Johann Puch
Johann Puch, slowenisch Janez Puh, (* 27. Juni 1862 in Sakuschak bei Jurschinzen, Untersteiermark, Kaisertum Österreich; † 19. Juli 1914 in Zagreb, Österreich-Ungarn) war ein Kunstschlosser, Industrieller und Begründer der Styria-Fahrradwerke und der Puch-Werke.
Puch-Werke

Werbeanzeige aus dem Jahr 1889

Die Puch-Werke, gegründet 1899 von Johann Puch, waren ein österreichisches Unternehmen, das Fahrräder, Motorfahrräder, Verbrennungsmotoren, Motorräder und Automobile produzierte.
Styria-Fahrradwerk

Styria-

Die Fahrradproduktion war über weiter Zeiträume der Firmengeschichte ein Kernbereich des Unternehmens.
Johann Puch profilierte sich während seines Militärdienstes in Graz (Artillerie-Ergänzungsdepot) als Fahrradmechaniker. Seine erste bedeutende Anstellung danach hatte er bei der Fahrradfirma Luchscheider in Graz. Ein Teil der originalen Werkstattausrüstung von Puch wurde im Reinerhof gefunden und ist heute im Johann-Puch-Museum Graz zu sehen.
Den Weg zum Fabrikanten ging Puch zuerst als Dienstnehmer für Fahrradreparaturen. Dazu gehörte auch eine Anstellung bei der Graziosa Fahrradwerke Benedict Albl Comp. Seine Anfänge als selbstständiger Unternehmer liegen im Zusammenbau von Fahrrädern, des Verkaufs und der Wartung von Kundenfahrzeugen.
Schließlich wurden Puch-Räder vor allem über Rennsporterfolge und über intensive Reklame-Aktionen populär. Das Waffenrad war ursprünglich ein Konkurrenzprodukt der Österreichischen Waffenfabrik in Steyr. Nach der Fusion zur Steyr-Daimler-Puch AG im Jahr 1934 wurden in Graz technisch idente Fahrräder mit den Markennamen „Puch“ und „Steyr-Waffenrad“, sowie weiters auch „Austro-Daimler“, „Styria“ und „Dürkopp-Diana“ versehen.

Joseph Beuys auf einem Puch Elegance auf der Treppe vor der Düsseldorfer Kunstakademie (zwischen 1970 und 1986)
Im Jahr 1987 wurde Puch von dem großen italienischen Rennradhersteller Bianchi übernommen. Seit 1997 ist Puch Teil der größten europäischen Fahrradgruppe Cycleurope, die in mehr als 60 Ländern vertreten ist und jährlich über 1,3 Millionen Fahrräder produziert.
Steyr Daimler Puch

Die Steyr-Daimler-Puch AG entstand 1934 durch die Fusion der Steyr-Werke mit den Austro-Daimler-Puchwerken und war ein bedeutender Mischkonzern der metallverarbeitenden Industrie sowie einer der größten Arbeitgeber in Österreich. Die Aktien waren mehrheitlich im Eigentum der verstaatlichten Creditanstalt. Von 1987 bis 1998 wurde der Konzern aufgeteilt und verkauft.
Steyr-Puch 500 ‘Pucherl‘

