amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy, zählte, wurde zwei Monate später am 17. Mai 1848 offiziell eröffnet. Für das Kloster und das Internat wurde Schloss Blumenthal um zwei lange Seitenflügel ergänzt. Das Herrenhaus erhielt ein zusätzliches Geschoss, das von einem flachen Walmdach abgeschlossen wurde. Im Inneren wurde ein Großteil der Clermont’schen Einrichtungen maßgeblich verändert oder ging verloren. So wurde zum Beispiel der Festsaal zur Kapelle umgebaut (Einsegnung am 2. Juni 1848) sowie die Adam- und Eva-Statuen an seinem Eingang durch Maria– und Josef-Figuren ersetzt.[5] Auch der Außenbereich wurde durch die Nonnen verändert. Um das Kloster von der Außenwelt abzuriegeln, ließen die Schwestern es mit einer mannshohen Mauer umgeben. Zeitgleich mit dem Bau des Südostflügels wurde der schon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Eingangsbereich angelegte Landschaftsgarten nach Südosten erweitert. Heute ist dieser Teil ein öffentlicher Park. Im Gartenbereich auf der Rückseite des Schlosses blieben die Veränderungen auf das Anpflanzen von einigen Solitärbäumen beschränkt.
1855 erfolgte die Grundsteinlegung einer neuen Kapelle, die 1859 der „Mutter der sieben Schmerzen“ geweiht und durch den Aachener Baumeister Schmalbach errichtet wurde. Sie war im neugotischen Stil gehalten und stand im rechten Winkel zum nordwestlichen Seitenflügel an dessen Ende. An die Kapelle angrenzend lag im Nordwesttrakt ein Oratorium mit stuckierter neogotischer Kassettendecke. Im Jahr 1862 brach im Hauptgebäude ein Feuer aus, das besonders die alte Kapelle und den Kreuzweg beschädigte, weshalb noch vor 1865 ein neuer Kreuzweg gebaut wurde.
Während der deutschen Besatzungszeit im Zweiten Weltkrieg wurde das Kloster von 1940 bis 1944 zu einem Lazarett mit 350 Betten umfunktioniert. Erst 1947 konnte der Internats- und Schulbetrieb wieder aufgenommen werden. Die ab 1970 immer stärker zurückgehenden Zahlen an Schülerinnen ließen aber keinen ordnungsgemäßen Schulbetrieb mehr zu, und so wurde das Kloster 1976 aufgegeben und 1978 für 2,5 Millionen Gulden an die Gemeinde Vaals verkauft.

Anna von Lommessem, Mitbegründerin

Auguste von Sartorius, Oberin 1861–1881

Schülerinnen aus Blumenthal

Luftbild aus der Klosterzeit

Ehemalige Klosterkapelle

Klosterfriedhof

Klostergarten
Hotel
Nach längerer Zeit der Ungewissheit übernahm schließlich im November 1990[7] der Van-der-Valk-Konzern die leerstehende Anlage, um darin einen Hotelbetrieb einzurichten. Der symbolische Verkaufspreis lag bei einem Gulden.[9] Für die geplante Nutzung mussten zahlreiche Umbauten vorgenommen werden. Dabei wurden die beiden Seitenflügel sowie die Klosterkapelle aus dem 19. Jahrhundert abgerissen. Anstatt dessen wurden zwei neue Trakte mit leicht gebogenem Grundriss errichtet. Sie sind sowohl in Größe und Aussehen als auch bezüglich der Baumaterialien dem bestehenden Herrenhaus in der Mitte des Komplexes angepasst. Die Kosten dafür betrugen 12,25 Millionen Gulden, die von der Hotelkette, der Provinz Limburg, vom Rijksdienst voor de Monumentenzorg und der Gemeinde getragen wurden. Nach rund zwei Jahren Umbauzeit wurde das Hotel am 19. Dezember 1992 eröffnet. In den Jahren 2003 und 2004 erfolgten umfangreiche Renovierungen des Schlosses, dass heute nicht nur Hotel, sondern auch ein Veranstaltungsort für Fortbildungen, Betriebsfeste, Hochzeiten und Festlichkeiten der gehobenen Art ist.
Beschreibung
Toranlage

