Geschichte Dänemarks
Die Geschichte Dänemarks umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet Dänemarks von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Die ältesten Spuren einer vorgeschichtlichen Besiedlung stammen aus der Steinzeit. Zwischen 400 und 500 besiedeln die Jüten gemeinsam mit den Sachsen, den Angeln und den Friesen über die Nordsee Britannien, nachdem sich die römische Besatzung von dort zurückgezogen hatte. Die Vorfahren der heutigen Dänen kamen im 6. Jahrhundert aus dem heutigen Südschweden nach Jütland und einigen westlichen Ostseeinseln. Dort vermischten sie sich mit anderen germanischen Stämmen, die sich bereits früher dort niedergelassen hatten, oder verdrängten diese.
Die vereinzelt entstandenen Königreiche vereinte Gorm der Alte erstmals im 10. Jahrhundert. Bis 1035 eroberten die Dänen weite Teile der britischen Inseln, Norwegens und Südjütlands und schufen unter Knut dem Großen ein Nordseereich. In dieser Zeit wurden sie zusammen mit den Schweden und Norwegern als Wikinger bezeichnet. Das Ende der Wikingerepoche kennzeichnet die Schlacht von Stamford Bridge bzw. die Zerstörung Haithabus im Jahr 1066. Damit verkleinerte sich das dänische Herrschaftsgebiet. In der Waldemarzeit (1157–1241) erlebte Dänemark erhebliche Wirren. Ende des 12. und Anfang des 13. Jahrhunderts konnten die Dänen ihr Reich in Richtung Osten und Süden (südlichen Ostseeküste) erheblich ausbauen. Unter der Königin Margrete vereinten sich Dänemark, Norwegen und Schweden unter dänischer Vorherrschaft 1380 zur Kalmarer Union. Erik VII. von Pommern machte Kopenhagen zur Hauptstadt Dänemarks. Schweden erlangte 1523 wieder seine Unabhängigkeit, die das Ende der Kalmarer Union bedeutete. 1536 wurde Dänemark im Laufe der Reformation evangelisch-lutherisch.
Bis ins 17. Jahrhundert dominierten Auseinandersetzungen mit Schweden die Geschichte Dänemarks, da beide Königreiche um die Vorherrschaft in Skandinavien und im Ostseeraum rangen. Schonen, Blekinge und Halland gehörten zunächst zu Dänemark und fielen 1658 an Schweden, Bornholm kam jedoch 1660 wieder zu Dänemark. Nach einem Staatsstreich des dänischen Königs wurde 1665 der Absolutismus eingeführt. Es folgten Reformen zur Verbesserung von Verwaltung und Verteidigung. 1700 bis 1720 führten Dänemark, Sachsen-Polen und Russland den Großen Nordischen Krieg, der Schwedens Macht einschränkte. In den Napoleonischen Kriegen wurde Kopenhagen 1807 größtenteils zerstört. Diese Belastungen mündeten 1813 in einen Staatsbankrott. Nach Napoleons Niederlage 1814 musste Dänemark Helgoland an Großbritannien und Norwegen an Schweden abtreten. Island (bis 1944), die Färöer, Grönland und Dänisch-Westindien (bis 1917) verblieben bei Dänemark.
Unter Christian VII. setzte die Industrialisierung ein; 1847 fuhr in Dänemark die erste Eisenbahn. Frederik VII. schaffte 1848 den Absolutismus ab und erklärte Dänemark zu einer konstitutionellen Monarchie. Von 1848 bis 1851 sowie im Jahr 1864 führte Dänemark die Deutsch-Dänischen Kriege, die mit dem Verlust der Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg endeten.
Im Ersten Weltkrieg blieb Dänemark neutral; nach einer Volksabstimmung kam Nordschleswig zu Dänemark. Im Zweiten Weltkrieg wurde Dänemark 1940 trotz eines Nichtangriffspaktes von deutschen Truppen besetzt. 1945 wurde Dänemark Gründungsmitglied der UNO und trat 1973 der EWG bei. 1992 stimmte Dänemark, obwohl es Teil der EG und später der EU geworden ist, gegen die Maastrichter Verträge.
Geschichte Grönlands
Die Geschichte Grönlands umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der Insel Grönland von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie begann mit der Einwanderung der ersten Inuit auf die größte Insel der Erde vor etwa 4400 Jahren. Später kamen die Nordmänner, die man „Grænlendingar“ nannte und die um 1550 aus bisher ungeklärten Gründen wieder verschwanden. Im 18. Jahrhundert folgte die Kolonisierung durch Dänemark. Seit dem 1. Mai 1979 genießt Grönland, ebenso wie die Färöer, eine weitgehende Autonomie innerhalb des dänischen Königreichs.
Grönland
Grönland (grönländisch Kalaallit Nunaat [kaˈlaːɬːit nuˈnaːt], dänisch Grønland [ˈɡ̊ʁɶnlanʔ]) ist ein politisch selbstverwalteter Bestandteil des Königreichs Dänemark. Der überwiegende Teil der Landesfläche besteht aus der größten Insel der Erde, gelegen im Nordatlantik bzw. Arktischen Ozean. Das Gebiet, das geografisch zu Nordamerika und geologisch zu dessen arktischer Teilregion gezählt wird, verfügt über die nördlichste Landfläche der Erde und ist nur spärlich besiedelt. Die gesamte Bevölkerung lebt entlang der Küste, vor allem im Westen des Landes. Grönland war in vorkolonialer Zeit von Inuit bewohnt, bevor es ab 1721 von Dänemark-Norwegen kolonisiert wurde und 1814 an Dänemark fiel. Es wird heute hauptsächlich von Kalaallit bewohnt, die gemischter inuitisch-skandinavischer Abstammung sind. Nachdem das Land über zwei Jahrhunderte lang eine abgeschottete Kolonie war, die hauptsächlich dazu diente, Europa mit tierischen Ölen zu versorgen, bildete sich seit Ende des 19. Jahrhunderts ein grönländisches Nationalbewusstsein und ließ seit dem Zweiten Weltkrieg den Wunsch nach Selbstbestimmung wachsen. Daraufhin wurde Grönland 1953 „dekolonisiert“ und in das Königreich Dänemark eingegliedert, woraufhin umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen ergriffen wurden, die zu einer Umwälzung der bis dahin traditionell lebenden Gesellschaft führten. Daraus resultierten soziale Probleme, die bis heute den grönländischen Diskurs prägen und unter anderem den Wunsch nach mehr Autonomie wachsen ließen. Daraufhin erhielt Grönland 1979 Autonomie, die 2009 ausgeweitet wurde. Seither herrscht in der Öffentlichkeit und Politik eine Debatte über die vollständige Unabhängigkeit. Als autonomer Bestandteil des Königreichs Dänemark hat Grönland eine eigene Regierung und ein eigenes Parlament und ist in den meisten Bereichen politisch von Dänemark unabhängig. Die vollständige Unabhängigkeit wird jedoch derzeit mehrheitlich als unrealistisch aufgefasst, da Grönland wirtschaftlich nahezu vollständig von der Fischerei lebt und mit seiner geringen, aber stark verstreut siedelnden Bevölkerung und dem daraus resultierenden Defizit zwischen staatlichen Einnahmen und Ausgaben finanziell von dänischen Subventionen abhängig ist.
Grönländer
Die Grönländer (grönländisch: Kalaallit; dänisch: Grønlændere), auch Grönländer oder Grönländer genannt, sind die Bevölkerung Grönlands. Die meisten sprechen Grönländisch, eine Eskaleut-Sprache. Die grönländischen Inuit stellen 85–90 % der grönländischen Bevölkerung.
Grönland ist ein autonomes Gebiet innerhalb des Dänischen Königreichs, und seine Bürger besitzen die dänische Staatsangehörigkeit. Im Jahr 986 führte Erik der Rote nordische Siedler an die Südwestküste Grönlands, wo sie mit der einheimischen Bevölkerung zusammenlebten. Grönland geriet 1261 unter norwegische Herrschaft und wurde 1397 Teil der Kalmarer Union. Vom 16. bis zum 18. Jahrhundert suchten europäische Expeditionen unter Führung Portugals, Dänemarks und Norwegens sowie Missionare wie Hans Egede Grönland auf, um Handel zu treiben, die Souveränität zu erlangen und verlorene nordische Siedlungen wiederzuentdecken, was schließlich zur dänischen Kolonisation führte.
Geschichte der Vereinigten Staaten
Die Geschichte der Vereinigten Staaten reicht von der Gründung der ersten Britischen Kolonien an der Ostküste Nordamerikas im 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart, in der die USA die führende Weltmacht darstellen. Die Kolonien erklärten 1776 ihre Unabhängigkeit vom Königreich Großbritannien. Mit dem Inkrafttreten der Verfassung 1788 wurde aus dem losen Staatenbund ein zentral regierter Bundesstaat. Infolge des Amerikanischen Bürgerkriegs von 1861 bis 1865, den die Union der Nordstaaten gegen die konföderierten Südstaaten gewann, schaffte das Land die Sklaverei auf seinem Territorium ab und schlug den Weg zum modernen Industriestaat ein. Mit der Westexpansion der weißen Siedler, die mit der Verdrängung der indianischen Urbevölkerung einher ging, wurden immer neue Territorien als Bundesstaaten in die Union aufgenommen. Durch ihr Eingreifen in den Ersten und den Zweiten Weltkrieg stiegen die Vereinigten Staaten zur Supermacht auf. Heute sind sie der flächenmäßig drittgrößte Staat, die größte Volkswirtschaft und die größte Militärmacht der Erde.
