AwtoWAS-2121 Niwa

1977 bis 2020:

Lada Niva (Deutschland)

Lada Taiga (Deutschland, Österreich)

Lada Niva St Tropez (Frankreich)

Lada Sport (Island

Lada Bushman (Australien)

2021:

Lada Niwa Legend

Ein Renault 5 und Fiat 126 auf einem Land Rover-Chassis, das ‘Krokodil‘, AwtoWAS-2121 Niwa. Es gibt Gerüchte und Meinungen, dass der Designer des “Krokodil” (der auf dem Lada Niwa basiert) von den Formen des Renault 5 und des Fiat 126 inspiriert war – vor allem bei der Frontpartie und den runden Scheinwerfern.

Ein Auto, das man noch selbst mit einem Hammer, Meißel und einem Schraubenzieher reparieren kann.” Zitat: Spencer X

AwtoWAS

AwtoWAS (russisch АвтоВАЗ, englische Transkription AvtoVAZ; anfänglich voll ausgeschrieben russisch Волжский автомобильный завод, Wolschskij awtomobilnyj sawod, „Wolga-Automobilwerk“) ist der größte Hersteller von Personenkraftwagen in Russland.

Die Fahrzeuge von AwtoWAS werden unter dem Markennamen Lada (russisch Лада, Lada) verkauft. Anfangs war dieser Name lediglich für den Export ins Ausland gebräuchlich. Im RGW-Gebiet wurde für die Limousinen und Kombis der Name Schiguli (russisch Жигули, in der DDR Shiguli, benannt nach dem „Schiguligebirge“ an der Wolga) verwendet, ab 1976 hießen die Fahrzeuge zumindest in der DDR dann auch „Lada“, der Geländewagen erhielt den Markennamen Niwa.

Das Hauptwerk befindet sich in Toljatti in der Oblast Samara am Mittellauf der Wolga. Ladas werden unter Lizenz in der Ukraine, in KasachstanÄgyptenEcuador und in Uruguay gefertigt.

Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine wurde im Mai 2022 der russische Staat der größte Anteilseigner, nachdem das NAMI den Anteil von Renault-Nissan-Mitsubishi übernommen hatte. Weitere Großaktionäre sind die russische Staatsfirma Rostec und die Firmengruppe Troika Dialog. Die Mitarbeiter halten weitere Aktien; acht Prozent der Anteile sind breit gestreut.

Schiguli (Automobil)

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Frühe Modelle (von links nach rechts): VAZ-2101 (1970), VAZ-2102 (1971) und VAZ-2103 (1972)

Schiguli (russisch Жигули [ʐigʊli], Transkription in der DDR Shiguli) ist der anfänglich verwendete Name einer Fahrzeugreihe des Automobilherstellers AwtoWAS. Sie ist benannt nach den gleichnamigen Bergen auf dem rechten Wolgaufer, gegenüber der Stadt Toljatti. Die eigentliche Mehrzahlform Schiguli wurde jedoch auch als Bezeichnung eines einzelnen Fahrzeugs dieser Fahrzeugreihe gebraucht. Konzipiert war der Schiguli als Mittelklassewagen, der das Dreieinhalbfache des Jahreseinkommens eines durchschnittlichen sowjetischen Arbeiters kosten sollte. Technisch sind die Schiguli vom Motor abgesehen Lizenznachbauten des Fiat 124. Zwischen 1970 und 2014 wurden sieben Typen des Schigulis gebaut. Es entstanden ca. 17,3 Millionen Exemplare. 1976 waren die Schiguli mit jährlich 682 000 Einheiten weltweit die Automodellreihe mit dem größten Produktionsausstoß noch vor dem VW Golf und dem Oldsmobile Cutlass.

WAS-2101
WAS-2102, Heckansicht

Anstatt der Bezeichnung Schiguli wurde in einigen Exportländern der Name Lada verwendet, ab 1976 auch in der DDR. Später wurde die Bezeichnung als Lada generell und auch im Inland übernommen. 1975 machte die Schiguli-Produktion ca. 50 % der Automobilproduktion in der UdSSR aus. Neben AwtoWAS bauten auch Auftragshersteller den Schiguli, darunter Ischmasch und LuAS.

Fiat 124

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Fiat 124 Limousine (1966–1970)

Der Fiat 124 ist ein Modell der unteren Mittelklasse der italienischen Automarke Fiat, das in verschiedenen Varianten (Fahrzeugkategorien) zwischen Frühjahr 1966 und Sommer 1985 gebaut wurde. Als Limousine wurde er von Fachjournalisten der europäischen Motorpresse zum Auto des Jahres 1967 gewählt. Fiat vergab Lizenzen zum Bau des 124 in mehrere Länder. Zusammen mit den Lizenznachbauten, darunter rund 17,3 Millionen Exemplare des bis 2014 gebauten Schiguli (Lada), ist der Fiat 124 mit einer Stückzahl von knapp 23 Millionen eine der meistproduzierten Automobilkonstruktionen.