Steyr-Puch 500 DL, Baujahr 1961
500

Der Steyr-Puch 500 war ein Kleinstwagen der Puch-Werke (Konzernbetrieb der Steyr-Daimler-Puch AG in Graz). In Österreich wurde das Auto im Volksmund Pucherl, in der Steiermark auch Puchschammerl genannt. 1957 wurde der Steyr-Puch 500 Modell Fiat eingeführt. Aus Kostengründen wurde auf eine eigene Karosseriefertigung verzichtet und eine Rohkarosserie des Fiat Nuova 500 übernommen. Der von Erich Ledwinka für dieses Fahrzeug entwickelte luftgekühlte Boxermotor mit rund 16 PS (12 kW) ermöglichte für damalige Verhältnisse gute Fahrleistungen, vor allem bei Bergfahrten. Dem Fiat 500 mit Reihenmotor war der Steyr-Puch bei gleichem Benzinverbrauch und größerer Laufruhe deutlich überlegen. Auch das von Anfang an vollsynchronisierte Getriebe war fortschrittlich und vorteilhaft auf bergigen Straßen. Die Cabriolimousinen-Variante dieses Modells sollte in erster Linie Motorradfahrer als mögliche Käufer ansprechen. Ab 1959 wurde von Fiat die gesamte Karosserie einschließlich Dach übernommen (Puch 500 D – wie „Dach“). Aus Rationalisierungsgründen kam darüber hinaus ab 1969 die gesamte Technik einschließlich Getriebe von Fiat und nur noch der Motor von Puch. Ab 1973 wurde noch kurze Zeit anstatt des Fiat Nuova 500 der Nachfolgetyp Fiat 126 mit Boxermotoren ausgestattet.
- Vom Prototyp U3 existiert nur noch ein Motordeckel. Dieses Holzmodell befindet sich im Johann Puch Museum Graz
- Steyr-Puch 500 Grillattrappe (Der luftgekühlte Boxer befindet sich im Heck des Wagens)
- Das ovale Front-Emblem („Kanaldeckel“) wurde 1959 vom „Vogel“ abgelöst
- Eigentlich wäre vom „Steyr-Puch 500, Modell Fiat“ zu reden
- „Vogel“ statt „Kanaldeckel“ am Bug, Stahldach und Chromzierrat, als 500 DL (Dach, Luxus)
Der Verkauf des Kleinwagens verlief erfolgreich, von den fast 60.000 in den Jahren 1957 bis 1975 produzierten Fahrzeugen wurden trotz Lizenzklauseln seitens Fiat auch viele außerhalb Österreichs abgesetzt, die meisten nach Deutschland; nur je ein Stück ging nach Japan, Guatemala und in die USA. Der finnische Nutzfahrzeughersteller Suomen Autoteollisuus (der auch lange im PKW-Import tätig war) hat Steyr-Puch-Kleinwagen nach Finnland importiert.
Steyr-Puch Pinzgauer

Zweiachsiger Pinzgauer Turbo D


Der Steyr-Puch Pinzgauer ist ein österreichisches Geländefahrzeug. Er wurde als Nachfolger des Steyr-Puch Haflinger entwickelt und ist ein Wagen für schwerstes Gelände, der in Ausführungen mit zwei bzw. drei zuschaltbar/angetriebenen (sperrbaren) Achsen angeboten wird. Mit dem so realisierten Allradantrieb hat das Fahrzeug, je nach Ausführung mit 4 oder 6 Rädern, die Antriebsformel 4×4 oder 6×6.
Militärfahrrad

Fahrrad Notmantel: Federn
Als Militärfahrräder (English: Military bicycle) bezeichnet man Fahrräder, die von Streitkräften zur Erfüllung ihrer Aufgaben verwendet werden. Fahrräder werden gerne eingesetzt, weil sie im Gegensatz zu Pferden oder motorisierten Fahrzeugen eine nahezu lautlose Fortbewegung ermöglichen. Zudem sind Fahrräder kosteneffizienter als Pferde und motorisierte Fahrzeuge.
ÖWG/Steyr-Waffenrad

Waffenrad ist ein Markenname, der ursprünglich die von der Österreichischen Waffenfabriks-Gesellschaft in Steyr hergestellten Fahrräder bezeichnete. Für den Absatz in tschechischsprachigen Gebieten wurden die Markennamen Zbrojovka und Kolo Zbrojovky verwendet. Ab den 1930er Jahren war die Marke Waffenrad im Eigentum der Steyr-Daimler-Puch AG und wurde von ihr nur noch für klassische Tourenräder verwendet. Ende der 1980er Jahre gingen die Rechte an Piaggio. 2014 wurden von der Firma Faber Waffenräder im Retrodesign auf den Markt gebracht. Umgangssprachlich wurde der Begriff Waffenrad in Österreich, abweichend vom Markenrecht, zum Gattungsnamen für alle robusten, schweren, alten, meist schwarzen Fahrräder.
M42 Truppenfahrrad

