Codex Rohonczi

Aufgeschlagener Kodex (Nachbildung)
Die Seiten 51v und 51r des Codex Rohonczi
Die Seite 15r: Die Hauptfigur reitet auf einem Esel zu einem Sonnentempel, der auch mit christlichem Kreuz und mit Halbmond geschmückt ist, sowie einem unbekannten vierten Symbol. Der Weg ist mit Kreuzen bedeckt sowie mit zwei gewellten Fäden. Vor ihm steht ein sich bewegender Baum, eventuell eine Tanne. Im Inneren des Tempels findet ein Ritual statt.
Die Seite 41r: Die Hauptfigur spricht mit einem König irgendwo in einem mehrdeutigen Tempel. Der Tempel ist mit zwei Lotosblumen gekrönt, die sich voneinander abwenden. Die linke weist 8 Stacheln auf, die rechte 9. Der König hält in seiner Hand ebenfalls eine Lotosblume, während ihn die Hauptfigur etwas fragt, oder segnet. Die Architektur ähnelt den Moldauklöstern aus der Zeit von 1500 bis 1550

Der Codex Rohonczi, benannt nach der ehemals westungarischen Stadt Rohonc (heute: RechnitzÖsterreich), ist ein aus 448 Seiten bestehendes Manuskript, das 87 Illustrationen enthält. Es wurde von Graf Gusztáv Batthyány im Rahmen der Schenkung seiner Privatbibliothek 1838 an die Ungarische Akademie der Wissenschaften vermacht. Die weitere Herkunft der Handschrift ist unbekannt, ebenso wie die Schrift und die Sprache, in der sie verfasst ist. Die Anzahl der darin verwendeten Schriftzeichen ist mit mindestens 150 etwa sechs- bis achtmal so groß wie das deutsche (bzw. lateinischeAlphabet mit seinen 26 Grundbuchstaben. Es wurden verschiedene Entzifferungsversuche unternommen.

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