Robert De Niro
Robert Anthony De Niro, Jr. (* 17. August 1943 in New York City) ist ein US-amerikanischer Schauspieler, der seit 2006 auch die italienische Staatsbürgerschaft besitzt. Der zweifache Oscar–Preisträger und Filmproduzent zählt seit Mitte der 1970er Jahre zu den führenden Charakterdarstellern des US-amerikanischen Films und ist in zahlreichen Filmklassikern zu sehen.
De Niro ist als Unterstützer der Demokratischen Partei bekannt, er setzte sich mehrfach für deren Präsidentschaftskandidaten ein. 1998 sprach er sich gegen das Impeachment von Präsident Bill Clinton aus. 2006 war er zu Gast in der Show Hardball with Chris Matthews. Auf die Frage, wen er sich als Präsidenten vorstellen könnte, nannte er Hillary Clinton und Barack Obama. Am 4. Februar 2008 trat er bei einer Veranstaltung Obamas in New Jersey auf.
2011 unterstützte er die Initiative Ein Logo für Menschenrechte. 2012 trat De Niro der Kampagne Artists Against Fracking bei. Während des US-Präsidentschaftswahlkampfs 2016 äußerte sich De Niro deutlich gegen Donald Trump, er nannte ihn „immens dumm“ und sagte, dass er ihm „gerne ins Gesicht schlagen würde“.
Im Mai 2024 veröffentlichte Joe Bidens Wahlkampfteam einen Werbespot für Biden, in dem de Niro Argumente aufzählt, warum man bei der Präsidentschaftswahl am 5. November 2024 nicht Trump wählen solle. Er sagt unter anderem: „Wir wussten, dass er schon als Präsident außer Kontrolle war.“ „Dann verlor er 2020 die Wahl – und ihm riss komplett die Kette.“ „Trump will Rache, und er wird dafür vor nichts Halt machen.“
Trump – He is so f**king Stupid. I mean, look at the lame, inane things that he says. He’s so stupid he can’t even say anything clever. He’s af**king moron.
https://www.youtube.com/watch?v=ZnQXC4_h-LM
(https://youtu.be/ZnQXC4_h-LM?si=sfHpZYB0hR6t_OeQ)
„Der ist so verdammt dumm. Ich meine, schau dir doch mal die lahmen, sinnlosen Sachen an, die er von sich gibt. Er ist so dumm, dass er nicht mal was Kluges sagen kann. Er ist ein verdammter Vollidiot.“ Zitat: Robert de Niro
De Niro: I’d Like to Punch Trump In the Face
https://www.youtube.com/watch?v=dfW2TiPAKsw
(https://youtu.be/dfW2TiPAKsw?si=-2GfWk_wtFnR5oeC)
Donald Trump – Sadistisch, unmoralisch, primitiv
Amerikanische Psychiater und Psychologen haben den Geisteszustand des US-Präsidenten begutachtet – ihre Ferndiagnosen sind beängstigend.
Das Verhalten des Täters zeige charakteristische Merkmale eines Soziopathen, urteilt der Gutachter und Psychiater Lance Dodes. Es handle sich dabei um “eine der schwerwiegendsten aller seelischen Störungen”. Soziopathen litten unter einem “Defekt in der grundlegenden Natur ihres Menschseins”. Ihre typischen Eigenschaften: “Sadistisch, mitleidlos, grausam, abwertend, unmoralisch, primitiv, kaltschnäuzig, räuberisch, schikanierend, entmenschlichend.”
Dodes lässt keinen Zweifel daran, dass er von einem gefährlichen Monstrum spricht. Doch gemeint ist nicht etwa der Attentäter von Las Vegas. Nein, die Rede ist vom amtierenden Präsidenten der Vereinigten Staaten.
Dodes’ Expertise ist Teil eines Buchs, in dem 27 Fachleute – teils sehr namhafte Psychiater und Psychologen – ihr Urteil über Donald Trump abgeben(*). Der Band ist aus einer Konferenz hervorgegangen, die unter dem Motto “Duty to Warn” (Pflicht zu warnen) an der Uni Yale stattfand.
Entstanden ist ein unheimliches Seelenpanorama. Trump werden ein “hypermanisches Temperament”, eine “wahnhafte Loslösung von der Wirklichkeit” und “paranoide Hyperempfindlichkeit” attestiert. Die Autoren unterstellen ihm nicht nur “Gedankenlosigkeit”, “Leichtsinn” und “Selbstverherrlichung”, sondern auch “Frauenhass”, “Boshaftigkeit” und “Bewunderung für Gewaltherrscher“.
Sogar vor Vergleichen mit Adolf Hitler schrecken die Fachleute nicht zurück.
Den Leser hinterlässt das Buch fassungslos: Wird das mächtigste Land der Welt wirklich von einem Verrückten regiert? Einem Größenwahnsinnigen, der nicht recht weiß, was er tut? Oder steigert sich hier nur eine Handvoll Psychiater, empört über Trumps irrlichternden Politikstil, in überzogene Horrorfantasien hinein?
Den ethischen Richtlinien ihres Berufsstands zufolge hätten die Autoren ein solches Buch nicht schreiben dürfen. Die sogenannte Goldwater-Regel verbietet es ihnen als Psychiatern, sich über Menschen des öffentlichen Lebens zu äußern. Erlassen wurde diese Vorschrift, nachdem 1964 mehr als tausend Psychiater dem damaligen republikanischen Präsidentschaftskandidaten Barry Goldwater im Rahmen einer Zeitschriftenumfrage bescheinigt hatten, er sei aus psychischen Gründen amtsuntauglich.