Das Truppenfahrrad M42 war ein Militärfahrrad, das im Zweiten Weltkrieg an das Heer und die Waffen-SS ausgegeben wurde. Zur speziellen Ausrüstung für den militärischen Einsatz gehörten: Lenkstange, Sattel, Werkzeugkasten (in dem zwei Handgranaten Platz fanden) und Gepäckträger. An der Lenkstange waren Halterungen für verschiedene Ausrüstungsgegenstände wie ein Halbzelt, Kleidung und Panzerfäuste angebracht. Im Mittelteil konnten Maschinengewehre befestigt werden. Der Scheinwerfer konnte mit Dynamo und/oder Batterie betrieben werden. Zahlreiche Einheiten der deutschen Bodentruppen waren mit diesen Fahrrädern ausgerüstet. Sie dienten nicht nur der Unterstützung der Truppenbewegung, sondern wurden auch zur Postbeförderung, zur Aufrechterhaltung der Verbindung zwischen General und Truppen sowie für weitere Zwecke eingesetzt.
Piaggio
Nach der Einstellung der Zweiradproduktion in Graz im Jahr 1987 erwarb das italienische Traditionsunternehmen Piaggio unter anderem auch die Rechte am Markennamen „Waffenrad“ und verwendete ihn bis 1997 ebenfalls für schwere Tourenräder.
Ordonnanzrad 05
Das Ordonnanzrad 05 war ein eigens für die Radfahrtruppen der Schweizer Armee konzipiertes Dienstfahrrad, das umgangssprachlich auch als Militärvelo oder Armeerad bezeichnet wird.
In den Jahren 1904 bis 1988 wurden von den Unternehmen Condor, Cosmos, Schwalbe, Zesar und MaFaG insgesamt über 68.000 Stück der 22,5 kg schweren Räder gebaut. Jedes für die Schweizer Armee gefertigte Rad ist durch eine am Sattelrohr eingravierte Rahmennummer zu identifizieren. Aktuell sind demnach 68.614 Räder nachgewiesen.
Zur technischen Ausstattung des Rades gehört eine 1-Gang-Nabe, eine Stempelbremse, eine Rücktrittbremse sowie zusätzlich eine ab 1944 eingebaute Böni-Trommelbremse. Eingesetzt wurde es in drei Radfahrerregimentern (Rdf Rgt). Diese wurden bereits 1891 aufgestellt, bis 1904 musste jedoch jeder Soldat sein eigenes Fahrrad mitbringen.
Bei der korrekten Bezeichnung des Rades ergeben sich gewisse Differenzen. Im Kontext der Ausrüstungsgegenstände der Schweizer Armee kann dann von Ordonnanz gesprochen werden, wenn der Beschluss gefasst wurde, einen exakt beschriebenen Gegenstand in die Armee einzuführen. Faktisch ist dies im Bezug zum Rad erst mit der Einführung der Böni-Trommelbremse im Jahr 1944 der Fall, als jene Komponente den offiziellen Status der Ordonnanz erhielt.
Fahrrad 93
Das Ordonnanzrad 05 wurde im Jahr 1993 durch das wesentlich modernere Fahrrad 93 mit 7-Gang-Schaltung abgelöst. Condor stellte 5500 Stück zu einem Preis von je CHF 2’200 her. Die technischen Daten des Fahrrads 93 sind:
- Schaltung: 7-Gang-Schaltung Shimano XT am Hinterrad
- Bremsen: Hydraulik-Felgenbremsen von Magura, keramikbeschichtete Felgen
- Dynamo: Speichendynamo FER 2000
- Zubehör: Rahmentasche, Satteltasche
- Gewicht: 21,5 kg
Fahrrad 12
2012 beschaffte das VBS ein neues Modell von Armeefahrrädern, da die mit dem Bau des Fahrrads 93 beauftragte Unternehmung seit 1995 keine Fahrräder mehr herstellte und da für das speziell für die Armee hergestellte Fahrrad 93 keine Ersatzteile mehr erhältlich waren. Daher wurde bei der Neubeschaffung die Verwendung handelsüblicher Komponenten des zivilen Fahrradmarkts vorgeschrieben.
Der Schweizer Fahrradhersteller Simpel erhielt den Zuschlag zur Lieferung und Wartung von 4’100 neuen Fahrrädern zu einem Preis von 10,2 Mio. CHF (ca. 2’490 CHF pro Rad, inklusive Wartungskostenanteil auf 10 Jahre). Das «Fahrrad 12» hat folgende technische Daten:
- Rahmen: Aluminium AN6, schwarz lackiert
- Übersetzung: 8-Gang-Nabenschaltung Shimano Alfine
- Dynamo: Nabendynamo Shimano Alfine DH-S501
- Bremsen: Scheibenbremse Magura MT4 vorn und hinten
- Zubehör: Abus-Rahmentasche Onyx ST 250 inkl. Inhalt
- Gewicht: 16,8 kg
Nachdem in der Ausschreibung unterlegene Fahrradhersteller Kritik an der Beschaffung übten, forderte Nationalrat Éric Voruz (SP), dass sich die sicherheitspolitische Kommission seines Rates, deren Mitglied er ist, mit dem Geschäft beschäftigen solle.