Das etwa 2,5 Hektar große Schlossareal ist an drei Seiten von einer Backsteinmauer umgeben, die an der Straßenseite im Nordosten aus dem 18. Jahrhundert stammt und 1848 um die Abschnitte an den beiden anderen Seiten verlängert wurde. Die straßenseitige Mauer besitzt ein Gesims aus Blaustein und ist durch Blausteinpfeiler in Abschnitte unterteilt. Bekrönt ist sie von einem niedrigen Staketenzaun.
Der Zugang erfolgt durch eine Toranlage aus dem späten 18. Jahrhundert in der Mitte der Nordost-Seite, auf die eine mit Ulmen bepflanzte geradlinige Allee zuführt. Ihr großes Mitteltor aus Schmiedeeisen wird von zwei Pfeilern aus Namurer Blaustein flankiert. Früher wurden diese Pfeiler von Vasen bekrönt. Zu beiden Seiten finden sich schmale Nebentore, die vermutlich erst um 1850 dort installiert wurden. Das große Mitteltor besitzt zwei schmiedeeiserne Aufsätze in Bogenform. Während der obere in der Mitte eine Laterne trägt, ist der untere von kleinen Dreizacken besetzt und zeigt mittig das Emblems des Ordens vom Heiligen Herzen Jesu.
Direkt hinter dem Tor stand früher eine Brücke über den dortigen Wassergraben, der parallel zur Straße verlief. Nachdem er um 1850 oder in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verfüllt worden war, wurde die Brücke überflüssig. Ihre Brüstung existiert aber noch heute.
Herrenhaus

Das Herrenhaus ist ein breiter 13-achsiger Backsteinbau im Stil des Louis-seize. Seine drei Geschosse erheben sich auf einem hohen Sockelgeschoss. Ihm schließen sich nach Nordwesten und Südosten zwei niedrigere, zweigeschossige Flügelbauten mit Segmentbogenfenstern an, in denen Hotelzimmer und Serviceräume des Hotels liegen. Sein flaches Walmdach ist mit Schiefer gedeckt und wurde 1991 restauriert. Das Mauerwerk des Herrenhauses und der Seitenflügel ist weiß getüncht, lediglich die Flächen der beiden dekorativen Mittelrisalite an den Längsseiten sind verputzt und gelb gestrichen. Für Gesimse, Lisenen, Fenster- und Türeinfassungen sowie andere dekorative Elemente kam Namurer Blaustein zum Einsatz.
Die Risalite nehmen die mittleren drei Achsen auf und sind von einem klassizistischen Dreiecksgiebel mit Uhr abgeschlossen. Im obersten Geschoss sind ihre Achsen durch Paare von neoklassizistischen Rundbogenfenstern markiert. An der nordwestlichen Eingangsfassade liegt in der Mitte des Risalits in dessen Erdgeschoss das doppelflügelige Hauptportal. Zu ihm führt eine repräsentative, zweiläufige Freitreppe mit schmiedeeisernem Geländer im Louis-seize-Stil hinauf. Im ersten Geschoss findet sich an dieser Seite ein Balkon mit gleichartiger, schmiedeeiserner Gitterbrüstung. Dem Erdgeschoss des rückwärtigen Mittelrisalits ist ein fünfseitiger Anbau aus der Mitte des 19. Jahrhunderts vorgesetzt. Er besitzt Ecklisenen und große Rundbogenfenster. Sein Dach wird als Terrasse genutzt, deren schmiedeeiserne Brüstung zwischen niedrigen Viereckspfeilern angebracht ist.
Die Innenräume des Herrenhauses wurden im Laufe der Geschichte zweimal grundlegend verändert: zum ersten Mal, als aus dem Schloss ein Kloster wurde, ein zweites Mal beim Umbau zum Hotel. Der einstige Festsaal ist mittlerweile eine luxuriöse Hochzeitssuite, die in Erinnerung an die bekannteste Internatsschülerin Blumenthals Rose-Kennedy-Suite genannt wird. Das heutige Aussehen des Vestibüls ist hingegen das Resultat einer Restaurierung nach Vorbildern aus der Zeit nach dem Brand im Jahr 1862.
Schlosspark und -garten