Goldwater verlor die Wahl, vor Gericht jedoch obsiegte er: Die Zeitschrift wurde zur Zahlung von Schadensersatz verpflichtet. Der amerikanische Psychiaterbund APA empfand es als Schmach für die Zunft und untersagte seinen Mitgliedern fortan jegliches fachliche Urteil über Politiker, die sie ärztlich nicht untersucht haben.
Die Autoren des Buchs begehren jetzt gegen dieses Schweigegebot auf. Im Fall Trump sei das Gefühl weit verbreitet, dass mit ihm psychisch irgendetwas nicht stimmt. Da sei es geradezu die Pflicht der Psychiater, den Menschen mit ihrer Expertise Erklärungshilfen anzubieten.
“Eine der seltsamsten Erfahrungen in meiner Karriere als Psychiaterin war es, festzustellen, dass die einzigen Leute, die nicht über einen Gegenstand sprechen dürfen, diejenigen sind, die am meisten darüber wissen”, klagt Bandy Lee, die Organisatorin der Konferenz an der Universität Yale. Und auch der Psychiater Leonard Glass erklärt: “Wir sind die einzige medizinische Fachdisziplin, für die ein solcher Maulkorb gilt. Niemand stört sich daran, wenn sich ein Kardiologe über den Zusammenbruch von Hillary Clinton oder ein Orthopäde über die Verletzung eines Footballstars äußert.”
Indem sich die Buchautoren nun an eine Bewertung von Trumps Persönlichkeit wagen, werden auch die Schwierigkeiten eines solchen Unterfangens offenbar. Die Herausgeber betonen, es könne nur um die Beurteilung von Trumps Verhalten in der Öffentlichkeit gehen, nicht hingegen darum, ihm eine bestimmte Geisteskrankheit zu attestieren.
Trotzdem prasseln die Diagnosen in dem Buch auf Trump nur so ein: Die meisten der selbst ernannten Gutachter favorisieren die “narzisstische Persönlichkeitsstörung”, andere gehen noch weiter und glauben, Anzeichen von “bösartigem Narzissmus” zu erkennen. Aber auch die “dissoziale Persönlichkeitsstörung” steht hoch im Kurs. Dodes hält Trump für einen Soziopathen, Michael Tansey aus Chicago bringt die “wahnhafte Störung” als mögliche Diagnose ins Spiel. Und dann gibt es natürlich noch jene, die Trump für aufmerksamkeitsgestört erklären oder bei ihm eine beginnende Demenz zu erkennen glauben.
Kurzum: Alle Autoren sind sich einig, dass Trump irgendwie nicht richtig tickt, und dies auf äußerst beängstigende Weise. Nur: Welcher Natur seine Störung eigentlich ist, das wissen sie auch nicht genau. Es scheint, dass der US-Präsident an mehr als nur einer Geisteskrankheit leidet.
“Eindeutige Diagnosen zu erstellen ist nicht nötig, und es ist auch nicht hilfreich”, sagt Psychiater Glass – schon deshalb, weil völlig unklar sei, was eine klare Diagnose eigentlich bedeuten würde. Denn in einem sind sich Glass und seine Kollegen einig: Eine seelische Erkrankung schließt die Ausübung des höchsten Staatsamts nicht automatisch aus.
Zahlreiche US-Präsidenten litten unter Symptomen seelischer Störungen.
Bei einer retrospektiven Analyse kamen Forscher im Jahr 2006 zu dem Schluss, dass rund ein Viertel von 37 betrachteten US-Präsidenten Symptome zeigte, die eine seelische Erkrankung nahelegen. Abraham Lincoln zum Beispiel weinte in der Öffentlichkeit, und Theodore Roosevelt war berühmt für seine manischen Tiraden. Bei John F. Kennedy konnten die Autoren der Studie zwar keinen unmittelbaren Hinweis auf eine seelische Störung finden, doch stand er oft unter dem Einfluss psychoaktiver Medikamente. Alle drei waren zweifellos erfolgreiche Präsidenten.
Bei Trump aber ist es irgendwie anders; und die Autoren mühen sich damit ab zu definieren, worin denn der Unterschied liegen könnte. Immer wieder kommen sie auf die Frage zurück, ob Trump wohl all die Lügen, die er verbreitet, selbst glaubt; ob er ein gerissener Publicityprofi oder ein geistig gestörter Besessener ist; ob er mutwillig Menschen manipuliert oder nur wahnhaften Impulsen folgt. Kurzum: ob Trump verrückt oder bösartig ist.
Eine verbindliche Antwort auf diese Fragen könne sie nicht liefern, sagt die Psychiaterin und Traumaforscherin Judith Herman: “Wahrscheinlich trifft auf Trump beides zu.” Aber viel wichtiger: Letztlich komme es darauf gar nicht an. Entscheidend sei, wie gefährlich Trump eigentlich ist.
Die US-Verfassung sieht ein Verfahren vor, einen unfähigen Präsidenten des Amtes zu entheben.
Psychiater würden häufig hinzugezogen, wenn es darum gehe zu beurteilen, welche Gefahr von einem Menschen ausgeht, sagt Herman. “Bei der Bewertung greifen wir oft nicht auf ein persönliches Gespräch, sondern allein auf eine Beurteilung beobachtbaren Verhaltens zurück.”
Wenn es um solche Gutachten geht, dann hat das Wort von James Gilligan Gewicht. Er ist forensischer Psychiater an der New York University, viele Jahre lang hat er ein Gefängnis für geistig kranke Straftäter geleitet. Er hat Mörder, Vergewaltiger und andere Kriminelle begutachtet. Was er über Trump zu sagen hat, fällt vernichtend aus: “Er ist auf beispiellose und abnorme Weise gefährlich.”