Fahrrad Notmantel: Federn

DARPA – Montague
Die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) (dt. etwa Behörde für Forschungsprojekte der Verteidigung) ist eine Behörde des Verteidigungsministeriums der Vereinigten Staaten, die Forschungsprojekte für die Streitkräfte der Vereinigten Staaten durchführt, u. a. auch Weltraumprojekte. Das jährliche Budget beträgt etwa vier Milliarden US-Dollar (Stand 2023). Entworfen unter dem Titel Special Projects Agency, wurde sie unter dem Namen Advanced Research Project Agency (ARPA) am 7. Februar 1958 von Dwight D. Eisenhower gegründet. Seit 1996 heißt sie wie bereits zwischen 1972 und 1993 DARPA. Dazwischen trug sie noch einmal drei Jahre lang den Namen ARPA.
Die DARPA Grand Challenge war ein von der Technologieabteilung Defense Advanced Research Projects Agency des US-amerikanischen Verteidigungsministeriums gesponserter Robotikwettbewerb für unbemannte Landfahrzeuge. Mit der Ausschreibung des Preises sollte die Entwicklung vollkommen autonom fahrender Fahrzeuge vorangetrieben werden. Der Wettbewerb wurde 2007 letztmals ausgetragen.
Montague (Fahrradmarke)

Montague Biframe BMW-Edition Active Line
Die Montague Corporation ist ein US-amerikanisches Unternehmen, das ausschließlich „Full-Size“-Faltfahrräder entwickelt, herstellt und verkauft. Zur Produktpalette gehören Straßenfahrräder und Mountainbikes in verschiedenen Ausstattungs- und Größenvarianten sowie ein Pedelec. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Cambridge (Massachusetts).