Innerhalb des Schlossareals steigt das Gelände von der Straßenseite kommend gleichmäßig an. Der vordere, niedriger gelegene Teil wird durch den als Landschaftsgarten gestalteten Schlosspark eingenommen. Seine Ausmaße betragen aber nur ein Bruchteil seiner früheren Größe. Heute nimmt er den Bereich vor dem Schloss und an dessen Seiten ein. Früher erstreckte er sich auch auf ein großes Gebiet südöstlich des Schlosses. Dieser Bereich ist heute größtenteils ein öffentlicher Park und zu einem geringen Teil modern überbaut. Der Landschaftsgarten auf der Vorderseite wurde im 19. Jahrhundert angelegt. Aus jener Zeit stammen – neben den beiden runden Wasserbassins mit Fontänen – noch einige Baumgruppen und Solitärbäume wie alte Buchen, Ahorne und Kastanien. Zwischen den Wasserbecken steht eine Marienstatue aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und erinnert an die Zeit der Anlage als Kloster. Sie ruht auf einem hohen quadratischen Sockel aus Sandstein und wurde dort durch die Klosterschwestern aufgestellt.
Der historisch wertvollere Teil liegt südwestlich hinter dem Herrenhaus und ist der Rest des im späten 18. Jahrhundert unter Johann Arnold von Clermont angelegten Terrassengartens. Die Entwürfe der drei formal gestalteten Ebenen mit Wasserbassins und Fontänen stammten vielleicht von Joseph Moretti. Blumenthals Garten ist eine der wenigen Anlagen in den Niederlanden – wenn nicht sogar die einzige –, deren grundlegende gestalterischen Elemente eines Terrassengartens erhalten geblieben sind, denn Veränderungen im 19. Jahrhundert blieben auf das Pflanzen von wenigen Solitärbäumen wie Buche, Eiche, Esche und Ahorn beschränkt. Die einzelnen Gartenebenen sind durch Treppenanlagen miteinander verbunden. Vom Schloss führt – in dessen Mittelachse liegend – eine monumentale, doppelläufige Ehrentreppe zur schmalen, ersten Terrasse. Die Stützmauern der Treppe sind aus Backstein, die Treppenstufen aus Namurer Blaustein. Auf der ersten Terrasse steht ein aufwändig gearbeitetes Gittertor zwischen skulptierten Torpfeilern aus Blaustein, auf denen früher Vasen standen. Das Tor stammt aus dem 18. Jahrhundert und ist von einem ovalen Schild aus Schmiedeeisen bekrönt, das zwei ineinander verschlungene C (für Clermont) zeigt. Direkt hinter ihm führt eine einfache zweite Treppe in der Mittelachse der Anlage zur höher gelegenen zweiten Gartenterrasse mit einem großen länglichen Wasserbassin und mehreren Fontänen. Das Becken nimmt fast die gesamte Länge dieser Ebene ein. An deren südwestlichen Ende steht – wieder in der Mittelachse liegend – eine weitere Treppenanlage. Ihre zwei Läufe führen zu einer Plattform, von der eine weitere, kurze Treppe zur obersten Gartenterrasse überleitet. Die Stützmauer der beiden Treppenläufe weist eine Nische auf, in der ein kleiner Brunnen integriert ist. Dieser wurde wahrscheinlich auch von Moretti entworfen. Am südwestlichen Ende der Mittelachse steht auf der obersten Terrasse direkt an der Gartenmauer in einer Nische auf einem Sockel eine Marienstatue aus der Zeit um 1900. Ihre Nische ist von einem Wimperg mit Fialen bekrönt, in dessen Giebelfeld sich eine Rosette befindet. Auf einem skulptierten Band stand früher ein Spruch, der heute aber nicht mehr erkennbar ist.

Landschaftsgarten, heute öffentlicher Park
Marienstatue vor dem Schloss

Terrassengarten

Doppelläufige untere Ehrentreppe

Gittertor

Wasserbassin und obere Treppe
Haus De Esch

Das Haus De Esch (niederländisch Huis de Esch) ist ein ehemaliges Landgut und späteres Kamillianerkloster in der südlimburgischen Gemeinde Vaals, nahe der Grenzen zu Deutschland und Belgien. Das Anwesen liegt westlich des Ortskerns an der alten Straße nach Vijlen, rund zwei Kilometer vom Dreiländereck auf dem Vaalserberg entfernt. Das Herrenhaus steht als Rijksmonument seit dem 23. Januar 1967 unter Denkmalschutz. Die ehemalige Klosterkapelle, in der sich heute das Museum Vaals befindet, wurde am 15. Januar 1995 ebenfalls geschützt.
Schloss Vaalsbroek
Schloss Vaalsbroek, das „Haus des Prince of Darkness“