Gilligan hat Berichte über Trump durchforstet, um nach Hinweisen auf seine Einstellung zur Gewalt zu suchen. Die Indizien, die er zusammengetragen hat, sind furchterregend:
- Trump sponserte 1989 eine Kampagne, die das Ziel hatte, fünf Jugendliche in New York hinzurichten. Als dann deren Unschuld bewiesen war, ließ er das einfach nicht gelten.
- Er prahlte damit, sich Frauen gegenüber jede Art von Übergriffen leisten zu können (“Greif ihnen an die Muschi. Du kannst alles machen”).
- Im Wahlkampf versprach Trump, er werde nicht nur das Waterboarding wieder zulassen, sondern “noch viel weiter gehen”.
- Er forderte seine Anhänger auf Wahlveranstaltungen auf, Protestler zusammenzuschlagen (“Prügelt ihnen die Seele aus dem Leib. Ich zahle den Anwalt. Versprochen”).
- Er rief Waffennarren kaum verhohlen dazu auf, seine Konkurrentin Hillary Clinton zu erschießen.
- Er erklärte sich selbst für unantastbar (“Ich könnte mitten auf der Fifth Avenue jemanden erschießen, und es würde mich keine einzige Wählerstimme kosten”).
- Er äußerte verschiedentlich Unverständnis darüber, warum man Atomwaffen, wenn man sie schon habe, nicht auch nutzen dürfe.
“Androhung von Gewalt, Prahlerei mit Gewalt, Anstiftung zu Gewalt”, resümiert Gilligan. Für ihn gibt es keinen Zweifel: Donald Trump spricht die Sprache eines Diktators.
Gilligans Kollege Tansey pflichtet ihm in seinem Buchkapitel bei. Ihn ängstigt vor allem die Bewunderung, die Trump für Gewaltherrscher bekundet hat. Über Saddam Hussein sagte Trump: “Er hat Terroristen getötet. Das hat er so gut gemacht! Sie haben ihnen nicht ihre Rechte vorgelesen. Sie haben nicht geredet. Du warst ein Terrorist, und das war’s.” Und über Putin verkündete er im Wahlkampf: “In puncto Führung kriegt er ein A, und unser Präsident schneidet nicht so gut ab.” Ähnliche Hochachtung wie für Saddam oder Putin, sagt Tansey, habe Trump früheren US-Präsidenten gegenüber nie zum Ausdruck gebracht.
Despoten hätten auf Trump eine große Anziehungskraft, erklärt Tansey, denn ihre absolute Macht sei das, wovon er selbst träume. Er sehne sich nach der bedingungslosen Verehrung seiner Fans und der physischen Vernichtung seiner Gegner, so wie es nur in einer Diktatur möglich ist.
Das sind massive Vorwürfe. Und Gilligan steigert sie noch, indem er auf das nukleare Inferno verweist, das auszulösen nun einem möglicherweise Geistesgestörten überlassen sei: “Er kann in wenigen Sekunden mehr Menschen töten, als jeder Diktator der Vergangenheit es in seiner gesamten Regierungszeit konnte.”
Doch was können die 27 Experten mit ihrer niederschmetternden Analyse erreichen?
Leonard Glass hofft, der Begeisterung der Trump-Anhänger mit seiner Expertise etwas entgegensetzen zu können: “Die Leute glauben, Donald Trump sei ein richtiger Kerl”, sagt er. “Sie denken: Der hat Mumm, der hat Geld, der lässt sich von niemandem was sagen.” Deshalb sei es wichtig, den Menschen zu erklären, dass all das aufgeblasene Geprahle vermutlich nur Ausdruck einer Ich-Schwäche sei. Wer es nötig habe, sich selbst so maßlos zu preisen, dem mangle es an Selbstwertgefühl.
Auch Judith Herman geht es vor allem darum, Augen zu öffnen. Die Gefahr sei groß, dass sich die Menschen an das Verhalten ihres Präsidenten gewöhnten, so lange, bis sie es für normal hielten. “Die Sehnsucht, dass der Kaiser Kleider hat, ist groß”, sagt die Traumaforscherin. Auch hofften viele, dass die Verantwortung des Amts Trump mäßigen könne. Herman zufolge aber lehrt die psychiatrische Erfahrung, dass die Verleugnung von krankhaftem Verhalten ein Fehler und die Hoffnung auf Besserung bei einem so sehr in starren Stereotypen gefangenen alten Mann vergebens ist.
Herman hat zusammen mit zwei Kolleginnen eine psychiatrische Überprüfung des Präsidenten angeregt. Das Trio hat genaue Vorstellungen, wie ein solcher Tauglichkeitstest aussehen könnte, und jetzt werben sie unter Politikern dafür.
Tatsächlich sieht die amerikanische Verfassung ein solches Verfahren zumindest theoretisch vor: Dem vierten Absatz des 25. Verfassungszusatzes zufolge können Kabinett und Kongress den Präsidenten seines Amtes entheben, wenn sie ihn für unfähig halten, seinen Aufgaben nachzukommen. Dass es dazu kommen könnte, gilt unter den gegenwärtigen politischen Umständen allerdings als sehr unwahrscheinlich.
Trotzdem wollte die Chicagoer Psychiaterin Prudence Gourguechon genauer wissen, wann ein Präsident eigentlich dienstuntauglich ist. Was, so fragte sie sich, sind denn die Fähigkeiten, die eine Person mit solch extrem hoher Verantwortung aufweisen sollte?
