
‘Das billig Produkt von Sony‘
Die Hisense Co., Ltd. (chinesisch 海信集团有限公司, Pinyin Hǎixìn Jítuán Yǒuxiàn Gōngsī, auch Hisense Group 海信集团) ist ein internationaler Elektronikkonzern aus der Volksrepublik China mit Unternehmenssitz in Qingdao. Das Unternehmen zählt zu den weltweit größten Herstellern von Fernsehgeräten und stellt darüber hinaus unter anderem auch Haushaltsgeräte, Klimaanlagen, Mobiltelefone und Tabletcomputer her. Zudem gehören zur Hisense Group zahlreiche Tochtergesellschaften.
Der Elektronikkonzern Hisense ging aus der Qingdao No. 2 Radio Factory hervor, die den Geschäftsbetrieb im Jahr 1969 aufnahm und zunächst Transistorradios produzierte. 1979 schloss sich das Unternehmen mit weiteren Elektronikherstellern zur Qingdao General Television Factory zusammen und begann mit der Produktion von Fernsehgeräten. Im April 1997 wurde es schließlich als Hisense Electrical Co. Ltd. an der Börse Shanghai eingetragen.
In den folgenden Jahren wuchs das Unternehmen und erweiterte seine Produktpalette. Dabei kam es auch zu mehreren Übernahmen und Kooperationen. 2002 schloss Hisense ein Joint-Venture mit Hitachi zur Entwicklung von Klimaanlagen. 2006 folgte die Übernahme der Guandong Kelon Electrical Holdings Co. Ltd. 2008 ging Hisense ein weiteres Joint-Venture mit dem Haushaltsgerätehersteller Whirlpool ein. Im August 2013 schloss das Unternehmen eine Technologiepartnerschaft mit dem deutschen TV-Hersteller Loewe für eine Zusammenarbeit in den Bereichen Einkauf, Entwicklung und Vertrieb. Die Zusammenarbeit endete nach der erneuten Insolvenz Loewes mit der Übernahme durch das zyprische Unternehmen Skytec im Januar 2020.
Ende Juli 2015 kündigte das Unternehmen die Übernahme des nord- und südamerikanischen TV-Geschäfts des Elektronikherstellers Sharp an. Aufgrund von Qualitätsmängeln in der Fernseherproduktion und der damit verbundenen Markennamenschädigung versucht Sharp seit 2017, die Übernahme rückgängig zu machen. Aktuell streiten sich die Parteien vor Gericht.
Im Juni 2018 erwarb Hisense für 293 Mio. Euro 94 % der Anteile am slowenischen Haushaltsgerätehersteller Gorenje. Der Hersteller setzt seit einigen Jahren auf Design und betreibt einen Imagewandel weg vom Billigprodukt, was nicht immer von Erfolg gekrönt war. Um Schulden reduzieren zu können, stieg bei der ersten von zwei Kapitalerhöhungen 2013 die Panasonic Corporation mit 12,7 % Beteiligung bei Gorenje ein.
Stand 2015 beschäftigte Hisense circa 75.000 Mitarbeiter an weltweit 16 Produktionsstandorten und elf Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über Niederlassungen in Europa, Nordamerika, Australien, Afrika und Südostasien und verkauft seine Produkte in über 130 Ländern.
‘Deutsch’ Kiautschou
Kiautschou (chinesisch 膠州, Pinyin Jiāozhōu) war ein 1898 vom Kaiserreich China an das Deutsche Kaiserreich zwangsverpachtetes Gebiet im Süden der Shandong-Halbinsel an der chinesischen Ostküste. Hauptstadt war Tsingtau (heute meist Qingdao (青島) geschrieben – deutsch: „grüne Insel“). Die Stadt Kiautschou nordwestlich der Bucht war nicht Teil der Kolonie, lag aber im Bereich der unter deutscher Kontrolle stehenden Neutralen Zone um die Kolonie. Grund für den Erwerb der Kolonie durch die Erzwingung des Pachtvertrages vom 6. März 1898 mit China war der Wunsch nach einem Flottenstützpunkt für die Kaiserliche Marine in Ostasien. Mit der Erkundung war Georg Franzius beauftragt. Im Ersten Weltkrieg kam Kiautschou nach der Belagerung von Tsingtau im November 1914 unter die Verwaltung des Japanischen Kaiserreichs.