Schloss Vaalsbroek (im Deutschen auch Vaalsbroich und Vaalsbruch genannt, limburgisch Kesjteël Volsbruch) ist eine Schlossanlage im Vaalser Ortsteil Raren rund 1,5 Kilometer westlich des Vaalser Ortszentrums. Es liegt in der Ebene unterhalb des Dreiländerecks auf dem Vaalserberg auf niederländischer Seite. Umgeben ist es von der limburgischen Hügellandschaft unweit der Ausläufer von Eifel und Ardennen rund 20 Kilometer östlich von Maastricht und etwa acht Kilometer westlich vom Stadtzentrum Aachens.
Die Schlossanlage steht seit dem 24. Juni 2002 unter Denkmalschutz. Ihre Wurzeln liegen im 13. Jahrhundert, als am selben Ort ein Lasshof stand. Ein erstes Herrenhaus aus dem 15. Jahrhundert wurde zwischen 1733 und 1736 von Leonard Lamberts von Cortenbach durch ein repräsentatives, dreiflügeliges Schloss im Stil des Klassizismus ersetzt. In den 1760er Jahren durch den Aachener Tuchfabrikanten Johann Arnold von Clermont noch einmal verändert und mit einem englischen Landschaftsgarten umgeben, wird es heute als Konferenzzentrum, Restaurant und Hotel der gehobenen Klasse genutzt.
Geschichte
Die Gegend um Vaals war schon in prähistorischer und römischer Zeit sowie unter den Karolingern besiedelt. Für die Legende, dass im 8. und 9. Jahrhundert an der Stelle des heutigen Schlosses ein Jagdhaus Karls des Großen gestanden haben soll, gibt es jedoch keine Belege. Eine erste urkundliche Erwähnung Vaalsbroeks erfolgte erst im 13. Jahrhundert, als der Ritter Wilhelm von Vaals Eigentümer eines dortigen Hofs war. Der Besitz war ein Lasshof im Herzogtum Limburg, der seinen Namen wegen der Lage in nassem, für die Landwirtschaft uninteressantem Bruchland trug. Es gehörte zur Herrschaft Herzogenrath und wurde mal als Allodial, mal als Lehen von Gronsveld bezeichnet.
Im 15. Jahrhundert gehörte Vaalsbroek, 1479 als „hoff zo Broiche“ erwähnt, der Familie von Birgel. Anfänglich bestand es ausschließlich aus Wirtschaftsgebäuden, ehe ein Herrenhaus hinzukam. Zu Anlage gehörte auch ein Brauhaus und die Vaalsbroeker Mühle, die aber erst 1542 als Bannmühle erstmals urkundlich erwähnt wurde. Durch Heirat von Johanna, der Tochter Margaretha von Birgels und Johann Bertolf von Belvens, kam die Anlage 1499 an Johann Krümmel von Nechtersheim. Durch finanzielle Schwierigkeiten der Eigentümer kam es oft zu Verkäufen sowie Rückkäufen und Verpfändungen. Im frühen 17. Jahrhundert brachte Maria Krümmel von Nechtersheim Vaalsbroek schließlich ihrem Mann Andreas von Eys genannt Beusdal zu.