Vereinigten Staaten von Amerika
Die Vereinigten Staaten von Amerika (englisch United States of America; abgekürzt USA), kurz auch Vereinigte Staaten (englisch United States; abgekürzt US) oder Amerika (englisch America) genannt, sind eine demokratische, föderal aufgebaute Republik in Nordamerika und mit einigen Inseln auch in Ozeanien. Sie besteht aus 50 Bundesstaaten, der Hauptstadt Washington, D.C., die einen eigenen Bundesdistrikt darstellt, sowie aus fünf größeren Territorien und neun Inselterritorien. Die Vereinigten Staaten von Amerika sind sowohl flächenmäßig als auch nach der Einwohnerzahl der drittgrößte Staat der Erde. Ihre Ausdehnung von 9,83 Millionen Quadratkilometern wird nur von Russland und Kanada und ihre Bevölkerung von mehr als 340 Millionen Einwohnern nur von Indien und China übertroffen. Die einwohnerstärkste Stadt der USA ist New York City, eine Weltmetropole sowie eines der wichtigsten Kultur-, Medien-, Wirtschafts-, Handels- und Finanzzentren der Welt. Bedeutende Metropolregionen sind Los Angeles, Chicago, Dallas, Houston, Philadelphia, Washington, Miami, Atlanta, Boston und San Francisco mit jeweils über 5 Millionen Einwohnern. Der Grad der Urbanisierung liegt bei 83 Prozent. Ein bekannter Nationalmythos besagt, die USA seien eines der multikulturellsten Länder der Welt; empirische Studien zeigen jedoch, dass die USA im weltweiten Vergleich der ethnischen und kulturellen Vielfalt nur durchschnittlich abschneiden.
Grönland im Zweiten Weltkrieg
Auch Grönland war während des Zweiten Weltkrieges Ort von militärischen Interessen. Das Königreich Dänemark stand, von seinen Kolonien abgesehen, im Zweiten Weltkrieg seit dem 9. April 1940 unter deutscher Besatzung. In dieser Zeit kam es zu Expeditionen und kleineren Kampfhandlungen in Grönland, die jedoch relativ unblutig verliefen.
Zwar war Grönland 1940 eine Region ohne viele Einwohner, bedeutende Militäranlagen oder zu erreichende Rohstoffe, doch darf die strategische Bedeutung der dänischen Kolonie als Brücke Nordamerikas zu Skandinavien und als Gebiet für Wetterstationen nicht unterschätzt werden. In seiner Eigenschaft als Region für Wettererhebungen, die für Wettervorhersagen in Europa genutzt wurden, konnte Grönland durchaus bedeutsame militärstrategische Daten liefern. Die norwegischen Truppen in Kanada waren neben Deutschland, Dänemark, Kanada, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten ebenfalls ein möglicher Kontrahent in dem Konflikt, zumal Norwegen noch bis 1933 Anspruch auf Grönland erhoben hatte.
Eintritt der Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg
Der Eintritt der Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg war die Folge mehrerer miteinander verbundener Ereignisse. Die Kriegserklärung Japans nach dem Angriff auf Pearl Harbor vom 7. Dezember 1941 und die Kriegserklärung Deutschlands und Italiens an die Vereinigten Staaten vom 11. Dezember wurden unverzüglich nach parlamentarischer Verabschiedung (Joint Resolutions) erwidert. Als Rumänien, Bulgarien und Ungarn in den Folgetagen ebenfalls Kriegserklärungen abgaben, versuchte die amerikanische Regierung vergeblich sie davon abzubringen. Erst am 5. Juni 1942 wurde diesen Staaten dann ebenfalls der Krieg erklärt. Die Kriegserklärung Thailands vom 25. Januar 1942 wurde nicht erwidert, sondern eine thailändische Exilregierung anerkannt. Der europäisch-atlantische sowie der asiatisch-pazifische Konflikt verschmolzen dadurch zu einem globalen Konflikt.
Nach dem Ersten Weltkrieg verfolgten das faschistische Italien mit dem spaziole vitale, das nationalsozialistische Deutschland mit dem Lebensraum im Osten und Japan mit der Großostasiatischen Wohlstandssphäre ein kriegerisches Expansionsdenken, das sie bald auch in die Tat umsetzten. Daraufhin gab die amerikanische Regierung ihre vorherige Neutralitätspolitik bis Ende 1941 sukzessiv auf und begann, die verbliebenen Gegner der Achsenmächte zu unterstützen. Ende 1941 erklärten diese auch den Vereinigten Staaten den Krieg. Eine Historikerminderheit vertritt die revisionistische Meinung, dass Roosevelt die USA durch Täuschungsmanöver in den Krieg zwingen wollte. Darüber hinaus zirkulierten Verschwörungstheorien zum Angriff auf Pearl Harbor.
Angriffe auf Nordamerika während des Zweiten Weltkriegs
Die Angriffe auf Nordamerika während des Zweiten Weltkriegs vonseiten der Achsenmächte waren relativ selten, vor allem wegen der großen Entfernung zu den zentralen Kriegsschauplätzen in Europa und Asien. Sie umfassen Angriffe auf kontinentales Territorium (bis zu 370 km von der Küste entfernt) der Vereinigten Staaten, Kanadas und Mexikos. Darunter fallen auch mehrere kleinere Staaten, jedoch nicht das dänische Territorium Grönland, die Hawaii-Inselkette und die Alëuten.
Beziehungen zwischen Grönland und den Vereinigten Staaten
Die Beziehungen zwischen Grönland und den Vereinigten Staaten sind von einem strategischen Interesse der Vereinigten Staaten an Grönland geprägt. Ab 1940 wurde es von den USA unterstützt, als das über 2000 Kilometer entfernte Mutterland Dänemark deutsch besetzt war, und im Gegenzug eine Besetzung durch britische bzw. kanadische Kräfte drohte, wie bei Island und den Färöer. Seither hat die Großmacht aus wirtschaftlichen und militärischen Gründen mehrfach ein strategisches Interesse für Grönland bekundet, das ein international anerkanntes, autonomes Territorium Dänemarks ist, aber nur von gut 50.000 Einheimischen bewohnt wird.
Camp Century
Camp Century ist eine verlassene Militärbasis der Vereinigten Staaten in Grönland. Sie befindet sich 240 km östlich der US-amerikanischen Thule Air Base und wurde ab Ende 1958 im Rahmen des Projekts Project Iceworm errichtet.
Project Iceworm
Project Iceworm war der Name eines hochgeheimen Programms der Vereinigten Staaten in den 1950 und 1960er Jahren, das darauf abzielte, Raketen in Grönland zu stationieren.
Pituffik Space Base alias ‘Thule Air Base’
Die Pituffik Space Base (grönländisch Pituffik [piˈtufːik], deutsch ‚Wo man etwas festmacht‘; bis zum 6. April 2023: Thule Air Base genannt, IATA-Code: THU, ICAO-Code: BGTL) ist ein Militärflugplatz der USA im südlichen Teil der Hayes-Halbinsel in Avanersuaq, Grönland. Der Flugplatz wurde ab dem 12. Januar 1951 erbaut. Administrativ bildet die Air Base mit ihrer Umgebung eine 658 km² große gemeindefreie Enklave umgeben vom Gebiet der Avannaata Kommunia. Die Anlage dient u. a. zur Überwachung von Raketenstarts und Weltraumaktivitäten in der Nördlichen Hemisphäre.
Verteidigung Grönlands
Die Verteidigung Grönlands als autonome Nation innerhalb des Königreichs Dänemark ist laut Verfassung die Aufgabe der Dänischen Streitkräfte. Grönland selbst verfügt über keine eigenen Truppen. Jedoch bestanden bereits ab 1941 Abkommen mit den Vereinigten Staaten, die, zumindest während des Zweiten Weltkrieges, die Übernahme der Verteidigung durch die Streitkräfte der USA beinhaltete.
Heute sind 60 Soldaten des Arktisk Kommando der dänischen Streitkräfte in Kangilinnguit (dänisch Grønnedal) stationiert. Das Kommando ist für die Verteidigung Grönlands zuständig, nimmt aber auch Aufgaben der Fischereiaufsicht und als Küstenwache wahr. In Daneborg unterhält das dänische Militär die Fernaufklärungs-Patrouille Sirius-Schlittenpatrouille, die auch die Parkaufsicht im Nordostgrönland-Nationalpark wahrnimmt. US-amerikanische Truppen finden sich heute lediglich in der Pituffik Space Base mit einer Stärke von 131 Soldaten (2007). Das dänische Militär ist auf der Air Base mit einem Verbindungsoffizier vertreten.
Jeff Landry
Jeffrey Martin „Jeff“ Landry (* 23. Dezember 1970 in St. Martinville, Louisiana) ist ein US-amerikanischer Politiker. Seit dem 8. Januar 2024 amtiert er als Gouverneur des US-Bundesstaats Louisiana. Von 2011 bis 2013 vertrat er den Bundesstaat Louisiana im US-Repräsentantenhaus. Am 14. Oktober 2023 wurde er mit 51,6 Prozentpunkten zum neuen Gouverneur von Louisiana gewählt. Im Dezember 2025 wurde er zum Sondergesandten für Grönland ernannt.
Grönlandkrise
Die Grönlandkrise ist eine außenpolitische Zuspitzung im Januar 2026, in der Präsident Donald Trump für die Vereinigten Staaten Gebietsansprüche auf Grönland erhob und damit Spannungen zwischen den USA auf der einen Seite, sowie Dänemark, der Europäischen Union und der grönländischen Selbstverwaltung auf der anderen Seite auslöste.
Trumps Grönland-Forderungen spalten Amerika und Europa
Die Ankündigungen des designierten US-Präsidenten Donald Trump, die Kontrolle über die strategisch wichtige Insel Grönland erlangen zu wollen, haben eine schwere diplomatische Verstimmung zwischen den USA, Europa und Dänemark ausgelöst. Während Trump den Kauf der Insel „absolut notwendig“ nennt, schottet sich Europa ab und warnt vor einer neuen Ära der Aggression in der Arktis.
Die Wogen schlagen hoch, nachdem Trump am Dienstag auf seiner Plattform „Truth Social“ erklärte, dass der Besitz und die Kontrolle Grönlands für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten „unentbehrlich“ seien. Er wiederholte damit seine Forderung aus seiner ersten Amtszeit, ging diesmal jedoch noch einen Schritt weiter und schloss eine militärische oder ökonomische Durchsetzung seiner Interessen nicht explizit aus.
Grönland weist „Kolonialismus“ zurück
Die Reaktion in Nuuk, der Hauptstadt Grönlands, war einhellig und scharf. Ministerpräsident Múte B. Egede betonte in einer Stellungnahme: „Grönland gehört den Grönländern. Wir werden unsere Unabhängigkeit niemals verkaufen.“ Egede, der sich für die vollständige Unabhängigkeit von Dänemark einsetzt, verwahrte sich entschieden gegen die Ideen aus Washington. „Unsere Zukunft und unsere Entscheidungen liegen in unseren eigenen Händen“, so der Regierungschef.