Zu ihrem Erstaunen suchte Gourguechon in der Fachliteratur lange vergebens nach einer klaren Antwort auf ihre Frage. Fündig wurde sie schließlich beim Militär. Das Armeehandbuch über Führungskräfte definiert, solide begründet auf psychologische Forschung und militärische Erfahrung, welche Eigenschaften einen guten Offizier ausmachen.
Vor allem auf fünf Kriterien kommt es demnach an: Vertrauen, Selbstkontrolle, Urteilsvermögen, Selbstreflexion und Empathiefähigkeit.
Treffender lässt sich nicht zusammenfassen, was Trump nicht hat.
Bösartiger Narzissmus – Psychologen zweifeln an Trumps geistiger Gesundheit
Ist US-Präsident Donald Trump krankhaft narzisstisch? Die New Yorker Psychologie-Professorin Diana Diamond sieht dafür Anzeichen. Sie mag sich aber nicht dem Schritt ihrer 33 Berufskollegen anschließen, die in einem offenen Brief gewarnt hatten: Trump sei emotional zu instabil, um die Rolle als Präsident sicher auszuführen.
Das Einmaleins des Zusammenlebens – einfach erklärt für den ersten Mann im Staat von John Oliver: Auch wenn es sich manchmal so anfühle, als wenn er der einzige Mensch der Welt sei – tatsächlich stimme das nicht. Die Schautafel zeigt die ganzen sogenannten „Nicht-du-Menschen“, man nenne sie: die anderen Menschen.
Worüber John Oliver sich in seiner Comedy-Show lustig macht, ist für andere ein ernsthafter Anlass zur Sorge: Leidet der Präsident etwa unter einer Persönlichkeitsstörung? Einer narzisstischen Störung – verbunden mit der Unfähigkeit, sich in andere einzufühlen, statt dessen Machtfantasien und Prunk. 33 Psychologen und Psychiater schrieben einen offenen Brief an die Zeitung „New York Times“. Trump zeige gravierende emotionale Instabilität. Sie gingen so weit, zu warnen, dass er deshalb unfähig sei, das Amt des Präsidenten sicher auszufüllen.
Diana Diamond findet den Schritt ihrer Kollegen sehr mutig – ist ihn aber nicht mitgegangen: „Ich bin vorsichtiger in der Frage, ob Trump wirklich geeignet ist. Ich ziehe es vor, dass die Öffentlichkeit ihre eigenen Schlussfolgerungen zieht.“
Damit hält sich die Psychologie-Professorin und Expertin für narzisstische Störungen an der City University of New York streng an die Regeln ihrer Zunft. Die sogenannte Goldwater-Regel besagt, es sei unethisch, Ferndiagnosen über Personen des öffentlichen Lebens abzugeben und diese ohne deren Einwilligung publik zu machen. 1964 war deshalb Senator Barry Goldwater als Präsidentschaftskandidat gescheitert. Diana Diamond:
„Aber: Als Experten für geistige Gesundheit haben wir eine außerordentliche Verantwortung, die Öffentlichkeit über abweichendes Verhalten aufzuklären.“
„Beschäftigt mit Fantasien unbegrenzten Erfolgs“
Der sich ewig selbst im eignen Spiegelbild betrachtende Narziss ist für die Weltgesundheitsorganisation und die „American Psychiatric Association“ der Namensgeber für eine ganze Symptomliste, erklärt Diamond:
„Ein grandioses, aufgeblasenes Gefühl von Selbstgefälligkeit. Ein obsessiver Drang nach Bewunderung und Schmeichelei. Beschäftigt mit Fantasien unbegrenzten Erfolgs. Macht. Omnipotenz. Sie glauben, dass sie etwas Besonderes sind – und einzigartig behandelt werden sollten.“
Donald Trump maßregelt einen Reporter. Der hatte ihn nach den vielen antisemitischen Übergriffen in den USA gefragt – und zugleich versichert, er halte den Präsidenten selbst absolut nicht für einen Antisemiten.
Warum hat Amerika einen solchen Mann gewählt?
„Ich glaube, das Thema ist weniger ob dieser Präsident die eine oder andere Störung hat. Es gab Präsidenten, die ziemlich starke psycho-pathologische Züge hatten. Depression, Demenz, Manie.“
Der New Yorker Psychiatrie-Professor Richard Friedman hat darüber geschrieben – und die Frage gestellt: „Ist es an der Zeit, Trump psychisch krank zu nennen?“ Diana Diamond kontert das mit einer Gegenfrage:
„Was hat die Menschen dazu gebracht, diese Person zu wählen? Ich glaube, das hat auch etwas mit narzisstischen Problemen zu tun. Wir leben in einer Gesellschaft, in der Menschen sich narzisstisch beschädigt fühlen – und verletzlich.“
Es ist die Diagnose der Abgehängten – oder derjenigen, die sich, trotz insgesamt guter US-Wirtschaftsdaten, als solche fühlen.