Zwischen 2016 und 2020 bot Fiat einen Roadster auf der Basis des Mazda MX-5 von 2016 unter der Modellbezeichnung Fiat 124 Spider an.

WAS-2101

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WAS-2101 aus den frühen 1970er-Jahren

Der BA3-2101, deutsche Transkription WAS-2101, international gebräuchliche Transkription VAZ-2101, ist eine Limousine aus der von AwtoWAS hergestellten Schiguli-Reihe (russisch: Жигули). Das Fahrzeug ist ein Lizenznachbau des Fiat 124, mit einigen wesentlichen technischen Änderungen. Die Produktion wurde am 19. April 1970 aufgenommen und 1988 eingestellt. Es entstanden rund 4,7 Millionen Exemplare. Für den Export wurde teilweise der Markenname Lada verwendet, ab 1976 auch in der DDR. In der Sowjetunion hingegen blieb es bei der Bezeichnung als Schiguli mit Schriftzug in kyrillischen Buchstaben am Heck. Im russischen Volksmund wurden zumindest die Limousinen der Modellreihe WAS-2101 Kopeika (zu Deutsch Pfennig/Groschen) genannt. Der Export wurde 1984 eingestellt. Bereits ab 1980 löste der WAS-2105 nach und nach den WAS-2101 ab. Auf Basis des WAS-2101 entstand auch eine Kombiversion, die eine eigene Typenbezeichnung hat: WAS-2102.

WAS-2102

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WAS-2102

Der WAS-2102 ist ein zwischen 1971 und 1985 produzierter Kombiwagen der von AwtoWAS hergestellten Schiguli-Reihe, er basiert technisch auf dem Fiat 124 Familiare, wurde aber umfassend modifiziert, um den sowjetischen Straßenbedingungen zu entsprechen. Im Export wurde er meist als Lada bezeichnet.

WAS-2103

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WAS-2103 in Sankt Petersburg (2019)

Heckansicht

Der WAS-2103 „Schiguli“ (russisch ВАЗ-2103 Жигули, englische Transkription VAZ-2103) ist eine Limousine von AwtoWAS, die von 1973 bis 1984 in 1.304.866 Exemplaren produziert wurde. Im Export hieß das Modell Lada 1500. Er ist das dritte Modell der Schiguli-Modellreihe nach dem WAS-2101 und WAS-2102 und wurde im Januar 1973 als erster AwtoWAS-Wagen auf dem Auto-Salon von New York vorgestellt.

Prototype VAZ-Porsche WAS-E2103

1976 entstand eine bemerkenswerte Zusammenarbeit zwischen Porsche und der sowjetischen Automobilindustrie, aus der der Prototyp VAZ-Porsche 2103 hervorging. Ziel dieses Projekts war es, das bestehende Lada-Modell mit Porsches Designkompetenz zu verbessern.

Der Prototyp zeichnete sich durch ein optimiertes Fahrwerk, einen verfeinerten Innenraum und eine markante äußere Veränderung aus – die Zierelemente aus Metall wurden durch Kunststoffkomponenten ersetzt. Obwohl der VAZ-Porsche 2103 ungewöhnlich aussieht, bietet er einen Einblick in die Designtrends seiner Zeit.

Trotz seiner interessanten Entstehungsgeschichte und seiner einzigartigen Merkmale ging dieser Prototyp nie in Serie und bleibt ein Zeugnis für die dynamischen Kooperationen, die die Automobilgeschichte prägen.

WAS-2104

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ВАЗ-2104

Der ВАЗ-2104, deutsche Transkription WAS-2104, international gebräuchliche Transkription VAZ-2104, ist ein von AwtoWAS in Toljatti hergestellter Kombinationskraftwagen aus der Schiguli-Reihe. Seine Technik teilt er sich mit dem WAS-2105. In Westeuropa wurde der Wagen unter dem Handelsnamen Lada verkauft. Der WAS-2104 galt zur Zeit des eisernen Vorhanges als beliebtestes Modell der Schiguli-Reihe und „besser“ als ein Trabant 601 Universal oder Wartburg 353 Tourist. In RGW-Staaten war die Verfügbarkeit des WAS-2104 äußerst gering, da die meisten Exemplare primär für den Export nach Westeuropa gebaut wurden und nur eine geringe Stückzahl entstand; zwischen 1984 und 2012 liefen rund 1,1 Millionen Exemplare von den Bändern, was nur rund 6,4 % der gesamten Schiguli-Produktion entspricht.