Auch die dänische Königin Margrethe II. eilte in einem ungewöhnlichen Schritt nach Grönland, um die Bindungen zu betonen, was von Beobachtern als starkes symbolisches Signal gegen die US-Pläne gewertet wurde.
Europa zeigt die „Kralle“
In Europa wird Trumps Vorstoß mit alarmierter Sicherheit betrachtet. In Berlin und Brüssel herrscht Einigkeit darüber, dass die territoriale Integrität der NATO-Partner Dänemark und Grönland nicht verhandelbar ist.
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) äußerte sich am Rande eines Treffens besorgt über die „Rhetorik der Grenzüberschreitung“. Er betonte: „Das Prinzip der Unverletzlichkeit der Grenzen gilt überall und muss auch von unseren amerikanischen Freunden respektiert werden.“ Der EU-Ratspräsident António Costa und Kommissionschefin Ursula von der Leyen bekräftigten, dass die Europäische Union fest an der Seite Dänemarks stehe.
Besonders die französische Außenministerin Stéphane Séjourné wies mit deutlichen Worten zurück: „Es gibt keinen Raum für eine Rückkehr zum Kolonialismus im 21. Jahrhundert. Europa wird nicht zulassen, dass seine Grenzen und die Sicherheit seiner Bürger zur Verhandlungssache werden.“
Die strategische Bedeutung der Arktis
Hinter dem scheinbaren Kaufrausch steht eine harte geopolitische Realität. Grönland besitzt massive Vorkommen seltner Erden, die für die Produktion von High-Tech-Waffen und grünen Technologien essenziell sind. Noch wichtiger ist jedoch die geografische Lage.
Durch die Erderwärmung schmelzen die Polarkappen, wodurch neue Schifffahrtswege in der Arktis entstehen. Wer Grönland kontrolliert, kontrolliert den Zugang zur Arktis und hat damit direkten Einfluss auf die Routen zwischen Asien und Europa sowie die Stationierung von Raketenabwehrsystemen. China und Russland bauen ihre Präsenz in der Region bereits massiv aus, was die USA unter Präsident Biden zu einer Verstärkung der Thule Air Base in Grönland bewog.
Unsicherheit über die Transatlantische Allianz
Die aktuellen Aussagen Trumps werfen einen langen Schatten auf die zukünftige Zusammenarbeit der NATO. Sollten die USA nach der Amtseinführung im Januar tatsächlich versuchen, Druck auf Dänemark auszuüben – etwa durch Zölle oder Sanktionen –, droht ein schwerer Bruch mit Europa.
Experten warnen, dass Trumps Rhetorik, die auch den Erwerb Kanadas und die Übernahme der Panamakanalzone beinhaltet, auf eine Neuordnung der Weltpolitik hindeutet, in der der Völkerrecht nachgeordnet wird.
In Grönland indes wächst trotz der Bedrohungslage auch ein Gefühl der Entschlossenheit. Die Bevölkerung sieht sich durch die globale Aufmerksamkeit in ihrem Streben nach mehr Autonomie bestärkt – aber unter der Bedingung, dass dies nicht im Austausch gegen einen neuen „Kolonialherren“ geschieht.
Austritt der USA aus der NATO
USA unter Präsident Donald Trump haben damit begonnen, sich aus einer großen Anzahl internationaler Organisationen und Abkommen zurückzuziehen. Es handelt sich um eine strategische Reduzierung der US-Präsenz in etwa 15 bis 20 zentralen Gremien mit weitreichenden symbolischen und praktischen Folgen. Die USA haben unter Trump tatsächlich einen historischen Rückzug aus der internationalen Zusammenarbeit eingeleitet, der die Fundamente der liberalen Weltordnung erschüttert. Die Zahl von 66 Organisationen ist zwar übertrieben, aber die Richtung ist klar: Die USA unter Trump sehen multilaterale Organisationen eher als Hindernis denn als Werkzeug ihrer Politik. Die Konsequenzen sind weitreichend: Die Welt wird unberechenbarer, Konflikte werden bilateral statt multilateral gelöst, und internationale Normen werden ausgehöhlt. Europa steht vor der größten Herausforderung seiner Nachkriegsgeschichte: Es muss lernen, ohne die USA sicher und wohlhabend zu bleiben. Der Prozess der „Trump-Proofing“ ist bereits in vollem Gange, aber es ist noch ungewiss, ob er gelingen wird. Die Ära der uneingeschrännten US-Führung in der Welt ist jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit vorbei.
Ein formaler Austritt der USA aus der NATO steht aktuell nicht unmittelbar bevor, ist aber eine reale und massive Drohung auf dem Hintergrund der Grönland-Krise. Die eigentliche Gefahr ist nicht der formale Schritt, sondern der schleichende Zerfall durch die amerikanische Politik, die das Bündnis als Druckmittel missbraucht. Europa hat bereits begonnen, sich auf eine Zeit ohne die amerikanische Sicherheitsgarantie vorzubereiten. Die NATO steht an einem Wendepunkt. Sie wird in ihrer jetzigen Form nicht überleben. Die Frage ist, ob sie als neues, europäisch-geführtes Bündnis mit amerikanischer Duldung weiterexistiert oder ob sie zerfällt und Europa in eine gefährliche neue Ära der Unsicherheit eintritt.
Neue, globale Partner
Angesichts der zunehmenden Unzuverlässigkeit der USA als Sicherheitsgarant (insbesondere durch Trumps Rückzüge aus internationalen Organisationen und die Drohung mit einem NATO-Austritt) und der aggressiveren Aufrüstung Russlands und Chinas, ist Europa gezwungen, seine Sicherheitsarchitektur radikal neu zu denken. Die Suche nach neuen, globalen Partnern ist bereits in vollem Gange. Indien, Japan, Südkorea, Australien, Saudi-Arabien, Türkei, Israel, Ägypten, Israel (Cyber/Tech), UK (Nuklear/Intel), Norwegen (Maritime), Finnland (Arktis).
Europa steht vor einer historischen Wende in seiner Sicherheitspolitik. Die Tage, in denen die USA als einziger Garant für Frieden und Freiheit in Europa galten, sind vorbei. Die neuen Partner – Indien, Japan, Südkorea, Australien, Israel und regionale Mächte – bieten Europäern die Chance, multipolar zu agieren und ihre Interessen eigenständiger zu wahren. Der Erfolg dieser neuen Strategie hängt jedoch davon ab, ob Europa in der Lage ist, innere Einheit zu bewahren, suficiente finanzielle Mittel bereitzustellen und eine klare strategische Vision zu entwickeln, die nicht nur reaktiv auf US-Politik reagiert, sondern proaktiv eine neue Rolle in der Welt definiert. Das Projekt „European Defense Union“ ist der wichtigste Schritt in diese Richtung. Es ist eine riesige Herausforderung, aber auch eine enorme Chance für Europa, erwachsen zu werden.
European Defense Union ‘EDU’
Das Konzept der European Defense Union (Europäische Verteidigungsunion) ist die derzeit wohl wichtigste und ambitionierteste Reaktion Europas auf die geopolitischen Verschiebungen durch Trumps Amerika, den Krieg in der Ukraine und die Bedrohung durch Russland. Es ist nicht (zumindest noch nicht) ein europäisches Gegenstück zur NATO mit einer gemeinsamen Armee unter einem Oberbefehlshaber, sondern ein schrittweiser Prozess, der die nationalen Armeen der EU-Staaten enger verzahnen, ihre Lücken füllen und politisch handlungsfähiger machen soll. Hier ist eine Analyse des aktuellen Standes (Projektion 2025/2026), der Ziele und der konkreten Strukturen.
Die European Defense Union ist der Versuch Europas, erwachsen zu werden. Nach Jahrzehnten der Bequemlichkeit unter dem US-Schirm wird Europa gezwungen, eigene Fähigkeiten aufzubauen. Es ist ein schmerzhafter, teurer und langsamer Prozess, aber er ist notwendig. Die EDU wird die USA nicht ersetzen, wenn es um die Verteidigung gegen ein atomares Russland geht. Aber sie wird Europa handlungsfähig machen, wenn die USA einmal „nicht da“ sind (weil sie sich zurückziehen oder anderswo beschäftigt sind). In den kommenden Jahren wird sich zeigen, ob der Wille, gemeinsam zu handeln, stark genug ist, um die nationalen Egos zu überwinden. Das Schicksal der europäischen Sicherheit und der globalen Rolle Europas hängt am Erfolg der EDU.
Trump hebt „Eisberg-Embargo“ in Kraft – Europa mobilisiert Truppen
Nur 24 Stunden nach seiner zweiten Amtseinführung hat US-Präsident Donald Trump die geopolitische Lage in der Arktis grundlegend verändert. Unter Berufung auf einen „nationalen Notstand“ unterzeichnete Trump am Montagabend (Ortszeit Washington) die Exekutivanordnung 203, die ein umfassendes Wirtschafts- und Schifffahrts-Embargo gegen Dänemark und Grönland verfügt, sollten diese nicht unverzüglich in Verhandlungen über eine Übertragung der Hoheitsrechte über die Insel eintreten. Europa hat umgehend mit einer „historischen Abwehrmaßnahme“ reagiert und den NATO-Beistandsfall informell diskutiert.
Die globalen Finanzmärkte reagierten mit Panikverkäufen; der DAX und der Dow Jones verloren massiv an Wert, während die Preise für Seltene Erden und Technologierohstoffe astronomisch stiegen.
Trumps Scheckbuch-Diplomatie wird zur Drohung
Im Rosa Garten des Weißen Hauses sagte Trump, die USA würden nicht länger zusehen, wie „feindliche Mächte“ (ein offensichtlicher Verweis auf China und Russland) die reichen Bodenschätze Grönlands ausbeuten. „Wir kaufen es nicht mehr, wir nehmen es, was uns rechtlich zusteht“, erklärte Trump und fügte hinzu, die USA seien zu einer „vollständigen wirtschaftlichen Isolation“ Dänemarks bereit, sollte Kopenhagen weiter „stur bleiben“.