Und dann schlägt Professorin Diamond noch ganz dunkle Kapitel der Geschichte auf, um an zwei Staatsführer zu erinnern, bei denen eine narzisstische Persönlichkeitsstörung sozusagen posthum diagnostiziert worden sei:
„Ich kann Ihnen zwei nennen: Hitler und Stalin.“
Bösartiger Narzissmus
Narzissmus
Der Ausdruck Narzissmus (zu altgriechisch Νάρκισσος Nárkissos, lateinisch Narcissus, deutsch Narziss) steht alltagspsychologisch und umgangssprachlich im weitesten Sinne für die Selbstverliebtheit und Selbstbewunderung eines Menschen, der sich für wichtiger und wertvoller einschätzt, als urteilende Beobachter ihn charakterisieren. In der Umgangssprache wird eine stark auf sich selbst bezogene Person, welche anderen Menschen geringere Beachtung als sich selbst schenkt, als Narzisst bezeichnet. Ein derartiger Gebrauch des Wortes Narzissmus schließt meist ein negatives moralisches Werturteil über die betreffende Person ein. Bei den narzisstischen Personen unterscheidet der Duden zwischen Narzisst (Umgangssprache) und Narziss (Bildungssprache). Der Begriff Narzissmus steht in Verbindung mit einer Vielzahl sehr unterschiedlicher psychologischer, sozialwissenschaftlicher, kulturwissenschaftlicher und philosophischer Konzepte. Was genau mit Narzissmus gemeint ist, hängt dann jeweils vom betreffenden theoretischen Konzept ab. Abzugrenzen ist die narzisstische Persönlichkeitsstörung nach ICD-10 und DSM-5.
Maligner Narzissmus
Maligner Narzissmus ist ein theoretisches Konstrukt einer Persönlichkeitsstörung, das sich konzeptionell von der typischen narzisstischen Persönlichkeitsstörung (NPS) durch antisoziales Verhalten, egosyntonen Sadismus und eine paranoide Orientierung unterscheidet, wobei gleichzeitig ein gewisses Maß an Schuldgefühlen und Loyalität erhalten bleibt. Maligner Narzissmus wird in keinem der großen Klassifikationssysteme für psychische Störungen, namentlich weder im DSM-5-TR noch in der ICD-11, als eigenständige Diagnosekategorie anerkannt. Letztere diagnostiziert Persönlichkeitsstörungen dimensional und nicht kategorisch. Vielmehr wird er als Unterkategorie der NPS konzeptualisiert. Obwohl es nicht als eigenständige Störung anerkannt ist, erwähnt das Alternative DSM-5-Modell für Persönlichkeitsstörungen – das in Abschnitt III sowohl des DSM-5 als auch des DSM-5-TR vorgestellt wird – ausdrücklich den „malignen Narzissmus“ als Beispiel für einen Fall, in dem zusätzliche antagonistische Merkmale, die für die antisoziale Persönlichkeitsstörung charakteristisch sind, für die narzisstische Persönlichkeitsstörung spezifiziert werden können.
Narzisstische Persönlichkeitsstörung ‘NPS‘
Die narzisstische Persönlichkeitsstörung (NPS) zeichnet sich durch einen Mangel an Empathie, Überschätzung der eigenen Wichtigkeit und gesteigertes Verlangen nach Bewunderung aus. Typisch ist, dass die betroffenen Personen übermäßig stark damit beschäftigt sind, anderen zu imponieren und um Bestätigung für sich zu werben, aber selbst nur wenig zwischenmenschliches Einfühlungsvermögen besitzen und nur wenig emotionale Wärme an andere Menschen zurückgeben. Narzisstische Persönlichkeiten weisen deutliche Probleme bei der Anpassung an ihre Lebensumstände und an ihr Lebensumfeld und in der autonomen Regulierung des Selbstwertgefühls auf. Solche Anpassungsschwierigkeiten können sich in vielfältiger Weise äußern und in verschiedenen Erscheinungsformen der NPS auftreten. Der übermäßige Geltungsdrang kann entweder selbstsicher in Szene gesetzt oder schüchtern verborgen werden. Dementsprechend können Betroffene arrogant auftreten oder sich bescheiden geben. Pathologischer Narzissmus kann sich sowohl durch Prahlen und Hochstapelei äußern wie auch durch unersättliche Ansprüche und Erwartungen. Menschen mit einer NPS neigen dazu, Personen in ihrem unmittelbaren Umfeld emotional zu missbrauchen (besonders Sexualpartner und Kinder), um dadurch den eigenen Selbstwert (ihr „Ego“) auf Kosten anderer zu erhöhen. Andere Formen der narzisstischen Persönlichkeitsstörung sind durch ein instabiles, rasch wechselndes Selbstwertgefühl gekennzeichnet, das im Extrem zwischen Grandiosität und schamvoller Zerknirschung pendeln kann. Vorkommen kann auch eine im Inneren chronisch schwelende Wut, die schon bei geringem Anlass explodieren kann (vor allem bei Kritik oder subjektiv empfundener Kränkung).
In der 10. Revision des Klassifikationssystems der Weltgesundheitsorganisation (ICD-10) wird die narzisstische Persönlichkeitsstörung nur in einer Restkategorie aufgeführt (F60.8. Sonstige spezifische Persönlichkeitsstörungen). In dem überarbeiteten Klassifikationssystem der 11. Revision (ICD-11) werden Persönlichkeitsstörungen nach ihrem Schweregrad und nicht mehr nach ihrem spezifischen Störungsbild klassifiziert. Im DSM-5 der American Psychiatric Association ist sie dagegen als selbständiges Störungsbild enthalten und gehört dort zum Cluster B, der die „launisch, dramatisch, emotionalen“ Persönlichkeitsstörungen umfasst. In jedem Fall muss sie von normalem Narzissmus als tatsächlicher oder zugeschriebener Charaktereigenschaft abgegrenzt werden.
Mary L. Trump

Mary Lea Trump (* 3. Mai 1965 in New York City) ist eine amerikanische Psychologin, Geschäftsfrau und Autorin. Sie ist die einzige Nichte von Donald Trump und eine seiner scharfen Kritikerinnen. M. L. Trumps im Juli 2020 erschienenes Buch Too Much and Never Enough über D. Trump und ihre Familie verkaufte sich am ersten Verkaufstag fast eine Million Mal.