Im Jahr 1690 war das Herrenhaus im Besitz des Aachener Bürgermeisters Wilhelm Adolf von Eys und aufgrund dessen, dass er seinen Besitz verwahrlosen ließ, unbewohnbar. Bei einer Zwangsversteigerung 1733 kaufte Leonard Lamberts von Cortenbach die landtagsfähige Anlage samt 47 Hektar Landbesitz und einigen Höfen für 28.800 Brabanter Gulden. Der neue Eigentümer ließ das heruntergekommene Herrenhaus bis auf die Grundmauern niederlegen und bis 1736 durch ein dreiflügeliges klassizistisches Schloss ersetzen. Die Entwürfe dazu lieferte wahrscheinlich sein Hausarchitekt Laurenz Mefferdatis. Seine endgültige, heutige Gestalt erhielt der Bau aber erst unter dem Tuchfabrikanten Johann Arnold von Clermont, der ihn am 21. Juli 1761 samt Mühle von Leonard Lamberts von Cortenbachs Sohn für 52.650 Brabanter Gulden erwarb und anschließend vermutlich von dem Aachener Barockbaumeister Johann Joseph Couven und Joseph Moretti zu einem repräsentativen Land- und Sommersitz ausbauen ließ. Dabei ließ er am Haupthaus das bisherige Mansarddach durch ein Walmdach ersetzen und die Seitenflügel verlängern. An der Fassade nahm er aber keine grundlegenden Veränderungen vor. Den bis dahin vorhandenen formal gestalteten Garten südwestlich des Schlosses ließ er durch einen Landschaftspark ersetzen und im Nordosten eine lange, axial auf den Haupteingang zuführende Allee anlegen. Diese Achse wurde an der Rückseite des Schlosses durch zwei Reihen Kastanien fortgesetzt. Die Entwürfe dafür lieferte möglicherweise wieder Joseph Moretti, der einige Elemente des Vorgängergartens beibehielt. Der Umbau des Herrenhauses, der Grünanlagen und der Wassermühle dauerte vier Jahre. Clermont ließ den Bach kanalisieren, eine Wasserleitung bauen und große Teiche als Wasserreservoir anlegen. 1765 wurde Vaalsbroek sein Stammsitz, auf dem er mit seiner Familie bis zu seinem Tode 1795 lebte. In der Mühle waren Tuchschererei, Presserei und Färberei angesiedelt, ausgelagert war lediglich die Weberei. 1786 ließ Clermont außerdem in Sichtweite des Schlosses ein von Moretti entworfenes Mausoleum als Familienbegräbnis errichten und seine verstorbene Frau am 29. Januar 1787 dorthin überführen.
Nach Clermonts Tod übernahm sein Sohn Karl Theodor Arnold den Besitz. Kurz nach dessen Tod im April 1824 wurde das Schloss am 12. Mai 1824 an Friederike Veronika Keller, Witwe von Johann David Hasselbach, verkauft. Durch die Heirat ihrer Tochter Sophia Wilhelmina am 30. Dezember 1825 kam die Anlage in den Besitz deren Ehemannes Karl Heinrich von Görschen. Weil sowohl er als Beamter bei der Bezirksregierung Aachen als auch die zukünftigen Besitzer des Anwesens selbst keine Mühlenbetreiber waren, wurde die Mühle fortan bis 1945 verpachtet.
Die Gebäude der einstigen Wollspinnerei dienten ab dem Ende des 19. Jahrhunderts als Wohnungen. Zu jener Zeit gehörte Schloss Vaalsbroek Friedrich Wilhelm von Massenbach. Er war 1886 durch seine Heirat mit Frieda von der Mosel, einer Tochter Louisa von Görschens, Eigentümer geworden. Seine Familie besaß das Anwesen bis 1944. In jenem Jahr beschlagnahmte es die niederländische Regierung als Feindvermögen, nachdem es während der deutschen Besatzungszeit im Zweiten Weltkrieg als Offiziersunterkunft der deutschen Armee gedient hatte. 1946 kam die Schlossanlage in den Besitz der der Königlichen Niederländischen Staatsminen, die das Schloss 1953 renovierten und zu einer Aus- und Fortbildungsstätte umbauten. Weil das Unternehmen nur das Schlossgebäude nutzte, verkaufte es den Mühlenkomplex an den damaligen Pächter Leon Hubert Schoonbroodt. 1957 wurde der Besitz an die Stiftung Beamtenfonds der Staatsminen (niederländisch Stichting Beambtenfonds van de Staatsmijnen) übertragen und die Mühle 1960 stillgelegt.
1974 erwarb die Stiftung Fonds voor Sociale Instellingen te Heerlen das Herrenhaus und kaufte 1977 das Clermontsche Mausoleum dazu, ehe sie 1978 auch die ehemalige Mühle in ihren Besitz brachte. Bis 1980 restaurierte sie das Mausoleum und das Herrenhaus, um letzteres anschließend als Konferenzzentrum zu nutzen. Bei den Arbeiten wurden auch einige Veränderungen aus den 1950er Jahren wieder rückgebaut. Die Mühle überließ man aber vorerst sich selbst. Erst als sie 1988 durch Bohemen Vastgoed übernommen und zu einem Hotel-Restaurant umgebaut worden war, wurde ihr Verfall gestoppt. Für die neue Nutzung wurden nicht nur die bestehenden Gebäude restauriert, sondern ihnen auch ein moderner Anbau hinzugefügt. Die historische Mahlanlage blieb erhalten und wurde wieder komplettiert, allerdings nicht wieder in Betrieb genommen. Schon nach kurzer Zeit wurde ein weiterer Ausbau der Mühle für den Hotelbetrieb nötig, der sich am 1. März 1999 Dolce International anschloss. Mittlerweile gehörte der Betrieb zur Hotelkette Bilderberg, der Restaurationsbetrieb in der historischen Wassermühle wird als Gourmet-Restaurant geführt.
Beschreibung
Zur Schlossanlage Vaalsbroek gehören neben dem Herrenhaus eine denkmalgeschützte Fachwerkscheune (heute als Wohnhaus genutzt), das Mausoleum der Familie Clermont und eine historische Wassermühle samt modernen Hotelanbauten. Die Gebäude sind von einem landschaftlich gestalteten Park umgeben.
Herrenhaus
Das Herrenhaus ist ein weiß getünchter Backsteinbau mit schiefergedecktem Walmdach, das kleine Gauben – zum Teil mit Ochsenaugen – und einen Dachreiter von wahrscheinlich 1780 mit Uhr und Wetterfahne trägt. Es besteht aus einem Mittelflügel und zwei niedrigeren Seitenflügel, die sich dem Mitteltrakt im rechten Winkel nach Nordosten anschließen und somit dem Herrenhaus einen U-förmigen Grundriss geben. Die Seitenflügel dienten früher als Wirtschaftstrakte und beherbergten Ställe, Heuböden und Bedienstetenunterkünfte. Später befand sich dort auch die Wohnung des Pächters. Der durch die Flügel umschlossene, gepflasterte Ehrenhof wird an der Nordostseite von einer niedrigen, konvex geschwungenen Mauer abgeschlossen, die ein schmiedeeisernes Gitter trägt. In der Mitte des Gitters befindet sich zwischen zwei hohen Pfeilern aus Namurer Blaustein ein doppelflügeliges Tor.