Die neuen US-Sanktionen sehen vor, dass keine Schiffe unter dänischer Flagge oder mit Zielhafen Grönland US-Häfen anlaufen dürfen. Zudem droht Washington mit der Einfrierung dänischer Staatsanleihen und einem Stopp aller Technologielieferungen.
Grönland ruft den Souveränitäts-Notstand aus
In Nuuk hat Ministerpräsident Múte B. Egede den „Souveränitäts-Notstand“ ausgerufen. In einer dramatischen Ansprache an das Volk, die live im grönländischen Fernsehen übertragen wurde, sagte Egede: „Wir stehen heute an einem Scheideweg. Die USA versuchen, uns mit economic warfare zu erpressen. Aber wir sind kein Warenzeichen. Wir sind ein Volk.“
Die grönländische Regierung hat alle ausländischen Bergbaulizenzen vorläufig ausgesetzt und die eigene Küstenwache in den höchsten Alarmzustand versetzt. Berichten zufolge haben US-Kriegsschiffe der Zweiten Flotte begonnen, sich auf 50 Seemeilen an den Hafen von Nuuk anzunähern, was eine „Blockade“ darstellen könnte.
Europa: „Das ist ein Angriff auf die NATO“
Die Reaktion in Europa ist schärfer als je zuvor in der Geschichte der transatlantischen Beziehungen. In einer Sondersitzung in Brüssel haben die Außenminister der EU und die Generalsekretärin der NATO beschlossen, eine europäische Einsatzgruppe in die Arktis zu entsenden.
Bundeskanzler Olaf Scholz nannte das Vorgehen der USA einen „brutalen Vertragsbruch“ und einen „Angriff auf die Fundamente der westlichen Allianz“. „Wir stehen vor einem neuen Kalten Krieg, aber diesmal geht es nicht gegen den Kommunismus, sondern gegen die Ordnung des Völkerrechts durch unseren wichtigsten Verbündeten“, so Scholz.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ordnete die Verlegung der französischen Marinegruppe „Marine Royale“ in den Nordatlantik an und warnte: „Wenn Artikel 5 (Beistandsklausel) für ein Land nicht gilt, gilt er für niemanden.“ Es wird erwartet, dass Deutschland und Frankreich gemeinsam mit Dänemark beginnend Mittwoch, militärische Logistik und Marineeinheiten nach Grönland entsenden, um die dänische Souveränität „physisch zu untermauern“.
Die Welt hält den Atem an
Die UN-Versammlung hat für Freitag eine Dringlichkeitssitzung einberufen. China hat scharf protestiert und warnt vor einer „Militarisierung der Arktis“, während Russland mit „Konsequenzen“ droht, sollten US-Schiffe den russischen Hoheitsbereich in der Arktis verletzen.
Der US-Sicherheitsberater verteidigte Trumps Schritt mit den Worten: „Der 20. Januar 2026 ist der Tag, an dem Amerika aufgehört hat, sich für die Sicherheit anderer zu entschuldigen, und angefangen hat, seine eigene Interessen durchzusetzen.“
In den Straßen von Kopenhagen und Berlin fanden bereits erste Massenproteste statt, unter dem Motto „Hands off Greenland – Hands off Europe“. Die Frage, ob die NATO diesen Bruch überleben wird, ist am Morgen des 20. Januar 2026 völlig offen.
„Hände weg von Grönland“-Proteste
Am 17. Januar 2026 fanden in zahlreichen Städten Grönlands und des dänischen Festlands große Anti-Trump-Proteste unter dem Motto „Hands off Greenland!“ statt. Organisiert als Reaktion auf die Grönlandkrise, die durch Donald Trumps Annexionsdrohungen ausgelöst wurde, stellten sie die größten Proteste dar, die jemals in Grönland stattgefunden haben. Im Mittelpunkt der Proteste stand der Slogan “Greenland is not for sale”. Weitere Slogans waren “Yankee, Go Home” und “Make America Go Away”.
Alex Jones: “Präsident Trumps jüngster Grönland-Schritt ist ein Geniestreich!”
Der Plan zielt letztendlich darauf ab, die USA aus der NATO zu führen und sich von der tyrannischen und nicht gewählten EU zu lösen.
Alex Jones analysiert die Strategie von Präsident Trump beim Erwerb Grönlands, die letztlich ein gigantisches „F*** U“ an die nicht gewählten globalistischen Tyrannen der EU und NATO darstellt.
„Ich bin nicht immer der selben Meinung wie Alex Jones, und das gilt auch hier. Ich bin kein Fan der NATO, mein Motto war schon immer: ‚NATO abschaffen, Frieden schaffen!‘ Aber wenn hier jemand ein globalistischer Tyrann, ein Möchtegern-Diktator ist, dann ist es nur eine Person: Donald Trump, Putinas Marionette. ‘Die Kinder von Hiter: Trump und Putin’. Beide kopieren alles, was Hitler damals getan hatte; es könnte nicht deutlicher sein, beide spielen dasselbe Spiel mit ihrem eigenen Volk und der Rest der Welt.“ Zitat: Spencer X
Trump kündigt an, die USA würden Grönland wegen der Nichtvergabe des Friedenspreises annektieren
Präsident Donald Trump erklärte, er habe seine Außenpolitik geändert, nachdem ihm der Friedensnobelpreis 2025 nicht verliehen worden war. Seine neue Weltanschauung habe ihn dazu veranlasst, die vollständige Kontrolle über Grönland anzustreben.
„Nachdem Ihr Land beschlossen hat, mir den Friedensnobelpreis für die Beendigung von 8 Kriegen PLUS nicht zu verleihen, sehe ich mich nicht länger verpflichtet, ausschließlich an den Frieden zu denken“, schrieb Trump in einem Brief an den norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Store, den Bloomberg erhielt.
„Obwohl es immer vorherrschend sein wird, können wir jetzt darüber nachdenken, was gut und richtig für die Vereinigten Staaten von Amerika ist.“ Er fuhr fort: „Die Welt ist nicht sicher, solange wir nicht die vollständige und totale Kontrolle über Grönland haben.“
Store erwiderte, er habe Trump bereits erklärt, dass die norwegische Regierung den Friedensnobelpreis nicht vergibt. „Was den Friedensnobelpreis angeht, habe ich Trump mehrfach klar erklärt, was allgemein bekannt ist: Er wird von einem unabhängigen Nobelkomitee und nicht von der norwegischen Regierung verliehen“, sagte er gegenüber Bloomberg.
Die venezolanische Oppositionelle María Corina Machado wurde 2025 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Sie hatte sich für Sanktionen und militärische Maßnahmen der USA gegen Venezuela ausgesprochen. Nachdem US-Streitkräfte Präsident Nicolás Maduro entführt hatten, schenkte Machado ihre Friedensnobelmedaille Trump.
Trump hat Machado jedoch als potenziellen zukünftigen Führer Venezuelas zurückgewiesen.
Trump argumentierte, die USA müssten Grönland annektieren, um die dänische Kolonie vor Russland und China zu schützen. „Dänemark kann dieses Land nicht vor Russland oder China schützen“, schrieb Trump in dem Brief an Store. „Die Welt ist nicht sicher, solange wir nicht die vollständige Kontrolle über Grönland haben.“
Viele europäische Länder haben sich gegen Trumps Plan zur Annexion Grönlands ausgesprochen. Am Sonntag verhängte Trump einen zehnprozentigen Zoll auf Waren von acht europäischen Ländern, die gegen seine Bemühungen protestiert hatten. Der Präsident erklärte, die Zölle würden erhöht, sollten die betroffenen Länder ihren Widerstand nicht aufgeben.
Könnten die USA Grönland einnehmen?
Nach den Kriegshandlungen gegen Venezuela und der Entführung des venezolanischen Präsidenten hat der US-Imperialismus Grönland als nächstes Ziel auserkoren. „US-Präsident Donald Trump hat laut dem Weißen Haus verschiedene Optionen zur Aneignung Grönlands erörtert, darunter auch den Einsatz des Militärs“, berichtete die britische BBC am Mittwoch (7. Januar).
Am Tag zuvor hatte Trumps stellvertretender Stabschef Stephen Miller erklärt: „Es ist offensichtlich, dass Grönland uns gehört und dass niemand gegen das US-Militär um Grönland kämpfen wird.“ Im selben CNN-Interview sagte Miller:
„Wir leben in einer Welt, in der realen Welt, die von Stärke, Gewalt und Macht beherrscht wird.“
Diese erschreckend bedrohlichen Worte fassen den brutalen Neokolonialismus zusammen, der mit Trump 2.0 eins geworden ist und dessen Wurzeln in der Krise des kapitalistischen Systems liegen – einer Krise, die zu zunehmenden imperialistischen Machtkämpfen, Militarismus und einer immer gewaltsameren Jagd nach natürlichen Ressourcen, Energie, Profiten, Macht und Prestige geführt hat.
„Daher das unausweichliche Streben des Finanzkapitals, sein Wirtschaftsgebiet und sogar sein Territorium im Allgemeinen auszudehnen.“ Dies sind die Worte des russischen Revolutionärs Lenin in seinem Buch „Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus“. Im selben Buch schreibt Lenin, dass eines der Kennzeichen des Monopolkapitalismus, insbesondere angesichts des stetig zunehmenden Wettbewerbs auf dem Weltmarkt, die immer verzweifeltere Jagd nach Rohstoffen, einschließlich potenzieller Rohstoffe, ist. Diese Jagd nach endlichen Ressourcen zerstört viele Länder der Welt und degradiert sie zu Kolonien.
Ein Mineralien-„Goldrausch“
Grönland, die größte Insel der Welt, verfügt nicht nur über enorme Ressourcenpotenziale. Sie liegt auch am Schnittpunkt von Nordamerika, Europa und Asien, und ihre strategische Bedeutung nimmt mit der zunehmenden Beschleunigung des Eisschmelzens durch eine weitere, vom Kapitalismus verursachte Katastrophe – die globale Erwärmung – weiter zu. Wissenschaftler warnen seit Langem vor dem schmelzenden Schnee und Eis der Insel und weisen darauf hin, dass der Verlust der Eismasse das Risiko erhöhter Treibhausgasemissionen und eines Anstiegs des Meeresspiegels birgt. Für Bergbauunternehmen hingegen könnte das schmelzende Eis Grönlands einen regelrechten Mineralienrausch auslösen.