WAS-2105

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ВАЗ-2105

Der ВАЗ-2105, deutsche Transkription WAS-2105, international gebräuchliche Transkription VAZ-2105, ist eine von AwtoWAS in Toljatti gebaute Limousine aus der Schiguli-Reihe. Er ist eine Weiterentwicklung des WAS-21011 und geht wie jener auf den Fiat 124 zurück. Zwischen 1980 und 2012 entstanden rund 2.087.000 Exemplare. Auf Basis des WAS-2105 entstanden später die Kombi-Variante WAS-2104 sowie die besser ausgestattete Limousine WAS-2107. Im Export (auch in der DDR) wurde der Wagen unter dem Markennamen Lada mit regional unterschiedlichen Zusätzen vermarktet.

WAS-2106

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WAS-2106

Der WAS-2106 „Schiguli“ (russisch ВАЗ-2106 Жигули, englische Transkription VAZ-2106) ist eine Limousine, die AwtoWAS zwischen 1976 und 2006 in Toljatti herstellte. Es entstanden etwa 4,3 Millionen Einheiten. Die Exportbezeichnung war meistens Lada 1600.

WAS-2107

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ВАЗ-2107

Der ВАЗ-2107, deutsche Transkription WAS-2107, internationale Transkription VAZ-2107, ist eine Limousine der Schiguli-Reihe des Herstellers AwtoWAS aus Toljatti.

Verfügbarkeit von Pkw in der DDR

Verfügbarkeit von Pkw in der DDR. In der DDR wurden Neuwagen in der Regel mit ungewöhnlich langen Wartezeiten verkauft, und die Preise für Gebrauchtwagen waren in Relation zu den Neupreisen überproportional hoch. Außerdem war die Auswahl an Fahrzeugmodellen sehr gering. Dieser Zustand war das Resultat einer steigenden kaufkräftigen Nachfrage, die die wirtschaftlichen Gegebenheiten der Produktion und des Imports von Pkw bei weitem überstieg. Das Missverhältnis wurde jedoch weder durch einen Marktmechanismus noch durch staatliche Anpassungen ausgeglichen. In der Folge konnten neue Pkw nicht mehr ohne Weiteres gekauft werden, sondern nur noch über Vorbestellung mit teilweise mehr als 10-jähriger Wartezeit. Möglichkeiten, die Wartezeit abzukürzen, standen nur eingeschränkten Personenkreisen offen, die entweder Zugang zu DM-Quellen hatten oder politisch privilegiert waren.

Weil der Kaufkraftüberhang gemäß den politischen Vorgaben nicht durch eine Erhöhung der Verbraucherpreise abgeschöpft werden durfte, entgingen den produzierenden Betrieben notwendige Einnahmen, um die Produktion auszubauen. Hinzu kam, dass der Pkw-Produktion in den Wirtschaftsplänen der DDR eine untergeordnete Rolle zugewiesen wurde und zahlreiche vom Politbüro angestoßene und dann wieder gestoppte Projekte kostspielig zu Buche schlugen. Diese Umstände waren teilweise DDR-spezifisch und traten in dem Ausmaß nicht überall im Realsozialismus auf. In der Folge waren in den 1980er Jahren sogar die Pkw anderer sozialistischer Staaten wie der Tschechoslowakei, der Sowjetunion und Polen leichter verfügbar und auch moderner als in der DDR.

Zwar erhöhte sich der Jahresausstoß produzierter Pkw kontinuierlich, und auch die Zahl der Pkw pro Einwohner stieg stetig an. Doch die immer weiter steigenden Wartezeiten konnten auf diese Weise nicht aufgefangen werden. Ende der 1980er Jahre musste selbst für den Kleinwagen Trabant mit einer Wartezeit von 15 Jahren gerechnet werden.

WAS-2122 Reka

WAS-2121 Reka, Serie 600

Die Entwicklung begann bereits 1974, fast zeitgleich mit dem Abschluss der Arbeiten am WAS-2121. Der ВАЗ-2122 «Река», deutsche Transkription WAS-2122 „Reka“, auch als River, von russisch Река, zu Deutsch Fluss, bezeichnet, ist ein Amphibienfahrzeug des Automobilherstellers AwtoWAS, das in den 1970er-Jahren auf Basis des Niwas entwickelt wurde. Gedacht war der Wagen als Armeefahrzeug und obwohl er bis zur Serienreife entwickelt wurde, fand keine Serienproduktion statt. Das Projekt WAS-2122 wurde 1987 eingestellt.