Die streng symmetrisch gestaltete Hoffassade des Mittelbaus zeigt drei Geschosse, die durch Segmentbogenfenster mit Blausteinfassung in fünf Achsen unterteilt ist. Das Kranzgesims weist einen Zahnfries auf. Eine monumentale, zweiläufige Freitreppe mit kunstvoll geschmiedetem Geländer führt zum segmentbogigen Haupteingang im ersten Geschoss. Über diesem befindet sich ein kleiner Balkon mit schmiedeeiserner Brüstung, welche die Initialen „CHvG“ für den Eigentümer Carl Heinrich von Görschen zeigt. In der Stützmauer der Treppenanlage befindet sich der Eingang zum Erdgeschoss mit Backsteingewölbe, das als Keller genutzt wird. Dort befindet sich unter anderem die ehemalige Schlossküche mit Kamin und Kreuzrippengewölbe. Einige Natursteinquader in den Mauern stammen möglicherweise noch von dem Vorgängerbau aus dem 15. Jahrhundert. Die rückwärtige, siebenachsige Gartenfassade des Herrenhauses zeigt nur zwei Geschosse, weil das umgebende Gelände dort höher ist. Die Beletage liegt somit an dieser Seite ebenerdig. In der Mittelachse zeigt sie einen von toskanischen Säulen getragenen Portikus, der einen Balkon mit schmiedeeiserner Brüstung trägt.
Im Inneren des Herrenhauses finden sich rekonstruierte Stuckdecken. Kunsthistorisch besonders wichtig ist das restaurierte Gartenzimmer, ein Salon mit wertvollen, bemalten Leinentapeten aus dem 18. Jahrhundert. Sie waren in den 1970er Jahren in sehr schlechtem Zustand und wurden von 1978 bis 1980 ergänzend restauriert. Die Tapeten zeigen Darstellungen von Handel, Fischfang und Landleben, wurden jedoch vermutlich nicht für Vaalsbroek, sondern für ein anderes Haus angefertigt.
Mausoleum