Der Pulitzer-Preis 2019 für investigative Berichterstattung wurde David Barstow, Susanne Craig und Russ Buettner von der New York Times verliehen für „eine umfassende 18-monatige Untersuchung der Finanzen von Donald Trump, die seine Aussagen über selbstgemachten Reichtum entlarvte und ein Geschäftsimperium mit Steuerhinterziehungen enthüllte“. Mary war, Berichten zufolge, eine wichtige Informationsquelle für diese Studie, da sie während des Entdeckungsprozesses im Streit um den Nachlass ihres Großvaters in den Besitz von Donald Trumps Steuerunterlagen gelangt war.
Nach der Ankündigung von Marys Buch Too Much and Never Enough im Juni 2020 versuchte ihr Onkel Robert S. Trump, die Veröffentlichung zu verhindern, indem er erklärte, sie habe während des Rechtsstreits von 1999 eine Geheimhaltungsvereinbarung unterzeichnet. Die Einreichung einer einstweiligen Verfügung gegen Mary wurde von einem New Yorker Gericht wegen Unzuständigkeit abgewiesen, und das Buch wurde am 14. Juli 2020 veröffentlicht.
Am 22. September 2021 wurde bekannt, dass Donald Trump eine Klage gegen Mary Trump und die Zeitung New York Times eingereicht hatte. Er verlangt 100 Millionen Dollar Schadensersatz und die Herausgabe der Erlöse des Buchverkaufs.
Enthüllungsbuch
Das von ihr verfasste Enthüllungsbuch Too Much and Never Enough: How My Family Created the World’s Most Dangerous Man (dt. Ausgabe Zu viel und nie genug: Wie meine Familie den gefährlichsten Mann der Welt erschuf) wurde am 14. Juli 2020 vom Verlag Simon & Schuster veröffentlicht. Es beschreibt, wie die Autorin die anonyme Quelle war, die Trumps Familien-Steuererklärungen an die New York Times weitergab; die Berichterstattung wurde mit dem Pulitzer-Preis 2019 ausgezeichnet. In dem Buch und in TV-Interviews behauptet sie auch, ein Freund Donald Trumps habe für ihn dessen Universitätsaufnahmeprüfung SAT abgelegt. Ein Rechtsstreit darüber, ob das Buch veröffentlicht werden durfte, wurde im New Yorker Justizsystem geführt, wobei ein Berufungsrichter dem Verlag erlaubte, das Buch zu veröffentlichen. Das Buch wurde am ersten Verkaufstag 950.000 Mal verkauft.
Mary Trump über ihren Onkel “Ein Tyrann und verzogener Kerl”

In ihrem Enthüllungsbuch nennt Mary Trump den US-Präsidenten einen gefährlichen Narzissten. Warum sie das tut, erzählt sie im tagesschau-Interview und erinnert an “Rotznase” Donald und eine Schlüsselszene seiner Kindheit.
tagesschau.de: Noch ein Buch über Donald Trump. Gibt es nicht schon genug davon? Warum wollten Sie als seine Nichte unbedingt noch eines schreiben?
Mary Trump: Ich hätte es ehrlich gesagt lieber nicht getan, aber ich hatte das Gefühl, dass so viel auf dem Spiel stand. Es gab so viel, was Millionen Amerikaner 2016 nicht wussten. So dass ich mich verpflichtet fühlte, ehrlich die Geschichte meiner Familie zu erzählen. Und wie Donald zu dem Menschen wurde, der er heute ist. Auch, um den Leuten klar zu machen, dass sich nichts ändern wird. Wissen Sie, er wird sich nicht wie ein Präsident verhalten. Er wird nicht anfangen, sich um etwas zu kümmern, das über seine eigenen Interessen hinausgeht.
Mary Trump sagt, sie hätte das Buch über ihren Onkel lieber nicht schreiben müssen.
tagesschau.de: Sie sagen, Ihre Familie schuf den gefährlichsten Mann der Welt. Wie kommen Sie dazu?
Mary Trump: Ich sage das nicht, weil er als einzelner Mensch der gefährlichste Mann ist. Wenn er ein Privatmann wäre, könnte er sich selbst oder einigen Menschen in seiner Umgebung gefährlich werden. Aber wir würden dieses Gespräch natürlich nicht führen. Er ist gefährlich wegen der Position, die er innehat, und wegen der Macht, die sich aus dieser Position ergibt. Und das nicht nur in Bezug auf die schiere Macht.
Wir haben gesehen, dass er bereit ist, Bündnisse zu brechen, die wir über Jahrzehnte geschmiedet haben. Wir haben gesehen, dass er bereit ist, einseitig aus Verträgen auszusteigen, die uns alle schützen und an deren Zustandekommen jahrelang gearbeitet wurde. Das ist es, was ich meine. Und darüber hinaus – und damit habe ich vor vier Jahren nicht gerechnet – ist er auch deshalb gefährlich, weil so viele Menschen in der Regierung der Vereinigten Staaten ihn weiterhin unterstützen und über seine ungeheuerlichen Verhaltensweisen hinwegsehen oder diese sogar befürworten.
“Es beginnt mit meinem Großvater”
tagesschau.de: Verhaltensweisen, die er schon in seiner Kindheit hatte?