Montague FIT / Rahmen: 53 cm / 1.997,00 €
Wiederauflage Puch Waffenrad
Unter der Marke Puch wird seit 2014 von der Faber Group, einem 1948 gegründeten Zweiradunternehmen, wieder ein Puch-Waffenrad in Retro-Design vertrieben. Diese, auch als Waffenrad 2.0 bezeichneten Räder werden von Cyclo Europe in Polen, nach anderen Angaben in Frankreich produziert. Auch eine Variante als E-Bike wurde aufgelegt.
Puch Österreich
Weblingergürtel 29
8054 Graz, Österreich
Tel.: +43 316 241115
(Marken der SSF Handels GmbH)
https://puchbikes.at/kontakt/
https://bikeonline.store/impressum/
Cycleurope
Cycleurope ist ein schwedischer Konzern mit Sitz in Stockholm und Varberg. Zu ihm gehören eine Reihe bekannter europäischer Fahrradmarken. Der Konzern hat Produktionsstandorte in Dänemark, Frankreich, Italien und Schweden. Cycleurope ist Teil der schwedischen Grimaldi Industri.
Geschichte
Als Reaktion auf den asiatischen Konkurrenzdruck kaufte der spanische Fahrradhersteller Beistegui Hermanos (BH) 1992 die französischen Fahrradhersteller Peugeot und Gitane und gründete die Cycleurope Gruppe. Schon 1995 verkaufte BH die Gruppe an den schwedischen Fahrradhersteller Stiga Monark, der 1997 die Bianchi-Gruppe kaufte. Im Jahr 1999 kaufte die schwedische Grimaldi Industri-Gruppe die Firma Monark und damit auch die Cycleurope-Gruppe.
Fahrradmarken
Die folgenden Fahrrad-Marken sind (Stand 2014) Teil der Gruppe:
- Crescent, wurde 1960 von Monark durch den Kauf von Nymanbolagen erworben.
- Monark, schwedischer Hersteller, gegründet im Jahre 1908 in Varberg
- Bianchi (FIV Edoardo Bianchi), Fahrradgeschäft 1885 und dann Produktion in der Via Nirone in Mailand, Italien, wurde 1997 von Cycleurope gekauft
- Gitane, gegründet im Jahre 1930 in Frankreich
- Micmo, gegründet im Jahre 1935 in Frankreich
- Puch, Fahrradgeschäft 1889, 1899 eine Fahrrad-Fabrik in Graz, Österreich
- Legnano, über den Kauf von Edoardo Bianchi
- Peugeot, Fahrrad-Division (Verlust der Markenrechte 2004).
- Øglænd DBS, wurde von Monarch 1989 gekauft und 1996 von Cycleurope
- Kildemoes, gegründet 1942 in Odense, Dänemark
- Everton
- Chiorda, im Besitz von Edoardo Bianchi
- Renault, Markenlizenz 2003 erworben
- Spectra
FIV Edoardo Bianchi S.p.A. (Unternehmen)
Bianchi ist ein 1885 in Italien gegründeter Fahrzeughersteller, der seit 1997 in schwedischem Besitz ist. Bianchi gehörte zu den Pionieren der Fahrrad-, Motorrad– und Automobilherstellung.
Untrennbar mit Bianchi verbunden ist der Farbton Celeste, ein helles Grünblau. Viele Fahrradrahmen der Marke werden in dieser Farbe lackiert, auch die Trikots der Profiteams sind in Celeste gefärbt. Auf Deutsch bedeutet Celeste himmlisch. Mit Bianchi-Rädern fuhren viele bedeutende Radrennfahrer, beispielsweise Fausto Coppi und Jan Ullrich. Weiteres zu Bianchi im Profi-Radsport siehe Bianchi (Radsportteam).
Neben Modellen für Spitzensportler fertigt Bianchi auch Fahrräder für den Massenmarkt an. Es werden neben Rennrädern auch Triathlonräder und Mountainbikes gebaut. Die Fahrräder des Fahrzeugherstellers Ducati werden bei Bianchi gefertigt.
Ducati-Fahrräder – Ducati Motor Holding S.p.A.
Die Ducati Motor Holding S.p.A. ist ein italienischer Motorradhersteller mit Sitz in Bologna; Ducati ist seit 2012 Teil des Volkswagen-Konzerns. Zum 1. Januar 2025 waren in Deutschland 113.539 Ducati-Krafträder zum Straßenverkehr zugelassen, was einem Anteil von 2,2 Prozent entspricht.
Ducati-Fahrräder