Vom Park führt ein schmaler Weg zum südlich des Herrenhauses gelegenen, 1978[15] restaurierten Mausoleum der Familie von Clermont. Der aus Backstein errichtete Bau besitzt einen rechteckigen Grundriss und ist von einer Weißdornhecke umgeben. Sein rundbogiger Eingang befindet sich an der repräsentativ gestalteten Nordost-Seite. Diese ist im neoklassizistischen Stil gestaltet und mit Namurer Blaustein verkleidet. Zu beiden Seiten des Eingangs befinden sich von rustizierten Pilastern flankierte Nischen mit Steinvasen im Louis-seize-Stil. Über einem dorischen Gebälk erhebt sich in der Mittelachse auf Höhe des Zeltdachs ein skulptierter Dreiecksgiebel mit dem von Ranken umgebenen Relief des Clermontschen Wappens.
Im Inneren befindet sich die Gruft des Erbauers Johann Arnold von Clermont und seiner Frau Maria Elisabeth Emminghaus. Ihr Grab ist von einem Obelisken bekrönt, dessen stuckierter Sockel das Allianzwappen Clermont/Emminghaus zeigt. Weitere Stuckverzierungen finden sich zum Beispiel an einem Bogen der tonnengewölbten Decke. Marmortafeln erinnern an die beiden Verstorbenen. Das Mausoleum wurde nicht nur für Johann Arnold von Clermont und seine Frau, sondern auch für weitere Familienangehörige des Paars konzipiert. Deshalb finden sich an den beiden Längsseiten jeweils drei Reihen mit sieben Grabnischen, in denen auch Kinder und Enkel Clermonts bestattet sind.
Schlosspark
Der Großteil des Vaalsbroeker Schlossparks liegt südwestlich hinter dem Herrenhaus und geht auf einen ursprünglich symmetrisch angelegten Garten zurück. Heute ist er als englischer Landschaftsgarten gestaltet. Eine rund 130 Meter lange Allee führt in der Mittelachse des Herrenhauses von Nordosten auf das Gittertor des Ehrenhofs zu. Die durch sie begonnene Achse wird im Landschaftsgarten durch ein kreisrundes Wasserbassin mit Fontäne fortgesetzt und besaß früher eine Verlängerung durch zwei Reihen Kastanien. Einige dieser im 18. Jahrhundert gepflanzten Bäume stehen heute noch. Der zwischen ihnen verlaufende, gerade Weg wird etwa auf halber Strecke von zwei weiteren kreisrunden Wasserbecken flankiert. 1770 waren die Grünanlagen des Schlosses 20 bis 30 Are groß, wurden aber später auf fünf bis sechs Hektar erweitert. Laut einem Brief, den der Dichter Johann Georg Jacobi, ein Bruder von Johann Arnold von Clermonts Schwager, 1774 schrieb, besaß der Schlosspark seinerzeit von Stockrosen umrankte Bäume, Wasserfälle und künstliche Grotten. Des Weiteren sind ein Labyrinth, ein Badehaus und ein Eiskeller belegt.
Direkt beim Herrenhaus liegt südlich davon ein ehemaliger Fischweiher, der auch schon im 18. Jahrhundert existierte. Ein weiterer, großer und nahezu rechteckiger Teich liegt östlich des Herrenhauses. Er breitet sich bis zur Wassermühle aus und wird durch den Zieversbach gespeist. Beide Teiche dienten früher auch zur Wasserversorgung von Schloss und Mühle.
Vaalsbroeker Mühle

Mühlengebäude und Mühlenteich
Die Vaalsbroeker Mühle (auch: Vaalsbrucher Mühle oder Vaalsbroicher Mühle oder Vaalsbroeker Molen (ndl.) genannt) ist eine Wassermühle am Ufer des Zieversbach westlich der Ortschaft Vaals in den Niederlanden in unmittelbarer Nachbarschaft zum Schloss Vaalsbroek. Sie wurde 1542 urkundlich als Bannmühle erwähnt und bis etwa 1960 betrieben. In den 1980er-Jahren gelangte sie in den Besitz einer Investorengruppe und wurde zu einem Gastronomiebetrieb mit angeschlossenem Hotel umgebaut sowie im Jahr 2002 unter Denkmalschutz gestellt.
Bilderberg (Hotelkette)
Bilderberg ist eine niederländische Hotelkette, die bis 1978 Doorwerth hieß. Die Kette verfügt in den Niederlanden über 12 Häuser im Vier- und Fünf-Sterne-Segment.
Hotel de Bilderberg