Unter dem Projektnamen Reka sollte ein schwimmfähiges Militärfahrzeug entwickelt werden. Erste Prototypen waren 1976 fahrbereit und wurden ausgiebig getestet. Es stellte sich heraus, dass die Fahrzeugmasse zu groß war, sodass ab 1978 der Wagen kompakter und leichter konstruiert wurde. Als Motor sollte ein 1,3-Liter-Motor eingesetzt werden. Die erste seriennahe Version war 1983 fertiggestellt und wird als Serie 400 bezeichnet, die Bezeichnung hätte nach altem Schema eigentlich WAS-4E2122 lauten müssen. Es folgte 1985 die Serie 500, von der zehn Exemplare gebaut wurden. Einige Fahrzeuge davon wurde für Tests an die Sowjetarmee übergeben. 1987 folgten drei Fahrzeuge der Serie 600, die für eine Serienproduktion geeignet gewesen wäre. Das Projekt WAS-2122 wurde jedoch wegen fehlender finanzieller Mittel eingestellt. Insgesamt entstanden 22 Prototypen.

VAZ-2122 Reka
VAZ-2122 Reka
VAZ-2122 Reka

WAS-E2121 ‘Крокодил

WAZ -E1101 ‘Чебурашка

Първият руски прототип с предно предаване: Lada 1101 - НЕ Е ГОТОВО
Първият руски прототип с предно предаване: Lada 1101 - НЕ Е ГОТОВО

Der erste russische Prototyp mit Frontantrieb: Lada 1101. Er ging nie in Serie, legte aber den Grundstein für den Samara.

Първият руски прототип с предно предаване: Lada 1101 - НЕ Е ГОТОВО
Първият руски прототип с предно предаване: Lada 1101 - НЕ Е ГОТОВО

Diente der Fiat 126Maluch‘ als Vorbild für die Form des Lada Niwa? Der Niva (VAZ-2121) wurde von AvtoVAZ von Grund auf als einzigartiger, robuster Geländewagen konzipiert. Obwohl frühere Ladas auf der Plattform des Fiat 124 basierten, stellte der Niva eine Abkehr dar und zielte auf ländliche Nutzbarkeit mit einem unverwechselbaren, funktionalen Aussehen ab.

Prototyp Lada ‘Krokodil’ alias Niwa

Der erste fahrfähige Prototyp des Lada Niva aus dem Jahr 1971 wurde vom Entwickler offiziell „Krokodil“ (russisch: Крокодил) genannt. Offiziell trug er das Kürzel WAS-E2121. Das „E“ stand für experimental. Der Spitzname „Krokodil“ entstand aufgrund der markanten, flachen und kantigen Frontpartie sowie der giftgrünen Lackierung der Testfahrzeuge. Dieses frühe Modell war ein extrem spartanisches, offenes Geländefahrzeug mit Planenverdeck, das eher an einen Jeep oder den militärischen UAZ erinnerte. Die sowjetische Führung lehnte diesen Entwurf jedoch ab, da er „zu utilitaristisch“ (zu sehr nach Militärfahrzeug) aussah. Man forderte ein „zivileres“ Auto, das auch für normale Bürger attraktiv war. Erst daraufhin entwarf das Team um den Designer Valery Pavlovitch die heute weltbekannte geschlossene Karosserie mit festem Dach und Stilelementen eines modernen Hatchbacks. Heute wird der Name „Krokodil“ von Lada-Liebhabern oft auch für die fünftürige Langversion (WAS-2131) verwendet, da diese aufgrund ihres langen Radstands und der oft grünen Farbe ebenfalls an das Reptil erinnert. Ursprünglich stammt der Name jedoch direkt von den ersten Prototypen der frühen 70er Jahre. 

WAS-2121 Niwa – ‘Lada Taiga‘ alias Lada Niwa Legend

Der WAS-2121 „Niwa“ russisch ВАЗ-2121 «Нива», bekannt unter den Handelsnamen Lada Niva 1600 bzw. Lada Niva 4X4, ist ein vom russischen Automobilhersteller AwtoWAS in Toljatti produzierter Geländewagen. Der Name Niwa bezieht sich auf den ursprünglich geplanten Einsatz im ländlichen Raum und bedeutet in etwa „Acker“ oder „Feld“. Modellbezeichnungen für andere Märkte sind unter anderem Lada Taiga (Deutschland, Österreich), Lada Sport (Island) und Lada Bushman (Australien). Der Wagen ist der Begründer der Klasse der kompakten und preiswerten Geländewagen mit selbsttragender Karosserie. Dieses Konzept wurde von vielen westlichen Herstellern adaptiert. Kontinuierlich weiterentwickelt, wird der WAS-2121 seit fünf Jahrzehnten hergestellt und gilt als einfache, aber äußerst robuste Konstruktion. Bis 2002 entstanden 1.492.554 Exemplare. Der Wagen ist weiterhin in Produktion. Seit 2013 trägt der Wagen offiziell die Bezeichnung Lada Taiga. Weil er die Anforderungen des Euro-NCAP nicht mehr erfüllt, wurde er umbenannt. Nachdem der Chevrolet Niva im Jahr 2020 in Lada Niva und dann in Lada Niva Travel umbenannt wurde, wurde der Lada 4×4 im Januar 2021 in Lada Niva Legend umbenannt.