Mary Trump: Die Ähnlichkeiten sind frappierend. Es gibt tatsächlich mehrere Verbindungspunkte von seiner Kindheit und seinem Leben im Haus meiner Großeltern bis heute. Und es beginnt sicherlich damit, dass mein Großvater (Fred Trump; Anm.d.Red.) ihn unterstützt hat mit seiner Macht, seinem Geld, seinen Verbindungen und seiner Bereitschaft, Donald wiederholt scheitern zu lassen, ohne dass er jemals zur Rechenschaft gezogen wurde.
tagesschau.de: Und machte so den Narzissten aus ihm, den Sie als Psychologin in Donald Trump erkennen? Sie sagen, er erfüllt alle Kriterien dafür?
Mary Trump: Eigentlich alle. Ich habe die Liste nicht vor mir, aber seine übertriebene Selbstverherrlichung, sein ständiges Bedürfnis nach Aufmerksamkeit. Es gibt einen Unterschied zu dem umgangssprachlichen Gebrauch des Wortes Narzisst. Es gibt eine Menge Leute in unserem Leben, die wir so beschreiben würden, die einfach irgendwie von sich selbst eingenommen sind, die sich aber nicht für die klinische Bezeichnung eignen würden. Aber wenn die Symptome der Erkrankung ihre Funktionsfähigkeit beeinträchtigen – und ich denke, wir sehen das bei Donalds ständigem Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und den Anstrengungen, die er unternimmt, um Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen – dann wird es nicht nur für den Einzelnen problematisch, sondern auch für die Menschen um ihn herum.
tagesschau.de: Sie schreiben, Ihr Großvater Fred Senior spielte seine ältesten Söhne gegeneinander aus und bevorzugte Donald.
Mary Trump: Mein Vater war siebeneinhalb Jahre älter. Ich glaube nicht, dass er Donald jemals als Konkurrenz gesehen hat, weil er als ältester Sohn und Namensvetter das Familienunternehmen übernehmen sollte. Er hatte die volle Absicht, dies zu tun, bis mein Großvater entschied, dass mein Vater nicht die Art von Mensch war, die er brauchte. Mein Vater war kein “Killer” – er war kein harter Kerl. Er war nicht bereit zu betrügen, zu lügen und zu stehlen, um zu gewinnen, koste es, was es wolle. Aber dann erkannte mein Großvater, dass Donald diese Person war. Es war also weniger Konkurrenz, als dass mein Großvater meinen Vater durch seinen jüngeren, viel weniger qualifizierten und weniger kompetenten Bruder ersetzte.
“Schon früh ein Tyrann”
tagesschau.de: Wie trat Donald Trump in seiner Kindheit auf?
Mary Trump: Selbst im Alter von sieben Jahren war Donald bereits ein Tyrann und ein verzogener Kerl. “Rotznase” ist das Wort, das meine Familie am Häufigsten benutze, um ihn als Kind zu beschreiben. Mein Onkel Robert war eineinhalb Jahre jünger als Donald. Die anderen Kinder waren älter und waren nicht wirklich Donalds Mobbing ausgesetzt.
Aber Rob war sehr oft Donalds Zielscheibe. Eines Abends bereitete meine Großmutter das Abendessen vor und stellte eine große Schüssel Kartoffelpüree hin, weil es sieben Familienmitglieder waren. Und Donald tyrannisierte Robert. Er hörte nicht auf, ihn zu ärgern. Rob weinte. Niemand konnte Donald dazu bringen, aufzuhören. Nicht seine Mutter, nicht seine älteren Geschwister. Schließlich hatte es mein Vater satt. Er war damals 14 Jahre alt. Da nichts anderes half, nahm er diese riesige Schüssel Kartoffelpüree und kippte sie über Donalds Kopf aus. Alle außer Donald fanden es urkomisch und lachten ihn aus. Aber weil er schon damals so dünnhäutig war, (…), wird er bis heute einfach still, wenn jemand in der Familie diese Geschichte erzählt. Er ärgert sich sehr, wenn er sie hört. Und ich glaube, er ist jetzt 73 Jahre alt.
tagesschau.de: Würden Sie sagen: Das war eine Schlüsselszene?
Mary Trump: Ja, ich denke, es ist ein entscheidender, ein wichtiger Wendepunkt in seiner Haltung zu meinem Vater und seiner Furcht oder sogar tödlichen Angst vor Erniedrigung. Ich glaube, er war von diesem Punkt an entschlossen, Demütigungen um jeden Preis zu vermeiden. Auf der anderen Seite fiel es ihm auch leicht, Demütigung als Waffe gegen andere Menschen einzusetzen.
tagesschau.de: Und die Lüge, schreiben Sie. Demnach hat ihr Onkel sogar jemand anderen engagiert, der für ihn den Leistungstest für die Aufnahme an der Universität bestand.
Mary Trump: Ja, er bezahlte jemanden, der die SAT-Prüfung für ihn machte. Soviel weiß ich. Und ich glaube, es geht weniger darum, dass er gerne lügt oder betrügt. Er wusste vielmehr schon sehr früh, dass er keine andere Wahl hatte, um sich vor meinem Großvater zu schützen. Er hatte (…) gesehen, wie brutal mein Großvater meinen Vater behandelt hatte. Und Donald wollte nicht, dass ihm das passiert. Wenn er also log und vorgab, er sei der Beste, der Größte, besser als alle anderen, klüger als alle anderen – dann musste er das eben tun. Selbst wenn er dafür jemand bezahlen musste, seine SAT-Prüfung zu machen, damit er auf eine bessere Universität gehen konnte.
Trump als Präsident? “Ich war am Boden zerstört”
tagesschau.de: Was ging in Ihnen in der Wahlnacht 2016 vor, als Ihnen klar wurde, dass Ihr Onkel Präsident werden würde?