Mit zunehmendem Abschmelzen des arktischen Eises eröffnen sich neue Handelsrouten, wie die Nordostpassage und die Nordwestpassage, was die Transportzeiten drastisch verkürzen und die Preise senken könnte.
Grönland verfügt zudem über unerschlossene Bodenschätze, die für moderne Technologien, Elektrofahrzeuge, erneuerbare Energien und Waffensysteme von entscheidender Bedeutung sind. Eine 2023 vom Geologischen Dienst Dänemarks und Grönlands (GEUS) durchgeführte Studie ergab, dass 25 der 34 von der Europäischen Kommission als kritische Rohstoffe eingestuften Mineralien in Grönland vorkommen. Zu den Seltenen Erden zählen Graphit und Titan. Auch bedeutende Vorkommen an Lithium, Uran und Gold wurden in Grönland entdeckt. Neben Bodenschätzen besitzt Grönland möglicherweise auch enorme Erdöl- und Erdgasreserven. Ein Viertel aller unentdeckten Erdöl- und Erdgasvorkommen könnte sich in der Arktis befinden.
Hinter Washingtons Forderung nach der Eroberung Grönlands stecken daher sowohl wirtschaftliche als auch militärische Gründe sowie unverhohlene Machtinteressen.
Grönländer im Kreuzfeuer
Mit der Übernahme Grönlands will der US-Imperialismus seine Vormachtstellung im imperialistischen Wettlauf um die Arktis sichern und den chinesischen und russischen Imperialismus zurückdrängen. Washingtons Ziel ist klar: Grönland wirtschaftlich und militärisch in seiner Einflusssphäre zu halten.
Selbst wenn die Übernahme Grönlands einen Konflikt mit dem europäischen Imperialismus zur Folge hätte, der ebenfalls aktiv am Wettlauf um die Arktis beteiligt ist: „Durch die Annexion Grönlands würden die USA alleinigen Zugang zu wichtigen Seewegen und den unter dem Eis liegenden Seltenen Erden erlangen. Sie würden den Nordatlantik ohne europäische Einmischung kontrollieren.“ (SVT, 5. Januar) Alle imperialistischen Mächte eint jedoch ihre völlige Missachtung der Umweltrisiken und der Interessen der indigenen Bevölkerung.
Es liegt an Grönlands rund 57.000 Einwohnern, mehrheitlich Inuit, über die Zukunft der Insel zu entscheiden, einschließlich der Frage nach der Unabhängigkeit. Derzeit verfügen sie nur über eine eingeschränkte Selbstverwaltung, deren Bedingungen von den dänischen Behörden diktiert werden. Kolonialherrschaft, imperialistische Machtkämpfe, die Plünderung der Ressourcen der Insel und ihre Militarisierung hindern die Bevölkerung daran, ihre demokratischen und nationalen Rechte wahrzunehmen. Im Kampf für ein freies Grönland können die Menschen nur auf ihre eigene Stärke und nicht zuletzt auf die Unterstützung und Solidarität von Arbeitern in anderen Ländern zählen, insbesondere von Arbeitern in den nordischen Ländern und den Vereinigten Staaten.
Grönlands Geschichte ist geprägt von Unterdrückung. Im 18. Jahrhundert wurde die Insel dänische Kolonie und erlangte später die bis heute bestehenden Selbstverwaltungsrechte. Die USA unterhalten seit Langem Stützpunkte auf der Insel, zeitweise waren dort bis zu 10.000 Soldaten stationiert. Heute ist die Truppenstärke auf wenige Hundert reduziert, kann aber schnell wieder erhöht werden. Unter dem Druck der Trump-Administration hat die dänische Regierung unter Führung der Sozialdemokraten Pläne zur Umwandlung der Insel in eine Militärfestung vorgelegt. Im Oktober wurde angekündigt, zusätzliche 4,2 Milliarden US-Dollar in die Stärkung der „Sicherheit in der Arktis und im Nordatlantik, einschließlich Grönland“ zu investieren und dass Dänemark 16 weitere F-35-Kampfjets von den USA für 4,5 Milliarden US-Dollar erwerben wird. All dies geschah, um Trump zu beschwichtigen. Doch wie andere Zugeständnisse der dänischen und anderer EU-Regierungen konnte auch dies Trump nicht zum Umdenken bewegen.
Beim jüngsten Ukraine-Gipfel in Paris Anfang dieser Woche unterzeichneten der französische Präsident Macron, der deutsche Bundeskanzler Merz, der italienische Ministerpräsident Meloni, der polnische Ministerpräsident Tusk, der spanische Ministerpräsident Sánchez, der britische Ministerpräsident Starmer und der dänische Ministerpräsident Fredriksen eine gemeinsame Erklärung, die Zusagen für neue militärische Initiativen in der Arktis unter dem Dach der NATO sowie sehr vorsichtige Kritik am Bestreben der USA, Grönland zu annektieren, enthielt.
„Aber reichte das wirklich aus, um Trumps Ambitionen zu dämpfen? Die Antwort kam innerhalb weniger Stunden: Nein“, kommentierte die britische BBC und fügte hinzu: „Mette Frederiksen, die dänische Ministerpräsidentin, stand unter dem Druck ihrer europäischen Kollegen, die USA in der Grönlandfrage nicht zu provozieren.“
Was geschieht als Nächstes?
Eine großangelegte US-Invasion Grönlands ist kurzfristig nicht das wahrscheinlichste Szenario. Vielmehr wird der US-Imperialismus zunächst versuchen, die Insel durch Erpressung, die Androhung neuer Zölle und anderer Strafmaßnahmen sowie eine verstärkte Militärpräsenz unter seine Kontrolle zu bringen. Oder, wie die RAND Corporation schreibt: „Die Szenarien reichen von ausgehandelten Abkommen über eine verstärkte US-Militärpräsenz bis hin zu einer einseitigen Intervention – jedes mit einem eskalierenden geopolitischen Risiko. Jede Veränderung würde den Zusammenhalt der NATO auf die Probe stellen, die Sicherheit in der Arktis verändern und Reaktionen Russlands und Chinas provozieren.“ Letzteres scheint jedoch noch in weiter Ferne zu liegen. Bislang haben weder der krisengeschüttelte chinesische noch der russische Imperialismus Bereitschaft gezeigt, auf die Pläne des US-Imperialismus für Grönland zu reagieren. Russland hat sich dazu überhaupt nicht geäußert, während China sich mit Erklärungen gegen den „US-Unilateralismus“ begnügt hat.
Eine US-Invasion Grönlands würde einen neuen Keil zwischen die USA und Europa treiben, aber nicht zwangsläufig das Ende der NATO als Militärbündnis der westlichen Mächte bedeuten. Der europäische Kapitalismus wird weiterhin von den US-Streitkräften und deren Rüstungsindustrie abhängig sein.
Angesichts der Ereignisse des vergangenen Jahres wäre es gefährlich, die von Trump ausgehende Bedrohung zu unterschätzen. Nach den Kriegshandlungen gegen Venezuela hat der US-Imperialismus, dessen militärische Stärke der anderer imperialistischer Mächte weit überlegen ist, seine Offensive verstärkt.
Es wäre jedoch ebenso falsch, die Macht und Stärke des Massenkampfes zu ignorieren. Die Tatsache, dass sich Regierungen weltweit Trump unterworfen haben, und der Triumph des US-Imperialismus nach der Entführung Maduros sollten nicht als Beweis dafür gewertet werden, dass Trump ungestraft handeln kann. Kampf und Widerstand gegen den Imperialismus spielen eine wichtige Rolle.
Das von Trump angestrebte Bild der Unbesiegbarkeit ist hohl und Ausdruck von Hybris, die dazu führen könnte, dass der US-Imperialismus zu viele Fronten eröffnet und sich letztlich übernimmt. Zudem könnte der wirtschaftliche Aufschwung in den USA, von dem Trump profitiert hat, schnell in eine Krise umschlagen, insbesondere wenn die KI-Blase in diesem Jahr platzt.
Der US-Imperialismus überschätzt seine eigene Stärke, unterschätzt aber die Macht der politischen Gegenreaktion und der öffentlichen Reaktion, die seine Politik und sein Handeln sowohl in den USA als auch weltweit hervorrufen werden.
Das Jahr 2025 gab einen Vorgeschmack auf den bevorstehenden Widerstand, mit Massenbewegungen gegen korrupte und autoritäre Regime weltweit. Im Kampf gegen Imperialismus und Kapitalismus keimen die Samen einer anderen Welt – einer sozialistischen Welt. Jetzt ist nicht die Zeit für Verzweiflung und Resignation, sondern für Kampf und Organisation. Schließen Sie sich der ISA und der Sozialistischen Alternative an – schließen Sie sich dem Kampf für eine sozialistische Welt an, frei von Unterdrückung, Gewalt und Erniedrigung.
Trump sagt, er werde keine Gewalt anwenden, um Grönland einzunehmen
Präsident Donald Trump sprach auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, Schweiz, wo er seine Forderung nach Kontrolle über Grönland bekräftigte, aber erklärte, er werde keine Gewalt anwenden, um die selbstverwaltete dänische Insel zu erwerben.
Nach zwei Wochen eskalierender Drohungen gegen Europa knickte Präsident Donald Trump am Mittwoch ein und wich in einer Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos von dem undenkbaren Rand eines möglichen Krieges gegen einen NATO-Verbündeten zurück.
Trumps Versprechen, Grönland nicht mit militärischer Gewalt von Dänemark zu annektieren, linderte die europäischen Befürchtungen vor einem Worst-Case-Szenario und führte zu einer Erholung an der Wall Street. Seine Erklärung wenige Stunden später nach einem Treffen mit dem NATO-Generalsekretär, er könne von seiner Zolldrohung abrücken, nachdem er die Rahmenbedingungen für ein Grönlandabkommen erreicht habe, setzte einen Tag des Zurückruderns bei einem der gewagtesten Manöver seiner bisherigen Präsidentschaft fort.