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Niva 1600.

Lada Niva St Tropez

Die Welt der limitierten Editionen ist aus vielen Gründen faszinierend. Neben der Suche nach extrem seltenen Versionen mit auffälligen Verzierungen sehen manche Hersteller darin eine Möglichkeit, neue Produkte am Publikum zu testen. Dies trifft auch auf den Lada Niva St. Tropez zu, obwohl seine Geschichte komplexer ist. In Frankreich werden Ladas von der Firma Poch SA importiert und vermarktet. Poch SA ist ein Unternehmen, das die russische Marke wiederbelebt, indem es an Wettbewerben wie der Rallye Dakar teilnimmt oder die Lada-Modellreihe durch limitierte Serien oder Sonderausstattungen am Leben erhält, um diese Autos, die wie aus einer anderen Ära wirken, attraktiver zu machen. Vor diesem Hintergrund veranstaltete Poch SA einen Wettbewerb rund um den Lada Niva mit dem Ziel, das Flaggschiff der Marke, den Geländewagen Lada Niva, neu zu gestalten. Den Sieg errang Patrick Giraud mit seinem beeindruckenden Entwurf für eine optische Umgestaltung des Niva durch großflächige Kunststoffelemente. Diese Elemente aus ABS-Kunststoff umfassen einen neuen, schräg gestellten Kühlergrill, Radlaufverbreiterungen, Seitenleisten und spezielle Stoßfänger. Die Schutzelemente umschließen das Fahrzeug vollständig.

Niva St -Tropez, le prototype.
Niva St -Tropez, le prototype.

Um dem Niva sein unverwechselbares Aussehen zu verleihen, war das Modell St. Tropez (so der Name) mit Radkappen ausgestattet und konnte auf Kundenwunsch gegen einen geringen Aufpreis mit einem Heckspoiler versehen werden. Hinsichtlich der Farbpalette waren verschiedene Kombinationen möglich; neben komplett Weiß (und zweifellos die dezenteste Variante) konnte der Niva in jeder beliebigen Farbe der Palette lackiert werden, wobei die Kunststoffelemente anthrazitgrau getönt waren.

Im Innenraum gab es nichts Besonderes: Der Niva St. Tropez hatte schwarz-rote Sitzbezüge und einen Teppichboden. Letztendlich kostete diese Sonderedition des Niva 1987 stolze 66.000 Franken – ein sehr hoher Preis, wenn man bedenkt, dass der Basis-Lada für 56.430 Franken verkauft wurde. Aufgrund seines fragwürdigen Aussehens und des hohen Preises war diese Version erwartungsgemäß extrem schwer zu verkaufen und geriet schnell in Vergessenheit.

PSA Bronto

Bronto Landole

PSA Bronto (russisch: ПСА Бронто) war ein russisches Unternehmen, das sich auf die Produktion von Spezialfahrzeugen und Geländewagen spezialisiert hatte. Es wurde 1993 gegründet und 2015 geschlossen. Während seiner Betriebszeit war es eng mit AvtoVAZ verbunden. Die Marke Bronto wird weiterhin verwendet.

Lada Niva Bronto Camper

Lada Niva ZUBR Monster

 Lada Niva Monster Tuned By Zubr Will Cost You More Than A Ford Bronco

Obwohl der Lada Niva bereits 1977 auf den Markt kam, ist er bei Puristen, die einen erschwinglichen Geländewagen suchen, nach wie vor beliebt. Doch was tun, wenn man das absolute Nonplusultra will? Abgesehen vom serienmäßigen Bronto-Topmodell, das in Russland bis zu 994.900 ₽ (12.768 $) kostet, gibt es einen noch extremeren Niva des deutschen Tuners Zubr, der aktuell auf eBay für 44.000 € (49.018 $) angeboten wird.

So viel Geld für einen Lada Niva auszugeben, erscheint absurd, schließlich könnte man für denselben Betrag einen brandneuen Ford Bronco oder Jeep Wrangler kaufen. Man sollte jedoch beachten, dass es sich hier nicht um einen gewöhnlichen Niva handelt, denn er wurde optisch und technisch umfassend modifiziert, was Zubr dazu veranlasste, ihm den Namen „Monster“ zu geben.