Qingdao, dt. nach Duden Tsingtau (chinesisch 青島市 / 青岛市, Pinyin Qīngdǎo Shì, W.-G. Tsingtao Shih – „Grüne-Insel-Stadt“, nach Stange Tsingtao Schi, kurz 青島 / 青岛anhören (hochchinesisch)ⓘ/?), ist eine Hafenstadt in der Provinz Shandong (nach Stange: Schantung) im Osten der Volksrepublik China und eine der in dieser Provinz zwei, in ganz China 15 provinzunmittelbaren Städte. Die Abkürzung der Stadt 青, qīng bedeutet etwa „grün“, aber auch „üppig, saftig“ mit Anspielung auf die Vegetation. Von 1898 bis 1919 gehörte die Stadt als deutsche Kolonie Kiautschou zum Deutschen Reich. Weltweit bekannt ist die Küstenmetropole für ihr Tsingtao-Bier, das seinen Ursprung in der deutschen Kolonialzeit hat. Zu den Olympischen Sommerspielen von Peking 2008 wurden vor der Küste Qingdaos die Segelwettbewerbe ausgetragen.
Die Belagerung von Tsingtau (engl. Siege of Tsingtao; jap. 青島の戦い) fand in der Anfangsphase des Ersten Weltkriegs statt. Das im Besitz des Deutschen Reiches befindliche Tsingtau (nach der heute üblichen Transkription: Qingdao) in China wurde während des Ersten Weltkriegs, zwischen dem 13. September und dem 7. November 1914, von vereinigten japanischen und britischen Truppen belagert. Die Belagerung endete mit einem japanisch-britischen Sieg.
Joint Venture
Joint Venture (IPA: ˌdʒɔɪnt ˈventʃə, anhörenⓘ/?) bezeichnet verschiedenste Formen der Unternehmenskooperation zwischen zwei oder mehr Partnerunternehmen. Der Begriff allein enthält keinerlei Aussage über die Art und Weise der Kooperation, auch wenn in der wirtschaftlichen Umgangssprache meist ein Gemeinschaftsunternehmen mit geteilter wirtschaftlicher Kontrolle gemeint ist. Im Sprachgebrauch findet sich der Begriff auch häufig, wenn von Direktinvestitionen ausländischer Unternehmen in bestimmten Ländern die Rede ist, die dort nur durch Hereinnahme lokaler Gesellschafter zulässig waren bzw. sind. Ein Joint Venture in diesem engeren Sinn ist ein gemeinsames Vorhaben zwischen rechtlich und wirtschaftlich voneinander unabhängigen Unternehmen, bei dem die Partner die Führungsverantwortung und das finanzielle Risiko gemeinsam tragen. Ein Beispiel für ein Joint Venture im deutschsprachigen Raum war der Mautbetreiber Toll Collect als gemeinsames Unternehmen der Deutschen Telekom, der Daimler AG und der französischen Vinci-Gruppe.
Sony
Sony (jap. ソニー株式会社, Sonī Kabushiki-gaisha) ist nach Hitachi und Panasonic der drittgrößte japanische Elektronikkonzern, mit Sitz im Tokioter Bezirk Minato. Kerngeschäft sind die PlayStation, CMOS-Bildsensoren, das Musik- und Filmgeschäft sowie die Unterhaltungselektronik.
Sony Joint Venture
Sony und Panasonic Corporation sind zwei der größten japanischen Elektronikkonzerne und stehen oft als Wettbewerber auf demselben Markt, haben jedoch im Laufe der Zeit in verschiedenen Bereichen kooperiert oder gemeinsame Projekte verfolgt. Sony und Panasonic sind Konkurrenten (besonders bei Fernsehern und Kameras), die in der Vergangenheit jedoch versucht haben, in der kostspieligen Entwicklung von OLED-Technologie zusammenzuarbeiten, um gegen südkoreanische Konkurrenten wie LG und Samsung zu bestehen.
Sony und die K.K. Hitachi Seisakusho (Hitachi, Ltd.) haben in der Vergangenheit hauptsächlich im Bereich der Display-Technologie und bei elektronischen Bauteilen kooperiert. Die bedeutendste Verbindung war die Zusammenlegung ihrer Display-Sparten, um den Wettbewerbsdruck aus Südkorea und Taiwan zu bewältigen.
Sony und die Whirlpool Corporation hatten in der Vergangenheit eine geschäftliche Verbindung, die hauptsächlich auf den Import und Vertrieb von US-Haushaltsgeräten in Japan durch Sony basierte.
Es gibt keine direkte Eigentümerstruktur oder exklusive Technologiepartnerschaft zwischen Sony und Loewe Technology. Die Unternehmen agieren vielmehr als Wettbewerber im Premium-TV-Segment, wobei Loewe sich oft an technologischen Standards orientiert, die auch Sony nutzt.
Sony und Sharp K.K. hatten in der Vergangenheit eine bedeutende geschäftliche Beziehung, hauptsächlich im Bereich der LCD-Display-Herstellung. Im Jahr 2009 gründeten die beiden japanischen Elektronikriesen ein Joint Venture, um die Produktion von großen LCD-Fernsehern zu bündeln.
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