Doch seine fortgesetzten Beschimpfungen der Verbündeten als „undankbar“, weil sie den USA nicht einfach „Eigentum und Titel“ an dem, was er als „ein Stück Eis“ bezeichnete, zugestanden hätten, trugen wenig dazu bei, die sich vertiefende Stimmung unter den NATO-Führern und anderen langjährigen Verbündeten umzukehren, dass sie die Vereinigten Staaten – seit 80 Jahren der Dreh- und Angelpunkt des transatlantischen Bündnisses – nicht länger als verlässlichen Verbündeten betrachten können.
„Die wichtigste Erkenntnis für Europa ist, dass es sich lohnen kann, ihm die Stirn zu bieten. Natürlich herrscht Erleichterung darüber, dass er militärische Gewalt vom Tisch hat, aber auch das Bewusstsein, dass er seine Meinung jederzeit ändern könnte“, sagte ein europäischer Beamter, der Trumps Rede beiwohnte und wie andere Interviewpartner für diesen Bericht anonym bleiben wollte, um offen sprechen zu können. „Trumps Versprechen und Aussagen sind unzuverlässig, aber seine Verachtung für Europa ist beständig. Wir müssen weiterhin Entschlossenheit und mehr Unabhängigkeit zeigen, denn wir können uns nicht länger an die Illusion klammern, Amerika sei noch das, was wir einst dafür hielten.“
Trumps abrupte Kehrtwende nach wochenlanger Weigerung, eine militärische Intervention auszuschließen, erfolgte einen Tag, nachdem die Schockwellen in Grönland die globalen Märkte einbrechen ließen und allein beim S&P 500 über 1,2 Billionen Dollar an Wert vernichteten. Der Kurswechsel des Präsidenten ähnelte einem ähnlichen Moment im April, als er nach einem durch seine Politik verursachten Börseneinbruch weitreichende Zölle rasch wieder zurücknahm.
Sollte Trumps Weigerung, das Militär zur Bedrohung Grönlands und der NATO-Verbündeten der USA einzusetzen, Bestand haben, wäre dies ein Erfolg für Regierungsbeamte wie Finanzminister Scott Bessent, der am Dienstag den Teilnehmern des Weltwirtschaftsforums in Davos riet, nicht überzureagieren oder den Konflikt mit Trump zu eskalieren, und den besorgten Europäern versicherte, dass sich die Dinge bald regeln würden.
Die Androhung von Gewalt schien die starke Unterstützung des stellvertretenden Stabschefs Stephen Miller zu haben, der diese Wünsche in einem Interview in diesem Monat am deutlichsten zum Ausdruck brachte, indem er behauptete, Amerika sei der rechtmäßige Besitzer Grönlands und darauf bestand, dass die „reale Welt“ eine sei, „die von Gewalt regiert wird, die von Macht regiert wird“.
Abgesehen von Miller sahen die meisten die Androhung von Gewalt als Versuch, Druckmittel für spätere Verhandlungen zu schaffen. Hätte Trump den Einsatz militärischer Gewalt angestrebt, hätte es Widerstand von seinen engsten Verbündeten wie Außenminister Marco Rubio und Vizepräsident JD Vance geben können, sagte eine Person aus dem Umfeld der Regierung, die anonym bleiben wollte, um die internen Abläufe zu schildern.
„Sprechen manche hochrangige Regierungsmitglieder mit ihren besten Freunden in der konservativen Welt und den Medien und sagen im Grunde: ‚Ja, ich weiß auch nicht, warum wir das tun?‘ Sicher, aber ich denke, das ist alles vertraulich“, sagte die Person.
Immer häufiger äußern Europäer ihre wachsenden Ängste. Als Trump am Mittwochnachmittag in den verschneiten Schweizer Alpen zu diesem jährlichen Treffen der Wirtschafts- und Politikgrößen eintraf, herrschte im Westen weiterhin Anspannung, nachdem der Präsident am vergangenen Wochenende angekündigt hatte, die Zölle auf mehrere europäische Länder zu erhöhen, die Truppen zu Militärübungen nach Grönland entsandt hatten. Während sie darüber nachdachten, dass ein amerikanischer Präsident die territoriale Souveränität eines Verbündeten bedrohte und gegen andere zu wirtschaftlichen Druckmitteln griff, berieten europäische Staats- und Regierungschefs offen über mögliche Vergeltungsmaßnahmen.
Diese Haltung markierte einen großen Wandel gegenüber Trumps erstem Jahr nach seiner Rückkehr ins Amt, als die europäischen Staats- und Regierungschefs zwar Widerstand leisteten, letztendlich aber weitgehend seine Bedingungen akzeptierten – die NATO stimmte widerwillig zu, mehr für Verteidigung auszugeben, übernahm die gesamte finanzielle Last der Ukraine-Hilfe und die Europäische Union akzeptierte einen 15-prozentigen Zoll auf alle Exporte in die USA –, um den Präsidenten davon abzuhalten, mit dem Bündnis zu brechen und die Ukraine im Stich zu lassen.
Doch die dreiste Herausforderung des Präsidenten an Dänemark im Grönlandstreit und seine schockierende Missachtung der territorialen Souveränität Europas stellten eine weitaus besorgniserregendere Störung dar. Seine Forderung an Dänemark, einen treuen NATO-Verbündeten, ihm den Kauf Grönlands zu gestatten – und bis Mittwoch die Drohung, militärische Gewalt zur Eroberung einzusetzen –, drohte, eine rote Linie für Europa zu überschreiten und 80 Jahre Zusammenarbeit zu zerstören. Damit würde ein Bündnis auf den Kopf gestellt, das Amerika maßgeblich aufgebaut hatte, um genau jene Art imperialistischer Eroberungen zu verhindern, die Trump nun plötzlich anzustreben scheint.
„Wir haben uns von unbekanntem Terrain ins Weltall begeben“, sagte Charles Kupchan, Direktor für Europastudien beim Council on Foreign Relations und ehemaliger Berater von Präsident Barack Obama. „Das ist nicht nur seltsam und schwer zu begreifen. Es grenzt ans Undenkbare, und deshalb reagiert Europa anders als vor dem Grönland-Konflikt.“
Trumps Social-Media-Posts vom vergangenen Wochenende, in denen er ankündigte, die Zölle auf die europäischen Länder zu erhöhen, die Truppen zu Übungszwecken nach Grönland entsandt hatten, riefen scharfe öffentliche Reaktionen von Staatsoberhäuptern in ganz Europa hervor und führten zu einer Flut privater Anrufe und sogar Textnachrichten – von denen einige der Präsident in den sozialen Medien teilte –, in denen er aufgefordert wurde, konstruktiver mit ihnen zusammenzuarbeiten, um die Sicherheit in der Arktis zu gewährleisten.
Das hielt Trump am Mittwoch nicht davon ab, weiterhin seine Absicht zu bekräftigen, Grönland durch Verhandlungen zu erwerben, obwohl eine überwältigende Mehrheit der Grönländer gegen ein Leben unter US-Kontrolle ist.
„Wir sollten uns nicht zu sehr darüber freuen, dass er Gewalt ausgeschlossen hat, denn das war von vornherein ungeheuerlich“, sagte ein zweiter europäischer Beamter in Davos. „Und seine Darstellung Grönlands ist Unsinn. Das muss man anprangern.“
Trump, der sich am Mittwochnachmittag mit europäischen Staats- und Regierungschefs traf, um über Grönland zu sprechen, deutete in seinen Ausführungen an, dass der Erwerb der riesigen Insel zwischen Arktis und Nordatlantik durch die USA sowohl im Interesse Europas als auch Amerikas liege. „Nur die Vereinigten Staaten können dieses gigantische Land, dieses riesige Eisstück, schützen, es entwickeln und so gestalten, dass es gut und sicher für Europa ist“, sagte er.
„Sie können Ja sagen, und wir werden Ihnen sehr dankbar sein, oder Sie können Nein sagen, und wir werden uns daran erinnern“, fuhr Trump fort.
Diese Worte schienen die wachsenden Ängste demokratischer Führer nicht vollständig zu beschwichtigen, dass sich die Welt in eine neue und beängstigende Richtung drehe, weg von Jahrzehnten relativen Friedens und Stabilität und zurück in eine Vorkriegsära globaler Eroberungen.
Der kanadische Premierminister Mark Carney erklärte am Dienstag in Davos vor Trumps Ankunft mit Nachdruck, dass es kein Zurück mehr gebe. „Wir werden täglich daran erinnert, dass wir in einem Zeitalter der Großmachtrivalität leben“, sagte Carney. „Dass die regelbasierte Ordnung schwindet. Dass die Starken tun, was sie können, und die Schwachen leiden, was sie ertragen müssen.“
Carney rief die demokratischen Nationen dazu auf, ihre Abhängigkeit von den USA und ihre Anfälligkeit für den Druck des Weißen Hauses zu verringern, und forderte andere Staats- und Regierungschefs auf, die neue Realität zu akzeptieren, dass die langjährige Nachkriegsordnung seiner Ansicht nach bereits Geschichte sei. „Ich will es ganz deutlich sagen: Wir befinden uns inmitten eines Bruchs, nicht in einem Übergang.“
Trump machte am Mittwoch deutlich, dass er Carneys Äußerungen zur Kenntnis genommen hatte, in denen dieser auf Kanadas Abhängigkeit von den USA anspielte und sogar andeutete, dass Kanadas Sicherheit weiterhin von amerikanischer Verteidigungstechnologie abhänge. „Sie sollten uns dankbar sein“, sagte er. „Kanada lebt dank der Vereinigten Staaten. Denken Sie daran, Mark, wenn Sie das nächste Mal eine Erklärung abgeben.“ Die implizite Drohung unterstrich möglicherweise die Aussage des kanadischen Premierministers.
Angesichts der anhaltenden Drohungen des Weißen Hauses mit höheren Zöllen, selbst nachdem Trump von seinen Säbelrasseln in Bezug auf die Annexion des Landes abgerückt war, hat Kanada versucht, seine Handelsbeziehungen mit anderen Ländern, einschließlich China, neu auszurichten, um seine wirtschaftliche Abhängigkeit von den USA zu verringern.