Schon ein einfacher Vergleich mit dem Serien-Niva zeigt deutlich, dass der Monster für ernsthaftes Offroad-Fahren konzipiert ist. Die 16-Zoll-Leichtmetallfelgen sind mit robusten Hankook Dynapro M/T-Reifen bestückt, für die eine spezielle Halterung für das vollwertige Reserverad benötigt wird. Um die breitere Spur auszugleichen, hat Zubr Kotflügel mit zusätzlichen Verbreiterungen angeschraubt, die zu den Offroad-Stoßfängern vorne und hinten passen. Die Speziallackierung von Raptor ist kratz- und korrosionsbeständig. Hinzu kommen ein spezieller Kühlergrill, der die runden LED-Scheinwerfer aggressiver wirken lässt, zusätzliche Lufteinlässe an Motorhaube und C-Säulen, eine Seilwinde, ein Schnorchel, eine Doppelrohr-Auspuffanlage und Trittbretter. Letztere sind notwendig, da der Monster so viel höher liegt, dass der Einstieg etwas mühsam ist.

Apropos Bodenfreiheit: Der Monster ist 150 mm höher als der normale Niva mit 235 mm Bodenfreiheit. Das Fahrzeug verfügt zudem über umfangreiche Fahrwerksmodifikationen, darunter ein speziell für extreme Offroad-Einsätze entwickeltes Fahrwerk sowie einen zusätzlichen Unterbodenschutz für die mechanischen Komponenten. Überraschenderweise behielt der Tuner den altbekannten 1,7-Liter-Benzinmotor bei, der lediglich 82 PS (61 kW) und 129 Nm Drehmoment leistet. Die Kraft wird über das serienmäßige Fünfgang-Schaltgetriebe und den permanenten Allradantrieb an alle vier Räder übertragen.

Der Innenraum des Monster ist mit Ledersitzen ausgestattet, die dank der stark getönten Scheiben von außen kaum sichtbar sind. Dieses Modell basiert auf dem kürzlich überarbeiteten Niva und verfügt daher über Klimaanlage, Sitzheizung, elektrische Außenspiegel, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, USB-Audiosystem, 12-Volt-Steckdosen und Getränkehalter. Auch wenn dies nicht gerade Luxus oder Hightech-Ausstattung ist, dürfte es für die meisten Interessenten an einem solchen Fahrzeug völlig ausreichend sein.

Ein von Zubr getunter Lada Niva Monster kostet mehr als ein Ford Bronco.

WAS-2129 – längere Version

WAS-2131 ‘Крокодил‘ – Lada Niva 5 Türer ‘Krokodil

5-deurs (2131)

WAS-2329 (Pickup)

WAS-2123 Niwa

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Lada Niva (1998–2002)

Chevrolet Niva (2002–2009)
Chevrolet Niva (2009–2020)
Lada Niva (2020–2025)
Chevrolet Niva Concept

Der ВАЗ-2123, deutsche Transkription: WAS-2123, ist ein Sport Utility Vehicle, das zwischen 1998 und 2002 in Kleinserie von AwtoWAS, zwischen 2002 und 2020 von GM-AwtoWAS und seit 2020 wieder von AwtoWAS im russischen Toljatti gefertigt wird.

Neuer Lada Niva auf Dacia-Basis

Für viele Freunde des seit 1976 gebauten WAS-2121 „Niwa“, besser bekannt als Lada Niva, geht ein Wunschtraum in Erfüllung. Es wird jetzt endlich einen Nachfolger geben mit modernem Unterbau aber im bekannten Look.

Die neue Konzernstrategie “Renaulution” bringt auch bei der russischen Lada neuen Schwung in die Bude. Insgesamt plant das neu geschaffene Business Unit Dacia-Lada die Einführung von sieben neuen Modellen bis 2025, davon zwei im C-Segment.

Der russische Hersteller AvtoVAZ gilt innerhalb des Renaultkonzerns zum Bereich mit dem höchsten Lokalisierungsgrad. Lada ist auf dem russischen Markt mit den Modellen Granta (Platz 1) und Vesta (Platz 2) über 20 Prozent Marktanteil der Leader.

Der nächste Niva wird als gemeinsam mit Dacia die neue CMF-B Plattform und Technologien des Renault-Konzerns nutzen. Es gibt allerdings noch kaum konkretet Angaben. Einzig eine Skizze mit der Aufschrift Lada Vision wurde gezeigt. Aber die sieht schon mal sehr cool aus. Ob man allerdings in Europa und insbesondere in der Schweiz den Niva sehen wird, ist unklar, denn hierzulande dürfte die Marketing-Stossrichtung mehr zur bekannten und beliebten Marke Dacia laufen.