Mary Trump: Ich war am Boden zerstört. Ich habe es wirklich persönlich genommen. Es fühlte sich an, als hätten über 60 Millionen Menschen die bewusste Entscheidung getroffen, dieses Land in eine Version meiner furchtbaren Familie zu verwandeln. Und ich verstand nicht, wie jemand sich weigern konnte, die Art von Person zu sehen, die Donald tatsächlich war, oder dass sie eine solche Person wählen konnten, um in diesem Land die Führung zu übernehmen. Es war einfach eine schreckliche, sehr lange Nacht. Und es war nicht nur diese Nacht. Ehrlich gesagt ist es nicht viel besser geworden, oder?
tagesschau.de: Im Fall einer Wahlniederlage am 3. November: Würde Donald Trump – so wie Sie ihn kennen – diese akzeptieren?
Mary Trump: Das ist eine sehr gute Frage. Und es gibt keine gute Antwort. Offensichtlich wissen wir es nicht. Aber ausgehend von dem, was ich von ihm und den Menschen um ihn herum weiß, werden zwei Faktoren ausschlaggebend sein: Der erste: Wie hoch gewinnt Joe Biden? Falls er gewinnt. Und der zweite: Was raten die Menschen Donald, die ihm am nächsten stehen?
Was den ersten Punkt betrifft, so kann ein friedlicher Übergang am Besten dadurch gewährleistet werden, dass Biden einen riesigen Vorsprung bekommt. So riesig, dass niemand behaupten kann, jemand habe betrogen oder versucht, (Donald; Anm.d.Red.) den Sieg zu stehlen. Wenn es knapp wird, dann denke ich, dass die Menschen um Donald eine größere Rolle spielen werden, weil sie versuchen könnten, ihn davon zu überzeugen, dass er betrogen wurde und dass er kämpfen muss, dass er seine Basis verteidigen und beharrlich bleiben muss. Ich hoffe, das wird nicht passieren. Wenn der Vorsprung (von Biden; Anm. der Red.) groß genug wäre, würde er so narzisstisch verletzt sein, dass er es irgendwie als Sieg drehen müsste, dass er abtreten muss und etwa sagt: “Amerika verdient mich nicht. Ich werde etwas wirklich Wichtiges tun, wie einen Fernsehsender gründen oder so etwas.”
Trumps Intelligenzquotient ist vergleichbar mit dem einer Scheibe Toastbrot
‘Diaper Don‘, Donald Trump, ist so dämlich, dass man fast meinen könnte, er hätte sein Schulabschluss gekauft.
Es gibt tatsächlich Hinweise, dass Donald Trump in der Grund-/Mittelschzeit Probleme mit Noten und Verhalten hatte – aber keine stichhaltigen Belege dafür, dass er seinen Abschluss „gekauft“ hat. Seine genauen Noten sind größtenteils geheim, und vieles bleibt Spekulation.
Donald Trump war in der Schule nicht besonders gut. Seine Eltern schickten ihn mit 13 Jahren auf die New York Military Academy, weil er an seiner vorherigen Schule durch Verhaltensprobleme auffiel – er soll oft nachsitzen müssen, dazwischenreden und Mitschüler mit Papierkügelchen beschossen haben. Die Military Academy war für ihre strenge Disziplin bekannt, und Trump machte dort 1964 seinen Abschluss. Allerdings gibt es keine öffentlichen Belege für besonders gute Noten; im Gegenteil: Seine frühere Schule soll sogar seine Noten vor der Öffentlichkeit versteckt haben, nachdem Trump selbst behauptete, ein „Genie“ und Musterschüler gewesen zu sein. Sein ehemaliger Anwalt Michael Cohen sagte aus, dass Trump seinen Schulen mit Klagen drohte, falls sie seine Noten veröffentlichen würden. Trump wurde wegen schlechten Verhaltens und mangelnder Disziplin auf eine strenge Internatsschule geschickt, und seine schulischen Leistungen scheinen nicht herausragend gewesen zu sein.
Kew‑Forest: Ja, es gibt seriöse Quellen, die sagen, dass er in den Grundschuljahren auffällig war und seine Noten darunter litten – aber keine konkreten Zeugnisse, weil die Unterlagen vertraulich sind.
NYMA: Das Bild ist eher „durchschnittlich bis gut“ (B‑Schnitt, teilweise auf der Ehrenliste, einzelne Auszeichnungen), aber nicht „brillant“ – und er hat sich später teils besser dargestellt, als er tatsächlich war.
Hochschule: Er hat einen regulären Abschluss von einer renommierten Universität (Wharton), aber es gibt keine Anzeichen für außergewöhnliche akademische Exzellenz – und vor allem keine öffentlichen Notenunterlagen.
Man kann sagen, er hat seinen Ruf teils selbst „verkauft“, aber es gibt keine harten Beweise dafür, dass er formale Schulabschlüsse gekauft hat. Es gibt gut belegte Hinweise darauf, dass er in der Grund-/Mittelschzeit Verhaltensprobleme hatte und seine Noten litten. An der Militärschule verbesserten sich seine Leistungen wieder; er machte ordentliche Noten (B‑Schnitt, Ehrenlisten), war aber kein Top‑Student. Seine genauen Noten bleiben weitgehend geheim; weder ein „Musterschüler“-Bild noch ein „totaler Versager“ ist durch öffentliche Zeugnisse belegt. Dass er seinen Abschluss im wörtlichen Sinne „gekauft“ hat, ist durch Quellen nicht gedeckt. Was dokumentiert ist, sind geschönte Selbstdarstellungen und massive Bemühungen, die echten Akten geheim zu halten.
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