Auch in Europa könnten die Staats- und Regierungschefs diesem Beispiel folgen. Erst letzte Woche billigte Brüssel ein wegweisendes Freihandelsabkommen mit dem Mercosur-Block südamerikanischer Länder – ein lange angestrebtes Abkommen, das in den letzten Monaten an Dringlichkeit gewann, um Europa ein Bollwerk gegen Trumps Protektionismus und seine wirtschaftlichen Zwangsmaßnahmen zu bieten.
In Europa besteht weiterhin Hoffnung, dass Trump letztendlich eine weniger restriktive Eigentumsregelung für Grönland akzeptieren wird, insbesondere nach seinem scheinbaren Rückzug am Mittwoch hinsichtlich der angedrohten Zölle und des Einsatzes militärischer Gewalt. Dies könnte die Annahme eines bestehenden Angebots Dänemarks zur Verstärkung der amerikanischen Militärpräsenz auf der Insel umfassen, ganz zu schweigen von Wirtschaftskooperationsabkommen zur Erschließung der dortigen Bodenschätze, da der Klimawandel die Mineralvorkommen leichter zugänglich macht.
Doch die europäischen Staats- und Regierungschefs scheinen zunehmend zu akzeptieren, dass ihre Möglichkeiten, Trump zu kontrollieren, begrenzt sind – und versuchen daher, ihre Abhängigkeit von den USA so schnell wie möglich abzusichern.
Anders Fogh Rasmussen, der ehemalige dänische Ministerpräsident und NATO-Generalsekretär, schrieb diese Woche, es sei an der Zeit, dass Europa seine Haltung gegenüber den USA von einer engen Verbündetenbeziehung hin zu einer stärkeren, auf Selbstschutz ausgerichteten Haltung ändere, die durch ein stärkeres Militär und Gegenzölle gekennzeichnet sei.
„Herr Trump glaubt, genau wie Wladimir Putin und Xi Jinping, an Macht und nichts anderes“, schrieb er und verglich den US-Präsidenten mit den Führern Russlands und Chinas. „Europa muss bereit sein, nach denselben Regeln zu spielen.“
Trumps Drohungen gegen Dänemark haben die lange vorherrschende Ansicht über die USA zunichtegemacht, dass Washington nach 80 Jahren des Widerstands gegen imperialistische Eroberer von Adolf Hitlers Deutschland bis zu Saddam Husseins Irak immer die Speerspitze bei der Durchsetzung einer auf gemeinsamen demokratischen Idealen gegründeten Weltordnung sein würde.
Plötzlich wird dieser Speer gegen seine langjährigen Verbündeten gerichtet.
“The jewel in the crown of our power and of our role in the world has always been our alliance system,” said Jeremy Shapiro, a veteran of the State Department under the President Barack Obama administration who is now a fellow at the European Council on Foreign Relations in Washington.
Shapiro merkte an, dass die USA seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs zeitweise immer noch auf militärische Stärke gesetzt haben, insbesondere auf ihrem eigenen Kontinent. Insgesamt sei die amerikanische Außenpolitik jedoch weitgehend durch ihren Einsatz von Soft Power geprägt, die, so Shapiro, „deutlich kostengünstiger, weniger repressiv, moralischer und ethischer sowie nachhaltiger“ sei.
Die Rückkehr zum Recht des Dschungels und zu einer Welt, in der größere Mächte kleinere verschlingen, würde, so Shapiro weiter, die USA Russland und China – den beiden Ländern, die seiner Ansicht nach die US-Interessen in Grönland bedrohen – ähnlicher machen und sie langfristig schwächen.
„Von unseren bewährten Methoden zu Putins Methoden überzugehen, ist schlimmer als ein Verbrechen“, sagte er. „Es ist eine Idiotie.“
NATO erklärt, dass die Souveränität Grönlands bei dem Treffen mit den USA nicht thematisiert wurde, nachdem Trump von einem „Rahmen für ein künftiges Abkommen“ gesprochen hatte
Der britische Außenminister liefert weitere Details zum „Arktis-Wächter“ für Grönland (veröffentlicht um 09:47 Uhr).
Die britische Außenministerin Yvette Cooper hat sich nun auch in der Sendung „Today“ von BBC Radio 4 geäußert – etwas früher hatte sie bereits mit BBC Breakfast gesprochen.
Cooper erläuterte weitere Einzelheiten zum im Rahmen des Abkommens besprochenen „Arktis-Wächter“ und sagte, es handele sich um ein gemeinsames Einsatzprogramm, das die NATO-Staaten zur Bekämpfung einer „gemeinsamen Bedrohung“ zusammenbringt.
Die Arbeit könnte „das Zusammenkommen verschiedener arktischer Länder mit Unterstützung anderer NATO-Staaten“ beinhalten, sagte sie.
Auf die Frage, warum Trump von seinen früheren Drohungen abgerückt sei, sagte Cooper: „Ich denke, es gab ein sehr koordiniertes Vorgehen der Verbündeten.“
Cooper wurde auch zu der Entscheidung Großbritanniens befragt, Milliarden für das Chagos-Abkommen auszugeben – in den letzten Tagen hatte Trump das Abkommen kritisiert, das die Chagos-Inseln an Mauritius abtritt und im Gegenzug einen wichtigen britisch-amerikanischen Militärstützpunkt zurückpachtet.
Cooper sagte, bei dem Abkommen gehe es darum, eine starke Verteidigungs- und Geheimdienstkooperation zwischen Großbritannien und den USA sicherzustellen, und es gebe eine rechtliche Grundlage für deren Fortsetzung in der Zukunft.
Sie fügte hinzu, dass Trump das Chagos-Abkommen in den letzten Tagen als Mittel genutzt habe, um Druck auf Großbritannien in der Grönlandfrage auszuüben, und nannte es beschämend, dass die Konservativen „auf diesen Zug aufgesprungen“ seien.
Hier ist, was Sie wissen sollten, seit Trump angekündigt hat, einen „Rahmen für ein künftiges Abkommen“ über Grönland geschaffen zu haben
Nur wenige Stunden nach seiner Rede beim Weltwirtschaftsforum verkündete US-Präsident Donald Trump nach einem Treffen mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte im schweizerischen Davos, er habe „den Rahmen für ein künftiges Abkommen“ über Grönland geschaffen.
Nach dieser Nachricht schnellten die US-Aktienkurse in die Höhe.
Die Verhandlungen zwischen Dänemark, Grönland und den Vereinigten Staaten werden fortgesetzt, erklärte NATO-Sprecherin Alison Hart nach Trumps Ankündigung. Die NATO-Verbündeten werden sich auf die Sicherung der Arktis durch gemeinsame Anstrengungen konzentrieren.
„Der Tag endet besser, als er begonnen hat“, schrieb der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen in den sozialen Medien.
Hier ist, was Sie wissen müssen:
Der „unbefristete“ Deal: Auf die Frage von CNN-Moderatorin Kaitlan Collins, ob der Deal seinen Wunsch nach dem Besitz Grönlands erfülle, sagte Trump, es sei der „ultimative Langzeitdeal“, der „alle in eine sehr gute Position bringt“. Trump bezeichnete die Laufzeit des Deals als „unbefristet“.
Keine Zölle auf europäische Länder: Im Rahmen der Bekanntgabe des Rahmenabkommens ließ Trump die angedrohten Zölle auf mehrere europäische Länder wegen ihrer Unterstützung Grönlands fallen. Schweden begrüßte diese Nachricht.
NATO-Chef meldet sich zu Wort: NATO-Generalsekretär Mark Rutte sagte, Trumps Beitrag auf Truth Social über das Erreichen eines „Rahmens“ für ein Abkommen sei „genau auf den Punkt gebracht“.
Kosten Grönlands: Trump hatte zuvor erklärt, er könne sich vorstellen, einen Geldbetrag für Grönland zu zahlen, nachdem er den Einsatz militärischer Gewalt zur Erlangung des Landes ausgeschlossen habe.
„Was-wäre-wenn“-Szenario
Europa im Krieg mit den USA ‘Dritter Weltkrieg‘
Ein Krieg zwischen den USA und Europa wäre im 21. Jahrhundert vor allem ein technischer, wirtschaftlicher und logistischer Albtraum.
Der Große Atlantik-Krieg
Der Große Atlantische Krieg, in der westlichen Geschichtsschreibung auch als Dritter Weltkrieg (oder vereinzelt als „Transatlantischer Krieg“) bezeichnet, war ein globaler militärischer Konflikt, der in den späten 2020er oder frühen 2030er Jahren ausbrach. Die Hauptkriegführenden Parteien waren die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) und die Europäische Föderation (ehemals Europäische Union), unterstützt durch das nordatlantische Bündnis, das jedoch durch den Konflikt gespalten wurde. Der Konflikt zeichnete sich durch eine ungewöhnliche Kombination aus Cyberwarfare, asymmetrischer Seekriegsführung und einer beispiellosen nuklearen Eskalation aus, die das Ende der modernen Zivilisation, wie sie bis dahin bestand, einleitete.
Hintergrund und Auslöser
Die Wurzeln des Konflikts liegen in einer globalen Wirtschaftskrise der späten 2020er Jahre. Die USA, zunehmend isolationistisch und protektionistisch regiert, versuchten, ihre hegemoniale Stellung durch die Übernahme der Kontrolle über das globale Internet und die Satellitenkommunikation zu sichern. Die Europäische Föderation (EU-Föderation) interpretierte dies als einen Verlust ihrer digitalen Souveränität und begann mit dem Aufbau eines unabhängigen, europaweiten Netzwerks.
Der unmittelbare Kriegsgrund war der sogenannte „Satelliten-Zwischenfall“. Ein US-Satellit zerstörte versehentlich einen europäischen Kommunikationssatelliten. Da die US-Regierung sich weigerte, eine Entschuldigung auszusprechen oder Reparationszahlungen zu leisten, verhängte die EU harte Sanktionen gegen große US-Tech-Konzerne. Dies führte zu einem rapiden Abbruch der diplomatischen Beziehungen und markierte den Beginn der Feindseligkeiten.
Kriegsbeginn: Cyber- und Informationskrieg
Der Konflikt begann ohne formale Kriegserklärung physisch, sondern im digitalen Raum. Historiker beschreiben diese Phase als „Kampf um die Information“.