Der Lada Niva wird in der Europäischen Union nicht mehr hergestellt

Der Lada Niva hat sich mit seiner Robustheit und Zuverlässigkeit einen legendären Ruf erworben – und das fast unverändert seit seiner Markteinführung 1977. Konzipiert für die Bedürfnisse russischer Bauern in der Steppe, macht ihn seine Widerstandsfähigkeit zu einem verlässlichen Auto. Sie befinden sich in Sibirien bei über 40 Grad unter Null und der Anlasser springt nicht an? Kein Problem! Die meisten Niva-Modelle verfügen über eine Kurbelwelle, die mit der Kurbelwelle verbunden ist.

Und so viele weitere Elemente. Ganz zu schweigen von der neuen Federung mit Blattfedern und Starrachse hinten. Neuerungen, die dem Lada Niva in den Siebzigern Sicherheit verliehen. Und das alles zu einem recht erschwinglichen Preis, was ihm den Spitznamen „Range Rover für jedermann“ einbrachte.

Ein Hindernis konnte Lada Niva jedoch nicht überwinden: die EVAP/ISC-Verordnung. Diese neue europäische Gesetzgebung, die seit dem 1. September in Kraft ist, führt zu strengeren Emissionsgrenzwerten und fordert Parameter, die AvtoVAZ für das Modell derzeit als nicht realisierbar ansieht. Daher wurde die Produktion des feuerfesten Lada Niva in der Europäischen Union eingestellt.

SO SCHEINTE ES: DER LADA NIVA UND DIE EURO 6-D TEMPERATURREGELUNG

Obwohl viele den Lada Niva für ein Relikt der Vergangenheit halten, war es in Wahrheit immer problemlos möglich, einen neuen zu erwerben. Schließlich wurde das Modell von Lada Spain Russian Automobiles SAU importiert, einem Unternehmen mit einem flächendeckenden Netz an Vertragshändlern und Werkstätten. Dennoch führte das Inkrafttreten strengerer Umweltauflagen zu einem mehrmonatigen Verkaufsstopp in Europa.

Da die neue Gesetzgebung bei ihrer sofortigen Ankündigung einige Verwirrung stiftete, erließ die Europäische Union selbst die Übergangsverordnung Euro 6d Temp, um den Herstellern etwas mehr Zeit zu geben. Dank dieser Maßnahme konnte AvtoVAZ den Lada Niva im Juni nach erfolgreicher Homologation in Deutschland wieder auf den Markt bringen. Dort bestand sein 1-Liter-Vierzylinder-Saugbenzinmotor mit 7 PS die Tests mit einem CO₂-Ausstoß von 83 Gramm.

Darüber hinaus gab es noch einen weiteren Grund für Optimismus hinsichtlich der Zukunft des Lada Niva. Nach dem Erwerb von über 70 % der AvtoVAZ-Anteile durch Renault im Jahr 2016 war das russische Unternehmen endlich abgesichert. Es gab keine Zweifel an der Kontinuität der Produktion, die durch den Aufschwung des Segments der erschwinglichen Allradfahrzeuge sogar neuen Schwung erhielt. In diesem Segment ist der Niva seit Jahrzehnten besonders erfolgreich.

EVAP / ISC-REGELUNG

Als dank Euro 6-d Temp und der damit verbundenen Übergangsfrist für die Motoren alles reibungslos zu laufen schien, trat EVAP/ISC in Kraft. Die strengeren Vorgaben hinsichtlich der Verdunstungsemissionen besiegelten das Schicksal des Niva in der Europäischen Union. Das Inkrafttreten der Regelung am 1. September (rund drei Monate nach ihrer Ankündigung) machte jegliche Homologationsmaßnahmen für den Renault-Konzern unmöglich.

Bedeutet das nun das Ende des Lada Niva in der Europäischen Union? Nun, die Wahrheit ist, dass derzeit nichts sicher ist, auch wenn die Zukunft nicht gerade rosig aussieht. Erstens präsentierte Lada selbst auf der 4. Moskauer Automobilmesse einen Prototyp des 2018 × 4, der den Niva ersetzen soll. Und zweitens … Die Verkaufszahlen des Niva in Europa rechtfertigen derzeit keine Investitionen, um das Fahrzeug an die neue Gesetzgebung anzupassen.

Um Ihnen eine Vorstellung zu geben: Im Juli letzten Jahres (dem vorletzten Monat der Markteinführung) wurden in Spanien lediglich drei Lada Niva zugelassen. Man sollte jedoch bedenken, dass dieses Auto nahezu unzerstörbar ist, und so ist auch seine Zukunft. Er wird weiterhin in Russland, dem Nahen Osten, Asien usw. vermarktet – also in Regionen, in denen ein Geländewagen mit einfacher Technik, unübertroffener Robustheit und absoluter Zuverlässigkeit nach wie vor unverzichtbar ist.