Das Hotel de Bilderberg ist ein Hotel in Oosterbeek in den Niederlanden. Das Bilderberg-Anwesen wurde 1913 von O. I. van Tienhoven gekauft, der 1918 ein Landhaus darauf errichtete. 1923 wurde das Gut an die Gemeinde Oosterbeek verkauft. die es zwei Jahre später an die Tafelberg Hotelgruppe verkaufte; das Haus wurde daraufhin renoviert. Weitere Badezimmer wurden gebaut und ein Speisesaal wurde hinzugefügt; das Hotel eröffnete 1926.
Zu der Zeit wollten viele Niederländer, insbesondere aus der Metropolregion um Amsterdam (der Randstad), Urlaub im eigenen Land machen; 1933 wurde die Anzahl der Zimmer verdoppelt und alle Zimmer hatten ein eigenes Bad.
1940 kam ein Speisesaal hinzu. Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurden Oosterbeek und das Hotel schwer beschädigt, aber das Dach blieb intakt. Bürgermeister ter Horst zog 1945 in das Hotel, um den Wiederaufbau seiner Gemeinde zu organisieren. Im Sommer 1946 konnte das Gebäude wieder als Hotel genutzt werden; es kamen jetzt vermehrt Deutsche als Gäste.
Die erste Bilderberg-Konferenz wurde hier vom 29. bis 31. Mai 1954 unter dem Vorsitz von Prinz Bernhard der Niederlande als Reaktion auf die sich verschlechternden Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und Europa organisiert. Das Hotel ist Namensgeber für die Teilnehmer der Konferenz (Bilderberger) sowie für die Veranstaltungsorganisation (Bilderberg-Gruppe).
Die Bilderberg Verwertungsgesellschaft in Wolfheze (BV Exploitatie Maatschappij Bilderberg) wurde 1977 von der SMP Hotel Group übernommen. Das Bilderberg wurde renoviert und erweitert und 1978 wiedereröffnet; seitdem wird von der Hotelgruppe der Name Bilderberg verwendet. Diese wurde im September 2004 von Goldman Sachs und der Westmont Hospitality Group übernommen.
Bilderberg-Konferenz


Die Bilderberg-Konferenzen sind informelle Treffen von einflussreichen Personen aus Wirtschaft, Politik, Militär, Medien, Hochschulen, Hochadel und Geheimdiensten, bei denen Gedanken über aktuelle politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Themen ausgetauscht werden.
Bei der Bilderberg-Gruppe (international auch als Bilderberg-Club oder als Bilderberger bekannt) handelt es sich um keine formelle Organisation. Es existieren, soweit bekannt, weder ein Status der Mitgliedschaft noch ein Gründungsvertrag. Die Tagesordnungspunkte sowie die Teilnehmerlisten werden erst nach einem Treffen den internationalen Presseagenturen zugänglich gemacht. Eventuelle Einigungen werden nicht veröffentlicht. Es gilt wie beim ähnlich global ausgerichteten und diskret operierenden Council on Foreign Relations die Chatham House Rule: Es kann in allgemeinen Begriffen berichtet, aber niemals mit Namen zitiert werden.
Zum ersten Mal wurde die Konferenz im Mai 1954 auf Einladung von Prinz Bernhard der Niederlande in dem damals ihm gehörenden Hotel de Bilderberg in Oosterbeek in den Niederlanden veranstaltet; der Name Bilderberg wurde vom ersten Tagungsort übernommen. Dieses erste Treffen hochgestellter Persönlichkeiten erwuchs aus der Befürchtung, dass Westeuropa und Nordamerika möglicherweise nicht so eng zusammenarbeiteten, wie es die ernsten Probleme, mit denen sich die Staaten zu diesem Zeitpunkt konfrontiert sahen, erforderlich zu machen schienen. Die meisten Teilnehmer kommen seit jeher aus NATO-Staaten; seit 1989 nehmen zunehmend Personen aus anderen Ländern an den Konferenzen teil.
Um die „Bilderberger“ ranken sich verschiedene Verschwörungstheorien.

Bilderberger Malteserritter (SMOM) Bernhard Leopold Friedrich Eberhard Julius Kurt Karl Gottfried Peter, Graf zur Lippe-Biesterfeld

“Sie sind nur Raubritter, Malterserritter.” – Bernhard, Prinz der Niederlande.
Bernhard, Prinz der Niederlande, Prinz zur Lippe-Biesterfeld alias ‘NSDAP und IG-Farben Prinz‘ alias ‘Prince of Darkness‘ zeigt der Welt, dass er ein Malteserritter (SMOM) Spion ist. Der Souveräne Malteserorden ist ein militärischer Geheimdienst, der vom Jesuitenorden kontrolliert wird. Prinz Bernhard der Niederlande führt Beatrix der Niederlande in den Malteserorden ein.
“SMOM, der Teufel, das Böse unter uns!” Zitat: Spencer X
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