- Cyber-Krieg: Innerhalb des ersten Monats fielen kritische Infrastrukturen auf beiden Seiten aus. Stromnetze in New York, Paris und Berlin kollabierten durch koordinierte Cyberangriffe. Börsen wurden manipuliert und brachen zusammen. GPS-Systeme und Satellitenavigationen wurden gestört, was zu gefährlichen Situationen in der zivilen Luft- und Schifffahrt führte.
- Informations-Spaltung: Das globale Internet spaltete sich in zwei getrennte Blöcke: das „US-Net“ und das „EURO-Net“. Soziale Medien wurden gezielt als psychologische Kriegsführung genutzt, um Unruhen und politische Instabilität im jeweiligen gegnerischen Land zu schüren.
Phase 1: Das „Externe Schweigen“
In den ersten 48 Stunden des offenen militärischen Konflikts verlagerte sich der Fokus auf den Weltraum. Die USA nutzten ihre überlegene Weltraumkapazität, um europäische Aufklärungssatelliten durch Cyberangriffe, Jamming und Telemetrieblockaden auszuschalten („Blinden“). Europa verlor signifikante Situational Awareness.
Europa reagierte mit der „Ultimativen Abschreckung“. Die französische Force Océanique Stratégique und die britischen Atom-U-Boot-Flotten gaben sofort den Befehl zum Tauchen. Dies etablierte früh ein Patt der nuklearen Abschreckung (Mutual Assured Destruction – MAD), da beide Seiten wussten, dass ein Erstschlag den eigenen Untergang durch Vergeltung bedeuten würde. Der Krieg führte daher initial unterhalb der nuklearen Schwelle fort.
Phase 2: Der U-Boot-Krieg (Atlantik-Schlacht 2.0)
Aufgrund der geografischen Distanz war eine konventionelle Invasion unmöglich („Niemand kann den Atlantik überqueren“). Der Krieg wurde zum Fernkrieg. Eine zentrale Rolle spielte die Seekriegsführung.
Die europäische Marine (insbesondere U-Boote aus Deutschland, Frankreich, Norwegen, Schweden und Spanien, wie die Klasse 212CD und Dreadnought) ging aggressiv vor und positionierte sich vor der US-Ostküste (Virginia, Norfolk). Diese leisen Boote stellten eine erhebliche Bedrohung für die amerikanischen Flugzeugträgergruppen dar, die ansonsten superiority über dem Ozean gehabt hätten. Die USA versuchten parallel, Europa durch eine Seeblockade vom Welthandel abzuschneiden, um den Kontinent (insbesondere Öl- und Pharmavorprodukte) aushungern zu lassen.
Phase 3: Luftkrieg und Basis-Konflikte
Da sich die Flotten gegenseitig neutralisierten, verlagerte sich der Luftkrieg auf die Überhorizont-Bekämpfung.
- USA: Einsatz von strategischen Bombern (B-2, B-21 Raider) von US-Basen und dem Nahen Osten aus, die Marschflugkörper (Tomahawks) auf europäische Infrastruktur abfeuerten.
- Europa: Aufbau einer Luftverteidigungsfestung mittels Patriot-, Iris-T SLM- und SAMP/T-Systemen sowie Eurofighter-Typhoons. Ein kritisches Szenario war der Status der US-Basen in Europa (Ramstein, Spangdahlem, Aviano). Laut zeitgenössischen Berichten neutralisierten oder besetzten europäische Spezialeinheiten am ersten Tag diese Stützpunkte. US-Soldaten auf europäischem Boden wurden teilweise interniert oder entwaffnet.
Wirtschaftliche und gesellschaftliche Folgen
Der Krieg führte rasch zu einem Zusammenbruch der globalen Zulieferketten.
- Europa: Durch die Blockade und das Embargo kam es zu massiver Benzinrationierung. Die Pharmaindustrie brach aufgrund fehlender Vorprodukte aus Asien und den USA zusammen, und Supermarktregale blieben leer. Die exportabhängige Wirtschaft Europas stand still.
- USA: Der Ausfall europäischer Technologie-, Luxusgüter- und Automobilimporte führte zu massiven sozialen Unruhen und Inflation. Der Aktienmarkt kollabierte infolge des Kapitalabzugs europäischer Investoren.
Stellvertreterkrieg in Afrika
Um den Ressourcenmangel zu kompensieren, verlagerte sich der Konflikt nach Afrika („Der Ressourcenkrieg“). Europa nutzte traditionelle Bindungen nach Westafrika, während die USA mittels AFRICOM ihre Präsenz erhöhten. Es kam zu brutalen Stellvertreterkriegen um strategische Ressourcen, insbesondere Kobalt (DR Kongo) und Uran (Niger), in denen Söldner und Spezialeinheiten beider Seiten direkt aufeinander trafen.
Nukleare Eskalation
Der Warnschuss
Nach mehreren Monaten des konventionellen Patt eskalierte die Situation durch einen massiven (wahrscheinlich konventionellen oder Hyperschall-)schlag, der versehentlich eine Raketenbasis zerstörte und hohe Verluste forderte. Die europäische Führung sah ihre Abschreckung gefährdet und wandte die Doktrin des „ultimativen Warnschusses“ an (insbesondere Frankreich).
Ein oder mehrere nukleare Sprengköpfe mittlerer Sprengkraft detonierte über einem großen militärischen Ziel (wahrscheinlich Flottenbasis Norfolk oder ein Versorgungshafen). Die Explosion verursachte Tausende Tote und radiologische Kontamination, sollte aber als Signal dienen („So weit und nicht weiter“). Dies war der Moment, an dem die Weltwirtschaft endgültig kollabierte.
Der umfassende Austausch
Die Logik des „Use it or lose it“ führte zur Endphase. KI-gestützte Frühwarnsysteme interpretierten Bewegungen fälschlicherweise als Vorbereitung eines weiteren Angriffs. Unter extremem Zeitdruck und Panik entschieden beide Seiten zum umfassenden Schlag.
- USA: Hunderte ICBMs (Minuteman III/Sentinel) und SLBMs (Trident) wurden auf europäische Hauptstädte, Kommandozentralen und Industrieregionen abgefeuert. Zusätzlich kamen nukleare Marschflugkörper von Bombern zum Einsatz.
- Europa: Britische und französische U-Boote feuerten ihre SLBMs (Trident/M51) auf die US-Ost- und Westküste sowie Industriezentren.
Es kam zum Einsatz experimenteller Technologien wie Höhen-EMP-Waffen, welche die Elektronik in weiten Teilen beider Kontinente vernichteten, und orbitaler Plattformen. Abwehrversuche mittels Hochenergielasern scheiterten an der Masse der angreifenden Gefechtsköpfe.
Folgen:
- Unmittelbar: Millionen Tote durch Druckwelle und Hitze. Feuerstürme in Städten, Zusammenbruch aller medizinischen Versorgung.
- Langzeit: Injektion von Ruß und Asche in die Stratosphäre führte zu einem „Nuklearen Winter“ mit massiver Abkühlung und globalen Missernten, gefolgt von einer Hungersnot, die Milliarden das Leben kostete.
Kriegsende und Waffenstillstand von Lissabon
Nach etwa 6 bis 12 Monaten war die globale Infrastruktur zerstört. Internetkabel am Meeresboden waren gekappt, der Welthandel lag still. Millionen Flüchtlinge versuchten, aus den Drittstaaten zu fliehen. Beide Seiten standen vor dem vollständigen ökologischen und ökonomischen Ruin.
Auf Initiative neutraler Staaten (insbesondere Indien und der Schweiz) kam es zum Waffenstillstand von Lissabon. Beide Seiten erkannten an, dass ein Weiterführen des Krieges den mutual suicide bedeutet hätte. Die Welt wurde in Interessensphären aufgeteilt: Die USA kontrollieren fortan den Pazifik und die Amerikas, Europa kontrolliert Afrika, den Nahen Osten und Eurasien. Der „Eiserne Vorhang“ wurde in die Mitte des Atlantiks verschoben.
Nachwirkungen
Die Nachkriegszeit wird von Historikern als das „Zeitalter der Wiedergeburt“ oder das „Dunkle Zeitalter“ bezeichnet.
- Politik: Herkömmliche Nationalstaaten existieren kaum noch. Die Kontrolle liegt in den Händen lokaler militärischer Kommandanten oder Warlords.
- Gesellschaft: Die Überlebenden leben in isolierten Enklaven, oft in Bunkern oder abgelegenen Tälern, um der Strahlung und den marodierenden Banden zu entgehen. Hunger und Seuchen prägen den Alltag.
- Technologie: Ein großer Teil des technologischen Wissens ging durch EMP-Schläge und den Tod von Fachkräften verloren. Vorhandene High-Tech-Komponenten werden oft fragmentarisch verwendet, etwa Solartechnologie oder reparierte Drohnen zur Aufklärung.
- Unbekannte Technologien: Gerüchte über genetisch angepasste Menschen in „Dead Zones“ und autonom agierende KI-Systeme, die immer noch ihre urprünglichen Tötungsbefehle ausführen, gehören zum postapokalyptischen Mythos.
Anarchist Marxist: Auf den Punkt.
Vagabund – Alternative Berichterstattung [The Anarchist Marxist – AM]
Der Wink mit dem Zaunpfahl
Wie dämlich muss Miller (alias Trump) sein, wenn mann den Wink mit dem Zaunpfahl noch nicht mal merkt.
Die Reaktion aus Europa ist in Politik und Medien fast einhellig: Trumps Versuch, Grönland „einzunehmen“ oder zu kaufen, wird als Einmischung in die Souveränität eines demokratischen Verbündeten abgelehnt. Dänemark und Grönland betonen, Grönland sei „nicht zu verkaufen“, und eine Reihe europäischer Regierungen und EU-Vertreter sprechen von „unacceptable“ (inakzeptablen) Zoll-Drohungen und warnen vor einer „gefährlichen Abwärtsspirale“ für die transatlantischen Beziehungen und für die NATO. Gleichzeitig signalisieren einige europäische Führer, dass sie Eskalation vermeiden, aber im Ernstfall mit Gegenmaßnahmen reagieren wollen.
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