Kult-Russe unter Strom

Lada hat einen elektrifizierten Niva Travel als Prototyp präsentiert. Der e-Niva kommt mit Allradantrieb, aber vermutlich ohne Zukunft.

Lada e-Niva Travel
Lada e-Niva Travel
Lada e-Niva Travel
Lada e-Niva Travel

Lada e-Niva. 2024.

Als der russische Autobauer Avtovaz noch Partner von Renault war, hatte er große Pläne. Der Angriffskrieg gegen die Ukraine zwang die Franzosen zum Rückzug aus dem Russland-Geschäft und die Lada-Mutter Avtovaz verlor den Zugriff auf moderne Technologie.

Lada Niva Produktion

NACH RENAULT-AUS BEI AVTOVAZ.

Leicht modernisierte Optik

Umso überraschender ist, dass Lada jetzt auf dem Internationalen Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg den Prototyp eines rein elektrisch angetriebenen Lada Niva Travel vorgestellt hat. Der präsentiert sich in einem knalligen Farbmix aus grellem Orange und Schwarz, aufgelockert durch ein wildes Linien-Dekor. Dazu gesellen sich ein neu gezeichneter Kühlergrill, modifizierte Nebelleuchten sowie in Wagenfarbe lackierte Stoßfänger.

Lada Niva Legend und Travel Modelljahr 2024

LADA NIVA LEGEND UND TRAVEL MODELLPFLEGE.

Ein E-Motor, aber Allradantrieb

Die eigentliche Sensation sitzt aber unter dem Blechkleid, respektive unter der vorderen Haube. Wo sonst ein archaischer Benziner für Vortrieb sorgt, sitzen beim Prototypen ein Elektromotor sowie die weiteren Baugruppen des Elektroantriebs. Im Cockpit weist ein Drehregler für die Fahrtrichtungseinstellung, der den herkömmlichen Schalthebel ersetzt, auf den E-Antrieb hin. Der 120 kW starke Elektromotor (Dauerleistung 60 kW) dockt direkt an das bekannte Verteilergetriebe mit Allradantrieb an. Die nicht näher spezifizierte Batterie mit einer Kapazität von 34 kWh sitzt im Heck unter dem erhöhten Kofferraumboden. Die maximale Reichweite wird mit 175 Kilometer angegeben. Die Ladezeit soll bei rund 12 Stunden an einer Haushaltssteckdose liegen. Ladezeiten für Schnelllader wurden nicht genannt. Hier dürfte das Problem darin bestehen, eine Ladesäule zu finden. In Russland gibt es nämlich bislang keine entsprechende Ladeinfrastruktur.

08/2022, Lada E-Largus Prototyp

ELEKTRISCHER PROTOTYP AUF DACIA-BASIS

Damit wären wir auch schon bei den Zukunftsaussichten des Lada e-Niva Travel. Ohne eine Lade- und eine entsprechende Produktionsinfrastruktur hat er nämlich quasi keine. Entsprechend dürfte der e-Niva Travel eher als Technologie-Demonstrator zu verstehen sein. Klare Ansage: Auch Russland kann E-Autos bauen, auch ohne die Hilfe von Renault.

Einen ersten Aufschlag zu diesem Thema hatten die Russen bereits im Herbst 2022 mit dem Lada e-Largus auf Basis des alten Dacia MCV geliefert. Aber auch dieser hat es noch nicht in die Serienproduktion geschafft.

AvtoVAZ Lada Iskra

Der Lada, der in der EU zugelassen ist!?

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Lada Iskra (seit 2025)

Der Lada Iskra ist ein Pkw des B-Segments des russischen Automobilherstellers AwtoWAS. Die Serienproduktion begann im April 2025 im AwtoWas-Werk in Toljatti. Im August 2025 wurde die Produktion wegen fehlender Teile erneut angekündigt für 2026. Im Juli 2025 war nur ein Auto einem Privatkäufer übergeben worden. Außerdem wird der Iskra seit September 2025 noch in Sankt Petersburg mit Teilen aus Toljatti in Sankt Petersburg zusammen gebaut.

Technisch basiert der Wagen auf der dritten Generation des Dacia Logan. Er nutzt die CMF-B-Plattform von Renault und Nissan. Erstmals vorgestellt wurde der Iskra im Juni 2024. Er kam als Limousine und Kombi SW schließlich im Juli 2025 in Russland in den Handel. Den Kombi gibt es auch in der Version Cross mit Offroad-Applikationen.

Lada Iskra

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