Im Rahmen eines Markentransfers stellt Bianchi von Ducati entworfene Fahrräder her, die unter der Marke Ducati vertrieben werden. Die angebotenen Renn- und Crossräder sowie Mountainbikes sind im gehobenen Preisbereich angesiedelt. Darüber hinaus bietet Ducati in Kooperation mit THOK E-Mountainbikes im gehobenen Preissegment an.
Großhändler Faber lässt das „Waffenrad“ wieder aufleben

Fahrradklassiker neu definiert
Nicht etwa ein neues Pedelec und auch nicht ein neues Antriebssystem waren der Hingucker auf der Best of Bike in Salzburg. Ein Höhepunkt der Messe war vielmehr am Stand von Puch-Anbieter Faber zu entdecken: Faber legt den Klassiker „Waffenrad“ neu auf. Damit lässt das Unternehmen ein prägendes Kapitel in der Geschichte der österreichischen Fahrradproduktion wieder aufleben.




Die Geschichte des Waffenrads geht bis Ende des 19. Jahrhunderts zurück. Waffenrad wurde das Rad, das in Österreich beinahe jeder kennt, bereits selbst besessen hat oder sogar noch besitzt, nicht etwa deshalb so genannt, weil es mit Waffen bestückt war. Vielmehr wurde das Waffenrad von der Österreichischen Waffenfabriks GesmbH erstmals produziert und zwar als zweites, ziviles Standbein in Zeiten, als der Absatz mit Waffen rückläufig war.
Das Wissen über Materialien und Produktionsprozesse wurde auf das Fahrrad übertragen. Es entstand ein qualitativ hochwertiges und haltbares Fahrrad, das über Jahrzehnte hinweg das österreichische Straßenbild prägte.
Durch verschiedene Unternehmensumwandlungen wurde das „Waffenrad“ dann später von der Steyr-Daimler-Puch AG gefertigt – und zwar bis zum Verkauf der Zweiradfertigung an Piaggio im Jahr 1987.
Jetzt hat Großhändler Faber, der seit 2011 die Traditionsmarke Puch in Österreich wiederbelebt, eine neue, moderne Version des Waffenrads auf der Best of Bike präsentiert und hofft damit auf alte Erfolge dieses Klassikers anknüpfen zu können. Geblieben vom klassischen Waffenrad ist bei der Neuauflage der Anspruch an hohe Qualität und Laufreudigkeit, beispielsweise durch den Einsatz von hochwertigen Industrielagern. Herzstück ist wieder ein stabiler Stahlrahmen in Schwarz. Aufgerüstet hat man hingegen beim Antrieb mit einer Dreigang-Schaltung von Shimano, die Trommelbremse vorne kommt von Sturmey Archer, die Lenkereinheit ist eine Sonderanfertigung von Humpert. Modern ist auch die Lichtanlage. Den Seitenläufer-Dynamo jedoch auch noch durch einen Nabendynamo zu ersetzen, wäre laut Produkt-Entwickler David Jakubik zu viel an Modernisierung gewesen.
Das „österreichische Hollandrad“, wie Martin Gruböck, Bereichsleiter Fahrrad & E-Bike bei Faber, das neue „Waffenrad“ nennt, habe bei den Handelskunden eine äußerst positive Resonanz auf der Messe hervorgerufen. Es wird ab Dezember ausgeliefert. Der Verkaufspreis liegt bei 599 EUR.
Neue Kinderradlinie
Auf dem Weg zum Vollsortimenter mit der Marke Puch hat Großhändler Faber für die Saison 2014 einen weiteren Schritt nach vorne gemacht: Erstmals wurde auch eine Kinderradkollektion vorgestellt und dabei griffige Namen wie „Spitzbua“ oder „Lilly“ vergeben.
Über Logo abgestimmt
Was das Firmenlogo anbelangt, ließ man den Fachhandel über die Zukunft entscheiden. Zwei Varianten standen zur Auswahl, wobei die Entscheidung auf das ursprüngliche Puch-Logo fiel. Eine modernisierte Variante wurde von den Handelspartnern eindeutig abgelehnt.
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